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ABGEGANGENE BAUTEN

Gemeinden Übersicht Gebäudearten Übersicht

Spitäler und Krankenhäuser in Uri



Militärspital Andermatt
Andermatt  /
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Militärspital Schattdorf
Schattdorf  /
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Kantonsspital
Altdorf  /
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Kantonsspital, Personalhaus
Altdorf  /
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EHEMALIGE SPITÄLER UND KRANKENHÄUSER MIT UMNUTZUNG



Fremdenspital
Altdorf  / Gemeindehausplatz
 - 1872

Um 1490 (nach dem Dorfbrand von 1488) erbaute die Gemeinde, mit grosser Unterstützung durch fromme Personen und einem Beitrag des Landes, einen Spital. Es war hierfür ein zwischen Kirchenbezirk und Hauptstrasse gelegenes Areal, unterhalb des engeren Dorfbereichs, verfügbar, „im Sal“ genannt. Es dürfte ursprünglich zum Herrschaftssitz im Winterberg gehört haben. Möglicherweise war es um 1490 Allmend oder konnte günstig, allenfalls als Schenkung übernommen werden. Der damals errichtete ansehnliche Bau vermochte bereits ein halbes Jahrhundert später nicht mehr allen Bedürfnissen zu genügen. Man fügte daher um 1546 in einem Abstand von ca. 6 m in paralleler Ausrichtung einen weitgehend gleich dimensionierten Neubau an. Am Spitalbau beteiligt war der Luzerner Werkmeister Hans Schliffer (+ 1549).
Im Dorfbrand blieb das Mauerwerk (Umfassungsmauern und Hauptunterteilungen des Innern) bestehen, die Dächer und der innere Ausbau sowie grosse Lebensmittelvorräte, drei Nebenhäuser und der grosse Holzschopf wurden ein Raub der Flammen. Den Schaden veranschlagte man auf 16‘000 Gulden. Als eines der ersten Gebäude wurde der Spital gleichzeitig mit der Kirche 1799 vor Winteranfang provisorisch eingedeckt. Die Wiederherstellung konnte nicht sogleich erfolgen, weil der Spital für die Kirchenwiederherstellung Geld leihen musste und seine sonstigen Mittel zur Almosenausteilung an die verarmte Bevölkerung, die Pflege von Kranken und Verwundeten (im Scharfrichterhaus) und Einquartierungen benötigt wurden. 1803 trifft der Spitalrat Massnahmen für die Instandstellung des Fremdenspitals.
Im Oktober 1804 war der Spital wieder bewohnbar und im Oktober wieder für Fremde geöffnet. Anfang April 1806 anerboten sich die Klosterfrauen zum Oberen Heiligen Kreuz, eine Stube des oberen Baus auf eigene Kosten zu einem Schulraum auszubauen (nicht zustande gekommen). Der Spital überlässt der Armenpflege um Zins mehrere Zimmer, zwei Küchen und Keller. 1819/20 Wiederherrichtung einer Wohnung für den Bettelvogt im oberen Haus.
Mit der Eröffnung des Kantonsspitals 1872 gab der Fremdenspital die Spitalfunktion ab.

Gasser Helmi, Kunstdenkmäler Altdorf Bd I.II S. 76.

   

EHEMALIGE, ABGERISSENE SPITÄLER UND KRANKENHÄUSER



Spittel Sankt Jakob (Sondersiechenhaus)
Altdorf  / Jakobsried
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Um 1540 wurde die Kapelle St. Jakob von der Regierung mit Holz des Klosters Seedorf als «Spitalkirche zu St. Jakob» gedeckt. Wahrscheinlich wurde dieses erste Siechenhaus im 17. Jahrhundert durch dasjenige auf dem Schächengrund ersetzt. Bei St. Jakob dürfte hingegen die ursprüngliche Pestfürsorge durch die 1629 vom Lande gestiftete Pfründe und durch das 1636 vorgesehene Pestabsonderungshaus wieder betrieben worden sein.

Stadler Hans, Die Behörden- und Verwaltungsorganisation Uris, GF Bd 133 (1980), S. 59; Gasser Helmi, Kunstdenkmäler Altdorf Bd I.II S. 83.

   


Beulen- oder Pestilenzhaus
Altdorf  / Tellsgasse
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Das Beulen- oder Pestilenzbaus stand auf dem Areal der ehemaligen Mühle im nördlichen Bereich. Das Pesthaus wurde vom Spital betreut und wurde nur in Seuchenzeiten benötigt. Die restliche Zeit wurde es zu Wohnzwecken vermietet. Erstmals schriftlich erwähnt wird das "Pestilenz Haus" in welchem Kranke gepflegt wurden, im Jahre 1575. 1615 wurde es als rotes Beulenhaus bezeichnet. 1636 beauftragte die Gemeinde die Verordneten zum Spital, wegen der einschleichenden Pestilenz Vorsorge zu treffen und ein Haus anzukaufen, was jedoch unterblieb, man begnügte sich mit dem bisherigen. Da keine Pestepidemien mehr auftraten, wurde das Beulenhaus, wohl im früheren 18. Jahrhundert verkauft.

Gasser Helmi, Kunstdenkmäler Altdorf Bd I.II S. 83.

   


Siechenhüsli
Altdorf  / Kirchplatz
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Das älteste Siechenhaus dürfte "das Siechenhüsli" am Kirchhof gewesen sein. Erwähnung 1596. Es lag an der südlichen Kirchhofmauer, zwischen der Stiege zum vorderen und zum hinteren Kircheneingang (Schulstiege).

Gasser Helmi, Kunstdenkmäler Altdorf Bd I.II S. 83.

   


Siechenhaus im Schächengrund
Altdorf  / Schächengrund
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Texte und Angaben: Quellenverweise und Rolf Gisler-Jauch / Angaben ohne Gewähr / Impressum / Letzte Aktualisierung: 12.9.2013