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Bergunfälle in Uri

1880  / Mittwoch, 7. Juli 1880
Hauptgebäude des Hotels Zum Schweizerischen Alpen-Club brennt nieder
Das Stammhaus des Hotels Zum Schweizerischen Alpen-Club brennt bis auf die Grundmauern nieder. Mit dem Wiederaufbau wird sofort begonnen. Das Hotel bleibt in dieser Zeit in der Dependance und den Nebengebäuden offen, und bis zur Eröffnung der Saison 1881 ist das Stammhaus bereits wieder aufgerichtet. Beim Wiederaufbau im ursprünglichen Volumen ersetzt man den rückwärtigen Quergiebel durch einen Treppenanbau.
Quellen: Brunner Thomas, Kunstdenkmäler Oberes Reusstal und Ursern Bd IV S. 125.
  
1910  / Samstag, 22. Januar 1910
Tod auf dem Hüfigletscher
Am Samstag, 15. Januar begaben sich drei Leipziger Studenten von Linthal aus zur Klaridenhütte, um von dort morgens über die Hüfihütte nach Amsteg zu gelangen. Im Aufstieg zur Klaridenhütte kehrte ein Skifahrer um. Die anderen beiden übernachteten am Samstag und Sonntag in der Klaridenhütte und begaben sich am Montag früh zur oberen Hüfihütte. Der Proviant war schon beim Weggang fast aufgegessen. Nach Erreichen der Hüfihütte schlägt das Wetter um. Im Hüttenbuch notieren die beiden Studenten ihre erfolglosen Versuche den Abstieg zu vollziehen. Obwohl das Wetter immer noch schlecht ist, versuchen die beiden wegen Proviantmangels am Samstag zurück zu Klaridenhütte zu gelangen. Ausgehungert werden sie auf dem Weg von den grossen Schneemassen begraben. Ihre Leichen wurden bis in den Herbst nicht gefunden.
Quellen: UW 5.2.1910
  
1921  / Samstag, 13. August 1921
Zwei Bergtote im Maderanertal
Das Urner Wochenblatt berichtet von Bergunfällen: Der Bergtourismus fordert seinen Tribut: Beim Bergsteigen des Oberalpstocks stürzt ein Postbeamter aus Zürich zu Tode, auf dem Hüfifirn verirrt sich eine Dreiergruppe im Nebel, ein Bergänger wird tot, der andere schwer verletzt gefunden.
Quellen: UW 33, 13.8.1921
  
1930  / Montag, 1. September 1930
Engländer wird vermisst
William Samuel Newton begibt sich um 8 Uhr zu einer kleinen Bergtour mit dem ungefähren Ziel Gurschen und St. Annagletscher. Er trägt lange weisse Hosen, eine hellgelbe Bluse, einen grossen weissen Strohhut und leichte braune Schuhe. Zudem hat er einen Stock bei sich und eine braune Ledertasche umgehängt. Als Newton nicht zum Dinner erscheint, meldet der Hotelier des «Bellevue», Albert Müller-Meyer, seinen Gast als vermisst. Trotz intensiver Suche wird William Samuel Newton nie gefunden. Die Suchtrupps vermuten, dass er auf dem St. Annagletscher wegen seiner ungeeigneten Bergausrüstung ausgerutscht und in eine mit Wasser gefüllte Gletscherspalte gefallen ist.
Quellen: Scheuerer Silvia
  
1931  /
Absturz an der Schächentaler Windgälle
An der Südostwand der Schächentaler Windgälle stürzt ein 20-jähriger Bergsteiger über eine 20 Meter hohe Felswand zu Tode.
Quellen: UW 25, 20.6.1931
  
1937  /
Drei Bergtote am Krönten
Ereneut schweres Unglück in den Urner Bergen! Im Kröntengebiet werden drei Zuger Touristen vermisst. Den drei Bergsteigern ist ein Wetterumschlag zum Verhängnis geworden. Sie werden von der Rettungskolonne tot aufgefunden.
Quellen: UW 46, 12.6.1937
  
1950  / Sonntag, 2. Juli 1950
An der Fulen-Nordwand abgestürzt
Auf einer Bergtour durch die Nordwand des Fulen verunglückt ein 39-jähriger Schattdorfer tödlich.
Quellen: UW Juli 1950
  
1963  / Freitag, 6. September 1963
Tod eines Knaben in deutschem Ferienlager
Die Kartiaskreisstelle Heidenheim weilt mit 32 Schülern in einem Ferienlager in Bauen. Auf einer Wanderung auf dem Weg zum Oberbauenstock wird die Gruppe von starkem Regen überrascht. Ein 12-jähriger Schüler rutscht auf dem Weg aus und stürzt zu Tode.
Quellen: StAUR G-300-12/80-3 (14,7).
  
1963  / Freitag, 13. September 1963
Tödlicher Bergunfall am Piz Tiarms
Eine Dreiergruppe, bestehend aus einem Pater und zwei Fratern des Kloster Disentis, kommen nach der Kantonsgrenze Graubünden / Uri von dem Weg ab. Der Pater umgeht ein Couloir, während die andern dieses hinabsteigen. Dabei stürzt der 61-jährige Frater, gebürtig in Deutschland, ab.
Quellen: StAUR G-300-12/80-3 (14,8).
  
1964  / Mittwoch, 17. Juni 1964
Tod beim Abstieg vom Fleckistock
Der Eisenbahner-Skiclub Winterthur bricht um 4 Uhr morgens nach der Übernachtung in der Voralphütte zum Fleckistock auf. Um 9 Uhr erreicht die Neunergruppe den Gipfel. Nach einer Stunde Pause wird der Abstieg rutscht der Gruppenführer an der Spitze aus und stürzt einen Abhang hinunter, wo er schwer verletzt liegenbleibt. Um 13.15 Uhr erliegt der 33-jährige verheiratete Kondukteur seinen Verletzungen. Zwei Stunden später trifft der Helikopter der Rettungsflugwacht ein, der den Toten nach Andermatt bringt.
Quellen: StAUR G-300-12/80-3 (5,7).
  
1964  / Samstag, 20. Juni 1964
Tödlicher Bergunfall auf Gitschenen
Im Gebiet Oberbolgen gleitet eine deutsche, 56-jährige Touristin bei einer Fusswanderung mit ihrem Ehemann aus und zieht sich beim Absturz tödliche Kopfverletzungen zu. Das Ehepaar war mit sehr schlechtem Schuhwerk unterwegs und wurde vom Nebel und Regen überrascht.
Quellen: StAUR G-300-12/80-3 (5,10).
  
1964  / Sonntag, 6. September 1964
Tödlicher Bergunfall im Kröntengebiet
Bim Kröntengebiet beim Abstieg vom Gornerngrat über den Saasfirn ins Gornertntal stürzt ein 22-jähriger Student aus Frauenfeld ab und zieht sich tödliche Verletzungen zu.
Quellen: StAUR G-300-12/80-3 (6,11).
  
1964  / Sonntag, 4. Oktober 1964
Bergrama bei der Dammahütte
Fünf Bergkameraden aus dem Kanton Aargau übernachten in der Dammahütte. Morgens 3 Uhr stehen sie auf mit der Absicht, den Dammastock zu besteigen. Da es regnet, gehen sie wieder schlafen. Da sich das Wetter um 8 Uhr bessert, brechen sie zum Moosstock auf. Beim Einstieg nahe der Hütte stürzt ein 25-jähriger Alpinist aus Dottikon (AG) ab, die restlichen Berggänger müssen aus ihrer Bergnot gerettet werden. Der eingeflogene Arzt kann nur noch den Tod des Abgestürzten feststellen.
Quellen: StAUR G-300-12/80-3 (6,9).
  
1966  / Sonntag, 26. Juni 1966
Bergunfall an der Krönten
In der Südostwand der Krönten stürzt ein 19-jähriger Automechanikerlehrling aus Kloten ab und zieht sich tödliche Verletzungen zu. Der Unfall erfolgt als zwei Zweiseilerschaften zwischen zwei Abseilstellen eine kurze Strecke nicht angeseilt herunterkletterten und der Verunfallte auf einem lockeren Stein den Halt verlor.
Quellen: StAUR G-300-12/80-3 (9,5).
  
1966  / Sonntag, 26. Juni 1966
Absturz an der Krönten-Südostwand
Bei einem Bergunfall an der Krönten-Südostwand stürzt ein 19-jähriger Lehrling aus dem Kanton Zürich ab und wird tödlich verletzt. Wegen einbrechendem Nebel und leichtem Schneefall befand sich die Viererseilschaft auf dem Abstieg.
Quellen: StAUR G-300-12/80-3 (9,5)
  
1966  / Sonntag, 3. Juli 1966
Absturz am Clariden
Bei der Abfahrt vom Clariden gerät ein Mitglied einer vierköpfigen Tourengruppe über eine Wächte und rutscht rund 180 Meter ab. Der 16-jähriger Physiker aus Oberwinterthur zieht sich dabei tödliche Verletzungen zu.
Quellen: StAUR G-300-12/80-3 (9,7).
  
1966  / Sonntag, 3. Juli 1966
Skifahrer auf der Abfahrt vom Clariden tödlich verunglückt
Auf der Abfahrt vom Clariden gerät ein 26-jähriger Zürcher oberhalb des „Eiswändl“ über eine Wächte und rutscht zirka 180 Meter ab. Dabei zieht er sich tödliche Verletzungen zu.
Quellen: StAUR G-300-12/80-3 (9,7)
  
1970  / Montag, 6. Juli 1970
Tell-Darsteller Andreas Gasser am Clariden abgestürzt
Telldarsteller und Kantonsforstmeister Andreas Gasser stürzt beim Abstieg vom Clariden in eine zugeschneite Gletscherspalte und erliegt während der Rettungsaktion seinen Verletzungen.
Quellen: UW 53, 8.7.1970
  
1973  / Sonntag, 14. Januar 1973
In den Schattdorfer Bergen abgestürzt
Beim Abstieg vom Butzenstein nach Schattdorf gleitet ein 22-jähriger Berggänger aus Schattdorf auf dem hartgefrorenen Schnee aus und stürzt fast 1000 Meter tief über ein steiles Couloir gegen die Schattdorfer Süessberge ab. Er erleidet dabei tödliche Verletzungen.
Quellen: GP 20.1.1973
  
1973  / Samstag, 24. März 1973
Sewenhütte wird durch Lawine zerstört
Durch eine Staublawine wird im Meiental die Sewenhütte der SAC-Sektion Pfannenstiel zerstört. Die Hütte ist erst im Jahre 1970 erbaut worden.
Quellen: Müller Thomas, Clubhüttenbau in den Urner Alpen, in: HNBl UR 2005, S. 48.
  
1997  / Dienstag, 29. Juli 1997
Krönten - Tödlicher Sturz nach Blitzschlag
Am Mittag wird eine deutsche Vierergruppe auf dem Abstieg zur Kröntenhütte in Erstfeld auf zirka 3'000 Metern über Meer von einem Gewitter überrascht. Durch einen Blitzeinschlag neben der Gruppe stürzt ein 46jähriger Mann ab und zieht sich tödliche Kopfverletzungen zu.
Quellen: UW 60, 2.8.1997
  
1997  / Samstag, 4. Oktober 1997
Tödlicher Bergunfall am Krönten
Auf dem Abstieg vom Kröntengipfel zur Kröntenhütte verunglückt ein deutscher Bergsteiger beim Sturz in eine Gletscherspalte tödlich.
Quellen: UW 76, 79/8.10.1997
  
2000  / Donnerstag, 23. März 2000
Kapuzinerbruder tot aufgefunden
Ein seit zwei Tagen vermisster Kapuzinerbruder wird unterhalb der Eggbergen auf rund 1'400 Meter über Meer tot aufgefunden.
Quellen: UW 23, 25.3.2000
  
2000  / Samstag, 17. Juni 2000
Urner findet auf Wanderung in der Göscheneralp den Tod
In der Göscheneralp verirrt sich ein 49-jähriger Urner auf einer Wanderung und findet den Tod.
Quellen: UW 48, 21.6.2000
  
2000  / Samstag, 17. Juni 2000
Drei tödliche Unfälle über Pfingsten
Traurige Bilanz über das Pfingstwochenende: Es sind drei tödliche Unfälle zu verzeichnen. Auf einer Wanderung zur Kinzig-Chulm verunglückt eine 60-jährige Berggängerin aus dem Kanton Schwyz.
Quellen: UW 48, 21.6.2000
  
2003  / Donnerstag, 29. Mai 2003
Berggänger stürzt am Rophaien zu Tode
Ein 59-jähriger Berggänger aus dem Kanton Zürich stürzt beim Abstieg vom Rophaien zu Tode.
Quellen: UW 42, 31.5.2003
  
2004  / Donnerstag, 9. September 2004
Berggänger abgestürzt
Beim Abstieg von der Schächentaler Windgällen stürzt ein 74-jähriger Berggänger aus dem Kanton Luzern zu Tode.
Quellen: UW 71, 11.9.2004
  
2011  / Sonntag, 3. April 2011
Elfjähriger Knabe tödlich verunglückt
In Attinghausen wird ein elfjähriger Junge aus Spiringen tot aufgefunden. Er ist bei Verandten zu Besuch und entfernt sich von dem Haus. Im Bockitobel stürzt er über eine zirka 110 Meter hohe Felswand. Im"Blick" wird dieser Todesfall in einem Zusammenhang mit der Schule Spiringen gebracht.
Quellen: UW 27, 9.4.2011; 51, 2.7.2011
  
2014  / Montag, 14. Juli 2014
Aufwendige Rettungsaktion am Clariden
In der Nacht auf Dienstag ist die Rega beim Clariden im Einsatz. Zwei Alpinisten sind am Montagabend rund 200 Meter tief von einer steilen Fels- und Schneeflanke abgestürzt. Einer trägt mittelschwere Verletzungen davon, der andere bleib unverletzt. Nach einer, bedingt durch schlechte Wetterverhältnisse, aufwändigen Rettungsaktion kann der Verletzte schliesslich erreicht, versorgt und ins Spital geflogen werden.
Quellen: UW 56, 19.7.2014, S. 4.
  
2016  / Samstag, 30. Juli 2016
Berggänger am Bristen tödlich verunglückt
Zwei erfahrene Berggänger begeben sich am Samstagmorgen von Blacki über den Nordostgrat aus in Richtung Bristen. Im Bereich zwischen Rot Bristen und Vorgipfel verliert einer der beiden das Gleichgewicht. Er stürzt rund 50 Meter tief. Dabei zieht er sich tödliche Verletzungen zu. Im Einsatz stehen die Rega und Alpine Rettung Zentralschweiz sowie die Kantonspolizei Uri.
Quellen: UW 61, 3.8.2016, S. 8.
  
2017  / Mittwoch, 21. Juni 2017
Vermisster tot aufgefunden
Der seit einigen Tagen vermisste 53-jährige Bergwanderer aus dem Kanton Aargau wird im Gebiet Hintere Felli / Harte Plangge in unwegsamen Gelände tot aufgefunden. Es muss davon ausgegangen werden, dass der Mann im Aufstieg zur Fellilücke ausgerutscht und rund 80 Meter über felsiges, steil abfallendes Gelände gestürzt ist. Der Bergwanderer wollte eine mehrtägige Wanderung im Gebiet Oberalppass–Fellilücke–Fellital–Gurtnellen unternehmen.
Quellen: UW Nr. 50, 24.6.2017, S. 40.
  
2018  / Mittwoch, 17. Oktober 2018
Absturz einer 20-Jährigen beim Balmer Grätli
Eine im Kanton Aargau wohnhafte 20-jährige Frau stürzt im Bereich Balmer Grätli aus unbekannten Gründen über eine etwa 50 Meter hohe, senkrechte Felswand ab und zieht sich dabei tödliche Verletzungen zu. Sie war zusammen mit einem Begleiter vom Märcher Stöckli Richtung Balmer Grätli unterwegs.
Quellen: UW 83, 20.10.2018, S. 28.
  
2020  / Sonntag, 5. Juli 2020
Wanderin stürzt im Sustengebiet in den Tod
In den Urner Bergen haben sich am Wochenende gleich drei Unfälle ereignet. Am Sonntag stürzt eine Frau beim Abstieg von der Sustlihütte in Richtung Sustenbrüggli in den Tod. Die 68-jährige Frau war mit einer vierköpfigen Bergtourengruppe unterwegs, als sie unvermittelt den Halt auf dem Wanderweg verlor und rund 200 Meter über steil abfallendes, felsiges Gelände stürzte. Die Rega konnte die Frau nur noch leblos bergen.
Quellen: UW 54, 08.07.2020, S. 20.
  
2021  / Sonntag, 30. Mai 2021
Bergtod eines jungen Urners
Am frühren Sonntagmorgen stürzt ein 32jähriger Urner beim Chlitaler Firn ab. Er war zusammen mit einem Begleiter von Isenthal in Richtung Uri Rotstock unterwegs. Kurz nach dem Rotstocksattel kommt es zu einem Wächtenabbruch, wodurch der junge Mann erfasst und mitgerissen wird. Er stürzt in der Folge über ein rund 80 Meter hohes Felsband, weitere rund 80 Meter über ein Schneefeld und zieht sich dabei tödliche Verletzungen zu.
Quellen: UW 43, 26.05.2021, S. 24.
  

 
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Texte und Angaben: Quellenverweise und Rolf Gisler-Jauch / Angaben ohne Gewähr / Impressum / Letzte Aktualisierung: 27.09.2022