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KORPORATION URSERN

Organisation Behörden Ereignisse

GRUNDEIGENTUM

Gewässer Alpen und Allmenden Wald Steine, Kies, Sand Diverses

Ereignisse der Korporation Ursern

Freitag, 14. November 1417
Talleute von Ursern setzen Normen zum Alp- und Talrecht
Ammann und Talleute von Ursern versammeln sich ob der Sust zu Ursern und setzen verschiedene Bestimmungen auf über Alprecht und Verkauf des Talrechtes.
Gisler Friedrich, Urner Geschichtskalender, Bd. 1, S. 57.

Freitag, 1. Dezember 1420
Fremde dürfen in Ursern kein Alprecht haben
Eine ausserordentliche Talgemeinde verordnet, dass ein Fremder in Ursern kein Alprecht haben darf und auch keine liegenden Güter.
Gisler Friedrich, Urner Geschichtskalender, Bd. 1, S. 60.

Dienstag, 16. November 1469
Anspruch eines Luzerners auf Alpungen in Ursern wird abgewiesen
Ammann und Rat zu Ursern richten an den Schultheiss und Rat von Luzern die Antwort, dass dem Verlangen des Heinrich von Moss, Bürger von Luzern, um seine Ansprüche auf die Alpungen in Ursern nicht entsprochen werden könne.
Gisler Friedrich, Urner Geschichtskalender, Bd. 2, S. 168.

Donnerstag, 17. Januar 1918
Korporation Ursern tritt Land für Albert-Heim-Hütte ab
Der Korporationsrat Ursern stimmt der Abtretung von 800 Quadratmetern Land, dem Zugangsrecht und dem Recht der Wasserentnahme für den Bau der Albert-Heim-Hütte zu.
Müller Thomas, Clubhüttenbau in den Urner Alpen, in: HNBl UR 2005, S. 33 f.

Sonntag, 17. März 1974
Korporationsgemeinde Ursern lehnt Frauenstimmrecht ab
An der ausserordentlichen Talgemeinde im Bodenschulhaus in Andermatt lehnen die Korporationsbürger von Ursern im Verhältnis 1 zu 4 Nein ab. Ebenso abgelehnt wird die Herabsetzung des Stimm- und Wahlrechtsalter auf 18 Jahre.
Fryberg Stefan, Strube Zeiten, S. 168.

Sonntag, 20. Mai 1990
Verheiratete Urschnerinnen können Korporationsbürgerrecht zurück verlangen
Die Talgemeinde Ursern bestimmt eine Abänderung des Grundgesetzes der Korporation Ursern. Gebürtige Urschnerinnen sollen ihr ehemaliges Korporationsbürgerrecht wieder zurückverlangen können, wenn sie durch Heirat mit einem Nichturschner dieses verloren haben. 82 Urschner Frauen machen von diesem Recht Gebrauch.
Fryberg Stefan, Strube Zeiten, S. 213.

Sonntag, 20. Mai 2012
Korporation Ursern plant den Ausbau der Wasserkraft
Seit 110 Jahren gewinnt das Elektrizitätswerk Ursern (EWU) Energie aus Wasserkraft. Heute erbringen die drei Wasserkraftwerke zusammen mit drei Windenergieanlagen insgesamt 25 Millionen Kilowattstunden, mit denen rund 2000 Abonnentinnen und Abonnenten mit der zu 100 Prozent erneuerbaren Gotthardenergie versorgt werden. Und die Entwicklung geht weiter: An der Talgemeinde Ursern vom vergangenen Sonntag, 20. Mai, in der Kirche von Hospental, präsentierte der Talrat weitere Pläne für die Stromerzeugung. So soll das Projekt Kraftwerk Realp II mit der Nutzung der Witenwassern- und der Muttenreuss bis Ende September 2012 im Detail vorliegen und dann an einer ausserordentlichen Talgemeinde im November oder Dezember dem Souverän vorgelegt werden. Und bereits ist ein weiteres Projekt in Sichtweite: das Kraftwerk Realp III mit der Nutzung des Tiefenbachs und des Sidelenbachs. Die Rahmenkonzession mit dem EWU wurde an der Talgemeinde einstimmig ratifiziert.
UW 39, 23.5.2012

Mittwoch, 23. April 2014
Korporation Ursern verliert vor Bundesgericht
Im Streit um die vom Amt für Umweltschutz verfügten Restwassermengen an der Oberalpreuss muss die Korporation Ursern eine Niederlage einstecken. Das Bundesgericht weist eine Beschwerde der Korporation sowie des Elektrizitätswerks Ursern (EWU) ab. Das heisst, die Verfügung der Restwassermengen für die Oberalpreuss ist rechtmässig. Damit muss das Kraftwerk Oberalp die Restwassersanierung wie verfügt umsetzen. Grund für den Streit zwischen Korporation und Regierungsrat war die Nutzung mehrerer Seitengewässer, für welche keine Konzession oder Genehmigung vorliegt. Will das KW Oberalp die zu ohne Genehmigung gefassten Seitengewässer weiter nutzen, muss es ein neues Verfahren zur Konzessionierung anstreben. In diesem Fall allerdings müssen die Korporation Ursern und das EWU mit verschärften Sanierungsmassnahmen und grösseren Produktionseinbussen rechnen.
UW 31, 23.4.2014, S. 11.

Sonntag, 17. Mai 2015
Korporation Ursern: Talbürger zeigen sich grosszügig
Die Talgemeinde 2015 verspricht zu Beginn, spannend zu werden. Ein Talbürger hat den Antrag gestellt, gleich fünf der fünfzehn Traktanden von der Traktandenliste zu streichen. Dabei handelt es sich um ein Kreditbegehren für ein Energiegebäude in Andermatt, ein Konzessionsgesuch für den Wasserbezug der Einwohnergemeinde Andermatt, ein Gesuch um Landerwerb sowie zwei Vorlagen, welche SAC-Hütten betreffen: eine Wassernutzungskonzession für die Albert-Heim-Hütte in Realp und die Erweiterung und Verlängerung des Baurechts für die Vermigelhütte. Dem Talbürger ging es allerdings weniger um den Inhalt der Vorlagen, als um die Information. In der Traktandenliste erfahre man zu wenig über die einzelnen Geschäfte, meinte er, insbesondere über deren Kosten. Der Antrag wird von der Talgemeinde deutlich abgewiesen. Die Talgemeinde verläuft ohne weitere Aufreger. Die Korporationsbürger genehmigen dabei die Rechnung der Korporation sowie des Elektrizitätswerks Ursern und nimmt elf Personen ins Korporationsbürgerrecht auf. Zudem wird ein Kredit des EW Ursern für ein Energiegebäude im Urnerloch genehmigt. Der Kredit beläuft sich insgesamt auf knapp 7 Millionen Franken. Alle Geschäfte gehen wie vorgesehen durch, bis auf zwei Ausnahmen, in denen sich die Korporationsbürger grosszügig zeigen: Die Strahlerverordnung wird von der Talgemeinde dahingehend geändert, dass der Kindertarif bis 16 Jahre gilt, nicht bis 14 wie der Talrat vorgeschlagen hat. Ausserdem muss ein Paar aus Erstfeld weniger für sein Bauland in Andermatt bezahlen. Die ursprünglich geforderten 450 Franken pro Quadratmeter seien «der reichen Korporation Ursern nicht würdig», meinte ein Talbürger und beantragte den Preis auf 300 Franken zu senken, was prompt angenommen wird.
UW 38, 20.5.2015, S. 4.

Donnerstag, 1. Oktober 2015
Korporation Ursern setzt wichtiges Zeichen
Die Korporation Ursern hat in den nächsten Jahren finanziell viel vor. Die geplanten Investitionen und Darlehen von rund 6,1 Millionen Franken übersteigen die Kapitalanlagen der Korporation gar um rund 713 000 Franken. Das hält die Talbürgerinnen und -bürger aber nicht davon ab, in die Zukunft zu investieren. Sie sagen an einer gut besuchten ausserordentlichen Talgemeinde einstimmig Ja zu zwei Kreditbegehren in der Höhe von 1,8 Millionen Franken. Damit kann die Korporation Ursern zum einen für 850000 Franken die Postliegenschaft in Andermatt erwerben. Auf diesem Gelände soll – gemeinsam mit dem angrenzenden, ehemaligen Kommandogebäude – das neue Senioren- und Gesundheitszentrum erstellt werden. Die Post wird sich im neuen Seniorenzentrum einmieten. Zum anderen heissen die Talbürgerinnen und -bürger auch den Baukredit für eine neue Tiefgarage nördlich des geplanten Gesundheitszentrums gut. Für 950000 Franken entstehen dort 20 unterirdische und 14 oberirdische Parkplätze, welche die Korporation anschliessend vermieten will. Im Gesundheitszentrum findet neben einer Arztpraxis und einer Apotheke auch die Notfallorganisation Platz, welche der Kanton aufbaut. Die beiden Parzellen der Korporation werden nun der Stiftung Betagtenund Pflegeheim Ursern im Baurecht abgetreten. Auch dazu sagte die Talgemeinde einstimmig Ja. Nach kurzer Diskussion heisst die Versammlung auch eine Änderung der Geschäftsordnung des EW Ursern gut. Neu müssen nicht mehr zwingend alle Gemeinden des Tals im Verwaltungsrat des EWU vertreten sein. Damit möchte der Talrat die Fachkompetenz des Verwaltungsrates stärken. Neu wird hingegen die Pflicht zur Wohnsitznahme im Tal in der Verordnung verankert, will man im Verwaltungsrat Einsitz nehmen. Verwaltungsratsmitglieder müssen zudem zwingend Talbürger sein.
UW 77, 3.10.2015, S. 7.

 

 

 


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Texte und Angaben: Quellenverweise und Rolf Gisler-Jauch / Angaben ohne Gewähr / Impressum / Letzte Aktualisierung: 18.5.2014