Urner Ereignisse an einem bestimmten Tag
Samstag, 2. Juni 2007
125 Jahre Gotthardbahn - Das ganze Urner Oberland in dankbarem Festfieber
Von Erstfeld bis Göschenen wird das Gotthardbahn-Jubiläum gefeiert. Ausstellungen, der historische Dorfrundgang und Hängebrücke bleiben über das Jubiläum hinaus. In Gurtnellen wird in einer ehemaligen Baracke eine Ausstellung "Gurtnellen und die Gotthardbahn" geschaffen, die die Entwicklung vom alten Säummerweg zur modernen Gotthardbahn aufzeigt. Ein besonderes Erlebnis für Eisenbahnfreajks verspricht der Gotthardbahn-Wanderweg. In Göschenen war der Bahnhof in Rauch gehüllt zund es wurde gefeiert. Und es wurde der historische Rundgang durchs Dorf eröffnet.
Quellen / Literatur:
UW 43, 6.6.2007
-------------------------
|
Samstag, 2. Juni 2007
Energiestadtfest - Schöne Aussicht auf das Eisenbahnerdorf
Der neue Panoramaturm in Erstfeld wird seiner Bestimmung übergeben. Er soll für fünf Jahre das neue Wahrzeichen des Eisenbahnerdorfes darstellen.
Anlässlich des SBB-Tages Erstfeld vor drei Jahren hat Erstfeld Tourismus im Norden des Depotareals einen Aussichtsturm erstellt, der schnell zur Besucherattraktion wurde. In diesem Jahr feiert die Gotthardbahn ihr 125-jähriges Bestehen, und Erstfeld als Eisenbahnerdorf entschied, den Panoramaturm als Jubiläumsattraktion ein weiteres Mal aufzustellen, diesmal aber für fünf Jahre. Dadurch stellt der Turm ein weiteres Wahrzeichen von Erstfeld dar und fungiert als Schlusspunkt des Ende Juni eröffnenden Bahnwanderweges.
An der offiziellen Turmeröffnung im Rahmen des Energiestadtfestes wird die Belastungsprobe aufs Exempel gemacht. Die Besucherinnen und Besucher gelangen über sechs Etagen und 60 Stufen auf die 12 Meter hohe Aussichtsplattform.
Der Baukosten des Turmes inklusive Bewilligung der SBB belaufen sich auf rund 55’000 Franken. Durch diverse Spenden hat Erstfeld Tourismus heute rund 62’000 Franken zugesichert. Da die Miete des Turmes rund 8200 Franken pro Jahr beträgt, seien weitere Gesuche laufend. Um die finanzielle Sicherung des Turmes für die geplanten fünf Jahre zu erreichen, werden originale Schienennägel aus dem Jahre 1882 sowie das Mineralwasser HellQuell verkauft.
Neben dem Panoramaturm steht am Energiestadtfest die Eröffnung des Energy Trail im Vordergrund. Mit Probefahrten zu den verschiedenen Energiestadt-Stationen können sich die Besucherinnen und Besucher über das neue touristische Angebot informieren. Ab sofort bietet die Gemeinde Erstfeld eine Flotte von 22 Elektrobikes zur Miete an, mit denen einheimische und auswärtige Gäste unter anderem auf einer geführten Tour die Erstfelder Massnahmen zu einer klimaschonenden Energieversorgung im wahrsten Sinne des Wortes erfahren können.
Quellen / Literatur:
UW 43, 6.6.2007
-------------------------
|
Samstag, 2. Juni 2007
Ironman in Rapperswil - Zwei WM-Tickets für Urner Triathleten
Turi Mathis und Trix Z’graggen mit Topleistung. Sie holten sich das WM-Ticket für Florida.
Erstmals wurde in der Schweiz zur neu ins Programm der Ironman-Serie aufgenommenen Halbdistanz (70,3 Meilen) gestartet. Da die Wassertemperatur des Zürichsees nur 14 Grad betrug, wurde die Schwimmstrecke von 1,9 auf 1,4 Kilometer verkürzt. Die Radstrecke führte 90 Kilometer über einen coupierten Parcours mit mehr als 1000 Höhenmetern. Den Abschluss bildete ein Halbmarathon (21,1 Kilometer) mit abwechslungsreicher Streckenführung in und um das Städtchen Rapperswil.
Turi Mathis in Topform
Perfekt austrainiert meldete sich Turi Mathis, Präsident von Tri.Uri, nach zwei Jahren Wettkampfpause zurück. Mit der hervorragenden Gesamtzeit von 4.22.50,9 lief der Urner Sportlehrer als 54. von insgesamt 857 Gestarteten und Achter in seiner Altersklasse im Ziel ein. Dazu trug besonders die starke Halbmarathonzeit von 1.26.53 bei. Er qualifizierte sich damit problemlos für die 70,3-WM im November in Florida.
Mit «Bloss nicht erkälten!» musste man das schon fast winterliche Tenü von Trix Z’graggen, knapp einen Monat vor dem Start zum absoluten Saisonhöhepunkt, dem Swiss Gigathlon, interpretieren. Nach sehr guter Leis-tung mit 26.46,4 auf der Schwimmstrecke, nahm sie die erste Radrunde durch das kühle Zürcher Oberland in Angriff. Obwohl sie erst bei hohen Temperaturen richtig warm läuft, kam sie nach 4.50.55,4 Stunden als hervorragende Kategorienzweite und Gesamt-21. ins Ziel. Damit holte sie sich ebenfalls ihr WM-Ticket für Florida.
Quellen / Literatur:
UW 43, 6.6.2007
-------------------------
|
Samstag, 2. Juni 2007
Red-Bull-Jungfrau-Stafette - Um Haaresbreite das Podest verpasst
Die beiden Teams aus dem Kanton Uri haben an der Jungfrau-Stafette geglänzt. Am ganzen Wettkampftag herrschte Hochstimmung, ausser beim Wetter.
Abschlussparty in Zürich. Zwei ganze Tischreihen besetzen die beiden Urner Teams mit ihren Betreuern und Fans im Innenhof des Landesmuseums, wo ein grosses Festzelt steht. Prozentual zur Bevölkerungszahl dürften die Urner am besten vertreten sein, denn insgesamt waren 43 Equipen am Start der Jungfrau-Stafette, mehr als 600 Sportlerinnen und Sportler. Die Urner sind ein stafettenverrücktes Volk, das hat sich einmal mehr gezeigt.
Mit Muskel- und Motorenkraft
Die Jungfrau-Stafette hatte ihre Erstauflage 1931 erlebt. Mit Muskelkraft und mit Hilfe der damals modernen, technischen Errungenschaften wie Flugzeug, Motorrad und Automobil galt es, die 530 Kilometer möglichst schnell hinter sich zu bringen. Der Streckenrekord datiert aus dem Jahr 1939: 7 Stunden, 17 Minuten und 45 Sekunden. Mit dem Beginn des Zweiten Weltkrieges endete die Geschichte der Jungfrau-Stafette – für 68 Jahre.
Historische Flugzeuge blieben am Boden
Bernhard Brägger, der Organisator der Klausenrennen-Memorials und viele Jahre im Kanton Uri wohnhaft, war es schliesslich, der das gesamtschweizerische Spektakel wieder zum Leben erweckte. Am vergangenen Samstag, 2. Juni, frühmorgens um 7.00 Uhr erfolgte der Startschuss durch Schirmherr Adolf Ogi in Zürich. Wie bei der Premiere 1931 spielte das Wetter nicht mit, und die historischen Flugzeuge mussten – bis auf einen kleinen Showflug beim Flugplatz Birrfeld – am Boden bleiben. Es wäre der emotionale Höhepunkt der Veranstaltung gewesen, wenn sich die alten Maschinen auf 3500 Meter Höhe gequält und beim Jungfraujoch den Stafettenstab abgeworfen hätten.
Auch die zweite Flugdisziplin, der Gleitschirmflug von der Fiescheralp nach Fiesch, musste abgesagt werden. Die Sicherheit ging vor. Die dreiköpfige Jury – mit dabei auch der Urner Bruno Zwyssig – hatte an diesem Tag schnelle und wichtige Entscheide zu treffen.
Duell Russi – Tresch
Die Stafette war ein Zusammentreffen ehemaliger und aktiver Sportcracks, Prominenter und Hobbysportler: Markus Ryffel, Viktor Röthlin, Urs Freuler, Thomas Frischknecht, Evelyne Leu, Franz Heinzer, Marco Cortesi, Michel Jordi, Peter Brabeck und wie sie alle hiessen, liessen sich das Spektakel nicht entgehen. Allein das Team Uri Urner Kantonalbank hatte in seinen Reihen drei Weltmeis-ter: Bruno Risi, Paul Looser und Bernhard Russi, wobei Letztgenannter aufgrund einer Verletzung durch seinen Sohn Jan Russi ersetzt wurde. Auch beim Team Uri Urner Wochenblatt musste der ehemalige Skistar Walter Tresch verletzungsbedingt Forfait geben. Sohn Harry Tresch schnallte sich die Völkl-Skis unter die Füsse. Das Duell Russi – Tresch, das Jan Russi für sich entschied, fand somit trotzdem statt, wobei bei der Disziplin Skifahren ein echter Vergleich der sportlichen Leistung nicht möglich war: Während sich die ersten Fahrer noch im Hochschnee herunterkämpfen mussten, konnten es die später Gestarteten auf der entstandenen «Piste» fahren lassen.
2.25 Minuten fehlten
Das Team Urner Kantonalbank startete furios. Läufer Ivan Gisler über-gab als Vierter – praktisch zeitgleich mit dem Etappensieger Rolf Rüfenacht – an Radfahrer Bruno Risi. Er und Markus Zberg, der für das GK-Racing-Team startete, machten mächtig Tempo und liessen gar Franco Marvulli, der ebenfalls zeitgleich starten konnte, stehen. Etappensieger wurde Bruno Risi, knapp vor Markus Zberg. Jan Russi und Gletscherläufer Alois Marty konnten anschliessend den 2. Gesamtrang halten, ebenfalls Bergläufer André Marti, der die Etappe in 51.55 Minuten zurücklegte und somit Tagesbestzeit erzielte. Er nahm dem Zweitplatzierten 20,5 Sekunden ab.
Die Downhill-Biker hatten es besonders schwierig: Im Schneematsch und Schlamm ging es auf der steilen Holperpiste von der Fiescheralp hinunter nach Fiesch. Paul Looser, der nach dieser Abfahrt direkt zu einem wichtigen Radballspiel reisen musste, verlor auf die Downhill-Profis René Wildhaber oder Guido Tschugg rund 12 Minuten. Christian Holzgang und Ernst Marty auf dem Motorrad respektive mit dem Oldtimer-Sportwagen büssten kaum Zeit ein, und schliesslich zeigten Bruno Risi und Ivan Gisler mit der dritt- respektive viertbesten Zeit nochmals ihr grosses Können auf. Am Schluss belegte das UKB-Team mit dem knappen Rückstand von 2.25 Minuten den 4. Schlussrang.
Team Urner Wochenblatt auf Rang 7
Toni Zbinden vom Team Urner Wochenblatt übergab nach dem Startlauf mit einem Rückstand von 10 Minuten an Ivan Planzer, der mit dem Rennrad Platz um Platz gutmachte. In der Folge bewegte sich das Team mit Skifahrer Harry Tresch, Gletscherläufer Benedikt Arnold, Bergläufer Marcel Hengartner, Downhill-Pilot Patrik Gisler, Motorradfahrer Bernhard Hess, Oldtimerfahrer Emilio Baldini sowie wiederum Ivan Planzer und Toni Zbinden zwischen dem 12. und 6. Rang. Als siebtbeste Mannschaft kam das Team Urner Wochenblatt schliesslich wieder in Zürich an.
Da die Urner nicht nur ein stafet-
ten-, sondern auch ein festfreudiges Volk sind, wurden die beiden guten Resultate in Zürich natürlich dementsprechend gefeiert.
Quellen / Literatur:
UW 43, 6.6.2007
-------------------------
|
|
DAS HEUTIGE DATUM
|