Haushalt und Wohnen
Eine zusätzliche Last für die Bevölkerung, besonders für die Einwohner des waldlosen Urserntales, war die Herbeischaffung von Brennholz für die Wachfeuer und Feldbäckereien. 40, manchmal bis 100 Menschen mussten täglich von Göschenen und Wassen Holz herbeischleppen und es zu den Vorposten auf den Gotthard und die Oberalp tragen. Da sie jedoch den grossen Holzbedarf der Truppen nicht zu decken vermochten, wurden wiederholt in den kleinen Schutzwäldern Urserns Bäume geschlagen und 120 Ställe ganz oder teilweise abgerissen und das Holz verbrannt. Um ihren Holzbedarf zu decken, rissen die Truppen im Urserntal 56 Ställe ganz, 64 teilweise ab. Der Distrikt Altdorf hatte monatlich 250 bis 300 Klafter Brennholz zu liefern.
Arnold, Helvetik, S. 186.
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