Urner Ereignisse an einem bestimmten Tag
Mittwoch, 1. April 2020
Alles war vorbereitet, doch der Winter spielte auf den Eggbergen nicht mit
Mitte November gab es den ersten Schnee, doch das Pistenfahrzeug stand immer noch in Altdorf im Werkhof der Firma Kässbohrer. Nach einem kurzen Föhneinbruch war die Strasse auf die Eggberge wieder schneefrei, und das Pistenfahrzeug konnte mit dem Spezialtransporter der Firma Wipfli geliefert werden. Die Freude war gross, das Pistenfahrzeug war im neuen Unterstand platziert und bereit zum Einsatz. Doch der Winter zögerte und wollte nicht so richtig. Endlich, am 25. Dezember fiel der Schnee, und der Skibetrieb konnte eröffnet werden. Doch schon am nächsten Tag wurde es wärmer, und der Schnee schmolz dahin. Und wieder waren die freiwilligen Helferinnen und Helfer im Einsatz. Frauen und Männer kratzten den Schnee zusammen und verfrachteten diesen mit Schaufeln, Raupenkarren und Tragen in die Piste. So konnte der Skibetrieb offengehalten werden. Am 5. Januar dann war aber Schluss, denn die unterste Quertraverse zum Bistro war mit Skiern nicht mehr passierbar. Der im Januar geplante, mit 30 Kindern voll ausgebuchte Kinderskikurs musste schliesslich abgesagt werden. Die geplanten Skirennen konnten ebenfalls nicht durchgeführt werden. Es schneite immer wieder, doch der Wind verfrachtete den Schnee und fegte die Hänge blank. Wegen orkanartigem Föhnsturm musste das Fest abgesagt und auf den Sommer verschoben werden. Zum Saisonschluss musste ebenfalls das traditionelle Hüenderegg- Derby wegen des Coronavirus abgesagt werden.
Nun sind die Bügel, Netze und die Pistenmarkierungen wieder entfernt. Das Pistenfahrzeug ist im Unterstand parkiert.
Quellen / Literatur:
UW 26, 01.04.2020, S. 15.
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Mittwoch, 1. April 2020
Buch der Medizingeschichte des Kantons Uri
In diesem Jahr feiert die Ärztegesellschaft Uri ihr 100-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass erscheint ein Buch mit dem Titel «Wo fählt’s?», das nicht nur einen historischen Rückblick auf Verbands- und Medizingeschichte im Kanton Uri wirft, sondern auf unterhaltsame Art und Weise von Hausärzten erzählt, die auf dem Land und in den Bergen unter ganz besonderen Umständen für das gesundheitliche Wohl ihrer nicht unbedingt wohlhabenden Patientinnen und Patienten sorgten. Auch die Hygiene liess zur Jahrhundertwende noch vielfach zu wünschen übrig und machte die Lage für alle nicht einfacher.
Quellen / Literatur:
UW 26, 01.04.2020, S. 1, 13.
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Mittwoch, 1. April 2020
Erster Covid-19-Todesfall im Kanton Uri
Im Kanton Uri stirbt erstmals eine Person an den Folgen des Coronavirus. Es handelt sich um die 75-jährige Priorin des Benediktinerinnenklosters in Seedorf, die im Kantonsspital Uri hospitalisiert war. Sie hatte keine relevanten Vorerkrankungen. Auf Wunsch der Patientin wurde auf lebenserhaltende Massnahmen verzichtet.
Quellen / Literatur:
www.ur.ch (02.04.2020).
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Mittwoch, 1. April 2020
Kafur informiert zu den Coronatests im Kanton Uri
Corona-Tests werden in Uri strikt nach den Vorgaben des Bundesamts für Gesundheit (BAG) durchgeführt. Es werden Personen getestet, die akute Atemwegserkrankung (z. B. Husten, Halsschmerzen, Kurzatmigkeit) und/oder Fieber über 38 Grad haben. Zudem müssen sie eines der folgenden Kriterien erfüllen: schwere Symptome; bilaterale Lungenentzündung; besonders gefährdete Personen (älter als 65 Jahre, Bluthochdruck, Diabetes, Herz oder Kreislauferkrankung, chronische Atemwegserkrankung, Immunsuppression, Krebs); Gesundheitspersonal in Kontakt mit Patienten oder Bewohnern von Pflegeheimen. Es werden momentan keine gesunden Personen getestet.
Pro Tag werden in Uri zurzeit zirka 20 Personen pro Tag getestet. Per 31. März 2020 wurden total 319 Urner¬innen und Urner getestet (134 Männer, 185 Frauen; Altersgruppe bis 18 Jahre: 14, Altersgruppe 19–40 Jahre: 112, Altersgruppe 41–65 Jahre: 115, Altersgruppe über 65 Jahre: 77).
Der Test erfolgt mit einem sogenannten Nasen-/Rachenabstrich. Die Abstrichnahme erfolgt entweder im Kantonsspital Uri durch das Spitalpersonal oder zu Hause durch speziell geschulte Pflegefachpersonen der Spitex Uri.
Alle getesteten Personen müssen zu Hause in «Isolation» bleiben, bis das Labor-Testergebnis vorliegt. Es dauert zirka drei Tage, bis das Labor-Ergebnis vorliegt. Sobald das Ergebnis da ist, werden die Betroffenen telefonisch durch den kantonsärztlichen Dienst kontaktiert.
Wer mit dem Covid-19-Virus infiziert ist (positiver Labortest) und wenn der Gesundheitszustand keine Hospitalisation erfordert, muss für mindestens 10 Tage zu Hause in Isolation bleiben. Eine «Entlassung» aus der Isolation erfolgt immer erst nach Rücksprache mit dem Kantonsarzt, Dr. med. Jürg Bollhalder.
Auch Personen die im gleichen Haushalt wie eine infizierte Person leben oder intimen Kontakt hatten, müssen zu Hause in Isolation bleiben. Wenn nach 10 Tagen keine Krankheitssymptome aufgetreten sind, kann diese wieder aufgehoben werden.
Quellen / Literatur:
Informationen des Kafur (www.ur.ch, 01.04.2020).
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Mittwoch, 1. April 2020
Kantonsspital Uri verzeichnet positives Jahresergebnis
Das Kantonsspital Uri (KSU) verzeichnet für das Jahr 2019 ein positives Ergebnis. Seit dem 1. Januar 2019 werden am KSU verschiedene Behandlungen und Untersuchungen an Blutgefässen, Händen, Füssen und Knien ambulant durchgeführt. Diese vom Bund erlassenen Vorgaben haben zur Folge, dass die Zahl der stationären Eingriffe am KSU um 124 Fälle zurückging, was sich entsprechend negativ auf die Ertragszahlen auswirkte. Auch habe die ausbleibende Grippewelle im vergangenen Jahr zu deutlich weniger Spitalaufenthalten geführt. Insgesamt habe die Zahl der stationären Austritte gegenüber dem Vorjahr um 424 Fälle oder 9,8 Prozent abgenommen, was in einem Minderertrag von 2,275 Millionen Franken resultiert.
Auf der anderen Seite hat das starke Plus bei den ambulanten Behandlungen zu Mehrerträgen in der Höhe von 1,317 Millionen Franken geführt. Ebenso konnte beim übrigen Betriebsertrag deutlich zugelegt werden, unter anderem durch den Verkauf von Mahlzeiten an Dritte oder durch höhere Überschussbeteiligung auf Versicherungen. Schliesslich habe ein striktes Kostenmanagement gegenüber dem Vorjahr zu einem Minderaufwand von 961’000 Franken geführt, sodass das Unternehmensergebnis positiv ausfällt.
Der operative Gewinn beträgt 4,796 Millionen Franken oder 7 Prozent. Damit kann die bestehende Infrastruktur über Abschreibungen amortisiert und über die Nutzungsgebühr bezahlt werden. Bis zum Bezug des Neubaus sei allerdings eine Marge von 10 Prozent anzustreben, damit das KSU langfristig wettbewerbsfähig bleibt und nachhaltig in Infrastruktur, Digitalisierung, neue Geschäftsmodelle und medizinische Innovationen investieren und damit die höhere Nutzungsgebühr bezahlt werden kann.
Quellen / Literatur:
UW 27, 04.04.2020, S. 9.
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Mittwoch, 1. April 2020
Neue tierische Attraktion fürs Reussdelta
Im neu entstandenen Wattgebiet sollen im Rahmen eines Pilotprojekts in ein paar Wochen Schottische Hochlandrinder dafür sorgen, dass das Schilf in den Riedflächen nicht Überhand nimmt. Damit die tierischen Weidepfleger mit dem zotteligen, bräunlich-gelben Fell und den markanten Hörnern ihr neues Zuhause beziehen können, muss für sie zuerst allerdings noch ein temporärer Unterstand erstellt werden. Vorgesehen sei eine einfache Vorrichtung bestehend aus einem Blechdach, das von vier im Boden verankerten Baumstämmen getragen wird. Der Unterstand ist für maximal vier Tiere ausgelegt. Die Kosten für den Bau des Unterstands belaufen sich auf einige Tausend Franken. Sie werden von der Reussdeltakommission getragen, bei der auch die Bauherrschaft liegt. Die benötigte Baufläche wird von der Flüeler Firma Arnold & Co. AG zur Verfügung gestellt, der das Land gehört.
In einer ersten Phase sollen drei Schottische Hochlandrinder – eine Kuh, ein Kalb und ein Rind – fünf bis sechs Wochen lang im Wattgebiet zum Einsatz kommen. Die zweite Phase ist von Ende August bis Ende September geplant. Die Zeit dazwischen werden die Tiere auf der Alp verbringen. Gut für die Artenvielfalt Schottische Hochlandrinder sind sehr anspruchslose Tiere, die bis schultertief ins Wasser gehen, wenn auf der anderen Seite etwas Fressbares lockt. Neben Schilf verzehren sie auch Neophyten wie Goldruten. Um die Tiere kümmern wird sich der Landwirt, der bis anhin die Streufläche ums Wattgebiet geschnitten hat. Ob die Rinder aus dem schottischen Hochland dauerhaft auf den Weiden um das Wattgebiet zu sehen sein werden, steht noch nicht fest.
Die rund 2 Hektare grosse Wattlandschaft im Gebiet Wyer/Schanz, in der schon bald Schottische Hochlandrinder grasen sollen, geht auf eine Auflage des Kantons an die Firma Arnold & Co. AG zurück. Als Gegenleistung für den Erhalt der Konzession zum Abbau von Kies und Sand für die Jahre 2011 bis 2035 hat sich das Flüeler Unternehmen zur Schaffung eines Lebensraums für seltene Vögel, Amphibien und Reptilien im Reussdelta verpflichtet.
Quellen / Literatur:
UW 26, 01.04.2020, S. 6.
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Mittwoch, 1. April 2020
Selbst gemachte Schutzmasken
Susanne Russi-Spiess aus Altdorf näht und verkauft Schutzmasken in allen Farben Die gelernte Schneiderin. Es gibt viele Likes für die Masken. Aber auch einige böse Kommentare musste sich die Urnerin anhören. «Die Urner und Urnerinnen reagierten alle sehr positiv auf die Masken. Aber einige Auswärtige warfen mir vor, dass ich mit der Krise Geld verdienen wolle.» Das grosse Geld macht sie als Schneiderin jedoch nicht. Im Gegenteil: Susanne Russi hat ein eigenes Geschäft, Bobina d`Oro in Bürglen. Der Verkaufsladen ist geschlossen, die Nähwerkstatt allerdings ist nach Vereinbarung geöffnet. Zwar sind noch anstehende Aufträge zu erledigen. Neue kommen zur Zeit aber keine rein. Sie muss schauen, dass es irgendwie weitergeht. Die Masken helfen in dieser Situation ein bisschen – und bieten auch noch einen gewissen Schutz.
UW 26, 01.04.2020, S. 5.
Quellen / Literatur:
UW 26, 01.04.2020, S. 5.
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Mittwoch, 1. April 2020
Walter Scherz wird neuer CFO bei Dätwyler
Die Dätwyler Gruppe verfügt mit Walter Scherz über einen neuen Chief Financial Officer (CFO). Reto Welte, Finanzchef der Dätwyler Gruppe, hat sich auf eigenen Wunsch entschieden, auf in den Ruhestand zu treten.
Quellen / Literatur:
UW 2, 8.1.2020, S 2.
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Mittwoch, 1. April 2020
Wirtschaft Uri wirbt mit neuer Plattform
Zahlreichen Unternehmen und Produzenten im Kanton Uri drohen wegen der Coronavirus-Pandemie happige Einbussen. Viele zeigen sich in dieser Situation kreativ, weil ihr Geschäft derzeit geschlossen bleiben muss. Nun hat Wirtschaft Uri – der Dachverband der Urner Wirtschaftsverbände – zusammen mit dem Kanton und weiteren Partnern eine Onlineplattform für solche Angebote geschaffen. Mit dieser einmaligen Aktion kann die Urner Bevölkerung den einheimischen Unternehmen Solidarität entgegenbringen und helfen, dass Uri aus eigener Kraft die Krise bewältigen kann. Ganz nach dem Motto: «Mehr Uri!»
In sehr kurzer Zeit und mit namhafter Unterstützung des Kantons Uri, namentlich mit der Mitfinanzierung über die neue Regionalpolitik, der Zusammenarbeit mit dem Medienpartner Gisler 1843 AG und dem Webpartner Binary one ist es gelungen, das neue Angebot nach nur fünf Tagen aufzuschalten. Die Onlineplattform www.mehr-uri.ch wird heute aufgeschaltet. Anstatt über nationale und internationale Plattformen Waren zu bestellen, kann man die Produkte von Urner Unternehmungen unterstützen. Restaurants bieten take away und Geschenke aus Uri an. Auch Bekleidungsgeschäfte, Blumen- und Bücherläden bieten weiter ihre Produkte online oder telefonisch an. Alle Urner Unternehmungen können über ein einfaches Anmeldeverfahren ihr eigenes Corona- Spezialangebot gratis online schalten. Der Onlinemarkt hat damit unverhofft auch in Uri an Bedeutung gewonnen und nimmt vielleicht auch für die Zukunft einen wichtigen Stellenwert für die Urner KMUs ein.
Quellen / Literatur:
UW 27, 04.04.2020, S. 4.
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DAS HEUTIGE DATUM
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