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Sonntag, 31. Mai 2026

Dienstag, 31. Mai 2011
Abwasser Uri AG darf Gewinn behalten
5,84 Millionen Franken beträgt der Gewinn der Abwasser Uri AG. Drei Gemeinden wollten deshalb ihr Geld zurück, das sie 2008 für eine Defizitdeckung gezahlt hatten. «Die Abwasser Uri steht auf einer soliden finanziellen Basis», freute sich der Verwaltungsratspräsident bei der Präsentation der Jahresrechnung 2010 am 26. April. Statt des budgetierten Defizits von 460 000 Franken resultierte nämlich ein Gewinn von 5,84 Millionen Franken. Hauptgrund dafür: Die AWU konnte Rückstellungen in der Höhe von 5,1 Millionen Franken auflösen, die für die Verzinsung und Abschreibung der Abwasseranlagen gebildet worden waren. Der Wert, zum dem die AWU die Anlagen übernehmen muss, wurde mit der Änderung des Umweltgesetzes um 55 Prozent gesenkt; ein Teil der Rückstellungen ist deshalb nicht mehr nötig. Aus dem Verlustvortrag in der Höhe von knapp 3 Millionen Franken wurde so innerhalb eines Jahres ein Gewinnvortrag in der Höhe von 2,55 Millionen Franken. Altdorf will Gewinn auszahlen Damit war der Altdorfer Gemeinderat Urs Janett aber an der Generalversammlung der AWU vom Dienstag, 31. Mai, nicht einverstanden. 2009 hätten die Gemeinden das Defizit der AWU gemeinsam mit einer Zahlung von 2,64 Millionen Franken ausgeglichen. Das Defizit entstand aufgrund der hohen Rückstellungen, die für die Übernahme der Abwasseranlagen getätigt wurden. «Diese Rückstellungen werden nun aufgelöst und nicht benötigt», erklärte Urs Janett. Das Defizit in der Rechnung 2008 sei rein «hypothetischer Natur» gewesen. Er beantragte deshalb, dass die AWU den Gemeinden das Geld, das sie 2009 zur Defizitdeckung eingezahlt hätten, zurückerstattet. «Dieses Geld stammte nicht aus Abwassergebühren, sondern wurde von den Steuergeldern der Gemeinden bezahlt», argumentierte Urs Janett. «Deshalb soll es auch wieder in die Kassen der Gemeinden zurück.» Altdorf selber hatte 2009 beispielsweise rund 705 000 Franken bezahlt, Bürglen rund 556 000 Franken und Schattdorf 445 000 Franken. Von einer Rückzahlung wollte aber die Mehrheit der Gemeinden nichts wissen. «Wir wollen die Abwasser Uri AG nicht schon im ersten Jahr, wenn sie Gewinn macht, wieder ausbluten», argumentierte der Erstfelder Gemeindepräsident Werner Zgraggen. Auch der Seedorfer Gemeindepräsident Max Aschwanden sprach sich gegen eine Rückzahlung aus: «Es wäre besser, wenn wir in einigen Jahren die Abwassergebühren für alle senken können, anstatt bereits wieder den Gewinn zu verteilen.» Der AWU bleibe auch nach der Rückzahlung immer noch ein Gewinn von 155 000 Franken, erklärte Urs Janett. «Von einem Ausbluten kann keine Rede sein.» Bei der Abstimmung stellten sich aber nur gerade die Gemeinden Bürglen und Wassen hinter den Antrag von Altdorf. Der Gewinn verbleibt so vollumfänglich bei der Abwasser Uri. Verwaltungsrat wiedergewählt Einstimmig für vier Jahre in ihren Ämtern bestätigt wurden an der Generalversammlung sowohl Verwaltungsratspräsident Heini Sommer als auch die weiteren Verwaltungsratsmitglieder Valentin Feubli, Rolf Infanger, Michael Meier, Ruedi Müller, Stefan Simmen und Ernst Zgraggen. Ebenfalls einstimmig genehmigte die Versammlung einen Nachtragskredit in der Höhe von 2,2 Millionen Franken für eine Abwasserleitung auf dem Gebiet des Tourismusresorts Andermatt. Die Umlegung einer Leitung von Hospental zur Abwasserreinigungsanlage (ARA) Andermatt kommt teurer zu stehen, als zunächst veranschlagt. Statt 2,7 Millionen Franken kostet das Projekt «Eiboden West» nun 4,9 Millionen Franken, wie Verwaltungsrat Ruedi Müller erklärte. Noch offen sind die Kosten für das Projekt «Eiboden Ost», wo das Sportzentrum mit Schwimmbad zu stehen kommt. Der Ausbau der ARA Andermatt, der ebenfalls nötig ist, wird an einer ausserordentlichen Generalversammlung der Abwasser Uri im September thematisiert. Anlass zur Sorge bereitet der AWU die Pflanzenkläranlage auf dem Arni. «Die Anlage weist gravierende Mängel auf und funktioniert nicht richtig», erklärte Ruedi Müller. «Bald könnte es wieder stinken.» Als Sofortmassnahmen seien eine Nachbepflanzung sowie weitere Verbesserungsarbeiten geplant. Allenfalls müsse man auch eine Ableitung des Abwassers ins Tal prüfen. «Das wäre aber teuer.»
Quellen / Literatur: UW 43, 4.6.2011

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Dienstag, 31. Mai 2011
Fischerpatente gibt es in Uri nun per Internet
Der Bezug von Fischerpatenten wird gleich doppelt vereinfacht. Es gibt einen neuen Automaten für Fischerpatente am Göscheneralpsee, und man kann sie auch von zu Hause aus lösen. Pro Jahr werden in der Göscheneralp zwischen 300 und 350 Tagespatente gelöst. Die zweite Neuerung: Ab dem 31. Mai können Fischerinnen und Fischer ihre Wochen-, 3x1-Tages- und Tagespatente bequem von zu Hause aus lösen. Dies wird durch den neu gestalteten Webauftritt der Urner Fischereiverwaltung ermöglicht. In einem Onlineshop können Fischerinnen und Fischer ein Kundenkonto eröffnen und ihre Fischerpatente gleich zu Hause ausdrucken und online bezahlen. Die einzige Ausnahme: Jahrespatente gibt es weiterhin nur an den Verkaufsstellen. Uri ist damit der erste Kanton, der sowohl einen Patentautomaten als auch die Onlinelösung anbietet.
Quellen / Literatur: UW 41, 28.5.2011

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Texte und Angaben: Quellenverweise und Rolf Gisler-Jauch / Angaben ohne Gewähr / Impressum / Letzte Aktualisierung: 20.09.2021