Urner Ereignisse an einem bestimmten Tag
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Samstag, 12. September 2026
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Samstag, 12. September 2009
Claudio Fäh feiert grossen Erfolg als Filmproduzent
Damit hat Claudio Fäh nicht gerechnet. «The Hole» wurde in Venedig in einem Nebenwettbewerb mit dem 1. Preis ausgezeichnet.
«The Hole» ist der beste 3-D-Film des Jahres. So lautet das Jury-Urteil am Filmfestival von Venedig, das am vergangenen Samstag, 12. September, zu Ende ging. Hochkarätige Filme, darunter auch Blockbuster wie «Ice Age» oder «Monsters vs. Aliens» liess der Horrorfilm von Kultregisseur Joe Dante hinter sich.
12-Millionen-Film
Dies ist ein unerwarteter und sensationeller Erfolg für den Urner Filmemacher Claudio Fäh, der zum Produzententeam des 12-Millionen-Dollar-Movies gehörte. «Dass wir den Preis erhalten haben, hat vielleicht auch damit zu tun, dass die meisten Wettbewerbsbeiträge animierte Filme waren. Wir jedoch haben einen 3-D-Film mit richtigen Schauspielern produziert, was rein technisch gesehen anspruchsvoller ist», so Claudio Fäh. Er selber war nicht in Venedig, da er sich derzeit in Toronto aufhält, wo der Film in diesen Tagen am Filmfestival in der kanadischen Metropole im Hauptprogramm gezeigt wird.
Unbezahlbare Erfahrungen
Ob der Preis der Karriere des Urner Hollywood-Regisseurs Claudio Fäh förderlich sein wird, ist offen und gut möglich. «Ein 1. Preis am Filmfestival von Venedig macht sich im eigenen Lebenslauf natürlich gut», schmunzelt er. Profitieren kann er aber in erster Linie von den unbezahlbaren Erfahrungen, die er in der engen Zusammenarbeit mit Joe Dante («Gremlins», «Die Reise ins Ich») machen konnte. «Das war für mich so etwas wie ein Meisterkurs. Ich habe wahnsinnig viel lernen können.» Wenn man selber Regisseur sei, habe man nur sehr selten die Chance, mit einem so renommierten Regisseur zusammenzuarbeiten.
Actionfilm in Planung
Produzent Claudio Fäh war beim Filmdreh täglich am Set. Ein wesentlicher Teil seiner Arbeit bestand darin, die Effekte im Zusammenhang mit der 3-D-Technologie mitzugestalten und zu überwachen. «Deshalb freut mich der Preis umso mehr.»
Wenn alles nach Plan läuft, wird Claudio Fäh anfangs nächsten Jahres wieder einen eigenen Film machen, als Regisseur und Produzent. «Es handelt sich dabei um einen Actionfilm», verrät er.
«The Hole - 3D» kommt auch in die Schweizer Kinos. Dies wird vermutlich im kommenden Jahr der Fall sein.
Quellen / Literatur:
UW 72, 16.9.2009
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Samstag, 12. September 2009
Naturpark Urschweiz - Gemeinde Engelberg springt definitiv ab
Die Gemeinde Engelberg will beim Projekt Naturpark Urschweiz nun doch nicht mitmachen. Dies hat der Gemeinderat aufgrund touristischer Interessen beschlossen.
Touristische Organisationen und andere Interessenvertreter aus Engelberg stehen nicht hinter dem Projekt Naturpark Urschweiz. Dies schreibt die Gemeinde Engelberg in einer Medienmitteilung. Grossmehrheitlich hätten sie sich gegen die Realisierung eines Naturparkes auf dem Gebiet der Gemeinde Engelberg ausgesprochen. Diese Gründe haben nun den Gemeinderat von Engelberg dazu bewogen, sich definitiv aus dem Projekt zurückzuziehen.
Er schreibt in seiner Mitteilung, dass der Einwohnergemeinderat gegenüber dem Projekt eines Naturparks stets eine offene Haltung eingenommen hätte. Jedoch wurde die Mitgliedschaft immer davon abhängig gemacht, dass die betroffenen Interessenvertreter und die touristischen Organisationen hinter diesem Projekt stehen.
Kein weiteres Label nötig
Bedenken äusserten die Gegner eines Naturparks hinsichtlich der Schutzbestimmungen und der Abgrenzung des Parkperimeters in Engelberg. Zudem gab es starke Zweifel, ob der bekannte Tourismusort ein weiteres Label benötigt. Man wolle sich lieber auf die bereits bestehenden Angebote konzentrieren und diese weiter vermarkten. Der Einwohnergemeinderat Engelberg akzeptiere diese Meinungen und ziehe sich aus dem Projekt Naturpark Urschweiz zurück, heisst es abschliessend in der Medienmitteilung.
Übrige Gemeinden wollen weitermachen
Philipp Sicher, Co-Präsident des Projektausschusses Naturpark Urschweiz bedauert diesen Ausstieg. «Trotzdem haben jedoch die verbliebenen zwölf Gemeinden einstimmig beschlossen, den eingeschlagenen Weg weiterzugehen.» Dieser Weg sieht vor, im Januar 2010 das Gesuch beim Bund einzureichen. Derzeit sind die Managementpläne des Naturparks Urschweiz bei den Gemeindebehörden in der Vernehmlassung. Das Volk schliesslich wird erst befragt werden, wenn eine allfällige Bundesfinanzierung feststeht. Philipp Sicher ist überzeugt: «Im Bereich Sommertourismus bringt der Naturpark einen Marktvorteil.»
Quellen / Literatur:
UW 71, 12.9.2009
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Samstag, 12. September 2009
Weniger Quellwassererträge wegen Neat-Tunnel
In der Gemeinde Silenen sind aufgrund der Tunnelbaustelle gewisse Trinkwasserquellen massiv rückläufig. Die Verantwortlichen suchen derzeit intensiv nach Lösungen.
Silenen ist in Sachen Trinkwasserversorgung ein Sonderfall. Auf dem Gebiet der ganzen Gemeinde gibt es mehrere private Wassergenossenschaften mit jeweils eigenen Quellen. Einzelne dieser Quellen sind nun wegen der Neat-Tunnelbaustelle - welche direkt unter dem Einzugsgebiet der Wasserfassungen verläuft - massiv rückläufig. Beispielsweise verzeichnen die beiden Wassergenossenschaften Kirchbach und Schüpfenbach bereits seit dem letzten Frühling rückläufige Quellwassererträge. Vor zwei Wochen sind nun diese Erträge weiter gesunken.
Suchen Lösungen
Als Sofortmassnahme wurden nun Pumpen installiert, um die betroffenen Dorfschaften mit Trinkwasser aus Amsteg zu versorgen. «Wir stehen in engem Kontakt mit den Verantwortlichen der AlpTransit Gotthard AG», erklärt der Silener Gemeindepräsident, Wendelin Loretz, auf Anfrage. Diese Zusammenarbeit hat sich bisher als sehr fruchtbar erwiesen.
Als der Gemeindepräsident letzten Dienstag, 8. September, persönlich von einer versiegenden Quelle betroffen wurde, kam sogleich jemand vor Ort. Adrian Wildbolz, Abschnittsleiter Gotthard-Basistunnel Nord bei der AlpTransit Gotthard AG (ATG), bestätigt die gute Zusammenarbeit.
«Wir sind zusammen mit der Gemeinde bestrebt, überall die bestmöglichste Lösung zu finden.» Seit bemerkt wurde, dass ständig mehr Wasser durch den neu erstellten Tunnel abfliesse, seien zudem die Messungen vor Ort intensiviert worden. Wo es möglich ist, werden nun Versorgungsleitungen zusammengelegt und auch neue Quellen werden erschlossen.
Niemand muss künftig auf dem Trockenen sitzen
«Uns ist es ein grosses Anliegen, dass in Silenen auch weiterhin genügend Trinkwasser in guter Qualität vorhanden ist», verspricht Adrian Wildbolz. Gleichzeitig appelliert er um Geduld. «Wir haben diverse Massnahmen bereits getroffen, andere sind jedoch noch in Planung.»
Sämtliche Lösungen würden unter Einbezug der Wassergenossenschaften und in Zusammenarbeit mit der Gemeinde gesucht. Bevor man jedoch über definitive Massnahmen entscheide, müssen längerfristige Messresultate abgewartet werden. «Es kann gut sein, dass sich einzelne Quellen im nächsten Frühling wieder erholen», erklärt Adrian Wildbolz. Sicher ist aber, dass bis dahin niemand auf dem Trockenen sitzen müsse.
Ziel: befriedigende Lösungen für alle Betroffenen zu finden
Die Kosten für die Sofortmassnahmen (Einbau der Pumpen) bei den beiden Wassergenossenschaften Kirchbach und Schüpfenbach trägt vorläufig die Gemeinde Silenen. «Sobald jedoch die Abklärungen ergeben, dass die Quellen definitiv wegen der Neat rückläufig sind, wird es von der AlpTransit Gotthard AG eine finanzielle Rückvergütung geben», verspricht Gemeindepräsident Wendelin Loretz.
Auch der Abschnittsleiter Gotthard-Basistunnel Nord bei der AlpTransit Gotthard AG, Adrian Wildbolz, will sich nicht aus der Verantwortung stehlen. «Wir werden in jedem Fall eine für alle Seiten befriedigende Lösung suchen und auch finden.» Ein kleiner Trost für die Betroffenen: Am Mittwoch, 16. September, ist am Urner Neat-Abschnitt fertig gebohrt.
Quellen / Literatur:
UW 71, 12.9.2009
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DAS HEUTIGE DATUM
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