Urner Ereignisse an einem bestimmten Tag
Dienstag, 27. Mai 2008
Mai-Session: Urner Landrat für lineares Steuersystem
Der Urner Landrat sagt Ja zur Steuergesetzrevision. Uri soll zu einem Steuerparadies werden mit einheitlichem Steuersatz wie im Kanton Obwalden.
Es war die letzte Landratssitzung in der laufenden Legislatur und für 27 Urnerinnen und Urner der letzte Auftritt als Kantonsparlamentarierin res-
pektive -parlamentarier. Doch die Traktandenliste der Mai-Session war noch einmal sehr umfangreich, und mit der Änderung des Gesetzes über die direkten Steuern im Kanton Uri wurde ein wegweisendes Geschäft verabschiedet. In Zukunft soll der Kanton Uri vom progressiven zum linearen Steuersystem wechseln. Alle Bevölkerungsschichten sollen künftig spürbar weniger Steuern bezahlen. Im Landrat gab es eine lange Diskussion über Steuergerechtigkeit. Die Ratslinke wehrte sich gegen eine «Entsolidarisierung» aufgrund des neuen Steuersystems.
Adoptionszulage genehmigt
Kontrovers wurde auch die Änderung des Gesetzes über die Familienzulagen diskutiert. In Zukunft gibt es eine Adoptionszulage, hingegen keine Kinderzulagen mehr für Selbstständigerwerbende. Der Antrag, einen Härtefallfonds für Arbeitnehmende, die krankheitshalber den Anspruch auf Familienzulagen verlieren, einzurichten, wurde abgelehnt.
Weiter wurde beschlossen, dass künftig der Lohn pro Lektion für Kindergarten- und Primarschullehrpersonen gleich hoch ist. Einstimmig genehmigt wurden die Spitalrechnung 2007, die Kantonsrechnung 2007 sowie die Rechnung 2007 der Urner Kantonalbank.
Quellen / Literatur:
UW 42, 30.5.2008
-------------------------
|
|
DAS HEUTIGE DATUM
|