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Die Urner Münzgeschichte

Die Urner Münzen von 1811

Die Mediationsakte von 1803 wies die Münzhoheit wieder den einzelnen Kantonen zu. Die Tagsatzung unternahm einen schwachen Versuch, die Einheit im schweizerischen Münzwesen zu retten. Als neue Münzeinheit wurde der Schweizerfranken zu Silber bestimmt. Vom anteilmässigen Prägerecht im bescheidenen Rahmen machte Uri keinen Gebrauch. Uri offerierte 1807 die nicht ausgenützten Ausmünzungsrechte dem Stande Bern. Es kam jedoch keine diesbezügliche Einigung zustande. Der Vorschlag Unterwaldens, die gemeinsame Münzprägung der Drei Länder wieder aufzunehmen, scheiterte, weil Uri nicht beipflichtete, und Nid- und Obwalden sich wegen der Wappen nicht einigen konnten.
Nach dem Ende der Einheitswährung behielten die meisten Kantone – so auch Uri – die dezimale Franken-Batzen-Rappen-Einteilung bei.
Der alte Schweizerfranken (Nachhelvetischer Franken) vermochte in Uri den Gulden als Rechnungsgeld nicht zu verdrängen. Immerhin entschied sich der Urner Landrat für die Prägung eigener kleinerer Münzen nach der Frankenwährung. Er beschloss 1810, den kupfernen Kessel aus dem Bad von Unterschächen und allenfalls die eine oder andere Kanone zur Vermünzung zu verwenden.
Uri setzte sich vorerst mit der Münzstätte in Luzern in Verbindung, verlangte jedoch für die projektierte Münzprägung auch von Bern eine Offerte. Bern zeigte sich erfreut, wies jedoch darauf hin, dass die Ausmünzung auf Rechnung von Uri erfolgen müsse, und machte auf die relativ hohen Kosten der neuen Münzstempel im Verhältnis zur kleinen Auflage aufmerksam. Uri akzeptierte die Offerte von Bern und erhöhte das Gesamttotal der Prägung. Es wurden 4-Batzen als grösste und 1-Rappen-Stücke als kleinste Münze geprägt.



Die Münzen wurden mit den Urner Münzstempeln in Bern geprägt.

4-Batzen (Pü 170)
2-Batzen (Pü 171)
Batzen (Pü 172)
Halbbatzen (Pü 173)
Rappen (Pü 174)

LISTE DER MÜNZEN

1811
Batzen, Halbbatzen 1811
Billon; Münzstätte Bern; 2,0-2,66 g; 21,2-23,5 mm.
> Ansicht
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1811
4-Batzen, 2-Batzen 1811
Silber; Münzstätte Bern; 2,64-3,55 g; 21,4-23,8 mm.
> Ansicht
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VERWENDETE MÜNZENBILDER

Wappenschild UR > Ansicht

BEGRIFFE

Münzstempel > Ansicht

EREIGNISSE

 
URNER MÜNZGESCHICHTE

Übersicht

Das Gold der Kelten
Römische Fundmünzen
Keine Münzen der Alemannen

Uri im Münzkreis Zürich
Die Münzstätte in Bellinzona
Die Münzstätte Altdorf
Urner Goldmünzen 1701-1736
Helvetische Münzen
Die Urner Münzen von 1811
Die eidgenössischen Münzen
Urner Banknoten

Urner Münzen
Urner Münzbilder

Gedenkmünzen
Schützemtaler

ÖFFENTLICHE FINANZEN

Öffentliches Finanzwesen
Staatsfinanzen
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Zölle

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Banken in Uri
Urner Altgülten

Hypothekarwesen

 

 

 

Texte und Angaben: Quellenverweise und Rolf Gisler-Jauch / Angaben ohne Gewähr / Impressum / Letzte Aktualisierung: 12.01.2024