Urner Ereignisse vor 10 Jahren (2016)
Mittwoch, 21. September 2016
Uri fördert den bedrohten Alpenbock
Kanton, Korporation und Pro Natura haben sich zusammengetan, um in Isenthal den Alpenbock zu fördern. Denn der «Panda der Käferwelt» ist in der Schweiz rar geworden. Er fühlt sich in Isenthal offensichtlich wohl. Nachdem der seltene einheimische Käfer mehrmals gesichtet wurde, wird er nun gezielt gefördert. Im Forstbetrieb Isenthal im Scheideggwald werden nun rund 100 grosse Buchen gefällt und die Baumstämme dabei möglichst hoch – bis zu 4,5 Meter – stehen gelassen. Zudem wird ein Teil der Baumstämme am Boden liegen gelassen. Dadurch erhält der Käfer seinen bevorzugten Lebensraum und genügend Brutmöglichkeiten. Diese Anstrengungen kommen aber nicht nur dem Alpenbock zugute. Auch andere Lebewesen, etwa zahlreiche Insekten- und Pilzarten, finden so eine Lebensgrundlage. Ein Wald, in dem der Alpenbock vorkommt, ist ökologisch meist intakt. Die Gefahr, dass das liegen gelassene Totholz unerwünschte Lebewesen wie etwa den Borkenkäfer anlockt, besteht nicht. Denn dieser befällt ausschliesslich Fichten und keine Buchen.
Quellen / Literatur:
UW 76, 24. 9.2016, S. 3.
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DAS HEUTIGE DATUM
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