Urner Ereignisse an einem bestimmten Tag
Mittwoch, 31. März 2010
Dätwyler mit robustem Portfolio
Dätwyler mit robustem Portfolio In einem schwierigen Jahr und Umfeld hat sich die Dätwyler Gruppe «ansprechend» gehalten. Für 2010 ist die Unternehmensleitung vorsichtig optimistisch.
«Die Dätwyler Gruppe hat sich 2009 in einem schwierigen Umfeld ansprechend geschlagen», hält die Konzernleitung fest. Sie legte gestern Dienstag in Zürich ihre Zahlen zum vergangenen Jahr auf. Während der Nettoumsatz um 14 Prozent auf 1,1 Milliarden Franken zurückging, reduzierte sich das Nettoergebnis im Vergleich zum Rekordjahr 2008 um 47,8 Prozent auf 57,2 Millionen Franken. Die Ebit-Marge belief sich trotz Restrukturierungskosten von 19,5 Millionen Franken auf 6,3 Prozent. Der Verwaltungsrat beantragt der GV vom 27. April in Altdorf eine Dividende von 1,20 Franken pro Inhaberaktie (Ausschüttungsquote von 32,3 Prozent). Auf der strategischen Ebene habe Dätwyler das Berichtsjahr zur weiteren Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit genutzt, wurde erklärt. So hat die Gruppe mit der Übernahme von Reichelt den Ausbau der Handelsaktivitäten konsequent fortgesetzt. Für das Jahr 2010 ist Dätwyler vorsichtig optimistisch: Bei gleichbleibendem Marktumfeld sollte die Gruppe den unteren Rand des langfristigen Zielbereichs der Ebit-Marge von 8 bis 12 Prozent wieder erreichen.
Quellen / Literatur:
UW 24, 31.3.2010
-------------------------
|
Mittwoch, 31. März 2010
Die SBB planen Bahnausbau ohne den Axentunnel
12 Milliarden Franken investiert der Bund in den Bau der Neat-Strecke am Gotthard. Doch für den Bau der Zufahrtslinie am Axen fehlt nun offensichtlich das Geld - oder der Wille. Denn gemäss dem in der vergangenen Woche vorgestellten Plänen des Bundesamtes für Verkehr (BAV) und den SBB wird bis 2030 kein Axentunnel zwischen Brunnen und Flüelen gebaut, lediglich eine Profilerweiterung auf 4 Meter Eckhöhen ist vorgesehen. Damit werden die Zufahrten auf einem absoluten Minimum gehalten.
Dass SBB und BAV bei der «Bahn 2030» keinen Axentunnel vorsehen, überrascht Regierungsrat Isidor Baumann. «Insbesondere wenn man sich vor Augen führt, was im Umfeld der Neat in den letzten 20 Jahren alles versprochen wurde», meint der Landammann. Jahrelang habe man bei den SBB davon gesprochen, dass man zuerst den Basistunnel am Gotthard erstelle und anschliessend die Zufahrtsstrecken ausbaue. «Dies wurde dem Volk bei der Neat-Vorlage auch so kommuniziert.» Aufgrund der von den SBB und dem BAV vorgestellten Ausbauprojekten stellt der Urner Volkswirtschaftsdirektor nun aber fest, dass sich die Prioritäten verlagert haben: «Wurde früher dem Güterverkehr und der Verlagerung der Güter auf die Schiene grosse Bedeutung zugemessen, scheint nun für die SBB vor allem der Personenverkehr von Bedeutung zu sein.»
Betroffen von einem möglichen Verzicht auf den Axentunnel sind vor allem die Gemeinden Altdorf, Flüelen und Sisikon. Noch haben die Kantone Zeit, sich für ihre Anliegen in Bern einzusetzen. Denn zunächst werden sich nun alle Betroffenen zu den vorgestellten Plänen äussern. Danach verabschiedet der Bundesrat ein Projekt, das in eine ordentliche Vernehmlassung geht.
Quellen / Literatur:
UW 24, 31.2010
-------------------------
|
Mittwoch, 31. März 2010
Franz-Xaver Arnold als Landrat vereidigt
Franz-Xaver Arnold ersetzt Stefan Kempf als Landrat und wird vereidigt.
Quellen / Literatur:
UW 25, 3.4.2010
-------------------------
|
Mittwoch, 31. März 2010
Landrat kritisiert die Planung undrügt die Verwaltung
Elf neue Vorstösse werden eingereicht. Drei Beantwortungen stehen zur Diskussion. Zu fünf Vorlagen fasst der Landrat Beschluss. Gleich zu Beginn der März-Session fallen im Landratsaal klare Worte. Armin Braunwader (SP/Grüne) wehrt sich im Auftrag aller Fraktionen, nachdem die Mai-Session abgesagt und im Juni zwei zusätzliche Sessionstage angesagt wurden.Das Planungs- und Baugesetz wurde mit einem Zusatz für die Landwirtschaft mit 44:14 gutgeheissen. Keine Zustimmung gibt es seitens der SP/Grüne-Fraktion. Mit grossem Mehr wird die Videoverordnung verabschiedet. Einstimmig beschliesst der Landrat auch, dem Polizeikonkordat Zentralschweiz zuzustimmen. Die Industriestrasse Süd wird neu zu einer Kantonsstrasse erklärt und kann für 2,55 Millionen Franken saniert werden.Schliesslich wird die Motion von Alf Arnold (SP/Grüne) für eine Standesinitiative gegen die Einführung von 60-Tonnen-Lastwagen als erheblich erklärt.
Quellen / Literatur:
UW 25, 3.4.2010
-------------------------
|
Mittwoch, 31. März 2010
Planungs- und Baugesetz - Zusatz für die Landwirtschaft gutgeheissen
Der Regierungsrat kann künftig kantonale Nutzungspläne mit Nutzungsvorschriften erlassen. In der zweiten Lesung wurde das Planungs- und Baugesetz mit 44:14 verabschiedet.
Nach der ersten Lesung im November 2009 waren die Direktiven klar: Durch die beschlossenen Änderungen sollten sich keine Widersprüche im Gesetz ergeben. Die Kostenfolgen für die Gemeinden sind aufzuzeigen. Zwei Artikel (9 und 19a) sind den Gemeinden zur Stellungnahme vorzulegen. Nachdem diese Aufträge erfüllt waren, konnte der Landrat am 31. März zur zweiten Lesung der Gesetzesvorlage schreiten. Einer Zustimmung stand diesmal nichts mehr im Wege. Für die zweite Lesung nutzte der Regierungsrat die Gelegenheit, seinerseits Rückkommen auf drei Artikeln zu beantragen. Dabei handelte es sich um Artikel (11, 51 Absatz 3 und 77 Absatz 4), bei denen der Landrat in der ersten Lesung nicht der regierungsrätlichen Fassung folgte. Zu Artikel 11, der dem Regierungsrat das Recht einräumen soll, kantonale Nutzungspläne mit Nutzungsvorschriften erlassen zu können, entwickelte sich eine Diskussion. Während sich die FDP klar für die regierungsrätliche Fassung aussprach, wollte CVP-Sprecher Daniel Furrer, Erstfeld, die Möglichkeit, dass der Kanton in den gemeindlichen Nutzungsplan eingreift, als «letzte Massnahme» im Interesse des gesamten Kantons verstanden wissen. Schlussendlich willigte der Rat am vergangenen Mittwoch – anders als bei der ersten Lesung – mit 35:22 ein, dass kantonal bedeutsame Projekte durch den kantonalen Nutzungsplan gesichert werden können. Die beiden andern Rückkommensanträge des Regierungsrates wurden abgelehnt. In der Schlussabstimmung wurde das Plan- und Baugesetz mit 44:14 Stimmen gutgeheissen. Enttäuscht, «auf der ganzen Linie Schiffbruch erlitten zu haben», lehnte die SP/Grüne-Fraktion die Vorlage ab.
Raumplanerisch unnötig, aber trotzdem …
Vergebens wies die Justizdirektorin darauf hin, dass eine Berücksichtigung der «Bedürfnisse der Landwirtschaft gemäss der landwirtschaftlichen Planung» im Artikel zu Ziel, Inhalt und Verbindlichkeit des Richtplans nicht explizit genannt werden sollten. «Erwähnt man die Landwirtschaft, müssten alle Interessengruppen aufgeführt werden», argumentierte die Justizdirektorin. Auch hier waren es die FDP- und ein Teil der CVP-Fraktion, die den Regierungsrat unterstützten. Nach einigen Wortmeldungen zugunsten der Landwirtschaft entschied der Rat mit 35:23 Stimmen für den Zusatz, dass die Bedürfnisse der Landwirtschaft speziell zu berücksichtigen seien.
Verflüssigung von Bauland
Viel zu reden gab die Möglichkeit zur vertraglichen Verpflichtung «Bauland innert 5 bis 10 Jahren zu überbauen». Während Pia Tresch (SP/Grüne) die unterschiedliche Handhabung der Gemeinden kritisierte, sprachen sich Markus Holzgang (FDP) und Patrizia Danioth (CVP) für eine «Kann-Formulierung» aus. Die einzelnen Gemeinden sollten situativ handeln können, argumentierte Markus Holzgang. Ganz gegen eine Einmischung des Staates im Umgang mit Bauland sprachen sich die beiden Landräte von Flüelen, Toni Bunschi (CVP) und Thomas Arnold (FDP) aus. «Die Eigentumsgarantie ist hochzuhalten», forderte Toni Bunschi. Entgegen dieser Auffassung stimmte der Rat der Möglichkeit zu vertraglichen Bauverpflichtungen grossmehrheitlich zu.
Quellen / Literatur:
UW 25, 3.4.2010
-------------------------
|
Mittwoch, 31. März 2010
Über 283`000 Logiernächte im Kanton Uri
Seit zehn Jahren gibt es den Verein Tourist Info Uri. An der Generalversammlung blickt man deshalb auf die geleistete Arbeit zurück und findet kritische Worte. «Zehn Jahre und kein bisschen weiter?» - Das fragt sich Präsident Georg Simmen an der Generalversammlung des Vereins. Die langfristige Finanzierung des Tourismus sei bis heute ungelöst und auch die Organisationsstruktur des Urner Tourismus sei nicht optimal. Dennoch blickte Georg Simmen auch auf Erfolge zurück: «Mittlerweile betreibt Tourist Info Uri nicht nur ein Informationsbüro in Altdorf, sondern betreut auch ein Front Office im Besucherzentrum der AlpTransit Gotthard AG in Erstfeld sowie eine Infostelle im Bahnhof Flüelen.» Man sei in den vergangenen Jahren stetig gewachsen und habe das Dienstleistungsangebot rasant ausgebaut. Neben den Infobüros unterhält Tourist Info Uri etwa auch die Website www.uri.info sowie ein Ticketcenter. Georg Simmen: «Wir können mit Recht behaupten, dass wir die Nummer eins im Urner Tourismus sind. Wer in Uri an Tourismus denkt, denkt zuerst an Tourist Info Uri.» Das 10-Jahr-Jubiläum soll mit einem Festakt und einer Familienolympiade in Flüelen gefeiert werden.
Quellen / Literatur:
UW 25, 3.4.2010
-------------------------
|
Mittwoch, 31. März 2010
Uri stimmt dem Polizeikonkordat zu
Das Konkordat über die Grundlagen der Polizeizusammenarbeit in der Zentralschweiz ist in der Sitzung des Urner Landrates inhaltlich praktisch unbestritten und wird einstimmig gutgeheissen. Damit ist Uri der erste Zentralschweizer Kanton, der dem Konkordat zustimmt. Das Konkordat ersetzt das Nothilfekonkordat über die polizeiliche Zusammenarbeit in der Zentralschweiz aus dem Jahr 1978. Es modernisiert die bisherige Regelung bezüglich Einsatzbereiche, Abläufe, Organisation und Finanzierung. Unter eng definierten Voraussetzungen werden unter anderem kantonsübergreifende polizeiliche Handlungen ermöglicht.
Quellen / Literatur:
UW 25, 3.4.2010
-------------------------
|
|
DAS HEUTIGE DATUM
|