Urner Ereignisse an einem bestimmten Tag
Mittwoch, 31. Januar 2007
Markthalle in Schattdorf
Der Bau der neuen Markthalle in Schattdorf steht nichts mehr im Weg. Ein holländischer Investor (Geeris Holding Nederland BV) finanziert die Markthalle, die Dätwyler AG ist Initiatorin und Landverkäuferin. Alle nötigen Verträge sind unterzeichnet. Das Investitionsvolumen wird sich auf rund 25 Millionen Franken belaufen. Die Eröffnung der Markthalle ist im Verlauf des Jahres 2008 vorgesehen.
Quellen / Literatur:
UW 8, 31.1.2007
-------------------------
|
Mittwoch, 31. Januar 2007
Mietwesen in Uri - Nur wenige leere Wohnungen
Wer im Kanton Uri eine Wohnung sucht, hat keine grosse Auswahl. In den vergangenen zehn Jahren war die Zahl der leeren Wohnungen im Kanton Uri noch nie so tief wie im Juni 2006. Markant zugenommen aber hat die Zahl der Schlichtungsfälle. Wie dem Jahresbericht 2006 der kantonalen Schlichtungsbehörde in Mietsachen zu entnehmen ist, konnte in 47 von insgesamt 62 Fällen eine Einigung erzielt werden.
Am 1. Juni 2006 waren im Kanton Uri lediglich 125 leere Wohnungen (Vorjahr 150) registriert. Über die vergangenen zehn Jahre betrachtet, war die Leerwohnungsziffer noch nie so klein wie im vergangenen Jahr. Dies entgegen dem gesamtschweizerischen Trend, der eine ansteigende Leerwohnungsziffer zeigt. Mehr leere Wohnungen als im Jahr 2005 stehen mit 26 (Vorjahr 20) in Altdorf, Andermatt mit 9 (6) und Seedorf mit 2 (1) zur Verfügung. Den grössten Rückgang an Leerwohnungen (–10) meldet Erstfeld mit 34 (44). Die Gemeinden mit den höchsten Leerwohnungsziffern sind Isenthal (2,94), Unterschächen (2,58) und Gurtnellen (2,10).
62 Schlichtungsfälle
Die Pflicht der Kantone, die Parteien in allen Mietfragen zu beraten, werde sowohl von Mietern wie von Vermietern «in hohem Masse beansprucht». Als Hauptthema wird im Jahresbericht 2006 die Kontrolle der Heiz- und Nebenkostenabrechnungen – vorab infolge der schwankenden Heizölpreise – genannt. So musste die Schlichtungsbehörde im Jahr 2006 62 (Vorjahr 51) Schlichtungsverhandlungen führen. Die total 62 Schlichtungsfälle verteilen sich auf gerade die Hälfte der Urner Gemeinden. In 10 Gemeinden fielen keine Fälle für die Schlichtungsbehörde an. Die grösste Zunahme im Vergleich zum Vorjahr resultiert in Altdorf (+14), gefolgt von Schattdorf (+3) und Gurtnellen (+2).
Alle Fälle sind erledigt
Der Tabelle zur Art der Erledigung der Schlichtungsfälle kann entnommen werden, dass alle 62 Fälle erledigt werden konnten: In 47 Fällen wurde eine Einigung erzielt, und in 6 Fällen hat die Schlichtungsstelle einen Entscheid gefällt. Während 5 Fälle ohne Einigung abgeschlossen wurden, kam es in 4 Fällen zu einem Rückzug oder Nichteintreten.
Von den erledigten Fällen betrafen 17 das Thema «Mietzinserhöhungen» und 11 den Kündigungsschutz. In weiteren 9 Fällen gaben die Nebenkosten zu Diskussionen Anlass. – Die kantonale Schlichtungsbehörde ist für alle mietrechlichen Angelegenheiten und nichtlandwirtschaftlichen Pachtfragen im Kanton Uri zuständig. Gemäss Artikel 274 des Obligationenrechts «bezeichnen die Kantone die zuständigen Behörden und regeln das Verfahren». Die kantonale Schlichtungsbehörde besteht aus sechs Personen, je zwei vertreten die Mieter respektive die Vermieter. Präsidentin der kantonalen Schlichtungsbehörde ist zurzeit lic. iur. Angela Dillier, Schattdorf. Als Beratungsstelle und Sekretariat der Schlichtungsbehörde ist die Abteilung Mietrecht innerhalb der Volkswirtschaftsdirektion bezeichnet worden.
Quellen / Literatur:
UW 8, 31.1.2007
-------------------------
|
Mittwoch, 31. Januar 2007
Tourismusresort Andermatt: «Stehen im Frühling ’08 auf der Baustelle»
Der ägyptische Investor Samih Sawiris ist optimistischer denn je. Er will im Frühjahr 2008 bereits auf der Baustelle stehen. Nach der Infoveranstaltung vom vergangenen Mittwoch, 31. Januar, in Andermatt ist dies kein illusorisches Ziel mehr. Die ersten Landverträge sind unterzeichnet, der Bund hat den Richtplan genehmigt, die Bauern stehen hinter dem Projekt. Der Weg scheint geebnet.
Am 28. Januar wurde Samih Sawiris 50 Jahre alt. Als Geschenk überreichten ihm Regierungsrätin Heidi Zgraggen und Gemeindepräsident Karl Poletti eine Kuhglocke.
Die Infoveranstaltung gab Gewissheit: Andermatt will seine Zukunft mit dem Tourismusresort planen. Die Mehrzweckhalle schien erfüllt von positiver Stimmung. So ist auch der Investor mehr denn je überzeugt, dass sein Traum verwirklicht wird. «Die Tatsache, dass die Bevölkerung in diesem Masse hinter dem Projekt steht, ist für sich ein Meilenstein», sagte Samih Sawiris nach der Infoveranstaltung. Es war nicht der einzige Meilenstein, den man an diesem Mittwochabend den rund 1000 Interessierten in der Mehrzweckhalle präsentieren durfte. Auch die Bestätigung des Bundes für die Richtplananpassung und die positiven Landverhandlungen mit den Urschner Bauern setzten ein Zeichen. Samih Sawiris lässt keinen Zweifel mehr aufkommen. Im Frühling kommenden Jahres will er auf der Baustelle des Tourismusprojektes stehen.
Neuer Aufwind
Vor allem die Landerwerbsverhandlungen hatten in den vergangenen Wochen für Kopfzerbrechen gesorgt. Samih Sawiris und Volkswirtschaftsdirektor Isidor Baumann freuten sich nun aber, den ersten Landverkaufsvertrag unter Dach und Fach gebracht zu haben. «Damit ist eine grosse Hürde geschafft», sagten sie unisono. Auch die Rückendeckung durch den Bund brachte dem Projekt neuen Aufwind. Mit dem O.K. für die Richtplananpassungen wurde der eingeschlagene Kurs der Urner Regierung bestätigt. Der Andermatter Gemeindepräsident Karl Poletti zeigte sich hocherfreut. «Die Stimmung war super», kommentierte er die vergangenen Tage.
Architekt bekannt
Nun ist auch bekannt, wer die architektonische Leitung für das Grossprojekt übernehmen soll. Verpflichtet wurde der Schweizer Architekt Pierre Diener. Zudem informierte Baudirektor Markus Züst über zwingende Massnahmen im Hochwasserschutz, und Projektleiter Benno Bühlmann orientierte über den Teilzonenplan.
Samih Sawiris hatte aber noch mehr Grund zur Freude. Am 28. Januar wurde er 50 Jahre alt. Als Geschenk überreichte ihm die Urner Regierung eine Kuhglocke. Sie steht wohl auch sinnbildlich für die guten Verhandlungen mit den Urschner Bauern.
Quellen / Literatur:
UW 9, 3.2.2007
-------------------------
|
|
DAS HEUTIGE DATUM
|