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Bauen, Haushalt und Wohnen

Eine zusätzliche Last für die Bevölkerung, besonders für die Einwohner des waldlosen Urserntales, war die Herbeischaffung von Brennholz für die Wachfeuer und Feldbäckereien. 40, manchmal bis 100 Menschen mussten täglich von Göschenen und Wassen Holz herbeischleppen und es zu den Vorposten auf den Gotthard und die Oberalp tragen. Da sie jedoch den grossen Holzbedarf der Truppen nicht zu decken vermochten, wurden wiederholt in den kleinen Schutzwäldern Urserns Bäume geschlagen und 120 Ställe ganz oder teilweise abgerissen und das Holz verbrannt. Um ihren Holzbedarf zu decken, rissen die Truppen im Urserntal 56 Ställe ganz, 64 teilweise ab. Der Distrikt Altdorf hatte monatlich 250 bis 300 Klafter Brennholz zu liefern. Arnold, Helvetik, S. 186.

Ereignisse im Detail

Mittwoch, 10. April 1799
Zum Wiederaufbau sollen Bausachverständige beigezogen werden
Die gesetzgebenden Räte fordern die Regierung auf, beim Wiederaufbau Altdorfs Bausachverständige heranzuziehen. In dieser Sache wird jedoch nichts unternommen.
Arnold, Helvetik, S. 211.

Samstag, 2. Mai 1801
Kein sachverständiger Kommissar zum Wiederaufbau von Altdorf
Da das Direktorium hinsichtlich fachliche Begleitung des Wiederaufbaus von Altdorf nichts unternommen hat, schlägt ihm der ehemalige Regierungskommissar vor, die Oberleitung beim Neubau des Dorfes einem sachverständigen Kommissar zu übertragen. Noch lassen sich ohne grosse Schwierigkeit eine gerade Strasse durch Altdorf ziehen und Wasserleitungen durch die Hauptstrassen verlegen, was für die Hygiene und die Feuerbekämpfung notwendig wäre. Der Kommissar soll auch für den schönen und regelmässigen Aufbau besorgt sein. Die Regierung unterbreitet zwar der Munizipalität von Altdorf die Vorschläge Zschokkes, lässt ihr aber beim Wiederaufbau freie Hand.
Arnold, Helvetik, S. 211.

Freitag, 5. Februar 1802
Holz zum Wiederaufbau als Wirtshaus Zum Engel
Metzgermeister Josef Azger-Zberg erhält für den Wiederaufbau des Hauses zum Wirtshaus Zum Engel 10 Stöcke Holz von der Gemeinde.
Gasser Helmi, Kunstdenkmäler Altdorf Bd I.II S. 177.

Donnerstag, 30. April 1908
Zentralheizung für das Rathaus
Im Rathaus wird eine Zentralheizung eingerichtet. Dies bedingt den Aushub eines zusätzlichen Kellers für einen Kessel- und einen Kohlenraum. Da für das Legen der Leitungen die Sandsteinplatten der Gänge aufgerissen werden müssen, beschliesst man, an deren Stelle Mosaikplättchenböden anzubringen. Durch die Zentralheizung werden auch die Kachelöfen überflüssig. Sie werden - mit Ausnahme des grossen Ofens im Landratssaal - versteigert. Die beiden weissen Rundöfen aus der kleinen Ratsstube und dem Abstandszimmer fanden keinen Abnehmer.
Gasser Helmi, Kunstdenkmäler Altdorf Bd I.II S. 28.

Sonntag, 1. Mai 1887
Mädchen ertrinkt im Gangbach
In den frühen Morgenstunden des Landsgemeinde-Sonntags stürzt ein 14-jähriges Mädchen beim Wasserholen in den Gangbach und ertrinkt.
UW 19. 7.5.1887

Mittwoch, 22. August 2012
Bundesrat verabschiedet Zweitwohnungsverordnung
Der Bundesrat hat entschieden. Die Umsetzungs-Verordnung zur Zweitwohnungsinitiative tritt am 1. Januar 2013 in Kraft. Weiterhin sollen der Bau von «warmen Betten» und die Umwandlung von Erst- in Zweitwohnungen möglich sein. Mit der Annahme der Zweitwohnungsinitiative am 11. März 2012 hat sich das Schweizer Volk für eine Beschränkung des Zweitwohnungsbaus ausgesprochen. Um die dringendsten rechtlichen Fragen zu klären, hat der Bundesrat am 22. August eine Verordnung verabschiedet. Diese regelt den Bau neuer Zweitwohnungen sowie den Umgang mit Wohnungen, die bereits vor dem Urnengang bestanden. Die Verordnung berücksichtigt dabei zu einem grossen Teil Anliegen der Bergkantone. So wird das Inkrafttreten der Verordnung vom 1. September 2012 auf den 1. Januar 2013 verschoben. Das bedeutet, dass Baugesuche noch bis Ende Jahr bewilligt werden. Weiter können Erstwohnungen unter bestimmten Voraussetzungen in Zweitwohnungen umgewandelt werden. Damit hat der Bundesrat ein Hauptanliegen der Initiativgegner aufgenommen. Es besteht zudem weiterhin die Möglichkeit, Maiensässe und Rustici zu renovieren. Die Konferenz der Gebirgskantone nimmt dies mit Befriedigung zur Kenntnis. Der Besitzstand für bestehende Bauten bleibe gewahrt, teilte sie am 22. August mit. Auch die Möglichkeit einer Umnutzung von unrentablen Hotelbetrieben in Zweitwohnungen sei zu begrüssen. Bauten, die innerhalb von detaillierten Sondernutzungsplänen geplant sind, können trotz Zweitwohnungsinitiative gebaut werden, wenn die Sondernutzungspläne vor dem Ja zu Initiative genehmigt wurden. Gemäss Schweizerische Depeschenagentur begrüsst die Urner Regierungsrätin Heidi Z’graggen den Entscheid des Bundesrates. Der Erlass schütze die weitere Realisierung des Ferienresorts Andermatt. Der Entscheid des Bundesrates schaffe Rechtssicherheit.
UW 66, 25.8.2012

Dienstag, 1. Januar 2013
Zweitwohnungsinitiative tritt in Kraft
Zur Umsetzung gelangt die Zweitwohnungsinitiative. Rund 570 Gemeinden dürfen ab dem 1. Januar nach dem Ja zur Zweitwohnungsinitiative keine Baubewilligungen mehr für Zweitwohnungen erteilen, da sie die Quote von 20 Prozent Zweitwohnungen bereits überschritten haben.
www.20min.ch

Samstag, 4. Juli 2015
Strom für die Vermigelhütte
Im Unteralptal in Andermatt sind die Bagger aufgefahren. Zuhinterst im Tal, bei der Vermigelhütte, wird eine Mittelspannungsleitung verlegt. Lernende sind momentan beschäftigt, rund 800 Meter Kabelrohre zwischen Hütte und Stolleneingang zu verlegen. Im Herbst wird das 17 Tonnen schwere Kabel verlegt, das vom Ritomsee bis zur Hütte durch einen bestehenden SBB-Stollen führen wird. Läuft alles nach Plan, fliesst bereits in diesem Jahr Strom in die Hütte des SAC Zofingen. Für die Umsetzung des 700'000-Franken-Projekts entschied sich die Sektion deshalb, weil die Übernachtungszahlen in den letzten Jahren stark zugenommen haben.
UW 51, 4.7.2015, S. 3.

Samstag, 11. Februar 2017
Im Grund in Amsteg wird das Barackendorf zurückgebaut.
Zu Spitzenzeiten des Baus des Basistunnels beherbergten die Baracken im Grund bis zu 500 Arbeiter. Diese sind nun längst wieder weiter gezogen. Aufgrund des Alters kommt eine Weiterverwendung der Baracken nicht mehr in Frage. Das bestehende Wohnhaus auf dem Gelände, ist dem Roten Kreuz zur Unterbringung von Flüchtlingen vermietet. Das Areal wird dem Bundesamt für Strassen während der Sanierung der A2-Rampe zum Gotthard-Strassentunnel als Lagerfläche dienen.
UW 12, 11.2.2017, S. 3.

Abstimmungen

Datum Titel E/K UR CH
21.01.1945 Subventionierung der Wohnungsbauten K Ja -
29.01.1950 Förderung der Wohnbautätigkeit E Nein Nein
04.05.1952 Expropriationsgesetz K Ja -
05.10.1952 Einbau von Luftschutzräumen in bestehenden Häusern E Nein Nein
13.03.1955 Schutz der Mieter und Konsumenten E Ja Nein
13.03.1955 Schutz der Mieter und Konsumenten E Nein Ja
27.10.1963 Gesetz über die Grundstückgewinnsteuer K Ja -
16.05.1965 Revision EG zum ZGB (Liegenschaftsschatzung) K Ja -
02.07.1967 Bodenspekulationen E Nein Nein
14.09.1969 Verfassungsrechtliche Ordnung des Bodenrechts E Ja Ja
10.05.1970 Baugesetz K Ja -
27.09.1970 Recht auf Wohnung und Ausbau des Familienschutzes E Nein Nein
31.10.1971 Abänderung von § 132 EG zum ZGB (Höchstzinssatz bei Grundstückpfändungen) K Ja -
05.03.1972 Verfassungsartikel über den Mieterschutz E Ja Ja
05.03.1972 Gegenvorschlag: Förderung des Wohnungsbaus E Ja Ja
05.03.1972 Bildung eines Wohnbaufonds (Denner-Inititive) E Nein Nein
04.06.1972 Stabilisierung des Baumarktes E Ja Ja
02.12.1973 Massnahmen zur Stabilisierung des Baumarktes E Ja Ja
13.06.1976 Raumplanungsgesetz E Nein Nein
25.09.1977 Mieterschutz E Nein Nein
25.09.1977 Gegenvorschlag: Mieterschutz E Nein Nein
05.04.1981 Revision des kantonalen Baugesetzes K Ja -
01.05.1988 Änderung des Baugesetzes K Nein -
04.12.1988 Stadt-Land-Initiative gegen die Bodenspekulation E Nein Nein
07.03.1993 Gesetz über die obligatorische Gebäudeversicherung (Gebäudeversicherungsgesetz) K Ja -
25.06.1995 Änderung des Bundesgesetzes über den Erwerb von Grundstücken durch Personen im Ausland E Nein Nein
01.12.1996 Gesetz über die Grundstückgewinnsteuer (GStG) K Ja -
07.02.1999 Wohneigentum für alle E Nein Nein
07.02.1999 Änderung des Bundesgesetzes über die Raumplanung E Ja Ja
18.05.2003 Volksinitiative "Ja zu fairen Mieten" E Nein Nein
26.09.2004 Gesetz über das Grundbuch K Ja -
25.09.2005 Änderung des Baugesetzes des Kantons Uri K Ja -
25.11.2007 Änderung des Gesetzes über die obligatorische Gebäudeversicherung (Gebäudeversicherungsgesetz) K Ja -
13.06.2010 Planungs- und Baugesetz K Ja -
11.03.2012 Volksinitiative «Schluss mit uferlosem Bau von Zweitwohnungen!» E N ein Ja
11.03.2012 Volksinitiative «Für ein steuerlich begünstigtes Bausparen zum Erwerb von selbst genutztem Wohneigentum und zur Finanzierung von baulichen Energiespar- und Umweltschutzmassnahmen (Bauspar-Initiative)» E Nein Nein
17.06.2012 Volksinitiative "Eigene vier Wände dank Bausparen" E Nein Nein
23.09.2012 Volksinitiative "Sicheres Wohnen im Alter" E Nein Nein
03.03.2013 Änderung des Bundesgesetzes über die Raumplanung E Ja Ja

 
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Texte und Angaben: Quellenverweise und Rolf Gisler-Jauch / Angaben ohne Gewähr / Impressum / Letzte Aktualisierung: 18.5.2014