Urner Ereignisse an einem bestimmten Tag
Mittwoch, 17. Januar 2007
Auszeichnung für Altdorf - Altdorf erhält den Wakkerpreis 2007
Der Schweizer Heimatschutz (SHS) zeichnet Altdorf mit dem prestigeträchtigen Wakkerpreis aus. Er ist der Verdienst für die klare, landschaftsverträgliche Raumentwicklung und die erstaunliche Vielzahl gelungener Neubauten und Sanierungen. Für die Gemeindepräsidentin Barbara Bär ist der Preis eine Überraschung und gleichzeitig eine Herausforderung für die Zukunft.
Altdorf erhält den Wakkerpreis wegen der erstaunlichen Vielzahl an gelungenen Neubauten und Sanierungen. Foto: Markus Arnold (UW Archiv).
Seit 1972 vergibt der Schweizer Heimatschutz jährlich einer politischen Gemeinde den Wakkerpreis für vorbildliche Leistungen in der Siedlungs- und Ortsbildentwicklung. Eine Fachkommission evaluiert jedes Jahr gegen 40 Gemeinden und stellt deren Engagement für Baukultur in einen landesweiten Vergleich. Für 2007 fiel der Entscheid auf Altdorf, das durch seine vielseitigen, von Qualität geprägten Tätigkeiten abseits des berühmten Telldenkmals überzeugte. Gestern Dienstag wurde die Öffentlichkeit durch Vertreter des Schweizer Heimatschutzes und Mitglieder des Gemeinderates im Theater(uri) informiert.
Grosse Anstrengungen der Gemeinde
Drei wichtige Elemente gaben den Anstoss, Altdorf den diesjährigen Wakkerpreis zu verleihen. Philippe Maurer, Geschäftsführer Schweizer Heimatschutz, lobte die wirkungsvollen Steuerungselemente, die gelungenen Beispiele baulicher Umsetzungen und das «Almausa»-Projekt der Gemeinde Altdorf. Unter anderem überzeugten die Sanierungen des Suworowhauses und des Schulhauses St. Karl die Juroren. «Besonders hervorzuheben sind die grossen Anstrengungen rund um das Projekt ‘Almausa’», sagte Philippe Maurer. «Altdorf setzte sich sehr dafür ein, dass ein charakteristischer Teil des Ortsbildes, die Mauern rund um Altdorf, erhalten blieb.»
«Auftrag und Verpflichtung»
«Für uns ist der Preis eine grosse Überraschung und Ehre», sagte Gemeindepräsidentin Barbara Bär an der Medienkonferenz. «Gleichzeitig ist es aber auch ein Auftrag und eine Verpflichtung, diesen Kurs beizubehalten.» Sie wolle sich auch in Zukunft für ein attraktives Altdorf einsetzen. Auch der ehemalige Gemeindepräsident Heini Sommer zeigte sich geehrt. «Qualität muss gelebt werden, und es braucht oft auch Mut, sie durchzusetzen», sagte er. «Wir haben immer versucht in Varianten zu denken, um die qualitativ beste Lösung zu finden.» Barbara Bär und Heini Sommer waren sich jedoch einig: Mit dem Erhalt des Preises ist die Arbeit nicht getan.
Auch in Zukunft will man sich dafür einsetzen, die
Wakkerpreis-Gemeinde Altdorf würdig zu vertreten. «Der Preis hat Signal- und Vorbildswirkung in weite Teile der Schweiz», ist sich Barbara Bär bewusst. Die offizielle Übergabe des Wakkerpreises 2007 erfolgt am 12. Mai.
Quellen / Literatur:
UW 4, 17.1. 2007
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DAS HEUTIGE DATUM
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