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Sonntag, 20. September 2026

Montag, 20. September 2010
Historisches Neujahrsblatt: Grossaufmarsch an der Jubiläumsvernissage
Das 100. Neujahrsblatt beschäftigt sich mit dem Planzerhaus in Bürglen. Rund 80 Personen waren der Einladung des Historischen Vereins Uri gefolgt und haben im Garten des Planzerhauses Eindrückliches über das stattliche Haus erfahren. Der Historische Verein Uri (HVU) veröffentlicht jedes Jahr das Historische Neujahrsblatt, in dem die Geschichte und Kultur Uris wissenschaftlich und dennoch verständlich dargestellt wird. Der kürzlich erschienene 100. Band widmet sich schwergewichtig einem der stattlichsten herrschaftlichen Wohnsitze in Uri, dem Planzerhaus in Bürglen. Am Montag, 20. September, lud der HVU zur öffentlichen Vernissage ein. Mit Erfolg: Rund 80 Personen waren der Einladung gefolgt. Stefan Fryberg, Präsident des HVU, zeigte sich überrascht über das zahlreiche Erscheinen der Gäste. Die Ausführungen von Dr. Hans Stadler-Planzer jedoch zeigten, dass die Beliebtheit des Hauses bereits zur Zeit seiner Entstehung um 1609 seinen Anfang nahm. Damals nämlich zählte der damalige Bauherr, Ritter und Landammann Peter Gisler mit seiner ersten Frau, Ursula Im Ebnet, bereits 737 Patenkinder. Diese und weitere Anekdoten aus der Geschichte des Planzerhauses werden in fünf Artikeln im Historischen Neujahrsblatt behandelt. Dabei kommen die Autoren neben der Familiengeschichte auch auf die Architektur des prunkvollen Hauses zu sprechen. «Ich erinnere mich noch gut an den 19. Februar 1946», erklärte Hans Danioth. Als 15-jähriger Sekundarschüler wurde er Zeitzeuge des erbitterten Kampfes der Urschner Bevölkerung gegen das von einem Studiensyndikat geplante Stauseeprojekt. Sein persönlich geprägter Bericht bildet den zweiten Teil des Historischen Neujahrsblattes. Mit einigem Stolz und dem unverkennbaren Urschner Dialekt erzählte der alt Ständerat vom «Volksaufstand von unten nach oben». Gespannt lauschten die Gäste an der Vernissage den Ausführungen des alt Ständerates, die trotz des ernsten Themas auch immer wieder Platz zum Schmunzeln liessen. Im Anschluss hatten die Gäste Gelegenheit, die öffentlich zugänglichen Räumlichkeiten des Planzerhauses zu besichtigen. Urner Denkmalpfleger Edi Müller erklärte den interessierten Besucherinnen und Besuchern die Malereien in der Trunkstube und im Korridor des Erdgeschosses, und Paul Arnold schilderte im Keller des Hauses den sorgfältigen Restaurationsvorgang von 1991 bis 2006.
Quellen / Literatur: UW 74, 22.9.2010

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Texte und Angaben: Quellenverweise und Rolf Gisler-Jauch / Angaben ohne Gewähr / Impressum / Letzte Aktualisierung: 13.08.2026