Urner Ereignisse an einem bestimmten Tag
Sonntag, 30. März 1952
Das neue Landwirtschaftsgesetz wird angenommen
Mit 483'583 gegen 411'178 Stimmen wird das Landwirtschaftsgesetz vom 3. Oktober 1951 vom Volk gebilligt. In den drei Gemeinden Flüelen, Sisikon und Wassen wird die Vorlage abgelehnt. Damit geht ein intensiver Abstimmungskampf zu Ende. Gegen das Gestz hatte der Landesring der Unabhängigen (LdU) das Referendum ergriffen. Ihre Bedenken richteten sich vor allem gegen die Ermächtigungsratikel zur Beschränkung der Importe durch den Bund. Umstritten war auch, dass der Bund künftig zur Förderung des Absazues Abgaben auf Milchprodukte erheben kann, Mit den Erträgen sollen die einheimischen Produkte, allen voran jene der Bergbauern, subvenbtioniert werden.
Die Abstimmung hatte auch im Kanton Uri wie kaum eine andere eidgenössische Abstimmung zuvor hohe Wellen geschlagen. In zahlreichen Veranstaltungen warb die Regierung, allen voran Landammann und Ständerat Ludwig Danioth, für die Vorlage. Auch die Parteien und Witrschaftsverbände setzten sich für die Annahme des Gesetzes ein. Wie wichtig die Vorlage in der Bevölkerung angesehen wurde, zeigt die hohe Stimmbeteiligung von 74 Prozent. In realp gingen gar 96,5 Prozent an die Urne. Erstaunlicherweise wird das Gestz in Uri nur mit 3523 gegen 2467 Stimmen angenommen. In den Gemeinden Altdorf, Flüelen, Sisikon und Wassen ergaben sich sogar Neinmehrheiten.
Quellen / Literatur:
UW 26, 2.4.1952; Abl UR 1952, S.297.
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DAS HEUTIGE DATUM
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