Urner Ereignisse an einem bestimmten Tag
Mittwoch, 2. Juni 2021
Freileitung wird in den Gotthardtunnel verlegt
Die Strommasten am Gotthardpass werden abgebaut, die Stromleitung wird in den Gotthard-Strassentunnel verlegt. Mit einer Länge von rund 18 Kilometern wird sie die längste verkabelte Höchstspannungsleitung der Schweiz sein. Die heutige Freileitung zwischen Airolo und Göschenen wurde in den 1930er-Jahren gebaut und führt durch eine alpine Landschaft. Mit der Verlegung der Leitung in den Untergrund kann die Alpenlandschaft entlastet werden.
Die Leitung mit einer Spannung von 220 Kilovolt über den Gotthard ist ein wichtiges Teilstück für die schweizerische und internationale Stromversorgung. Künftig soll der Strom durch drei 15 Zentimeter dicke Kabel fliessen, die in einem separaten Werkleitungskanal unter dem Pannenstreifen der zweiten Gotthardröhre verlegt sind. Die entsprechenden Vereinbarungen mit dem Bundesamt für Strassen Astra sind abgeschlossen worden. Es ist europaweit das erste Mal, dass eine Höchstspannungsleitung in einen Strassentunnel verlegt wird. Die Verlegung kostet 107 Millionen.
Die neue Leitung dürfte 2028 betriebsbereit sein, die neue Tunnelröhre soll 2029 in Betrieb gehen. Ab dann wird gemäss Swissgrid auch die bestehende Freileitung auf einer Länge von 23 Kilometern sowie über 60 Masten rückgebaut.
Quellen / Literatur:
UW 44, 05.06.2021, S. 12.
-------------------------
|
|
DAS HEUTIGE DATUM
|