Urner Ereignisse an einem bestimmten Tag
Montag, 4. Juni 1877
Neue Kostenberechnungen für die Gotthardbahn
Nachdem Oberingenieur Konrad Wilhelm Hellwag eine neue Gesamtkostenrechnung mit einem zusätzlichen Mittelbedarf von rund 100 Millionen Franken vorgelegt hat, wird an der Internationalen Gotthardbahn-Konferenz in Luzern versucht, die Kosten in den Begriff zu bekommen. Die schweizerische Delegation schlägt zur Kostensenkung die Anwendung von Steilrampen mit oder ohne Zahnstangen (Zahnradbetrieb ) oder dem Einsatz von Trajektschiffen auf dem Vierwaldstättersee vor. Diese Vorschläge finden jedoch «entschiedenen» Widerspruch bei den Vertretern Deutschlands und Italiens. Es wird beschlossen, vom ursprünglich projektierten Netz vorerst nur die Stammlinie Immensee-Pino beizubehalten, welche eine ununterbrochene Verbindung der deutschen und italienischen Bahnen ermöglicht. Zudem wird auf eine Doppelspur vorläufig verzichtet. Schliesslich gelingt es, die Mehrkosten durch diese Redimensionierungen auf rund 40 Millionen Franken zu senken.
Quellen / Literatur:
Gisler-Jauch Rolf, Ein kleiner Abriss über die Wunsch- und Standorte der Bahnhöfe Altdorf und Flüelen, in: HNBL UR 1994/1995, S. 42; Jung Joseph, Alfred Escher – Der Aufbruch zur modernen Schweiz, Band 2, S. 588.
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DAS HEUTIGE DATUM
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