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Bronzezeit

2000 v. Chr. - 800 v. Chr.

Ende des Neolithikums hatten Handwerker begonnen, Werkzeuge nicht mehr aus Stein, Holz, Knochen oder Geweih, sondern auch aus Kupfer herzustellen. Wegen ihrer Weichheit waren diese ersten Metallgeräte nur in beschränktem Masse brauchbar. Um 2000 v. Chr. drang aus dem Orient die Kenntnis nach Westen, aus neun Teilen Kupfer und einem Teil Zinn Bronze zu legieren, welche härter war und sich auch gut verarbeiten liess. Der Werkstoff setzte sich schnell durch. Notwendig waren nun Kupfer- und Zinnbergwerke, Metallhandel und Bronzegiessereien. Die Zeit der Vorherrschaft des neuen Metalls wird als Bronzezeit bezeichnet.
Der Mensch drang nun vermehrt in den Alpenraum vor. Es waren Bauern, die Jagd war zweitrangig. Ihre Siedlungen bauten sie in der Pfostenbautechnik mit Vorliebe auf gesicherten Hügeln. Seit 1500 v. Chr. werden auch Siedlungen in Uri fassbar. Die Streufunde häufen sich.

Literatur: Stadler-Planzer Hans, Geschichte des Landes Uri, Bd 1, S. 13.

BRONZEZEITLICHE BEGRIFFE

BRONZEZEITLICHE FUNDGEGENSTÄNDE



Bronzedolch vom Urnerboden
Material: Metall (Bronze)
Beschrieb: Im Wängiswald auf dem Urnerboden wurde in einer Karrenspalte unter dem Wurzelgeflecht einer vom Winde gefällten Wettertanne eine bronzene Dolchklinge aus der Zeit um 1500 v. Chr. gefunden.

Fundort: Spiringen; Urnerboden

Standort: Schweizerisches Landesmuseum, Zürich

Literatur: Literatur: Stadler-Planzer Hans, Geschichte des Landes Uri, Bd 1, S. 17.

    


Bronzedolch von Realp
Material: Metall (Bronze)
Beschrieb: In Realp wurde zwischen Bahnhof und Furkatunneleingang ein Bronzemesser gefunden, das ins 12. Jahrhundert v. Chr. datiert wird.

Fundort: Realp; Dorf

Standort: Talmuseum Ursern, Andermatt

Literatur: Literatur: Stadler-Planzer Hans, Geschichte des Landes Uri, Bd 1, S. 17.

    


Bronzemesser
Material: Metall (Bronze)
Beschrieb: Das prunkvolle Bronzemesser wurde zusammen mit Gebeinen und weiteren Grabbeigaben schon vor Jahrhunderten gefunden und mit der Jagdmattlegende in Zusammenhang gebracht. Es hat eine Gesamtlänge von 28 cm, die Klinge allein misst 17,3 cm. Klinge und Griff sind getrennte Teile, sie wurden im so genannten Verbundguss miteinander vereinigt. Die Klinge ist mit einem Gravurmuster aus gereihten Halbbogen gezeichnet. Der rippen- und strichverzierte Griff hat volutenförmig eingerollte Enden. Das Prunkmesser wird ins 10. Jahrhundert v. Chr. datiert.

Fundort: Erstfeld; Jagdmatt

Standort:

Literatur: Literatur: Stadler-Planzer Hans, Geschichte von Uri, Bd. 1, S. 15.

    


Bronzenadel
Material: Metall (Bronze)
Beschrieb: Bei der Altdorfer Utzigmatte wurde eine Bronzenadel gefunden. Sie soll bei einer Quelle und Feuerstelle gelegen sein.

Fundort: Altdorf; Utzigmatte

Standort:

Literatur: Literatur: Stadler-Planzer Hans, Geschichte des Landes Uri, Bd 1, S. 17.

    


Feuerstelle
Material:
Beschrieb: Auf dem Klausenpass weist eine Feuerstelle aus der Zeit des 18. bis 17. Jahrhunderts v. Chr. auf eine frühe Begehung dieser Verbindung zwischen den Tälern von Reuss und Linth hin.

Fundort: Unterschächen; Klausenpass

Standort:

Literatur: Literatur: Stadler-Planzer Hans, Geschichte des Landes Uri, Bd 1, S. 13.

    


Gewandlochhalsnadel
Material: Metall (Bronze)
Beschrieb: In einem Bächlein hinter dem Stäfeli in Niedersurenen wurde eine um 1450 v. Chr. zu datierende Gewandlochhalsnadel gefunden. Ihr leicht verdickter, fein durchbohrter Hals ist durch spiralig aufsteigende, schraffierte Bänder, welche durch feine Querstrichgruppen eingefasst sind, verziert.

Fundort: Attinghausen; Surenen

Standort: Historisches Museum Uri, Altdorf

Literatur: Literatur: Stadler-Planzer Hans, Geschichte des Landes Uri, Bd 1, S. 17.

    


Keramikfragmente
Material: Keramik
Beschrieb:

Fundort: Silenen; Flüeli ob Amsteg

Standort:

Literatur: Literatur: Stadler-Planzer Hans, Geschichte des Landes Uri, Bd 1, S. 13.

    


Mohnkopfnadel
Material: Metall (Bronze)
Beschrieb: Die Gewandnadel gehört zu den sogenannten Mohnkopfnadeln, welche den Namen aufgrund ihrer Formähnlichkeit mit einer Mohnkapsel erhalten haben. Die Nadel misst 16,2 cm. Der etwas abgeflachte Kopf ist 18 mm hoch bei einem Durchmesser von 3 0 mm. Kopf und Nadelschaft sind quergerippt.

Fundort: Bürglen; Dorf

Standort: Historisches Museum Uri, Altdorf

Literatur:

    


Pfostenlöcher und Herdstellen von Wohnbauten
Material:
Beschrieb: Von einem Bau konnte der Grundriss von rund 3x 4 m ermittelt werden.

Fundort: Silenen; Flüeli ob Amsteg

Standort:

Literatur: Literatur: Stadler-Planzer Hans, Geschichte des Landes Uri, Bd 1, S. 13.

    


Spinnwirtel
Material: Metall (Bronze)
Beschrieb: Der Spinnwirtel ist aus Ton geschaffen.

Fundort: Bürglen; Dorf

Standort:

Literatur: Literatur: Stadler-Planzer Hans, Geschichte des Landes Uri, Bd 1, S. 14.

    


Spirale
Material: Metall (Bronze)
Beschrieb: Die Spirale ist ein Bruchstück eines Doppelspiralhakens, welche die Kleider der damaligen Menschen schmückten. Der Durchmesser der Spirale beträgt 7,3 cm.

Fundort: Bürglen; Dorf

Standort: Historisches Museum Uri, Altdorf

Literatur:

    

BRONZEZEITLICHE FUNDORTE

Altdorf, Utzigmatte
Attinghausen, Surenen
Bürglen, Dorf
Erstfeld, Jagdmatt
Realp, Dorf
Silenen, Flüeli ob Amsteg
Spiringen, Urnerboden
Unterschächen, Klausenpass

LITERATUR ZUR URNER FRÜHGESCHICHTE

Auf der Maur Christian , Diaz Tabernero José und Meier Mohamed Gabi; Archäologische Spuren einer Kulturlandschaft. Zur Nutzung und Begehung des Urserntals bei Hospental seit dem Mittelalter; in: HNBl Uri 2013, Altdorf 2014.
Auf der Maur Christian und Cornelissen Marcel unter Mitarbeit von Brönnimann David; Die spätmesolithische und bronzezeitliche Fundstelle Hospental-Moos. Ein Einblick in das urgeschichtliche Urserntal; in: HNBl Uri 2013, Altdorf 2014.
Bieri Anette; Eine karolingische Kreuzfibel aus Schattdorf - ein überraschender Neufund; in: HNBl Uri 2013, Altdorf 2014.
Haas Jean Nicolas, Wahlmüller Notburga, Vaccaro Christina, Dietre Benjamin und Hajdas Irka; 7000 Jahre Vegetationsgeschichte des Urserntals anhand palynologischer und grossrestanalytischer Untersuchungen an den Torfsedimenten aus der Flur Moos zwischen An
Primas Margarita, Della Casa Philippe, Schmid-Sikimic Biljana; Archäologie zwischen Vierwaldstättersee und Gotthard. Siedlungen und Funde der ur- und frühgeschichtlichen Epochen; Bonn 1992.
Renner-Aschwanden Felix; Landschafts- und Waldgeschichte des Urserntals; in: HNBl Uri 2013, Altdorf 2014.
Sauter Marion; Wüstungsforschung im Kanton Uri: Brunni- und Schächental, Haldi und Surenenpass; Altdorf 2009.
Sauter Marion; Wüstungsforschung im Kanton Uri: Urnerboden - Zingel; Altdorf 2011.
Sauter Marion; Wüstungsforschung im Kanton Uri: Ursern; Altdorf 2010.
Winet Ines, Diaz Tabernero José und Deschler-Erb Eckhard; Römer in Ursern - die römischen Prospektionsfunde aus Hospental; in: HNBl Uri 2013, Altdorf 2014.

 
ARCHÄOLOGIE
Fundgegenstände
Fundorte

Zeugen der Geschichte im Historischen Museum Uri.

 

 

Texte und Angaben: Quellenverweise und Rolf Gisler-Jauch / Angaben ohne Gewähr / Impressum / Letzte Aktualisierung: 18.4.2015