Urner Ereignisse an einem bestimmten Tag
Donnerstag, 25. März 2010
Eine Landwirtin und 24 Landwirte erhalten das Diplom
Den Abschluss ihrer Ausbildung am Berufs- und Weiterbildungszentrum Uri, Abteilung Landwirtschaft, verkündeten die Diplomandin und die 24 Diplomanden mit lautem Glockengeläute. Als «Tryychler»-Zug marschierten sie von ihrem Schulgebäude in Seedorf zur Aula der Kreisschule, wo sie am Donnerstag, 25. März, den Ausweis als eidgenössisch diplomierter Landwirt respektive eidgenössisch diplomierte Landwirtin entgegennehmen konnten. Bildungs- und Kulturdirektor Josef Arnold versicherte der jungen Bäuerin und den Bauern, dass «belebte Bergregionen eine Zukunft haben». Die Situation sei für die Landwirtschaft derzeit nicht einfach. Als diplomierte Berufsleute seien sie nun gefordert, Massnahmen zur Kostensenkung zu nutzen und für Innovationen offen zu sein. Weiter erinnerte Josef Arnold: «Eine umweltfreundliche und qualitätsbetonte Produktion ist Ihre Stärke». Und er ermutigte sie, Partnerschaften einzugehen und vorhandene Netzwerke zu nutzen.
Quellen / Literatur:
UW 23, 27.3.2010
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Donnerstag, 25. März 2010
GV des Verbandes der Heime und Institutionen
Bis vor wenigen Jahren war die Zusammenarbeit der Urner Heimbetriebe kein grosses Thema. Dies hat sich mittlerweile stark verändert. Die Zeiten, in denen jedes Heim auf sich allein gestellt war, sind vorbei. Curaviva Uri, der Verband der Urner Heime und Institutionen, ist zu einem wichtigen Player im Gesundheitswesen geworden. Themen wie Qualitätssicherung, Langzeitpflege oder Personalmangel in den Pflegeberufen fordern die Verbandsmitglieder. Am Donnerstag, 25. März, trafen sie sich zur Generalversammlung beim Alters- und Pflegeheim Rüttigarten in Schattdorf.
Kein Bedarf für Gesamtarbeitsvertrag
Laut Jahresbericht von Präsident Felici Riedi hatte sich der Vorstand intensiv mit der Organisation und der Finanzierung der Langzeitpflege auseinandergesetzt. Das Gesetzespaket «Neuordnung der Langzeitpflege» wird voraussichtlich im Juni im Urner Landrat behandelt und im September dem Volk zur Abstimmung vorgelegt. Eine Delegation von Curaviva Uri sei auch mit der Gewerkschaft Syna zusammengekommen, um über das Thema «Gesamtarbeitsvertrag für Mitarbeitende im Gesundheitsbereich» zu diskutieren. Curaviva Uri sehe keinen Handlungsbedarf, führte Felici Riedi aus, da sich ja der Verband Heime und Institutionen für die Durchsetzung des Arbeitsrechtes einsetze und den Mitarbeitenden Gehör und Hilfe garantiere.
Geld für Weiterbildung
Grossen Wert legt Curaviva Uri auf die Weiterbildung. Im vergangenen Jahr wurden vier Kurse organisiert, die von 59 Personen besucht wurden. Auch fürs laufende Jahr sind vier Kurse vorgesehen. Für die Weiterbildung führt Curaviva Uri eine eigene Rechnung. Bei Einnahmen von 19 300 Franken und Ausgaben von 17`600 Franken resultierte im vergangenen Jahr ein Vermögenszuwachs von 1700 Franken. Das Weiterbildungsbudget 2010 sieht bei Einnahmen von 8250 und Ausgaben von 7875 Franken Mehreinnahmen von 375 Franken vor.
Ziel der Weiterbildungsgruppe ist es, kostengünstige Kurse anzubieten, die auf die Bedürfnisse der Institutionen abgestimmt sind. In den vergangenen Jahren hat sich bei der Rechnung für Weiterbildung ein Vermögen von rund 8000 Franken angehäuft. «Es ist nicht unser Ziel, Geld zu horten», betonte Vorstandsmitglied Franz Bricker. Dieses Geld soll künftig zweckgebunden für die Weiterbildung eingesetzt werden. So wird beispielsweise ein Beitrag von 2000 Franken für einen Weiterbildungsevent am «Tag der psychisch Kranken» vom 22. Oktober eingesetzt. Dabei wird unter anderem ein interaktives Theater zum Thema Depressionen aufgeführt. Im Jahr 2012 ist zudem ein Weiterbildungstag für das Pflege- und Betreuungspersonal vorgesehen.
Mangel an Pflegepersonal
Ein grosses Sorgenkind im Pflegebereich ist die prekäre Situation auf dem Personalmarkt. Und die demografische Entwicklung lässt für die Zukunft keine Entspannung der Situation erwarten. Im Gegenteil. Gesundheitsdirektor Stefan Fryberg äusserte an der GV seine Besorgnis über die Situation. Es müsse alles daran gesetzt werden, dass neue Lernende für Pflegeberufe gefunden werden, aber auch, dass Fachangestellte Gesundheit (Fage) nicht in andere Berufe abwandern oder dass Fachpersonal – beispielsweise nach einer Babypause – wieder für den Beruf zurückgewonnen werden. Aus diesem Grund setzt sich die Gruppe IG Fage intensiv mit dem Thema Berufsmarketing auseinander. Marco Petruzzi erläuterte, dass Curaviva am Berufswahltag vom 23. Oktober mitmachen werde, der anlässlich des 100-Jahr-Jubiläums von Gastro Uri im Theater(uri) durchgeführt wird. Dabei werde man intensiv für die Pflegeberufe werben.
Der Beschwerdeinstanz beitreten
Kassier Martin Walker präsentierte eine ausgeglichene Rechnung, die bei Einnahmen von 9700 Franken und Ausgaben von 9400 Franken einen Gewinn von 300 Franken auswies. Das Budget 2010 hingegen rechnet mit einem Mehraufwand von 2250 Franken. Dies, weil Curaviva Uri der am 16. Dezember gegründeten unabhängigen Beschwerdestelle für das Alter Zentralschweiz (UBA) beitreten wird. Diese Beschwerdestelle sei als Teil der Qualitätssicherung längst überfällig, erklärte Marco Petruzzi.
Zukunft von Curaviva Uri
Eine Arbeitsgruppe befasst sich seit vergangenem November mit den Strukturen von Curaviva Uri. Franz Bricker berichtete kurz über die bisher getätigten Arbeiten. Ausgangslage sei gewesen, dass die Arbeit im Verband sehr aufwendig geworden sei. Die Branche sei ständigen Veränderungen ausgesetzt. Und durch die Tatsache, dass viele Urner Heimleiter bereits in einem fortgeschrittenen Alter seien, bestehe die Gefahr, dass künftig viel Kompetenz verloren gehe. Die Arbeitsgruppe habe ein Stärke-Schwäche-Analyse durchgeführt und nach Lösungsmöglichkeiten gesucht. Ziel sei, an der nächsten Generalversammlung zu skizzieren, wohin der Weg führen soll. «Der Verband hat jetzt 20 Jahre gut funktioniert, so soll es auch bleiben», hielt Franz Bricker fest.
Quellen / Literatur:
UW 23, 27.3.2010
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Donnerstag, 25. März 2010
Jäger diskutieren Wolf- und Gämskonzept
Grossaufmarsch der Urner Jäger in Erstfeld. An einer Infoveranstaltung des Urner Jägervereins und der kantonalen Jagdverwaltung stehen gleich zwei heisse Themen auf der Traktandenliste: der Wolf und der Entwurf zum neuen Gämsbejagungskonzept des kantonalen Amtes für Forst und Jagd. Aufgrund vom DANN-Spuren ist seit dem 23. März klar: Der Wolf ist auch in Uri angekommen.
Das Jagen von Gämsen wird in Uri neu geregelt. Auslöser für diese Änderung sind verbindliche Vorgaben des Bundes. So muss das Geschlechterverhältnis bei den erlegten Tieren 1:1 sein, der Jungtieranteil an der Jagdstrecke 25 Prozent betragen und die Waldgämsenbejagung müsse möglich sein. Um diese Ziele zu erreichen, muss das Gämsbejagungskonzept in Uri angepasst werden. Ein erster Entwurf sieht vor, das Hornmass bei der Gämsjagd abzuschaffen. Uri ist der letzte Kanton, der das Hornmass noch als Kriterium verwendet.
Quellen / Literatur:
UW 23, 27.3.2010
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DAS HEUTIGE DATUM
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