Urner Ereignisse an einem bestimmten Tag
Dienstag, 5. Mai 2015
Barbetreiber muss wieder in Haft
Der wegen einer versuchten Tötung angeklagte Barbetreiber I. W. sitzt wieder in Sicherheitshaft. Das geht aus einem Urteil das Bundesgerichtes hervor. Die Richter in Lausanne hiessen eine Beschwerde der Urner Staatsanwaltschaft gut und ordneten eine Sicherheitshaft an. Das Bundesgericht kommt in seinem Entscheid zum Schluss, «dass sich entgegen der Auffassung des Beschuldigte und des Obergerichts die Ausgangslage für die Beurteilung der Haftvoraussetzungen nicht grundlegend verändert hat». Der damalige Entscheid schliesse nicht aus, dass I.W. zu einer langjährigen Freiheitsstrafe verurteilt werden könnte.
In einem Indizienprozess sei zudem nie auszuschliessen, «dass sich das Beweisergebnis durch die Manipulation eines oder mehrerer Beweismittel beeinflussen lässt». Es müsse daher damit gerechnet werden, dass der Angeklagte in der Lage und angesichts der für den Fall einer Verurteilung drohenden hohen Strafe auch gewillt sein könnte, die gerichtliche Wahrheitsfindung auf diese Weise zu beeinträchtigen. Zudem lasse die Gesamtdauer der bisher erstandenen Haft eine erneute Inhaftierung angesichts der zu erwartenden langjährigen Freiheitsstrafe nicht als unverhältnismässig erscheinen.
Das Bundesgericht hält zudem eine Flucht des Angeklagten durchaus für möglich. Es sei auch durchaus denkbar, dass er mit seiner Freundin und dem gemeinsamen Kind untertauchen könnte. Es bestehe eine Fluchtgefahr, die sich auch mit Ersatzmassnahmen nicht ausreichend bannen lasse. Zwar habe sich der Angeklagte während seiner vorübergehenden Freiheit wohlverhalten. Aufgrund der Verdunkelungsgefahr müsse das Bundesgericht indes die Fluchtgefahr nicht mehr vertieft beurteilen.
Quellen / Literatur:
UW 35, 9.5.2015, S. 7.
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Dienstag, 5. Mai 2015
Föhn sorgt für Tropennacht in Uri
In Schattdorf und Altdorf sinkt das Thermometer in der vergangenen Nacht nie unter 20 Grad Celsius. Der Grund für die Tropennacht: der kräftige Föhn, der seit Montagabend durch das Reusstal fegt. Das heisst, dass die Thermometer nie unter 20 Grad Celsius fallen. In Altdorf etwa verzeichnete Meteoschweiz morgens um 5.00 Uhr eine Temperatur von 21,9 Grad. In Schattdorf ist es gar noch wärmer (22,2 Grad). In Altdorf verzeichnet man Böenspitzen von 85 km/h.
Während in einigen Schweizer Landesteilen das Hochwasser zurzeit das vorherrschende Thema ist, bleibt Uri von grossen Regenmengen und Schäden verschont. So erreichten die Flüsse und Bäche in Uri in den vergangenen Tagen nie gefährliche Pegelstände. Die Reuss etwa führt bei Seedorf nie mehr als 150 Kubikmeter Wasser pro Sekunde. Die Hochwassergrenze liegt bei 280 Kubikmetern pro Sekunde.
Quellen / Literatur:
UW 34, 6.5.2015, S. 16.
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DAS HEUTIGE DATUM
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