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Donnerstag, 23. April 2026

Montag, 23. April 2007
Gotthard-Bergstrecke soll Unesco-Weltkulturerbe werden
Der Urner Regierungsrat will eine Kandidatur zur Anerkennung der Gotthard-Bergstrecke als Unesco-Weltkulturerbe vorbereiten. Diesen Beschluss stützt er auf Ergebnisse einer Arbeitsgruppe ab, die der Bergstrecke das geforderte Potenzial zusprechen. Für die Weiterarbeit übernimmt der Kanton Uri die Führung. Der Kanton Tessin, die SBB und das Bundesamt für Kultur haben ihre Unterstützung zugesichert. Die aus den Kantonen Uri und Tessin sowie den SBB zusammengesetzte Arbeitsgruppe schätzt die Chancen für eine Anerkennung der Gotthard-Bergstrecke als Unesco-Weltkulturerbe als «gut» ein. Als zentrale Chancen des Projekts bezeichnete Volkswirtschaftsdirektor Isidor Baumann am Mediengespräch vom Monatg, 23. April, dass «die touristischen Vermarktungsmöglichkeiten unter dem Label ‘Unesco’ auf dem nationalen und internationalen Markt entscheidend verbessert werden». Damit lasse sich - ergänzt mit neuen Angeboten (zum Beispiel Bahnwanderweg, Aussichtsplattformen, Dampfzüge, Packages, Nostalgiefahrten auf Bahn und Strasse, Sasso San Gottardo) - die touristische Wertschöpfung im Kanton Uri und in der Leventina nachhaltig steigern. Uri und Tessin haben beschlossen, die Vorbereitungen für den Antrag in Frankreich zu treffen. Die SBB sowie das Bundesamt für Kultur (BAK) haben ihre Bereitschaft signalisiert, die Kandidatur mitzutragen und zu unterstützen. Weiterarbeit in zwei Phasen In einer ersten Phase wird eine aus den vier Trägern (Uri und Tessin, SBB und BAK) gebildete Projektgruppe ein Vorgehens- und Finanzierungskonzept sowie erste Fachgutachten und einen detaillierten Terminplan erarbeiten. Für die Arbeiten der ersten Phase wird mit Kosten von 265 000 Franken gerechnet. Erste Ergebnisse sollen bis Ende 2008 vorliegen. Basierend darauf will der Regierungsrat die Lancierung definitiv auslösen oder stoppen. Fällt der Entscheid positiv aus, wird der Kanton Uri ein umfassendes Kandidaturdossier erarbeiten. Die entsprechenden Arbeiten dürften weitere zwei Jahre beanspruchen und Kosten von rund 500 000 Franken benötigen. Als Zielvorgabe für die Anerkennung als Weltkulturerbe nennt Isidor Baumann die Jahre 2011/2012. «Damit hätten wir einen guten Vorlauf bis zur Eröffnung des Neat-Basistunnels im Jahre 2017», spekuliert der Urner Volkswirtschaftsdirektor, der das Jubiläum «125 Jahre Gotthardbahn» als gute Gelegenheit sieht, «den Stellenwert der Bergstecke zu propagieren.»
Quellen / Literatur: UW 31,25.4.2007

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Montag, 23. April 2007
Neat-Linienführung: «Reider» wird nicht mehr weiterverfolgt
Der Urner Regierungsrat wird vom Bundesamt für Verkehr (BAV) eingeladen, seine Vorstellungen zur Planung des Vorprojekts «Berg lang geschlossen», insbesondere für die nördliche Neat-Zufahrtslinie bekannt zu geben. Im Bereich des künftigen Portals des Neat-Tunnels südlich von Flüelen wurden bis anhin drei Linienführungsvarianten diskutiert. Da die Alptransitverordnung bei Vorprojekten die Bearbeitung von maximal lediglich zwei Varianten für den gleichen Streckenabschnitt zulässt, hat der Regierungsrat jene beiden Linienführungen zu bezeichnen, die im Vorprojekt detailliert zu bearbeiten sind. Volkswirtschaftsdirektor Isidor Baumann informiert, dass der Regierungsrat und die Gemeindepräsidien der Gemeinden im unteren Reusstal sowie das Neat-Kontaktgremium in den vergangenen Monaten die Vor- und Nachteile der Varianten Reider, Hafnerried tief und Moosbad tief «intensiv erörtert haben». Dabei sei man einhellig zur Überzeugung gekommen, dass die Linienführung Reider bezüglich Raum und Umwelt am schlechtesten abschneidet. Deshalb hat der Regierungsrat beschlossen, die Linienführung Reider nicht mehr weiterzuverfolgen.
Dagegen ortet der Regierungsrat bei den Linienführungen Hafnerried tief und Moosbad tief Optimierungspotenziale, die im Rahmen des anstehenden Vorprojekts näher zu prüfen sind. Zu beiden Varianten will der Regierungsrat je eine Untervariante mit einer Tieflage auf dem Abschnitt vom Portal des Axentunnels bis zur Schächenbrücke. Darin muss das BAV die Auswirkungen auf die Strassenführungen (zum Beispiel Seedorferstrasse) und auf den Bahnhof Altdorf aufzeigen.

Quellen / Literatur: UW 31, 25.4.2007

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Texte und Angaben: Quellenverweise und Rolf Gisler-Jauch / Angaben ohne Gewähr / Impressum / Letzte Aktualisierung: 20.09.2021