Urner Ereignisse an einem bestimmten Tag
Samstag, 15. März 2008
Amt für Strassen- und Schiffsverkehr - Rekord an Fahrausweisentzügen und Verwarnungen
7 Prozent ist die Zunahme bei den verfügten Administrativmassnahmen des Amtes für Strassen- und Schiffsverkehr. Tempoüberschreitungen und Alkohol am Steuer sind die hauptsächlichsten Gründe.
«2006 war schon ein Rekordjahr», sagt Albert Zopp, Chef des Amtes für Strassen- und Schiffsverkehr des Kantons Uri. «2007 haben wir 35 Administrativmassnahmen mehr verfügt, plus 7 Prozent.» Insgesamt waren es 432 Führer- und Lernfahrausweisentzüge sowie Verwarnungen. Am meisten Entzüge (84) mussten wegen Missachtung der Höchstgeschwindigkeit ausgesprochen werden; dazu kommen 102 Verwarnungen. Nach wie vor hoch ist auch die Anzahl der Ausweisentzüge (72) wegen Fahrens im angetrunkenen Zustand; dazu kommen 19 Verwarnungen. Rund 40 Prozent der ausgesprochenen Administrativmassnahmen fallen auf die Altersgruppe bis 29 Jahre. Auffallend ist auch der hohe Anteil von Fahrzeuglenkerinnen und -lenkern zwischen dem 45. und 49. Altersjahr.
Der Fahrzeugbestand wächst und wächst
«Die Jungen können sich ein Fahrzeug leisten. Und zunehmend gibt es auch in vielen Haushalten zwei Fahrzeuge», erklärt Albert Zopp. Fazit: Der Fahrzeugbestand in Uri wächst und wächst. Am 30. September 2007, dem Stichtag, waren 24 966 Fahrzeuge registriert, 321 mehr als im Vorjahr. Zu berücksichtigen ist, dass es auch einige Neuzulassungen für die Neat-Baustelle in Erstfeld gab. Vor zehn Jahren waren es 21’098 Fahrzeuge.
Im vergangenen Jahr waren in Uri 489 Schiffe zugelassen. Das Kontingent für Schiffe mit Verbrennungsmotoren (578) ist noch nicht ausgeschöpft.
Lob den Fahrschulen
Von den total 817 absolvierten praktischen Führerprüfungen waren im vergangenen Jahr 617 erfolgreich. Die Erfolgsquote liegt bei 75 Prozent. «Uri liegt im nationalen Vergleich im vorderen Teil», sagt Albert Zopp. «Wir haben gute Fahrschulen, und die Zusammenarbeit im Sinne der Qualitätssicherung ist ebenfalls gut.» Bei der Theorieprüfung liegt die Erfolgsquote bei 70 Prozent. 862 Theorieprüfungen waren abgelegt worden, 605 erfolgreich. Auch hier liege Uri gesamtschweizerisch im vorderen Teil, betont der Chef des Amtes für Strassen- und Schiffsverkehr.
Kein Rückstand bei den Fahrzeugprüfungen
7544 Fahrzeuge wurden 2007 geprüft, 2181 mussten beanstandet werden (29 Prozent). Häufigste Mängel waren an der Beleuchtung, an der Kraftübertragung, an der Auspuffanlage und an den Bremsen. Das liegt im Schnitt der letzten Jahre. «Und wir sind im Zeitplan», erklärt Albert Zopp.
Im vergangenen Jahr waren in Zusammenarbeit mit der Kantonspolizei während 638 Stunden (Vorjahr: 680) Schwerverkehrskontrollen durchgeführt worden. Insgesamt wurden bei 368 Fahrzeugen technische Mängel festgestellt. 75 Fahrzeuge wurden stillgelegt, da sie nicht betriebs- und verkehrssicher waren.
76’800 Franken für Wunschschilder
Seit 2004 können spezielle Kontrollschilder für Personenwagen und Motorräder käuflich erworben werden. «Die Nachfrage überrascht mich immer wieder», meint Albert Zopp. «Sie haben in unserer Gesellschaft einen hohen Stellenwert. Die Käuferinnen und Käufer kommen aus allen Gesellschaftsschichten, Männer und Frauen, Junge und Ältere.» 2007 verkaufte das Amt für Strassen- und Schiffsverkehr 114 Wunschkontrollschilder. Das ergab zusätzliche Einnahmen von 76 800 Franken.
Quellen / Literatur:
UW 20, 15.3.2008
-------------------------
|
Samstag, 15. März 2008
Infocenter der AlpTransit Gotthard in Erstfeld offiziell eröffnet
Mehrere Tausend Interessierte soll das neue Besucherzentrum anlocken. Ab Samstag, 15. März, bekommen sie neben touristischen Infos vor allem eines zu sehen: Viel Spannendes aus dem Tunnel.
Wer auf der Kantonsstrasse von Altdorf nach Erstfeld fährt, kann es nicht übersehen. Weinrot, mit grossem Schriftzug verziert und direkt an der Busstation gelegen, lockt das neue Besucherzentrum zu einem Halt. Einfach zu erreichen und dann erst noch Gratiseintritt. Zu bereuen gibt es also nichts - höchstens zu entdecken. Ein Foto mit Wilhelm Tell gefällig? Kein Problem - der wartet gleich hinter dem Korridor. Doch zuerst löschen wir am Erstfelder Brunnen aus Tessiner Granit unseren Durst. Schliesslich wollen wir nicht ausgetrocknet neben dem Schweizer Nationalheld stehen. Lächeln bitte – Klick! Das Foto, das uns in Tells starkem Arm zeigt, werden wir dann am Abend auf dem Internet unter www.uri.info anschauen.
In Uri wohl fühlen
Andreas Banholzer von Tourist Info Uri freuts: «Wir treffen zwei Fliegen mit einer Klappe.» Er rechnet damit, dass am Tunnel Interessierte sich auch als Gäste für den Urner Tourismus gewinnen lassen. Und dafür ziehen die Touristiker sämtliche Register. Neben Tell warten ein betreuter Informationsstand und ein überdimensioniertes Urner Relief auf die Touristen. Per Knopfdruck können auf der Grossleinwand rund ein Dutzend Filme angeschaut werden. Gleichzeitig zeigen Lichter auf dem Relief den im Film gezeigten Standort.
Pilot erklärt
Modernster audiovisueller Technik bedient sich auch die AlpTransit Gotthard. Sprengung in Echtzeit - aufgenommen mit Spezialkameras, nennt sich einer der vielen Höhepunkte. Auf der Grossleinwand am Ende des ganz in Tunnel-schwarz gehaltenen Infocenters läuft der Countdown - nächste Sprengung in 30 Minuten. Neben dem Sprengen zeigt AlpTransit noch eine weitere Vortriebsmethode: die Herrenknecht-Tunnelbohrmaschine. Zu sehen sind neben ihren Zähnen – den Rollenmeisseln – noch ein 3 Meter langes Modell und ein originaltreu nachgebauter Steuerstand inklusive Pilot. Dieser erklärt Schritt für Schritt jede Manipulation vom Anlassen bis zum zentimetergenauen Steuern des 3000-t-Ungetüms. Und das Beste daran: das Gefühl vom Dabeisein.
Glück auf!
Mit modernster Technik werden auf über 400 Quadratmetern die verschiedensten Themen rund um den Tunnel emotional, spannend und leicht verständlich vermittelt. Das ähnliche AlpTransit-Infocenter im Tessin verzeichnete vor Kurzem 200’000 Besuchende innert fünf Jahren. So erstaunt es nicht, dass der Informationsbeauftragte der AlpTransit Gotthard AG, Ambros Zgraggen, begeistert ist. «Wir erwarten ein sehr grosses Interesse und dementsprechend viele Besucher.» Diese werden nicht enttäuscht: denn neben der Ausstellung können sie über den frisch angelegten Baustellenweg eins-zu-eins das emsige Treiben auf der Jahrhundertbaustelle miterleben. Zudem erhalten sie auf zwölf Infotafeln Erklärungen rund um den Installationsplatz. Glück auf! Wie der Bergmann zu sagen pflegt. Die Ausstellung hat jeweils von Dienstag bis Sonntag, 9.00 bis 17.00 Uhr, geöffnet. Der Eintritt ist frei.
Quellen / Literatur:
UW 20, 15.3.2008
-------------------------
|
Samstag, 15. März 2008
Kanton Uri - Staatsrechnung viel besser als budgetiert
Bei einem Aufwand von 328,1 Millionen Franken resultierte ein Ertragsüberschuss von 38,8 Millionen Franken. Veranschlagt war nur ein Gewinn von 7,1 Millionen Franken. Das Spitzenergebnis ermöglicht einen weiteren Schuldenabbau.
Die Hälfte der Verbesserung entfällt auf eine neue, periodengerechte Buchhaltungspraxis, die wegen des Neuen Finanzausgleichs (NFA) eingeführt wurde. Ohne diese Neuerung würde die laufende Rechnung aber immer noch um 15,3 Millionen Franken besser schliessen als geplant. Nicht buchhalterisch bedingte Verbesserungen gab es beim Aufwand für die Schulen und das Personal oder bei den Steuer- und Zinserträgen. Unter dem Strich war der Aufwand der laufenden Rechnung mit 328,1 Millionen Franken um 8,9 Millionen grösser als budgetiert, der Ertrag mit 366,9 Millionen um 40,6 Millionen Franken. Die Investitionen blieben unter dem Budget. Brutto wurden 188,9 (Budget 224,9) Millionen Franken investiert, allein 132,1 Millionen in die Nationalstrassen. Die Nettoinvestitionszunahme betrug 40,5 (Budget 47,3) Millionen Franken.
Schuldenabbau möglich
Rechnete der Voranschlag noch mit einem Finanzierungsfehlbetrag von 21,5 Millionen Franken, so weist die Rechnung einen Überschuss von 15,3 Millionen aus. Der Selbstfinanzierungsgrad erreicht 137,9 Prozent. Ohne die neue Buchhaltungspraxis hätten die Nettoinvestitionen indes nur zu 97,4 Prozent gedeckt werden können. So konnte Uri seine Nettoschuld aber weiter reduzieren, und zwar von 27,5 Millionen auf 11,9 Millionen Franken. Die Pro-Kopf-Verschuldung beträgt noch 340 Franken.
Quellen / Literatur:
UW 20, 15.3.2008
-------------------------
|
Samstag, 15. März 2008
Neuer Wandertunnel ist offen
Ein Erdrutsch hat vor zwei Jahren den Wanderweg zwischen Isleten und Bauen unterbrochen. Rechtzeitig auf die Wandersaison steht am "Weg der Schweiz" ein neuer Wandertunnel zwischen Bauen und Isleten zur Verfügung.
Quellen / Literatur:
UW 21, 19.3.2008
-------------------------
|
|
DAS HEUTIGE DATUM
|