GESCHICHTE

Allgemeines Geschichtsforschung

ZEITGESCHICHTE

Zeitraum Altsteinzeit Mittelsteinzeit Jungsteinzeit Bronzezeit Eisenzeit Römerzeit Alemannenzeit Früh- und Hochmittelalter Tells Legende Altes Uri Helvetik Mediation bis Regeneration Neuzeit

LOKALGESCHICHTE

Ereignisse Gemeinde

PERSONENGESCHICHTE

Personenregister

THEMEN

Brauchtumsgeschichte Kirchengeschichte Kulturgeschichte Sportgeschichte Verkehrsgeschichte

Urner Ereignisse an einem bestimmten Tag

Donnerstag, 30. April 2026

Mittwoch, 30. April 2008
«Gottardo 2020» - Neat-Eröffnung soll gefeiert werden
Der Kanton Tessin will zur Eröffnung der Neat eine Landesausstellung in der Gotthardregion. Noch in diesem Jahr soll auch der Kanton Uri kontaktiert werden. Marco Solari, der Präsident von Ticino Turismo, ist der Initiant für eine Landesausstellung in der Gotthardregion. Ihm ist es gelungen, die gesamte Regierung des Kantons Tessin für sein Konzept zu begeistern. Der Staatsrat steht einstimmig hinter dem Projekt «Gottardo 2020» und hat dazu am 30. April eine Medienkonferenz einberufen. «Wir wollen keine Kathedrale in der Wüste bauen», kommentierte ein Regierungsmitglied ihre Vorstellungen. Höchstes Gebot sei die Nachhaltigkeit. Demnächst wird eine dreisprachige Homepage aufgeschaltet, auf der das Grundkonzept präsentiert und ein Ideenwettbewerb lanciert werden. Ziel ist es, die Bevölkerung zum Mitdenken zu animieren. Marco Solari ist überzeugt, dass die Gotthardregion eine Fülle von Ideen bietet. Sobald das Positionspapier ausgearbeitet ist, will die Tessiner Regierung auch die Regierungen von Uri, Graubünden und Wallis kontaktieren.
Quellen / Literatur: UW 34, 3.5.2008

-------------------------
   

Mittwoch, 30. April 2008
Umweltpolitik - Ein Silener Komitee sagt klar: «Ey-Nei!»
Uri braucht Deponieraum. Nun hat eine Evaluation ergeben, dass die Ey der beste Standort für eine Grossdeponie wäre. Das Komitee «Deponie Ey-Nei!» wehrt sich dagegen. Der Kanton Uri hat ein Defizit an Deponieraum für Bauabfälle, unverschmutzte Aushubmaterialien sowie Geschiebemengen durch Hochwasser­ereignisse. Und die Menge des zukünftigen Materialanfalls im Kanton Uri wird steigen. Das zeigen wissenschaftliche Prognosen. Ein Regierungsratsbeschluss vom Januar 2007 beauftragte die Gesundheits-, Sozial- und Umweltdirektion, eine Evaluation von möglichen Deponiestandorten durchzuführen. Das Ziel ist die raumplanerische Festlegung geeigneter Standorte. Mit ausreichendem Deponieraum soll die Entsorgungssicherheit der Materialien gewährleistet werden. In einem Bericht sind zehn mögliche Standorte aufgelistet. Zu­oberst auf der Prioritätenliste steht die Ey in Silenen. Dort soll eine Deponie mit einem Fassungsvermögen von 800 000 Kubikmeter und einer Betriebsdauer von 30 Jahren entstehen. Das gefällt einigen Silenern gar nicht. Sie haben das überparteiliche Komitee «Deponie Ey-Nei!» gegründet. Dieses wehrt sich dagegen, dass die Gemeinde Silenen als Urner Abfalldeponie enden soll. Bericht sei unausgewogen Das Komitee setzt sich zusammen aus bisherigen und neu gewählten Landrätinnen und Landräten und einigen ehemaligen Gemeinderäten. Im Internet (www.silenen.ch) haben sie sich bereits zur Deponieplanung Uri geäussert. «Der ganze Bericht scheint unausgewogen», heisst es dort als Antwort der laufenden Vernehmlassung. Und: «Die Bevölkerung hat schon mit der Neat-Baustelle grosse Beeinträchtigungen zu ertragen, die die Wohnqualität einschränkten.» Bemängelt wird weiter, dass die Anliegen der Bevölkerung in den Standortgemeinden kaum berücksichtigt würden. Überdies sei die Ey die grösste zusammenhängende Landwirtschaftsfläche in der Gemeinde Silenen und ein wichtiges Naherholungsgebiet. «Ist eine riesige Deponie zumutbar? Wir sind klar der Meinung, nein!», schreibt das Komitee unmissverständlich. Alternativen sind rar Gesundheits-, Sozial- und Umweltdirektor Stefan Fryberg versteht die Probleme der Silener Bevölkerung. Dennoch: Der Standort Ey sei die beste, schnellste und effizienteste Möglichkeit. «Wir wären über Jahre hinweg gerettet», sagt er. In der Evaluation der Gesundheits-, Sozial- und Umweltdirektion ist ersichtlich, dass die nächstmöglichen Standorte kaum die Hälfte des Fassungsvermögens von Silenen hätten. Zudem würden sich aus verschiedenen Gründen die Bautätigkeiten um Jahre verzögern. «Mir ist aber sonnenklar, dass wir nicht gegen den Widerstand einer ganzen Gemeinde eine Deponie eröffnen können.» Die Entscheidung liegt tatsächlich in der Hand der Gemeinde Silenen. Sie muss das Gebiet in der Ey umzonen, der Kanton kann nicht darüber bestimmen. Stefan Fryberg will nun mit dem Gemeinderat zusammensitzen. Ein Gespräch ist für Montag, 5. Mai, angesagt. «Wenn der Gemeinderat und die Bevölkerung geschlossen gegen das Projekt vorgehen, wird es schwierig», ist er sich sicher. Gewerbe macht Druck Das Problem wäre bei einem Nein der Silener aber nicht aus der Welt geschafft. «Auf der einen Seite schreien alle nach Deponien, auf der anderen Seite, wird sofort opponiert, wenn es zur Umsetzung gelangen soll», so der Umweltdirektor. Vor allem das Gewerbe mache Druck und verlange nach Lösungen. Gelingt es nicht, in Uri einen geeigneten Standort zu finden, müssen auswärts Deponien gesucht werden, und das wird teuer.
Quellen / Literatur: UW 33, 30.4.2008

-------------------------
   

 

 
DAS HEUTIGE DATUM

30.04.2026

Ereignisse vor einem Jahr
Ereignisse an diesem Datum

 

 

Texte und Angaben: Quellenverweise und Rolf Gisler-Jauch / Angaben ohne Gewähr / Impressum / Letzte Aktualisierung: 20.09.2021