Urner Ereignisse an einem bestimmten Tag
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Dienstag, 22. September 2026
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Dienstag, 22. September 2009
Budget 2010 - Der Finanzhaushalt ist plus/minus im Gleichgewicht
Finanzdirektor Markus Stadler kann namens der Regierung ein «gutes» Budget 2010 präsentieren. Die Finanzierungsrechnung ist fast ausgeglichen.
«Ein gewisser Optimismus ist angezeigt, auch wenn noch nicht alles über die Finanzen des Jahres 2010 gesagt ist», erklärte Finanzdirektor Markus Stadler, als er am 22. September das Budget 2010 des Kantons Uri darlegte. Es weist in der laufenden Rechnung einen Ertragsüberschuss von 13 Millionen Franken aus.
Die hohe Nettoinvestitionssumme von 29,5 Millionen Franken kann nur zu 92,2 Prozent selbst finanziert werden. In der Verwaltungsrechnung beläuft sich der Finanzierungsfehlbetrag demnach auf 2,3 Millionen Franken. Das Nettovermögen reduziert sich gegenüber dem Budget 2009 um 2,2 auf 3,7 Millionen und beträgt noch 105 Franken pro Kopf.
Der Aufwand beläuft sich auf brutto 361 Millionen Franken. Das sind 8,6 Millionen Franken (2,4 Prozent) mehr als im Budget 2009. Die Beiträge an Universitäten, Fachhochschulen und an andere Kantone gemäss interkantonaler Fachschulvereinbarung sind mit der wachsenden Zahl an Studierenden höher (+1,3 Millionen Franken). Höhere Beiträge fallen auch bei der Sozialhilfe an (+1,1 Millionen Franken).
Der Aufwand für die Umsetzung der Regionalpolitik wird erstmals in der laufenden Rechnung statt in der Investitionsrechnung ausgewiesen (+1,5 Millionen Franken). Beim Amt für Betrieb der Nationalstrassen und beim Schwerverkehrszentrum (SVZ) liegt der Aufwand um 1,2 Millionen beziehungsweise 3 Millionen Franken höher, er wird aber vollumfänglich vom Bund zurückerstattet.
Auf der Ertragsseite stehen 374 Millionen Franken im Budget 2010. Das sind 19,5 Millionen Franken (5,5 Prozent) mehr als im Budget 2009. Die Abweichung resultiert insbesondere aus höheren Konzessionserträgen (+ 6 Millionen Franken), zusätzlichen Mineralölsteuererträgen und Strassenverkehrsabgaben (+4,8 Millionen), Mehrerträgen aus dem interkantonalen Finanzausgleich (+5,5 Millionen), Zunahme der Steuererträge (+2,4 Millionen) und Verrechnung der Mehraufwendungen beim Amt für Betrieb Nationalstrassen sowie beim SVZ (insgesamt +4,2 Millionen). Bei der Kantonspolizei werden hingegen Mindererträge von 2,8 Millionen Franken (tieferer Bussenertrag) erwartet.
Strassenbau und Hochwasserschutz
Das Budget 2010 der Investitionsrechnung weist Ausgaben von brutto 65 beziehungsweise netto 29,5 Millionen Franken aus. Das sind netto 2,2 Millionen Franken (6,9 Prozent) weniger als im Budget 2009. Brutto sind die tieferen Ausgaben eine NFA-bedingte Auswirkung der Neuregelung bei der Nationalstrasse (-19,5 Millionen Franken). Die wesentlichen Ausgaben betreffen den Strassenbau (netto 11,6 Millionen Franken) vor allem für den baulichen Unterhalt, den Hochwasserschutz (6 Millionen), den Beitrag an den Neubau Therapiestelle (1,3 Millionen), das Kantonsspital Uri (2,2 Millionen), den Gewässerschutz (1,6 Millionen), den Forst (1,1 Millionen), den öffentlichen Verkehr (1 Million) und die Landwirtschaft (1,7 Millionen).
Quellen / Literatur:
UW 74, 23.9.2009
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Dienstag, 22. September 2009
Staatsbesuch des russischen Präsidenten Dmitrij A. Medwedew
Am Dienstag hat der russische Präsident das Suworowdenkmal in der Schöllenen besucht. Mit dabei: zahlreiche Journalisten, der Urner Landammann und Ferdinand Muheim.
Für den Journalistentross hat das Spektakel bereits am Dienstagmorgen um 9.00 Uhr begonnen. Chic gekleidet - wie verlangt - im Businessanzug warteten TV-Teams, Korrespondenten, Radioleute und Fotografen in der Andermatter Mehrzweckhalle auf den Sicherheitscheck. «Wie am Flughafen», meint einer. Vor ihm stehen Schweizer Soldaten der Ehrengarde, welche ihre Sturmgewehre zwecks Überprüfung durch das Röntgengerät geben müssen. «Ob die wohl nach Waffen suchen», fragte ein Journalist spöttisch.
Ja alles einfangen
Tatsächlich war das Sicherheitsaufgebot für den russischen Präsidenten Dmitrij A. Medwedew enorm. «Bereits vor Monaten haben wir mit der Planung begonnen», erklärt der Urner Sicherheitsdirektor Josef Dittli. Verstärkt durch Armeeangehörige, die Kantonspolizei Schwyz und Mitglieder des Polizeikonkordates war sein Trupp zuständig für das Wohlergehen des hohen Gastes.
Bereits in der Schöllenen waren alle Ausstellplätze abgesperrt und da und dort standen Piranha-Radpanzer. Das Areal bei der Kaserne, wo die vier Super-Puma-Helikopter landen sollten, war grossräumig abgesperrt. Nachdem die Medienschar per Shuttlebus in die Schöllenen gekarrt wurde, begann die Warterei. Eingepfercht wie Vieh hinter einem Gatter wurden die neusten Gerüchte kundgetan. «Hast Du gehört, er kommt mit 19 Fahrzeugen in denen 56 Personen sitzen.» Von wem weisst Du das, fragt sein Gegenüber. «Von dem da vorne, der ist vom Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten.»
Als dann plötzlich ein Helikopter über das Geschehen brauste, streckten alle Radioleute ihre Mikrofone in die Luft. Ja jedes Geräusch einfangen, das an den russischen Präsidenten erinnern könnte, lautete die Devise. Nur ganz wenige speziell ausgewählte Medienleute durften sich Dmitrij A. Medwedew nähern. Für alle anderen galt trotz der chicen Kleidung ein Sicherheitsabstand von mindestens 5 Metern.
Als dann endlich der Fahrzeugtross in der Schöllenen einfuhr, ging alles sehr schnell. Der russische Präsident begab sich in Begleitung von Bundespräsident Hans-Rudolf Merz, dem Urner Landammann Isidor Baumann, Sicherheitsdirektor Josef Dittli und weiteren Gefolgsleuten hinunter zum Suworow-Denkmal. Dort legte er Blumenschmuck nieder und hielt eine Rede, von der die gewöhnlich akkreditierten Journalisten auf der Teufelsbrücke kein Wort mitbekamen.
Anschliessend ein kurzer Blick über die Teufelsbrücke, ein kurzer Fototermin mit den auserwählten Fotografen und dann stieg der hohe Gast bereits wieder in seine russische Limousine. Nur einer war hin und weg - der Andermatter Metzgermeister Ferdinand Muheim: «Als mir der russische Präsident ein Geschenk überreichte, kamen mir vor Rührung beinahe die Tränen.»
Quellen / Literatur:
UW 74, 23.9.2009
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DAS HEUTIGE DATUM
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