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Freitag, 13. März 2026

Freitag, 13. März 2020
Besuchsverbot fürs Kantonsspital, für Altersheime und weitere Institutionen
Zum Schutz der besonders gefährdeten Personengruppen erlässt der Sonderstab ein Besuchsverbot für das Kantonsspital, alle Urner Alters- und Pflegeheime sowie alle Behinderteninstitutionen in Uri. Die Spitalleitung kann für einzelne Patientengruppen in sachlich begründeten Fällen generell oder im Einzelfall Ausnahmen bewilligen (zum Beispiel Eltern von Kindern, Partner von Gebärenden, Angehörige von Sterbenden).»Dabei dürften höchstens zwei Besucherinnen oder Besucher eine Patientin oder einen Patienten gleichzeitig besuchen.
Quellen / Literatur: UW 21, 14.03.2020, S. 1, 4-5.

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Freitag, 13. März 2020
Bundesrat muss drastische Massnahmen ergreifen
Der Bundesrat ergreift Notrecht und ordnet drastische Massnahmen an, um das Coronavirus einzudämmen. Er verbietet ab sofort und bis 30. April alle Veranstaltungen mit mehr als 100 Personen. In Restaurants, Bars und Diskotheken dürfen sich maximal 50 Personen aufhalten – Personal inklusive. An den Schulen darf bis am 4. April vor Ort kein Unterricht stattfinden. Für die Grundschule können die Kantone Betreuungsangebote anbieten, um zu verhindern, dass die Kinder von ihren Grosseltern betreut werden.
Die Einreise aus Italien wird weiter eingeschränkt. Sie ist nur noch Schweizer Bürgern und Personen mit einem Aufenthaltstitel in der Schweiz sowie Personen, die aus beruflichen Gründen in die Schweiz reisen müssen, erlaubt. Der Bundesrat hat zudem entschieden, dass Schengen-Grenzkontrollen an sämtlichen Binnengrenzen mit sofortiger Wirkung lageabhängig wieder eingeführt werden.
Personen über 65 Jahre sollen den öffentlichen Verkehr nicht benutzen, dies empfiehlt der Bundesrat. Aber auch alle andern sollten den öffentlichen Verkehr «möglichst meiden». Arbeitgeber sollen das auch pendelnden Mitarbeitern ermöglichen, über flexible Arbeitszeiten und Homeoffice.
Weiter stellt der Bundesrat bis zu 10 Milliarden Franken als Soforthilfe für die Wirtschaft zur Verfügung. Dazu reduziert er die Karenzfrist für Kurzarbeit auf einen Tag. Die Unternehmen haben so nur den Arbeitsausfall von einem Tag selbständig zu tragen, bevor ihnen die Unterstützung der Arbeitslosenversicherung zusteht. Und er wird Kreditbürgschaften für besonders betroffene Unternehmen vergeben.
Die neue Verordnung gilt ab sofort und bis mindestens bis am 30. April.

Quellen / Literatur: www.bag.admin.ch (11.03.2020).

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Freitag, 13. März 2020
Durchbruch beim Rohrstollen des Kraftwerks Erstfeldertal
Mitte April 2019 begannen die Vorarbeiten am neuen Kraftwerk (KW) Erstfeldertal. Am 17. Mai 2019 konnte der offizielle Spatenstich gefeiert werden. Bis Weihnachten 2019 konnte die Kraftwerkszentrale im Rohbau fertiggestellt werden. Der Innenausbau der Kraftwerkszentrale hat bereits begonnen, und der Einbau der Kraftwerksanlagen mit den Turbinen erfolgt ab Mitte Mai 2020. Der Rohrstollen für die Druckleitung und der Entsanderstollen sind nun vollständig ausgebrochen. Insgesamt ist der Stollen für die Druckleitung rund 1000 Meter lang. Das Kraftwerk soll Ende Jahr in Betrieb gehen. Das KW Erstfeldertal wird künftig rund 32 Millionen Kilowattstunden Strom produzieren. Das reicht für die Versorgung von gut 7100 Haushalten. Das KW Erstfeldertal spart jährlich rund 40 000 Tonnen CO² gegenüber einem Kohlekraftwerk ein. Insgesamt investiert die KW Erstfeldertal AG rund 37 Millionen Franken in den Bau des Kraftwerks. Der grösste Teil davon, gut 75 Prozent, wird in Uri bleiben. Das Kraftwerk leistet im Betrieb 500‘000 Franken Wasserzinsen pro Jahr zugunsten des Kantons plus Steuern für die Gemeinde Erstfeld und den Kanton. Der Betrieb und Unterhalt werden zusätzliche Arbeit schaffen.
Quellen / Literatur: UW 23, 21.03.2020, S. 17.

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Freitag, 13. März 2020
Generalversammlung des Bauernverbands Uri
Unter dem Präsidium von Wendelin Loretz findet die Generalversammlung des Bauernverbands Uri statt. Die Veranstaltung im Pfarreizentrum in Erstfeld, an der rund 70 Mitglieder teilnehmen, ist in Absprache mit dem kantonalen Krisenstab bezüglich der kurz zuvor erlassenen Corona-Vorschriften durchführbar. Besorgt weist der Präsident auf die bevorstehenden Volksabstimmungen hin, welche an der Existenzgrundlage der Bauernbetriebe nagen würden. Es handelt sich dabei um die Vorlagen über das revidierte Jagdgesetz sowie um die Trinkwasser- und Pestizidinitiative. «Wenn diese Nahrungsmittelimportförderungsinitiativen nicht abgelehnt werden, gibt es für unsere bereits jetzt sehr nachhaltige Landwirtschaft totale Veränderungen. Mit Vehemenz fordert Wendelin Loretz den versammelten Bauernstand auf, an den Urnengängen teilzunehmen. Angesichts der Auswirkungen der Corona-Pandemie zeigte er sich in seinen Forderungen bestätigt, dass die Selbstversorgung der Schweiz mit landwirtschaftlichen und Allgemeingütern gegenüber den Billigimporten zu favorisieren sei.
Quellen / Literatur: UW 22, 18.03.2020, S. 16.

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Freitag, 13. März 2020
Hamsterkauf-Panik
Die drastischen Massnahmen des Bundesrates, um das Coronavirus einzudämmen, sorgen in der Bevölkerung für einen Run auf die Detailhändler. Migros und Coop appellieren an die Kunden, von Hamsterkäufen abzusehen. Es werde keine Versorgungslücken geben. «Die Lebensmittelläden sind und bleiben offen. Es gibt kein Grund zur Panik», sagt Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga vor den Medien.
Quellen / Literatur: www.blick.ch (13.03.2020).

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Freitag, 13. März 2020
Shutdown für die Andermatt Swiss Alps
Hotels schliessen, Lebensmittel verkaufen, das Skigebiet aufräumen. Der Corona-Shutdown bedeutet für die Andermatt Swiss Alps ein Abbremsen von hundert auf null. Wie geht sie damit um? Elisa Hipp Die Bedingungen wären perfekt: strahlend blauer Himmel, Sonnenschein, in den höheren Lagen noch genügend Schnee. Doch in der Skiarena ruhen die Lifte. Normalerweise wird das Skigebiet gestaffelt abgebaut, zuerst auf der Seite Nätschen-Gütsch, dann am Gemsstock. An letzterem wäre der Betrieb bis Mitte Mai geplant gewesen. Jetzt muss alles auf einmal abgebaut werden Wegen des Corona-Shutdowns beendet die Skiarena Andermatt-Sedrun ihre Saison und mit ihr alle Restaurants im Skigebiet. Am Dienstag folgen ihnen auch die Mountain- Food-Restaurants im Dorf. Das Hotel Radisson Blu Reussen schliesst am 18. März, das «The Chedi Andermatt» folgt ihm am Sonntag, momentan sind dort noch Gäste.
Abbauen im Skigebiet heisst nicht nur die Lifte sommerfest machen und die Pisten aufräumen, sondern auch, die Restaurants zu putzen und aufzuräumen. Dort waren noch haufenweise frische Lebensmittel gelagert, die man jetzt nicht mehr brauchen kann, sagt der Mediensprecher. Am Mittwochnachmittag schlossen sich alle Andermatter Restaurants zusammen und verkauften ihre nicht haltbaren Lebensmittel auf einem Markt im Dorf. Die Büromitarbeiter der ASA haben seit dieser Woche so weit wie möglich auf Homeoffice umgestellt. Alle Meetings finden nur noch online statt. In Bereichen, die immer besetzt sein müssen – zum Beispiel der IT – hat das Unternehmen A- und B-Teams, die sich nicht mehr treffen dürfen, zusammengestellt. So wird sichergestellt, dass auch wenn ein Mitarbeiter aus einem der Teams krank wird, das andere Team noch arbeiten kann. Ein Teil der Mitarbeiter hat Saisonverträge, bis Ende März, bis Ende April, andere haben Ganzjahresstellen. Noch sind viele beim Abbauen und Aufräumen beschäftigt, aber danach müssen sie in Kurzarbeit.
Der Shutdown wird finanzielle Auswirkungen haben., welche ist noch ungewiss.

Quellen / Literatur: UW 23, 21.03.2020, S. 3.

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Freitag, 13. März 2020
Über 1'000 Corona-Fälle in der Schweiz
In der Schweiz gibt es bereits 1'009 bestätigte Coronavirus-Fälle. Bei 116 Fällen liegt zudem ein erstes positives Resultat vor.
In der Schweiz und in der Welt werden sportliche Grossereignisse wie die Eishockey-Meisterschaft ohne Meister und Absteiger abgesagt. Fussballspiele wurden zuerst noch als «Geisterspiele» abgehalten, nun wird der Spielplan vorläufig ganz gestrichen. Die Skisaison wird frühzeitig beendet, die Durchführung des Formel-1-Starts in Australien abgesagt und der Giro d’Italia bereits verschoben.
Der Urner Sonderstab Coronavirus erlässt ein Besuchsverbot für das Kantonsspital Uri, alle Alters- und Pflegeheime sowie Behinderteninstitutionen im Kanton Uri. Das Besuchsverbot gilt bis vorerst 30. April 2020.
Die Ratsleitung des Urner Landrats beschliesst in Rücksprache mit den Fraktionspräsidien, die Session vom 18. März ausfallen zu lassen. Die Geschäfte werden auf die Session vom 22. April verschoben.
Nach der Bekanntgabe der neuen Massnahmen des Bundesrates müssen auch die Veranstaltungen im Theater(uri) abgesagt werden.

Quellen / Literatur: www.ur.ch; www.bag.admin.ch (13.03.2020).

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Texte und Angaben: Quellenverweise und Rolf Gisler-Jauch / Angaben ohne Gewähr / Impressum / Letzte Aktualisierung: 20.09.2021