Urner Ereignisse an einem bestimmten Tag
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Donnerstag, 23. April 2026
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Mittwoch, 23. April 2008
Amsteg - Neben dem Wasserfall wird geschweisst und gebohrt
Was eine psychedelisch anmutende Gebirgslandschaft mit internationalem Stahlbau zu tun hat? Etwa gleich viel wie Töggelen mit Schweissen.
Unser Blick fällt auf ein wildromantisches Tal mit saftig grünen Berghängen und einem wunderschönen blauen See. Am glutroten Himmel hinter den spitzen Berggipfeln geht gerade die Sonne auf und beleuchtet mit ihrem Schein eine psychedelisch anmutende Gebirgslandschaft mit zwei plätschernden Wasserfällen. Einsam, aber mit gespannter Rute badet ein Fischer seine Fliege im Wasser und hofft auf guten Fang. Nichts, aber auch gar nichts erinnert an Hektik. Doch irgendwo in der Nähe flackert es wild und zischt es brodelnd. Sogleich landet der verträumte Betrachter zurück in der Realität.
Wir stehen in der neuen Produktionshalle der Firma Walker Stahl- und Metallbau GmbH im Amsteger Grund. Im hinteren Teil der Halle schweisst ein Arbeiter an einer Stahlkonstruktion, und entlang einer steilen Klippe montieren zwei Arbeiter eine Treppe. Die steile Klippe gehört zu der eingangs beschriebenen Gebirgslandschaft, und die Treppe erschliesst den dahinter liegenden Bürotrakt. Das Ganze ist ein Riesenkunstwerk, gesprayt auf die Trennwand zwischen Bürogebäude und Werkhalle im Neubau der Firma Walker. Remo Walker, der 38-jährige Firmeninhaber, störte sich bereits bei der Planung an der riesigen Wand. «Eine 200 Quadratmeter grosse sandsteinfarbene Fläche wollte ich nicht unbedingt jeden Tag sehen.» Gefragt waren Farben und gute Ideen, und dafür sorgten zwei Graffitikünstler von www.iceroc.com. Remo Walker konnte aus vier Vorschlägen auswählen und hat sich für die Berglandschaft entschieden. Eine halbe Woche und 300 Spraydosen später war die Begeisterung gross. «Wir haben alle zusammen einen Riesenplausch am Resultat», versichert Remo Walker.
Hoflieferant für Elektrokonzern
Remo Walker freut sich aber nicht nur über das gelungene Bild, sondern auch über den gelungenen Umbau. Der gelernte Metallbauer mit Meisterprüfung gründete vor acht Jahren seine eigene Firma in einer gemieteten Lastwagengarage, mit einem Mitarbeiter und einem Lehrling. Dank regelmässiger Aufträge des schwedisch-schweizerischen Elektrokonzerns ABB entwickelte sich die Walker Stahl- und Metallbau GmbH vom Dreimannbetrieb zu einer gesunden KMU mit 20 Angestellten. Zirka 20 Prozent seines Volumens erwirtschaftet Remo Walker mit ABB-Aufträgen und ist quasi deren Hoflieferant. «Durch Kostenoptimierungen, hohe Qualität und eine ausgeklügelte Logistik sind wir international konkurrenzfähig», ist Remo Walker überzeugt. Neben dem täglichen Brot von der ABB gibt es die Butter von der Hörmann Schweiz AG. Für diese verkauft und montiert die Firma Walker als Urner Regionalvertretung Türen, Tore und Antriebe. Für die restliche Auslastung – sozusagen für die Konfitüre – sorgen Aufträge von Privatkunden. Um all dies unter einen Hut zu bringen, drängte sich im letzten Sommer ein grösserer Neubau mit angegliedertem Bürotrakt auf. Dank dem Zukauf von Land für den neuen Betrieb konnte in der alten Halle zusätzlich Platz für eine Aluminiumabteilung geschaffen werden. Damit ist die Firma nun in der Lage, selber massgefertigte Türen und Fenster auf Kundenwunsch herzustellen.
Quellen / Literatur:
UW 31, 23.4.2008
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Mittwoch, 23. April 2008
Auch die SVP Uri ist für den Parteiausschluss
Wenn Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf nicht aus der SVP austritt, dann wird die SVP Graubünden ausgeschlossen. Das wollen die meisten Kantonsparteien, so auch Uri
Quellen / Literatur:
UW 31, 23.4.2008
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Mittwoch, 23. April 2008
Martin Patzen kehrt zurück nach Uri
Der Spitalrat hat Dr. Martin Patzen zum neuen Direktor des Kantonsspitals Uri gewählt. Martin Patzen ist kein Unbekannter, hatte er doch während sechs Jahren, zwischen 2001 und 2007, bereits die Position des Spitaldirektors in Uri inne. Er habe schon damals das Kantonsspital mit grossem Erfolg geführt und in dieser Zeit viele wichtige Entwicklungen angestossen und realisiert, heisst es in einer Medienmitteilung. Martin Patzen kehrt zurück, nachdem er im Juli 2007 die Stelle als CEO der Spital Lachen AG übernahm.
«Wahrscheinlich beste Lösung»
«Für uns ist das die wahrscheinlich beste Lösung, die sich uns bietet», freut sich Spitalratspräsident Bruno Baumann. «Wir kennen ihn gut, er ist fachlich hoch qualifiziert, aktiv, fordernd und fördernd und wird dem Spital sehr gut tun.» Ende Februar hat sich das Kantonsspital von Rico M. Maritz getrennt. Martin Patzen hat in den Urner Medien von der Vakanz der Stelle erfahren und sein Interesse gezeigt. Ausschlaggebend für den Entscheid, nach Altdorf zurückzukehren, waren vorwiegend persönliche und private Gründe. (tre)
Quellen / Literatur:
UW 31, 23.4.2008
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DAS HEUTIGE DATUM
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