Urner Ereignisse an einem bestimmten Tag
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Samstag, 26. September 2026
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Freitag, 26. September 2008
Koproration Uri - Ja zur Lösung eines jahrelangen Konflikts
Die Korporation Uri beteiligt sich an der Green Power Uri AG. An der Sitzung des Korporationsratesvom 26. September wurden alle traktandierten Geschäfte im Sinne des Engeren Rates genehmigt.
Ein Entscheid des Korporationsrates vom Freitag, 26. September, setzt einem jahrelangen Konflikt zwischen Wirtschaft und Naturschutz ein Ende. Für den Ersatz des nationalen Biotops Weidbach in Seedorf können dem Kanton nun im Bodenwald, in Attinghausen und im Bannwald Seedorf Flächen im Baurecht zur Verfügung gestellt werden. Somit kann die ans heutige Biotop angrenzende Gewerbefläche endlich wunschgemäss vergrössert werden. Gemäss Beschluss des Korporationsrates vom Freitag, 26. September, werden die Waldflächen von insgesamt zirka 10’000 Quadratmeter für einen jährlichen Baurechtszins von 500 Franken der Justizdirektion abgegeben. Das Baurecht soll 30 Jahre Gültigkeit haben.
Viele offene Fragen
Zu reden gab die Beteiligung der Korporation Uri an der Green Power Uri AG. Während der Engere Rat in seinem Antrag die positiven Aspekte einer Beteiligung betonte, zweifelte Korporationsrat Kurt Schuler, Altdorf, primär die Auslastung der Anlage, die Rentabilität und die Ökobilanz – bedingt durch den Abtransport der Abfallstoffe – an. In einem kompetenten Votum stellte er den Antrag auf Ablehnung einer Beteiligung. Die Korporation solle vielmehr mit ihren bisherigen «Grundwerten Holz, Wasser oder Wind Geld verdienen», so Kurt Schuler weiter. Ebenfalls skeptisch zeigte sich der Schattdorfer Korporationsrat Karl Arnold. Falls dereinst Lebensmittel die fehlende Biomasse ersetzen sollten, wie dies in andern Ländern paktiziert werde, wäre auch er gegen eine solche Beteiligung. Für eine Beteiligung votierten die Korporationsräte Rolf Infanger, Fredy Arnold, Hans Kempf sowie Vizepräsident Alois Arnold und Präsident Anton Arnold. Sie alle zeigten sich überzeugt, dass es sich beim geplanten Biomasse-Kraftwerk um ein zukunftsweisendes Projekt handle und es der Korporation Uri gut anstehe, sich daran zu beteiligen. Noch einmal erinnerte der Korporationspräsident an die Ziele im Leitbild und gab sich überzeugt: «Die Korporation wird an ihren Leistungen, nicht am Reingewinn gemessen.» Nach einer engagierten Diskussion stimmte der Rat mit 5 Gegenstimmen der Beteiligung der Korporation Uri mit 10 Prozent oder 200’000 Franken am Aktienkapital der Green Power Uri AG zu.
Zwei Projektbeiträge
Ohne Diskussion und ohne Gegenstimmen hat der Korporationsrat den beantragten Beitrag von 74’480 Franken (8 Prozent) an die Sanierung der Waldstrasse Platti–Lussistein beschlossen. Von den für die Sanierung des knapp 4 Kilometer langen Strassenstücks errechneten Gesamtkosten von 931’000 Franken werden somit 325’000 Franken von Bund und Kanton, 315’000 Franken von den beiden Gemeinden Schatt- dorf und Bürglen, 216’000 Franken von der Korporationsbürgergemeinde Schattdorf und 74’480 Franken von der Korporation Uri übernommen. Ebenfalls zugestimmt hat der Rat dem Projektbeitrag an die Erschliessung des Gebietes Kessel–Rämsenberg in der Gemeinde Bürglen. An die Gesamtkosten in der Höhe von 980’000 Franken leistet die Korporation Uri danach einen Beitrag von 5 Prozent oder 49’000 Franken. Bund und Kanton haben eine Beteiligung von 323’400 respektive 274’400 Franken in Aussicht gestellt.
Antrag abgelehnt
10 Prozent oder maximal 20’000 Franken richtet die Korporation Uri gemäss Beschluss des Korporationsrates an die Holzschnitzelheizung des Sektionshauses in Erstfeld aus. Ein Antrag von Hans Kempf, Bauen, lediglich 7 Prozent der Kosten, maximal 14’000 Franken, zu übernehmen, wurde mit 31 zu 9 Stimmen abgelehnt.
Allmendvergabungen
Für einen Hüttenanbau hat der Korporationsrat nachträglich einer Vergabung von 56 Quadratmetern Allmendboden im Griesstal, Unterschächen, zugestimmt. Auf dem Cholplatz in Bristen werden 326 Quadratmeter Land, auf dem eine Einstellgarage steht, für die kommenden 30 Jahre im Baurecht zur Verfügung gestellt. Der Korporationsrat hat diese Abgabe für einen jährlichen Baurechtzins von 652 Franken ebenfalls einstimmig gutgeheissen. – Der Seilbahngenossenschaft Urnerboden-Fisetengrat werden für den Anbau eines Geräteraumes an die Bergstation 27 Quadratmeter Allmendboden im Baurecht abgegeben. Ein Rückweisungsantrag wurde nach einem klärenden Votum von Sepp Gisler, Spiringen, zurückgezogen. Nach kurzer Diskussion wurde dem Antrag des Engeren Rates grossmehrheitlich zugestimmt.
Keine Alpen stilllegen
In der Fragestunde mussten zwei Fragen beantwortet werden. Auf die Frage von Korporationsrat Hermann Gnos, Erstfeld, bezüglich Stellung der Korporation Uri zur Stilllegung von Alpen – im Speziellen der Chüeplangg, versicherte Weidchef Anton Arnold: «So lange Bewirtschafter für die Alpen vorhanden sind, wird die Korporation Uri keine Alpen stilllegen.» Vielmehr hätte sie Interesse daran, dass das Alpgebiet genutzt und damit auch gepflegt werde. Anton Arnold lobte die Initiative des Älplers auf der Chüeplangg und verwies darauf, dass die derzeitige Nutzung mit Yaks und Ziegen einer Probephase entspreche.
In der Antwort auf die zweite Frage versicherte Allmendaufseher Hans Tresch, Erstfeld, dass man sich im Projektausschuss für den regionalen Naturpark Nidwalden, Uri und Engelberg sehr einsetze, damit keine Behinderungen für die Land- und Alpwirtschaft in Kauf genommen werden müssten. Wichtig sei und bleibe, dass die Entwicklungsmöglichkeiten in diesem Gebiet nicht eingeschränkt würden. Und dafür setze er sich auch weiterhin ein. Zurzeit gebe es keinen Anlass zu Befürchtungen.
Quellen / Literatur:
UW 76, 27.9.2008
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Freitag, 26. September 2008
Sisikon - Ein Gipfelkreuz auf dem Siwfass
Am 7. November wird der in Luzern lebende Heimwehurner Charles Bürgi 60 Jahre alt. Ein Geburtstagsgeschenk hat er sich selber bereits gemacht: Auf dem Siwfass (2180 Meter über Meer) im Gebiet Lidernen hat er ein Gipfelkreuz erstellt. Das Siwfass ist ein relativ wenig begangener Berg. Zu Unrecht, wie Charles Bürgi findet. Die Besteigung des kleinen Gipfels sei relativ einfach und die Aussicht oben wunderbar. Der aktive «Gotthardler» ist überzeugt, diesem Gipfel mit dem Kreuz mehr Beachtung und Besucherfrequenzen zu schenken.
Gipfelkreuz-Fan
Charles Bürgi hat bereits einmal mitgeholfen, ein Gipfelkreuz aufzustellen: damals 1965, als 17-Jähriger auf dem Rophaien. Seither bezeichnet er sich als Fan von Gipfelkreuzen. So finden sich auf seiner Homepage (www.charly.ch.tf) viele herrliche Gipfelkreuz-Fotos. «Wenn ich pensioniert werde, möchte ich ein Buch über Gipfelkreuze schreiben», verrät er dem «Urner Wochenblatt».
2 Meter hoch
Anfangs Mai brachte Charles Bürgi seine Idee zu Papier. Seither hat er die notwendigen Baubewilligungen eingeholt, Offerten erstellen lassen, die Bodenverhältnisse auf dem Gipfel untersucht und das 2 Meter hohe, 1,35 Meter breite Stahlkreuz bei Beat Zurfluh, Erstfeld, in Auftrag gegeben. Am 30. August wurde das Fundament erstellt, und am 26. September war es endlich so weit: Pfarrer Karl Muoser segnete das Siwfasskreuz ein, wie er es damals auch beim Rophaienkreuz getan hatte. Am folgenden Tag wurde es mit dem Helikopter auf den Gipfel geflogen und aufgerichtet. Als Helfer standen Charles Bürgi jeweils Fredy von Rotz und Xaver Kempf zur Seite. «Andere leisten sich zum Sechzigsten ein kostspieliges Feuerwerk. Ich habe mir einen langjährigen Wunsch erfüllt und leiste auch noch etwas für die Gesundheit der Leute», freut sich Charles Bürgi.
Quellen / Literatur:
UW 78, 4.10.2008
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DAS HEUTIGE DATUM
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