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Donnerstag, 1. Oktober 2026

Freitag, 1. Oktober 2010
Andermatt - drei Windräder drehen sich auf dem Gütsch
Es ist der höchstgelegene Windpark Europas. Seit Freitag produzieren auf dem Gütsch drei Windkraftanlagen Ökostrom. Die Korporation Uri plant zwei weitere Windkraftanlagen. Zwei Wochen hat es gedauert, die riesigen Bauteile auf 2332 Meter über Meer zu transportieren. Nun sind die zwei neuen Windräder auf dem Gütsch ob Andermatt in Betrieb. Zusammen mit der bereits bestehenden Anlage kann das Elektrizitätswerk Ursern (EWU) den höchsten Windpark in ganz Europa eröffnen. Alle drei Anlagen erbringen zusammen eine Gesamtleistung von jährlich rund 3,25 Millionen Kilowattstunden Ökostrom mit dem Qualitätslabel «Naturemade star». Diese Strommenge entspricht dem Verbrauch von gut 900 Haushalten. In die neuen Windkraftanlagen hat das EWU 3,4 Millionen Franken investiert. Geplant wäre eine vierte Anlage. Diese kann das EWU aber vorerst nicht bauen, da sie sich in der Schusslinie einer Kanone der Gotthardfestung befinden würde. Bei drei Anlagen wird es aber trotzdem nicht bleiben: Die Korporation Uri plant auf dem Gütsch ebenfalls zwei Windkraftanlagen.
Quellen / Literatur: UW 78, 6.10.2010

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Freitag, 1. Oktober 2010
Hotel Reiser - Wirtin hört auf wegen Nachtruhestörung
Der Lärm in der Nacht und die vielen Reklamationen der Hotelgäste haben Myrta Lusser dazu veranlasst, den Pachtvertrag nicht zu verlängern. Seit 34 Jahren führt Myrta Lusser das Hotel Reiser in Altdorf. Zuvor zusammen mit ihrem Mann, und seit 1. Januar diesen Jahres als alleinige Pächterin. Doch jetzt hat sie genug. Zwar sei der nächtliche Lärm ein altes Problem, doch in den letzten Jahren habe sich die Nachtruhestörung zugespitzt.
Nun sucht Oliver Blättler, seit 1. Januar diesen Jahres Besitzer des Hotels Reiser, nach einer neuen Pächterin beziehungsweise einem neuen Pächter. Dabei ist er sich der Probleme bezüglich Nachtruhestörung im Altdorfer Dorfkern durchaus bewusst.
Oliver Blättler ist aber optimistisch. Falls bis am 1. Januar 2011 kein neuer Pachtvertrag vorhanden ist, überlegt sich Oliver Blättler, die Umbauarbeiten der Hotelzimmer vorzuziehen. Bereits neu gemacht wurde die Wirtewohnung – ein möglicher Anreiz für die künftige Pächterin beziehungsweise den künftigen Pächter.

Quellen / Literatur: UW 79, 9.10.2010

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Freitag, 1. Oktober 2010
Obergericht bestätigt Urteil - Rechtsextremer erneut verurteilt
Das Urner Obergericht hat einen 31-jährigen Berner wegen Rassendiskriminierung und Nachtruhestörung zu einer bedingten Geldstrafe von acht Tagessätzen à 100 Franken sowie zu einer Busse von 200 Franken verurteilt. Das Gericht sieht es damit als erwiesen an, dass der 31-jährige Berner, ein Mitglied der Partei National Orientierter Schweizer (Pnos), in einer Rede auf dem Rütli vom 5. August 2007 den Holocaust geleugnet hat. Er hatte zunächst seinem Vorredner Philipp Brennenstuhl, einem verurteilten Holocaust-Leugner, dafür gedankt, dass er «für die Wahrheit» kämpfe. Danach führte er aus, dass «das Antirassismusgesetz nur dafür installiert wurde, um eine geschichtliche Lüge zu stützen und dem Schweizer das Aussprechen der Wahrheit zu verbieten». Für den Staatsanwalt war klar, dass der Begriff «geschichtliche Lüge» in Neonazi-Kreisen für den Holocaust steht. Dies sei auch dem Angeklagten als Mitglied der rechtsextremen Szene klar. «Damit hat der Angeklagte den Völkermord an den Juden geleugnet und sich strafbar gemacht», hielt er fest. Der Verteidiger des Angeklagten hatte vergeblich ins Feld geführt, dass mit «geschichtlicher Lüge» alles Mögliche gemeint sein könne. Sein Mandant habe sicher nicht den Holocaust geleugnet. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
Quellen / Literatur: UW 77, 2.10.2010

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Freitag, 1. Oktober 2010
Raumplanung - Uri wird als gutes Beispiel erwähnt
Lange wurde die Raumplanung vernachlässigt. «In der Reussebene, wo sich Siedlungen und Infrastruktur konzentrieren, gibt es massive Zersiedlungserscheinungen», sagt Daniel Müller-Jentsch von Avenir Suisse. Nun will der Regierungsrat die Siedlungsentwicklung lenken – und erntet auch viel Lob.
Das eidgenössische Raumplanungsgesetz steht auf der Traktandenliste des Nationalrates für die kommende Wintersession. Die Schlüsselrolle bei der Raumplanung haben aber die Kantone zu übernehmen.
Daniel Müller-Jentsch, der Projektleiter des Kantonsmonitorings «Raumplanung zwischen Vorgaben und Vollzug» von Avenir Suisse, anerkennt die jüngsten Bemühungen des Kantons, die Zersiedelung der Urner Landschaft einzugrenzen: «Was den Kanton Uri auszeichnet, ist die Tatsache, dass man ernsthaft versucht, die Fehler der Vergangenheit zu korrigieren. Uri liegt in unserem Kantonsvergleich zwar nur an 16. Stelle, aber dank jüngster Reformen deutlich besser als andere Zentralschweizer Kantone.» Im Gespräch mit dem «Urner Wochenblatt» macht er aber auch auf die Gefahr aufmerksam, dass die Strategie des Kantons durch «Partikularinteressen in den Gemeinden verwässert wird».

Quellen / Literatur: UW 79, 9.10.2010

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Freitag, 1. Oktober 2010
Relief für Korpskommandant Nager
1896 in Realp geboren, schloss Franz Nager 1927 das jura-Studium mit dem Doktortitel ab. Es folgte eine Karriere bei der Armee bis zum Korpskommandanten des Feldarmeekorps 2. Franz Nager starb am 12. Juli 1976. Die Gemeinde ehrt das verantwortungsvolle Wirken ihres Bürgers mit einem relief.
Quellen / Literatur:

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Texte und Angaben: Quellenverweise und Rolf Gisler-Jauch / Angaben ohne Gewähr / Impressum / Letzte Aktualisierung: 13.08.2026