Urner Ereignisse an einem bestimmten Tag
Samstag, 6. Juni 2020
30'336 Kubikmeter Holz wurden genutzt
Die wirtschaftliche Lage der Urner Forstbetriebe ist weiterhin angespannt. Das Amt für Forst und Jagd Uri hat seinen Bericht zur Holznutzung und Schutzwaldpflege im Jahr 2019 in den Urner Wäldern veröffentlicht. Demnach sind im Kanton Uri in diesem Jahr insgesamt 30 336 Kubikmeter Holz genutzt worden. Diese Menge liegt über der Nutzungsmenge von 2018. Rund 85 Prozent des genutzten Holzes stammen aus den Korporationswäldern. Doch die wirtschaftliche Lage der Urner Forstbetriebe ist weiterhin angespannt. Insgesamt wurde ein Verlust verzeichnet. Das betriebswirtschaftliche Ergebnis aller Forstbetriebe der Korporationsbürgergemeinden und des kantonalen Forstbetriebes schliesst 2019 mit einem Verlust von 91 670 Franken ab.
Bei der Waldbewirtschaftung führt die Holzernte in schwierigem Gelände zu hohen Kosten. Die Holzerlöse betragen lediglich 12 Prozent der gesamten Betriebseinnahmen. Die Forstbetriebe sind auf öffentliche Beiträge angewiesen. Diese belaufen sich im Jahr 2019 auf rund 45 Prozent der Einnahmen, und auf übrige Erlöse, vornehmlich aus Dienstleistungen, entfallen deren 43 Prozent. Dies verdeutlicht den Einfluss und die Wichtigkeit der Beiträge. Ohne die öffentlichen Beiträge ist auch inskünftig eine Waldbewirtschaftung respektive Schutzwaldpflege im Gebirgswald undenkbar.
Bei den Holzpreisen ist ein markanter Wertzerfall zu verzeichnen. Der Holzerlös pro Kubikmeter ist auf den tiefsten Stand (47,81 Franken) seit 2005 gesunken. Vor allem die günstigen Importprodukte aus dem Euroraum und der grosse Schadholzanfall in der Schweiz setzen die Holzpreise unter Druck. Deshalb ist es wichtig, dass die bereits bestehende Zusammenarbeit unter den Bürgergemeinden weitergeführt wird. Im Jahre 2019 betrug die geerntete Holzmenge im öffentlichen Wald (Korporationswald und Wald im Eigentum des Kantons) 25’800 Kubikmeter. Dies entspricht einer Steigerung gegenüber dem Vorjahr um 2’057 Kubikmeter. Der Verkauf von Stammholz sank im Jahr 2019 gegenüber 2018 um 902 Kubikmeter oder rund 8 Prozent. Industrieholz wurde 2019 gegenüber dem Vorjahr rund 206 Kubikmeter mehr verkauft. Der Energieholzverkauf nahm um rund 2781 Kubikmeter (22 Prozent) zu.
Quellen / Literatur:
UW 45, 06.06.2020, S. 1
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Samstag, 6. Juni 2020
Camping-Saison startet mit neun Wochen Verspätung
 Mit der weiteren Lockerung der Massnahmen gegen die Covid-19-Pandemie kann nun auch die Campingsaison starten, rund neun Wochen später als üblich.
Quellen / Literatur:
UW 43, 30.05.2020, S. 4.
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Samstag, 6. Juni 2020
Corona-Zeit macht Luxushotel «Chedi» nichts aus
Gute Zahlen in schlechten Zeiten! Die Corona-Pandemie schien dem «Chedi Andermatt» im Mai nichts anhaben zu können. An Auffahrt und Pfingsten war das Fünf-Sterne-Hotel praktisch voll besetzt. Über den ganzen Mai gesehen, verzeichnete es eine Auslastung von 70 Prozent. Das ist mehr als im Mai des Vorjahres, was aber auch daran liegt, dass das «Chedi» – im Gegensatz zu 2019 – fast den ganzen Mai geöffnet war. Die Auswirkungen der Pandemie spüre man aber doch: Zum Beispiel müssen die Gäste in Schichten essen, um die Abstandsregeln einhalten zu können. Auch im Juli und August sei der Buchungsstand im «Chedi» gut, in etwa so wie in denselben Monaten im Vorjahr. Man gehe von einem sehr guten Sommer aus. Wenn die Grenzen wieder öffnen, kämen voraussichtlich auch wieder die ausländischen Gäste. Zudem buchen Gäste tendenziell immer kurzfristiger.
Auf einen guten Sommer hofft man auch im «Radisson Blu Reussen». Das Vier-Sterne-Hotel lebe auch vom Gruppengeschäft – eine Tatsache, die die Buchungszahlen im Mai einbrechen liess. Für Juli und August sehe es aber auch im «Radisson Blu» wieder besser aus.
Einen Rekord verzeichnet der Andermatt Swiss Alps Golf Course. Von morgens bis abends sei der Golfplatz oft voll gewesen. Der Höchststand waren 170 Golferinnen und Golfer an einem Tag – so viele wie noch nie. Der Rekord hängt auch damit zusammen, dass der Golfplatz für Hotelgäste des «Chedi» und des «Radisson» seit der Hotelöffnung bis Ende Mai kostenlos war.
Quellen / Literatur:
UW 45, 06.06.2020, S. 28.
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Samstag, 6. Juni 2020
Der grosse Öffnungsschritt
Ab heute dürfen alle bisher noch geschlossenen Betriebe die Tore wieder öffnen, sofern sie ein Schutzkonzept vorweisen können. Dies betrifft Bergbahnen, Campingplätze und andere touristische Angebote wie Schwimmbäder, Zoos, Discos, Kinos oder Theater. Voraussetzung ist in jedem Fall ein Schutzkonzept. Zudem müssen die Abstands- und Hygieneregeln eingehalten werden. Wo es zu engen Kontakten kommt, muss eine Rückverfolgung möglich sein. Dafür müssen beispielsweise Kontaktlisten geführt werden. Der Bundesrat lässt auch Veranstaltungen bis 300 Personen zu. Das können Familienanlässe, Messen, Konzerte, Theatervorstellungen oder Kundgebungen sein. Grössere Veranstaltungen insbesondere Sportveranstaltungen sind noch nicht erlaubt.
Ursprünglich hat der Bundesrat den Lockerungsschritt für den 8. Juni angekündigt – einen Montag. Laut Bundesrat Alain Berset können die Einschränkungen aber ohne Weiteres schon heute Samstag aufgehoben werden, was dem Tourismus zugute kommt sowie Veranstaltungen, die übers Wochenende stattfinden.
Quellen / Literatur:
UW 43, 30.05.2020, S. 7.
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Samstag, 6. Juni 2020
Die Fünferregel fällt
Die ersten Lockerungen haben nicht zu einem Anstieg der Fallzahlen geführt. Nun können weitere Öffnungsschritte gemacht werden. Vor diesem Hintergrund hebt der Bundesrat die meisten der noch verbliebenen Einschränkungen auf, die er zur Eindämmung des Coronavirus in den vergangenen Monaten erlassen hat. So fällt die Fünfer-Regel. Damit sind wieder spontane Versammlungen mit bis zu 30 Personen erlaubt. Ein Schutzkonzept ist dafür nicht nötig. Die Distanz- und Hygieneregeln gelten aber weiterhin.
Quellen / Literatur:
UW 43, 30.05.2020, S. 7.
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Samstag, 6. Juni 2020
Die SGV-Dampfer nehmen wieder Fahrt auf
Seit dem 28. März liegen die Schiffe, die normalerweise auf dem Vierwaldstättersee fahren, in den Häfen Flüelen, Luzern und Brunnen. Nun dürfen die grosse Dampfer und Motorschiffe wieder auf dem See kursieren – aber es braucht ein Schutzkonzept. Auf den Schiffen wird regelmässig gereinigt und desinfiziert, die 2 Meter Abstand müssen eingehalten werden, und wenn dieser nicht gewährleistet ist, dann wird empfohlen, eine Gesichtsmaske zu tragen. Auch wird empfohlen, die Stosszeiten (zwischen 9.00 und 11.00 Uhr ab Luzern) zu meiden und auf weniger frequentierte Schiffskurse auszuweichen, die Billette online zu kaufen und die allgemeinen Hygiene- und Verhaltensregeln einzuhalten.
Das Schutzkonzept gibt vor, mit einer Passagierkapazität von 50 Prozent den Betrieb wieder aufzunehmen. Weiter gibt es einen reduzierten Fahrplan, welcher bis Anfang Juli gilt und dann ausgebaut wird. Es werden die grössten Schiffe eingesetzt, damit Passagiere mehr Platz zum Einhalten des Abstandes auf dem Schiff haben. Bei grösserer Nachfrage werden Zusatzkurse angeboten. Man rechnet, dass man dieses Jahr mit einem grossen Verlust abschliessen wird.
Shiptec (Schiffsbau und Schiffsrevision) ist eine von vier Gesellschaften innerhalb der SGV-Gruppe die als die einzige Sparte im Normalbetrieb läuft. Die Mitarbeiter der SGV sind seit dem 28. März, als der Schifffahrtsbetrieb ganz eingestellt werden musste, teilweise oder ganz in Kurzarbeit. Betroffen sind bis 400 Personen – von insgesamt 676 Mitarbeitenden in der ganzen SGV-Gruppe.
Quellen / Literatur:
UW 43, 30.05.2020, S. 5.
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Samstag, 6. Juni 2020
Lockerungen für Restaurants - Polizeistunde um Mitternacht
Der Bundesrat gewährt auch weitere Lockerungen für Restaurants. Es dürfen wieder mehr als vier Personen an einem Tisch sitzen. Bei grösseren Gruppen muss aber mindestens eine Person ihre Kontaktangaben hinterlassen. Weiterhin darf in Restaurants nur sitzend konsumiert werden, alle Lokale müssen um Mitternacht schliessen. Dies gilt auch für Discos und Nachtclubs. Sie müssen zudem Präsenzlisten führen, pro Abend sind nicht mehr als 300 Eintritte erlaubt.
Quellen / Literatur:
UW 43, 30.05.2020, S. 7.
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Samstag, 6. Juni 2020
Präsenzunterricht an Mittel-, Berufs- und Hochschulen
Der Präsenzunterricht an Mittel-, Berufs- und Hochschulen sowie bei Weiterbildungen ist wieder erlaubt. Die Bedingungen legen die Kantone und die Bildungsinstitutionen fest.
Quellen / Literatur:
UW 43, 30.05.2020, S. 7.
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Samstag, 6. Juni 2020
Urner Trockenfleisch wird «Kulinarisches Erbe der Schweiz»
«Tigets», auch «Dirrs» genannt, hat es als typisches Urner Trockenfleisch in das Inventar des «Kulinarischen Erbes der Schweiz» geschafft. Diese kulinarische Sammlung ist ein vom Bund initiiertes Projekt und stellt die Geschichte und das Herstellungsverfahren jener Produkte sicher, die in der Schweiz lokal, regional und national mit den traditionellen Ess- und Trinkgewohnheiten verwurzelt sind, immer noch produziert und konsumiert werden. Das Inventar umfasst mehr als 400 Produkte. Auf Initiative und mit finanzieller Unterstützung des Trägervereins Alpinavera und des Kantons Uri wurden Geschichte und Herstellung sowie interessante Hintergrundinformationen zum traditionellen Urner Trockenfleisch aufgearbeitet. Alpinavera ist die Marketingplattform für zertifizierte Regionalprodukte aus Uri, Glarus, Graubünden und Tessin.
Quellen / Literatur:
UW 45, 06.06.2020, S. 15.
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DAS HEUTIGE DATUM
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