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Samstag, 17. Oktober 2026

Samstag, 17. Oktober 2009
Blauzungenkrankheit -194 Bauern fordern freiwillige Impfung
In einem Brief fordert die Gruppe «Impfkritische Urner Landwirte» den Urner Bauernverband auf, sich für die Freiwilligkeit der Impfung gegen die Blauzungenkrankheit einzusetzen. Unterstützt wird diese Forderung gemäss Angaben der impfkritischen Bauern von 194 Tierhaltern aus dem Kanton Uri. Mit der Impfung wurde das Ziel verfolgt, die in den Nachbarländern aufgetretene Viehkrankheit auszurotten. Dies ist nach Ansicht der Impfkritiker aber gar nicht möglich, «da sämtliche Wiederkäuer wie Rinder, Schafe, Ziegen, Kameliden und auch Wildtiere Virenträger sein können», wie es im Brief an den Urner Bauernverband heisst. Hingegen wird im Schreiben betont, dass die Impfung «bei verschiedenen Tierhaltern massive Schäden» verursacht habe. «Impfkritische Urner Landwirte haben explizit Tierhalter im Kanton Uri zu einer freiwilligen Impfung gegen die Blauzungenkrankheit befragt. Von den 716 registrierten Tierhaltern wurden 35 Prozent befragt, davon haben 78 Prozent eine freiwillige Impfung befürwortet», heisst es im Brief an den Bauernverband. 2008 war die Impfung gegen die Blauzungenkrankheit vom Bundesamt für Veterinärwesen für obligatorisch erklärt worden. In den vergangenen Monaten war die Impfung auf starken Widerstand gestossen. Einzelne Betriebe wurden daraufhin gesperrt.
Quellen / Literatur: UW 81, 17.10.2009

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Samstag, 17. Oktober 2009
Prognose - Urner Volkswirtschaft ohne Rezession
Das Umfeld bleibt schwierig. Aber dank Impulsen auch aus der Bauwirtschaft rutscht die Urner Volkswirtschaft nicht in die Rezession. 2009 trübte sich das wirtschaftliche Umfeld für die Urner Investitionsgüterindustrie deutlich, und der ausländische Nachfrageeinbruch führt zu erheblichen Produktionsausfällen. «Dank der relativ robusten Binnenkonjunktur und den Impulsen aus dem Baugewerbe rutscht die Urner Volkswirtschaft dennoch nicht in die Rezession», heisst es in der «Urner Wirtschaftsprognose», die halbjährlich vom BAK Basel im Auftrag der Urner Kantonalbank (UKB) erstellt wird. Verhalten optimistisch seien die Aussichten für 2010. «Die Aussenhandelsdynamik wird wieder spürbar ansteigen.Trotzdem bleibt die Auslastung unter Normalniveau, was sich negativ auf den Arbeitsmarkt auswirken wird.» Gemäss BAK Basel weisen zurzeit viele Indikatoren darauf hin, dass die Talsohle des konjunkturellen Einbruchs erreicht ist. «Vor allem die Unternehmensbefragungen suggerieren langsam steigende Auftragseingänge, und auch die Entwicklung an den Anlagemärkten tendiert wieder deutlich nach oben.» 2010 dürfte sich insbesondere die Situation im Urner Industriesektor merklich verbessern, und die Aussenhandelstätigkeit werde langsam wieder die notwendigen Impulse bringen. Eine dämpfende Wirkung hätten hingegen der private Konsum und die langsam auslaufenden öffentlichen Konjunkturprogramme. «Die pessimistischen Aussichten für den Arbeitsmarkt und die erwartete Stagnation bei den Einkommen trüben die Ausgabenfreude der Haushalte, was im kommenden Jahr vor allem die Betriebe von Konsum- und Verbrauchsgütern negativ spüren werden», lautet die Einschätzung. Weiterhin am stärksten werde sich das Bauhaupt- und Baunebengewerbe entwickeln.Die schwache ausländische Nachfrage und die abgeschwächte Investitionstätigkeit im Inland führen zu einer sehr tiefen Auslastung der vorhandenen Produktionsmöglichkeiten. Viele Urner Unternehmen wurden daher zu ausserordentlichen Massnahmen wie Kurzarbeit oder Abbau von Überstunden gezwungen. Trotzdem stieg in Uri die Arbeitslosenquote stetig an (September: 1,5 Prozent). Bis zum Jahresende und noch weit ins kommende Jahr hinein sei mit einer angespannten Lage auf dem Arbeitsmarkt zu rechnen. Auch das Auslaufen der Kurzarbeit dürfte 2010 noch zu Entlassungen führen. Es sei damit zu rechnen, dass der Höchststand bei den Arbeitslosen erst Mitte 2010 erreicht werde.
Quellen / Literatur: UW 89, 14.11.2009

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Texte und Angaben: Quellenverweise und Rolf Gisler-Jauch / Angaben ohne Gewähr / Impressum / Letzte Aktualisierung: 13.08.2026