Die Geschichte der Energie in Uri
Die Geschichte Uris ist eng mit der Nutzung von Energie verbunden. Die natürlichen Voraussetzungen des Gebirgskantons bestimmten über Jahrhunderte, welche Energiequellen zur Verfügung standen und wie sie genutzt werden konnten. Wasser, Holz und die Muskelkraft von Mensch und Tier waren lange Zeit die wichtigsten Grundlagen des täglichen Lebens und der Wirtschaft. Seit dem späten 19. Jahrhundert veränderten Elektrizität und fossile Energieträger den Alltag, das Gewerbe und den Verkehr grundlegend. Heute gewinnt die Nutzung erneuerbarer Energien erneut an Bedeutung.
Besonders deutlich zeigt sich der Energiewandel im Verkehr. Auf die menschliche und tierische Muskelkraft folgten Dampfmaschine und Verbrennungsmotor sowie zunehmend der Elektromotor. Der Gotthardverkehr entwickelte sich vom Fussgänger und Saumpferd über Postkutsche und Dampfeisenbahn bis zu elektrischer Bahn, Automobil und Lastwagen. Auch auf dem Urnersee änderten sich die Antriebsformen: Ruder und Segel nutzten Muskel- beziehungsweise Windkraft, Dampfschiffe benötigten fossile Brennstoffe, während moderne Schiffe zunehmend mit Diesel-, Elektro- oder kombinierten Antriebssystemen verkehren.
Im Laufe des 20. Jahrhunderts stieg der Energieverbrauch auch im Alltag stark an. Zentralheizungen, Warmwasseranlagen, Haushaltsgeräte, elektrische Beleuchtung und Unterhaltungselektronik erhöhten den Komfort, machten den Haushalt aber zugleich von einer kontinuierlichen Energieversorgung abhängig. Eine ähnliche Entwicklung fand in der Landwirtschaft statt: Handarbeit und Zugtiere wurden durch Motormäher, Traktoren, Melkmaschinen, Heubelüftungen und andere elektrisch oder mit Treibstoff betriebene Maschinen ersetzt. Energie ermöglichte damit eine enorme Steigerung der Arbeitsproduktivität.
Seit dem ausgehenden 20. Jahrhundert zeichnet sich wiederum ein neuer Wandel ab. Klimaschutz, Versorgungssicherheit und die begrenzte Verfügbarkeit fossiler Rohstoffe fördern die Rückkehr zu erneuerbaren Energiequellen. In Uri besitzt die Wasserkraft dabei weiterhin eine herausragende Stellung. Hinzu kommen Photovoltaikanlagen, Solarwärme, Holz- und Pelletheizungen sowie Wärmepumpen, welche Umwelt- und Erdwärme nutzbar machen. Batteriespeicher und Elektromobilität erweitern die Möglichkeiten, elektrische Energie auch im Verkehr einzusetzen.
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DIE WICHTIGSTEN ENERGIEQUELLEN IN URI
Betrachtet man die Energiequellen nach ihrem eigentlichen Ursprung, ergibt sich ein überraschend übersichtliches Bild. Ein grosser Teil der auf der Erde verfügbaren Energie stammt direkt oder indirekt von der Sonne: Sonnenstrahlung, Wind, Wasserkraft, Biomasse, Muskelkraft und letztlich auch die in fossilen Brennstoffen gespeicherte Energie. Daneben stehen vor allem Erdwärme, Kernenergie und die durch die Gravitation von Mond und Sonne verursachte Gezeitenenergie.
Für Uri steht kein Atomkraftwerk und das Land am Gotthard liegt fern vom Meeresstrand. Kern- und Meeresenergie stehen somit in keiner direkten Beziehung zu Uri. Kernenergie beruht nicht auf chemischen Reaktionen, sondern auf Veränderungen von Atomkernen. In heutigen Kernkraftwerken wird hauptsächlich Uran gespalten. Dabei werden grosse Energiemengen frei, die zunächst Wasser erhitzen. Der entstehende Dampf treibt Turbinen und Generatoren an, die elektrischen Strom erzeugen. Kernenergie besitzt eine sehr hohe Energiedichte, ist jedoch aufgrund radioaktiver Abfälle, Sicherheitsfragen und hoher Anlagekosten mit besonderen Anforderungen verbunden.
Eine Sonderstellung nimmt die Meeresenergie ein. Wellen entstehen hauptsächlich durch Wind und sind damit indirekt von der Sonne abhängig. Meeresströmungen haben verschiedene Ursachen. Die Gezeiten dagegen werden vor allem durch die Gravitation des Mondes und zusätzlich der Sonne verursacht. Ebbe und Flut können deshalb mit Gezeitenkraftwerken zur Energiegewinnung genutzt werden.
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DIE WICHTIGSTEN ENERGIETRÄGER IN URI
Die Geschichte der Energie in Uri lässt sich anschaulich anhand der Energieträger verfolgen. Als Energieträger bezeichnet man Stoffe oder Medien, in denen Energie gespeichert ist oder mit denen Energie von einem Ort zum anderen transportiert werden kann. Dazu gehören beispielsweise Holz, Kohle, Erdölprodukte, Gas, Nahrungsmittel, Batterien, Wasserstoff und elektrischer Strom. Einige Energieträger kommen unmittelbar in der Natur vor, andere werden erst durch technische Umwandlung hergestellt. Für Uri ist besonders interessant, wie sich im Laufe der Geschichte der Übergang von lokalen Energieträgern zu importierten Brennstoffen und schliesslich zur Elektrizität vollzogen hat.
Der älteste Energieträger war für den Menschen die Nahrung. Die darin gespeicherte chemische Energie ermöglicht die Muskelkraft. Über Jahrtausende verrichteten die Bewohner Uris einen grossen Teil ihrer Arbeit mit eigener Körperkraft. In der Landwirtschaft, im Handwerk, beim Holzschlag und beim Transport war diese Energie unverzichtbar. Hinzu kam das Futter für Nutz- und Zugtiere. Gras und Heu ermöglichten die Arbeitsleistung von Pferden, Maultieren, Ochsen und Kühen. Besonders im Gotthardverkehr waren Saumtiere von grosser Bedeutung. Der Transport von Waren über die Alpen beruhte damit energetisch wesentlich auf Nahrung und Futtermitteln.
Neben der Muskelkraft war Holz der wichtigste traditionelle Energieträger Uris. Der Wald lieferte Brennholz für offene Feuerstellen, Herde und Öfen. Holz wurde zum Kochen, Heizen und zur Warmwasserbereitung benötigt und diente zugleich zahlreichen Gewerben als Energiegrundlage. Durch Verkohlung entstand Holzkohle, die gegenüber gewöhnlichem Brennholz eine höhere Energiedichte besitzt und insbesondere dort eingesetzt wurde, wo hohe Temperaturen erforderlich waren, beispielsweise in Schmieden. Die grosse Bedeutung des Holzes machte den Wald nicht nur zu einer Schutz- und Rohstoffressource, sondern auch zu einem wichtigen Bestandteil der Energieversorgung.
Im 19. Jahrhundert gewann mit der Industrialisierung die Kohle an Bedeutung. Steinkohle und später teilweise Koks mussten nach Uri eingeführt werden, da der Kanton über keine wirtschaftlich nutzbaren Kohlevorkommen verfügt. Besonders sichtbar wurde ihre Bedeutung mit der Eisenbahn. Die Dampflokomotiven der 1882 eröffneten Gotthardbahn benötigten grosse Mengen Kohle. Damit entstand erstmals eine Verkehrsinfrastruktur, deren Energieversorgung in erheblichem Umfang von einem importierten Energieträger abhängig war. Mit der Elektrifizierung der Gotthardbahn ab 1920 verlor die Kohle im Eisenbahnverkehr jedoch rasch an Bedeutung.
Im 20. Jahrhundert wurde Erdöl zum entscheidenden neuen Energieträger. Aus Erdöl gewonnene Produkte wie Benzin, Diesel und Heizöl prägten zunehmend Verkehr, Gewerbe und Haushalt. Benzin ermöglichte die Verbreitung des Personenwagens, Diesel wurde für Lastwagen, Busse, Baumaschinen, Traktoren und andere schwere Maschinen wichtig. Gerade für einen Transitkanton wie Uri hatte diese Entwicklung weitreichende Folgen. Die Gotthardstrasse und später die Nationalstrasse A2 wurden zu bedeutenden Verkehrsachsen eines weitgehend auf Erdölprodukten beruhenden europäischen Verkehrssystems.
Eine besondere Stellung unter den Energieträgern nimmt der elektrische Strom ein. Elektrizität kommt nicht wie Holz oder Erdöl als unmittelbar nutzbarer Brennstoff vor, sondern wird aus anderen Energieformen erzeugt. Sie besitzt jedoch den grossen Vorteil, dass sie über Leitungen vergleichsweise einfach transportiert und sehr vielseitig verwendet werden kann. In Uri bot die reichlich vorhandene Wasserkraft besonders günstige Voraussetzungen für die Stromproduktion. Mit dem Bau von Wasserkraftwerken wurde die Energie der Flüsse und Gebirgsbäche in Elektrizität umgewandelt. Damit konnte die Energie des Wassers erstmals weit entfernt von ihrem Entstehungsort genutzt werden.
Im Verkehr zeigt die Gotthardbahn den Wandel der Energieträger besonders deutlich. Zunächst wurde die chemische Energie der Kohle in den Dampflokomotiven in Wärme und anschliessend in Bewegung umgewandelt. Mit der Elektrifizierung wurde der elektrische Strom zum Energieträger für den Bahnbetrieb. Die Elektrizität konnte zu einem wesentlichen Teil aus schweizerischer Wasserkraft gewonnen werden. Damit verringerte sich zugleich die Abhängigkeit der Bahn von importierter Kohle.
Seit dem ausgehenden 20. Jahrhundert gewinnen Holz und andere erneuerbare Energieträger wieder an Bedeutung. Moderne Holz- und Pelletheizungen unterscheiden sich technisch stark von den traditionellen Feuerstellen und Holzöfen, nutzen aber denselben nachwachsenden Rohstoff. Auch Wärmeverbünde und Fernwärmesysteme ermöglichen es, Wärme zentral zu erzeugen und über Leitungen zu den Verbrauchern zu transportieren. Dabei ist Wärme selbst ein übertragbares Energiemedium, während die dafür eingesetzte Primärenergie beispielsweise aus Holz, Abwärme, Umweltwärme oder Elektrizität stammen kann.
Eine immer grössere Rolle spielen zudem Batterien und Akkumulatoren. Sie speichern Energie chemisch und stellen sie bei Bedarf als elektrischen Strom zur Verfügung. Während Batterien früher hauptsächlich für kleinere Geräte verwendet wurden, sind leistungsfähige Akkumulatoren heute für Mobiltelefone, Computer, Werkzeuge, Fahrzeuge und stationäre Stromspeicher von Bedeutung. Mit der Elektromobilität könnte sich damit auch im Urner Strassenverkehr langfristig ein Wandel vom flüssigen Energieträger Benzin oder Diesel hin zu elektrischer Energie vollziehen.
Andere Energieträger wie Wasserstoff, Biogas oder synthetische Treibstoffe spielen in Uri bislang eine wesentlich geringere Rolle. Sie könnten jedoch künftig insbesondere dort an Bedeutung gewinnen, wo eine direkte Elektrifizierung schwierig ist. Wasserstoff muss dabei – ähnlich wie Strom – zunächst unter Einsatz einer anderen Energiequelle hergestellt werden und ist deshalb ein sekundärer Energieträger.
Literatur: Rolf Gisler-Jauch (mit Unterstützung von ChatGPT)
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ENERGISCHE BEGRIFFE
Label "Energiestadt"

Im Kanton Uri dürfen sich vier Gemeinden «Energiestadt» nennen und wurden mit diesem Label des Trägervereins Energiestadt ausgezeichnet:
- Erstfeld (2001)
- Altdorf (2008)
- Andermatt (2009)
- Bürglen (2019)
Erstfeld nimmt dabei eine besondere Stellung ein. Die Gemeinde erreichte 2012 als erste Urner Gemeinde den internationalen «European Energy Award Gold». Bei der gegenwärtigen Bewertung erfüllt Erstfeld rund 83,7 Prozent der möglichen Anforderungen und gehört damit weiterhin zu den führenden Energiestädten der Schweiz.
Altdorf erhielt das Label 2008 für seine langfristig ausgerichtete kommunale Energiepolitik. Die Gemeinde verbindet die Auszeichnung heute ausdrücklich mit der Umsetzung der Energiestrategie 2050.
Andermatt wurde 2009 ausgezeichnet. Die Gemeinde hebt besonders den Wärmeverbund, energetische Vorgaben für das Tourismusresort sowie die Nutzung von Wasser-, Wind- und Sonnenenergie hervor.
«Energiestadt» ist nicht einfach eine Selbstbezeichnung, sondern ein geschütztes Qualitätslabel. Eine Gemeinde muss eine systematische Energie- und Klimapolitik betreiben und diese von unabhängigen Fachleuten überprüfen lassen. Beurteilt werden insbesondere sechs Bereiche:
- Entwicklungsplanung und Raumordnung
- Kommunale Gebäude und Anlagen
- Versorgung und Entsorgung
- Mobilität
- Interne Organisation der Gemeindeverwaltung
- Kommunikation und Zusammenarbeit
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Der Energiebegriff
Der Begriff «Energie» geht auf das altgriechische Wort energeia (ἐνέργεια) zurück. Dieses setzt sich aus en («in») und ergon («Werk», «Arbeit») zusammen und bedeutet wörtlich etwa «Wirksamkeit», «Tätigkeit» oder «am Werk sein». Geprägt wurde der Begriff im 4. Jahrhundert v. Chr. vom griechischen Philosophen Aristoteles. Er verstand unter energeia die Verwirklichung oder das Tätigsein einer Sache – also den Zustand, in dem etwas seine Möglichkeiten tatsächlich entfaltet. Im Gegensatz dazu stand die dynamis, die blosse Möglichkeit oder das Potenzial.
Erst in der Neuzeit erhielt der Begriff seine heutige naturwissenschaftliche Bedeutung. Besonders im 19. Jahrhundert wurde «Energie» zu einem zentralen Begriff der Physik. Dort bezeichnet Energie die Fähigkeit eines Systems, Arbeit zu verrichten, Wärme abzugeben oder Veränderungen hervorzurufen. Energie kann verschiedene Formen annehmen, etwa Bewegungsenergie, Wärmeenergie, elektrische, chemische oder Strahlungsenergie.
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ENERGISCHE EREIGNISSE
Montag, 14. Oktober 1895
Handelsregistereintrag für das EWA
Es erfolgt der Handelsregistereintrag für das Elektrizitätswerk Altdorf.
Quellen / Literatur:
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Samstag, 25. April 2009
Altdorf ist eine neue Energiestadt
Der Urner Hauptort ist jetzt offiziell eine Energiestadt. Die Luzerner Stadträtin Ursula Stämmer übergibt Gemeindepräsidentin Barbara Bär das Energiestadt-Label. Nach Erstfeld darf sich jetzt auch Altdorf Energiestadt nennen. Am Energiestadt-Fest wird das Label an die Gemeinde überreicht.
Quellen / Literatur:
UW 32, 29.4.2009
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Donnerstag, 20. Mai 2010
Andermatt - Auszeichnung für die Energie der Berge
Andermatt ist die dritte Urner Gemeinde, die das Energiestadt-Label tragen darf. Begleitet von Landesstatthalter Markus Züst, dem neuen Talammann Alex Renner, Energiefachleuten des schweizerischen Trägervereins «Energiestadt» und des Kantons sowie Armand Simmen als Vertreter des EWU, ehrt die Luzerner Stadträtin Ursula Stämmer als Vorstandsmitglied des Trägervereins die Gemeindeversammlung mit ihrer Präsenz. Ihr ist es vorenthalten, die offizielle Übergabe des Labels «Energiestadt Andermatt mit der Energie der Berge» vorzunehmen. Mit der Vorstellung des neuen Leitbilds als Energiestadt macht Gemeindepräsident Karl Poletti bewusst, dass auf verschiedenen Ebenen Anstrengungen zum sparsamen Umgang mit der Energie gemacht werden müssen und erinnert daran, dass die nächste Überprüfung respektive Bestätigung des Labels bereits in vier Jahren erfolgen werde.
Quellen / Literatur:
UW 39, 22.5.2010
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Samstag, 18. September 2010
Energietag: Das gemeinsame Ziel ist ein «sauberes Andermatt»
1,5 Millionen Liter Heizöl werden pro Jahr in Andermatt durchschnittlich verbraucht. Ziel ist es, diese Menge um zwei Drittel zu reduzieren. Im Bodenschulhaus in Andermatt herrscht Hochbetrieb. Windrädchen zieren den Eingang. An den Wänden hängen Plakate mit Tipps zum Energiesparen oder zum Sortieren von Abfall. In den Klassenzimmern wird gebastelt und erklärt, Schülerinnen und Schüler führen Experimente durch. Der Aufmarsch ist gross – die Andermatter Bevölkerung zeigt Interesse am Geschehen rund um den 1. Energietag in der Gemeinde.
Im Mai wurde der Gemeinde das Label «Energiestadt» offiziell überreicht. Neben der Freude über diesen Erfolg war sich der Gemeinderat bewusst, dass die Arbeit für «ein sauberes Dorf» damit nicht abgeschlossen sein kann. Um eine möglichst hohe Nachhaltigkeit zu erreichen, suchte der Gemeinderat die Zusammenarbeit mit der Schule. Dank finanzieller Unterstützung der Gemeinde konnte die Lehrerschaft eine abwechslungsreiche und interessante «Energiewoche» organisieren.
Quellen / Literatur:
UW 74, 22.9.2010
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Freitag, 28. September 2012
Erneuerbare Energien - Regierungsrat verabschiedet Snee
Der Regierungsrat hat das Schutz- und Nutzungskonzept für erneuerbare Energien (Snee) verabschiedet und zwei Verträge mit den Korporationen Uri und Ursern genehmigt.
Der Kanton Uri will den Anteil der erneuerbaren Energien bis 2020 von 5 Prozent auf 25 Prozent erhöhen. Neben der Wasserkraftnutzung besteht auch das Bestreben, die Solarenergie und die Windenergie zu nutzen. «Dies führt zu Konflikten mit den Interessen des Natur- und Landschaftsschutzes beziehungsweise des Gewässerschutzes. Die Interessensabwägung kann nur mit einem übergeordneten, ganzheitlichen Konzept, wie es das Snee darstellt, objektiv durchgeführt werden», wie der Kanton in einer Medienmitteilung schreibt.
Das Snee dient als Grundlage für einen Ausgleich zwischen Nutzung und Schutz der Natur. Die Verträge zwischen dem Kanton Uri und den Korporationen Uri und Ursern sowie die Absichtserklärung, die von verschiedenen Umweltverbänden unterschrieben werden soll, sind die notwendigen Instrumente für die Umsetzung. Die Dauer der Verträge respektive der Absichtserklärung beträgt jeweils 40 Jahre mit Möglichkeit zum Ausstieg, falls sich eine Partei nicht an die Abmachungen hält. Das Snee ist Bestandteil der Verträge.
Die Korporation Uri stimmt über den Vertrag über das Snee ab. Die Korporation Ursern entscheidet anfangs November darüber – vorbehältlich einer Ratifizierung durch die Talgemeinde im Mai 2013, wie es bei der Korporation Ursern auf Anfrage heisst.
Sollte die angestrebte Absichtserklärung mit den Umweltverbänden nicht zustande kommen, wird der Regierungsrat das Snee trotzdem mit den beiden Korporationen Uri und Ursern vereinbaren und umsetzen, heisst es in der Mitteilung des Kantons weiter.
Quellen / Literatur:
UW 75, 26.9.2012
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Freitag, 28. September 2012
Korporation Uri lehnt Snee ab
Herber Rückschlag für das Schutz- und Nutzungskonzept Erneuerbare Energien (Snee): Die Korporation Uri will sich nicht auf den «Knebelvertrag» auf 40 Jahre einlassen. Der Handel zwischen der Korporation Uri und dem Kanton ist gescheitert: Der Vertrag über das Snee kommt nicht zustande. Mit 25 Nein- zu 16 Jastimmen hat der Korporationsrat an seiner Sitzung von Freitag, 28. September, dem Vertrag eine Abfuhr erteilt. Dieser hätte vorgesehen, den Verzicht der Korporation Uri auf die Nutzung ihrer Gewässer sowie auf Solar- und Windkraft mit einer Beteiligung an Kantonsgewässern von jährlich rund 300`000 Franken zu entschädigen. Darauf will sich die Korporation Uri nun aber nicht einlassen. Mit diesem Entscheid des Korporationsrats hätte Baudirektor Markus Züst nicht gerechnet. «Ich bin überrascht und enttäuscht», erklärte er auf Anfrage. Das Nein des Korporationsrats sei ein Rückschlag für die erneuerbaren Energien, insbesondere im Bereich Wasserkraft. «Projekte wie beim Chärstelenbach, im Meiental oder am Alpbach könnten nun gefährdet sein.»
Quellen / Literatur:
UW 76, 29.9.2012
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Mittwoch, 3. Oktober 2012
Korporation Uri lässt das Snee noch nicht fallen
Trotz dem Nein des Korporationsrates: Das Snee ist noch nicht vom Tisch. Der Engere Rat der Korporation Uri will noch einmal verhandeln. Der Landrat begrüsst das. Nach dem Nein des Korporationsrats Uri herrschte grosse Ernüchterung. «Ich hätte eigentlich eine knappe Mehrheit erwartet», sagt Alois Arnold, Präsident der Korporation Uri. «Doch diesen Entscheid gilt es zu akzeptieren.» Gleichwohl ist das Snee für die Korporation Uri noch nicht vom Tisch. «An der nächsten Grossratssitzung werden die Folgen des Entscheids sowie mögliche Lösungen diskutiert», sagt Alois Arnold.
Auch bei der Korporation Ursern besteht die Hoffnung, dass der Zug noch nicht abgefahren ist: «Wir hoffen auf die Vernunft der Beteiligten und insbesondere der Umweltverbände, um die Vertragsdauer zu überdenken.» Denn diese war nach Ansicht von Alex Renner der Grund für die Ablehnung. Er könnte sich durchaus vorstellen, dass der Vertrag im Urserntal akzeptiert worden wäre. Auch die Fraktionen im Urner Landrat möchten, dass Regierung und Korporation Uri noch einmal über das Snee verhandeln. Um bei der Regierung Druck für solche Nachverhandlungen zu machen, reicht die FDP-Fraktion eine Dringliche Interpellation zum Thema Snee ein.
Quellen / Literatur:
UW 77, 3.10.2012
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Dienstag, 6. November 2012
Erneuerbare Energien - Korporation Uri will Snee nachverhandeln
Der Korporationsrat Uri ist nicht grundsätzlich gegen das Schutz- und Nutzungskonzept Erneuerbare Energien (Snee), will aber einige Punkte im Vertrag mit der Regierung nachverhandeln. Der Korporationsrat ist nicht grundsätzlich gegen das Snee, wie eine konsultative Abstimmung an der ausserordentlichen Sitzung ergeben hat. Die Korporationsrätinnen und Korporationsräte sprechen sich einstimmig für einen neuen, abgeänderten Vertrag über das Snee aus. Wie dieser aussehen soll und welche Punkte der Korporationsrat nachverhandeln will, wird nun in den kommenden Wochen durch den Engeren Rat und die Energiekommission erarbeitet.
Quellen / Literatur:
UW 88, 10.11.2012
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Samstag, 11. Mai 2013
Stromproduktion - Uri entgehen Wasserzinsen
Weil die Urner Kraftwerke mehr Wasser in den Bächen belassen müssen, wird der Kanton auf rund 324`000 Franken pro Jahr verzichten müssen. Das jedenfalls, falls der Landrat in der Junisession dem Antrag der Regierung folgt. Der Hintergrund: Den Kraftwerken steht wegen der vom Amt für Umweltschutz verfügten höheren Restwassermengen weniger Wasser zur Stromproduktion zur Verfügung. Die Produktionseinbusse beträgt rund 24,2 Millionen Kilowattstunden. Nun soll die in den Konzessionen festgelegte Bruttoleistung der Kraftwerke den neuen Gegebenheiten angepasst werden, so der Antrag der Regierung. Wird die Leistung kleiner, verringern sich auch die Wasserzinseinnahmen. Der Kanton hat zu diesem Zweck eine Vereinbarung mit 16 Kraftwerken abgeschlossen. Bei zwei Kraftwerken ist indes noch eine Beschwerde gegen die Restwassersanierung hängig.
Quellen / Literatur:
UW 36, 11.5.2013
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Samstag, 12. Oktober 2013
Holzheizwerk erstmals befeuert
Erstmals wurde im Holzheizwerk in Göschenen eingefeuert. Dem Andermatter Gemeindepräsident Roger Nager und Ständerat Isidor Baumann war es vorenthalten, erstmals richtig einzufeuern. Das neue Fernwärmenetz für Andermatt hat eine weitere wichtige Hürde genommen. Rechtzeitig zum ersten Schneefall wurde im Holzheizwerk in Göschenen erstmals eingefeuert. Der Gemeindepräsident von Andermatt, Roger Nager, sowie Ständerat Isidor Baumann war es vorenthalten, erstmals einzuheizen. Das Holzheizwerk in Göschenen, das in den vergangenen Monaten im Gebiet «Eidgenössisch» erstellt wurde, ist der Kern des neuen Wärmeverbundes für Andermatt. Das in Göschenen mithilfe des Holzheizwerks erwärmte Wasser wird durch die Schöllenen hinauf nach Andermatt geliefert. Auf der Höhe Urnerloch wird das Wasser durch die Abwärme einer Militäranlage erneut erhitzt, bevor es zu den Abnehmern in Andermatt gelangt. Unter anderem wird auch das Luxushotel «The Chedi Andermatt», das am 6. Dezember Eröffnung feiert, durch den Wärmeverbund mit Wärme versorgt.
Quellen / Literatur:
UW 81, 16.10.2013, S. 9.
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Dienstag, 22. Oktober 2013
Regierung will kantonale Energiegesellschaft prüfen
Eine kantonale Energiegesellschaft soll in Zukunft die Urner Energieressourcen nutzen und vermarkten. Das fordert eine Motion. Die Regierung will den Vorschlag trotz Bedenken prüfen. Keine Konzessionen mehr für Unternehmen, die sich mehrheitlich in privater Hand befinden. Die Schaffung einer kantonalen Energiegesellschaft, welche die Energieressourcen von Uri nutzt, vermarktet und mit ihnen handelt (Contracting). Das sind die zwei Hauptforderungen einer Motion, die von Alf Arnold (Grüne, Altdorf), Daniel Furrer (CVP, Erstfeld) sowie von Christian Arnold (SVP, Seedorf) im Mai eingereicht wurde. In ihrer Antwort darauf hält die Regierung nun fest, dass die Gründung einer kantonalen Energiegesellschaft «denkbar und prüfenswert» sei. Bereits in der Energiestrategie 2008 wie auch in der aktualisierten Version von 2013 sei das festgehalten. Dennoch will die Regierung die Motion als nicht erheblich erklären lassen, wie sie in ihrer Antwort festhält. Sonst wäre die Regierung nämlich verpflichtet, die gesetzlichen Grundlagen für die Gründung der kantonalen Energiegesellschaft zu schaffen. Stattdessen soll der Vorstoss in der Novembersession des Landrates als Postulat überwiesen werden. Das verschafft dem Regierungsrat mehr Zeit, die Vor- und Nachteile einer kantonalen Energiegesellschaft sowie die Auswirkungen des neuen Unternehmens auf den Urner Strommarkt zu untersuchen.
Quellen / Literatur:
UW 83, 23.10.2013, S. 2 f.
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Freitag, 7. Februar 2014
Urserntal stimmt dem Snee-Vertrag zu
Das EW Ursern möchte im Gebiet Schweig-Geren ein neues Laufwasserkraftwerk (Realp II) bauen. Es wird mit Kosten von über 17,5 Millionen Franken gerechnet. Damit das Kraftwerk gebaut werden kann, bedarf es der Zustimmung der Talgemeinde zur konkretisierten Wassernutzungskonzession an das EW Ursern, zum Objektkredit Realp II und zur Ratifizierung des Snee-Vertrages. Das Schutz- und Nutzungskonzept erneuerbare Energien (Snee) legt unter anderem fest, welche Gewässer künftig für die Stromproduktion genutzt werden dürfen. An der ausserordentlichen Talgemeinde stimmen die Urschner Korporationsbürgerinnen und -bürger den drei Vorlagen zu.
Quellen / Literatur:
UW 8, 29.1.2014, S. 3.
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Montag, 10. Februar 2014
Umweltverbände und Kraftwerk Bristen AG einigen sich
Gegen das Konzessionsgesuch der KW Bristen AG für die Nutzung des Chärstelenbachs haben die Umweltverbände WWF Schweiz, WWF Uri, Pro Natura, Pro Natura Uri und die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz im vergangenen Oktober vorsorglich Einsprache erhoben. Das gemeinsame Wasserkraftprojekt des Elektrkzitätswerks Altdorf, des Kantons Uri, der Koproration Uri und der Gemeinde Silenen sieht vor, das Wasser im Gebiet Lägni zu fassen und in einer erdverlegten Druckleitung zur Zentrale Schattigmatt unmittelbar neben der Talstation der Luftseilbahn Bristen–Golzern zu leiten. Die Anlage soll als Schauwasserkraftwerk realisiert werden. Nun hat sich die KW Bristen AG mit den Umweltverbänden geeinigt.
Quellen / Literatur:
UW 13, 15.2.2014, S. 4.
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Donnerstag, 1. Januar 2015
Strom wird fast überall teurer
Im kommenden Jahr steigen in fast allen Urner Gemeinden die Strompreise. Der Grund: höhere Abgaben an den Bund. Bei EWA-Kunden könnte dies für Verwirrung sorgen. Ab 1. Januar 2015 wird der Strom in fast allen Urner Gemeinden teurer. Der Grund: Der Bund erhöht die Kostendeckende Einspeisevergütung (KEV) um 100 Prozent, was einen Zuschlag von 1 Rappen pro Kilowattstunde für die Konsumenten bedeutet. Den Strompreis erhöhen werden sowohl das KW Göschenen als auch die Gemeindewerke Erstfeld und die Elektrizitätswerk Altdorf AG. Einzig das EW Ursern wird keine Preiserhöhung vornehmen – die Kundinnen und Kunden in Andermatt, Hospental und Realp werden gar von einem tieferen Strompreis als heute profitieren. In allen anderen Gemeinden werden die Konsumenten tiefer in die Taschen greifen müssen. Bei den Kundinnen und Kunden des EWA könnte dies für Verwirrung sorgen. Denn: Der Stromanbieter hatte erst kürzlich mitgeteilt, dass der Strompreis für alle Kundinnen und Kunden per 1. Oktober gesenkt wird.
Quellen / Literatur:
UW 75, 24.9.2014, S. 5.
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Sonntag, 8. März 2015
Uri und Schweiz erteilen Energie-Vorlage eine deutliche Abfuhr
Das Urner Stimmvolk verwirft an der Abstimmung die beiden eidgenössischen Volksinitiativen «Energie- statt Mehrwertsteuer» und «Familien stärken! Steuerfreie Kinder- und Ausbildungszulagen» mit grosser Deutlichkeit. Auch gesamtschweizerisch haben die beiden Vorlagen keine Chance.
Die Energie-Vorlage beabsichtigte, eine Steuer auf nicht erneuerbare Energieträger wie Erdöl, Erdgas, Kohle oder Uran einzuführen. Gleichzeitig sollte die Mehrwertsteuer abgeschafft werden. Alle Urner Gemeinden verwerfen die Initiative, in Hospental gar mit 100 Prozent. Die Stimmbeteiligung liegt bei 35,3 Prozent.
Quellen / Literatur:
UW 18, 11.3.2015, S. 2.
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Samstag, 28. März 2015
Lucendro-Stausee neu in Tessiner Besitz
Das Wasserkraftwerk Lucendro gehört neu der Azienda Elettrica Ticinese (AET). Sie übernimmt die Anlagen auf dem Gotthardpass von Alpiq. Somit kontrolliert die, die sich vollumfänglich im Besitz des Kantons Tessin befindet, den Grossteil der Stromproduktion in der Leventina. Mit der Übernahme des Wasserkraftwerks Lucendro kommt die AET zwei selbst gesteckten strategischen Zielen näher. Zum einen hat sie sich vorgenommen, bei ihrer Stromproduktion künftig zu 100 Prozent auf erneuerbare Energieträger zu setzen. Zum anderen bildet der Heimfall des Lucendro einen festen Bestandteil der Energiepolitik der Kantone Tessin und Uri.
Quellen / Literatur:
UW 22, 28.3.2015, S. 2.
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Dienstag, 19. Mai 2015
Andermatt: Vermigelhütte soll Stromversorgung erhalten
Die zuhinterst im Urner Unteralptal gelegene Vermigelhütte des SAC Zofingen kann bis 2016 ans Stromnetz angeschlossen werden. Die wintersichere Elektrizitätsversorgung soll mit einem acht Kilometer langen Mittelspannungskabel unter dem Alpenhauptkamm sichergestellt werden. Dieses wird in einem Wasserfassungsstollen der SBB zwischen Andermatt und dem Ritomsee verlegt.
Quellen / Literatur:
UW 38, 20.5.2015, S. 17.
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Sonntag, 21. Mai 2017
In Uri gibt es ein knappes Ja zum Energiegesetz
Die einzige eidgenössische Vorlage, das Energiegesetz, wird vom Urner Stimmvolk angenommen – dies allerdings knapp. Nur gerade sechs Gemeinden stimmen dafür. Ausschlaggebend ist die Gemeinde Altdorf.
Quellen / Literatur:
UW 41, 24.5.2017, S. 4.
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Montag, 21. August 2017
Talboden erfährt Aufwertung
Die Hochspannungsleitungen von Swissgrid und den SBB, die heute auf zwei separaten Trassen quer durch den Urner Talboden verlaufen, werden in den nächsten Monaten zusammengelegt. Die beiden Leitungen sind für den Stromtransport von Norden nach Süden von grosser Bedeutung. Im 4,7 Kilometer langen Abschnitt zwischen Altdorf Nord (Höhe Giessenkanal) und der Strassenabwasserbehandlungsanlage Attinghausen werden sie neu auf einer einzigen Trasse gebündelt und parallel zur Autobahn geführt. Hinter der Zusammenlegung der beiden Stromleitungen verbirgt sich der Zahn der Zeit, der eine Sanierung der Swissgrid-Leitung aus dem Jahr 1949 unausweichlich macht. Die Bündelung und Neuverlegung der beiden Leitungen sei für den Kanton Uri ein «Glücksfall», sagt Baudirektor Roger Nager beim Spatenstich.
Quellen / Literatur:
UW 67, 23.8.2017, S. 1.
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Samstag, 30. November 2019
Gemeinde Bürglen ist nun Energiestadt
Im Jahr 2011 wurde zum ersten Mal in Betracht gezogen, dass das Tellendorf Bürglen das Label «Energiestadt » erreichen könnte. Nun ist es so weit, die Gemeinde Bürglen hat das Audit bestanden und darf sich Energiestadt nennen. Das Label bringt Nachhaltigkeit. Aufgrund des Labels wird sichtbar, dass die Gemeinde zukunftsorientiert handelt. «Tell me Watt!»
Quellen / Literatur:
UW 19, 9.3.2019, S. 15.
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Mittwoch, 23. Januar 2019
Erste EWA-Generalversammlung von Urs Meyer als Verwaltungsratspräsident
Gut 1 Stunde – so lange dauert die Generalversammlung der Elektrizitätswerk Altdorf. Verwaltungsratspräsident Urs Meyer hat leichtes Spiel an seiner ersten GV als Verwaltungsratspräsident des Elektrizitätswerks Altdorf, auch wenn er ein «Lachoniger» ist, wie er sich selber bezeichnet. Die Traktanden sorgen für keine Diskussionen oder Wortmeldungen. Sämtliche Geschäfte werden einstimmig gutgeheissen. Schliesslich kann das Unternehmen auf ein ausserordentlich erfolgreiches Geschäftsjahr 2017/18 zurückblicken. Der Umsatz der EWA-Gruppe kratzte mit 98,6 Millionen Franken an der 100-Millionen-Franken-Grenze, und bei der EWA AG resultierte ein Jahresgewinn von 4,9 Millionen Franken – 600 000 Franken mehr als im Vorjahr. Das EWA zählt 324 Mitarbeitende inklusive 64 Lernende in zwölf Berufen. Wie im Vorjahr wird pro Aktie eine Dividende von 8 Franken ausbezahlt, total 1,6 Millionen Franken.
Quellen / Literatur:
UW 7, 26.1.2019, S. 1.
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Sonntag, 1. September 2019
Fertig mit energieintensiven Lampen
In der Schweiz dürfen keine Halogen-Leuchtmittel mehr verkauft werden. Seit 2009 verschwinden Glühbirnen und Leuchtmittel, die viel Energie verbrauchen.
Quellen / Literatur:
www.blick.ch (2018)
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Mittwoch, 25. Januar 2023
EWA mit solidem Jahresabschluss
Nach zwei Jahren ohne Publikum und Einschränkungen findet für 317 registrierte Aktionärinnen und Aktionäre sowie zahlreiche Gäste die 128. ordentliche Generalversammlung von EWA-energieUri im Theater Uri in Altdorf statt. Das Eröffnungsreferat von Verwaltungsratspräsident Martin Schwab steht unter dem Titel «Turbulente Zeiten». Werner Jauch, Vorsitzender der Geschäftsleitung von EWA-energieUri, blickt in seinem Jahresbericht auf ein «anspruchsvolles, aber dennoch solides und robustes Geschäftsjahr 2021/22» zurück. Die Verwerfungen am Strommarkt, die Engpässe und Preissteigerungen beim Material sowie die infolge Trockenheit teilweise unterdurchschnittliche Eigenproduktion im vergangenen Geschäftsjahr hätten den grössten Urner Stromanbieter vor grosse Herausforderungen gestellt.
Die Auswirkungen der Verwerfungen am Stromgrosshandelsmarkt und der tiefen Eigenproduktion zeigten sich auch im Jahresergebnis. Der Jahresgewinn lag mit 5,7 Millionen Franken leicht unter demjenigen vom Vorjahr (5,9 Millionen Franken). Jahresbericht und Jahresrechnung wurden diskussionslos und einstimmig genehmigt.
Quellen / Literatur:
UW Nr. 07, 28.01.2023, S. 4.
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Mittwoch, 29. Januar 2025
Neuer Name für EWA-energieUri
Aus EWA-energieUri wird an der Generalversammlung energieUri. Das Unternehmen ist mehrheitlich im Besitz der öffentlichen Hand im Kanton Uri. Verwaltungsratspräsident Kurt Schuler sieht darin bisher ausschliesslich Vorteile.
Quellen / Literatur:
UW 9, 01.02.2025, S. 1, 3.
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Donnerstag, 29. Januar 2026
EnergieUri präsentiert solides Ergebnis
An der 131. ordentlichen Generalversammlung von energieUri können der Verwaltungsrat und die Geschäftsleitung ein solides und erfreuliches Ergebnis präsentieren. Im Zentrum der diesjährigen Generalversammlung stehden zudem die Gesamterneuerungswahlen des Verwaliungsrates. Über 420 Personen folgten der Einladung zur diesjährigen Generalversammlung im Theater Uri in Altdorf.
Aufgrund des Geschäftsgangs beantragt der Verwaltungsrat der Generalversammlung in diesem Jahr eine Dividendenauszahlung von 41.25 Franken pro Aktie, der die Versammlung zustimmt. Auch die gesamte Wertschöpfung der energieUri-Gruppe ist erneut erfreulich. Sie beläuft sich im vergangenen Geschäftsjahr auf 53,4 Millionen Franken. Allein die Beiträge der energieUri-Gruppe an die öffentliche Hand summieren sich auf 14,7 Millionen Franken - oder umgerechnet fast 400 Franken pro Einwohnerin beziehungsweise Einwohner im Kanton Uri.
Im Sommer begann bereits der 1000. Lernende in der Unternehmensgeschichte die Ausbildung beim Urner Energiedienstleister. Aktuell absolvieren innerhalb der energieUri-Gruppe rund 80 Lernende in einem von 14 Berufsbildern ihre Ausbildung.
Zum Abschluss der Generalversammlung wird der Verwaltungsrat der energieUri-Gruppe neu beziehungsweise wiedergewählt. Er setzt sich neu wie folgt zusammen: Kurt Schuler (Verwaltungsratspräsident, bisher), Urs Janett (bisher), Daniel Arnold (bisher), Beat Huber (bisher), Stephan Hirsch (bisher), Roman Baili (Verwaltungsratsvizepräsident, neu) und Michelle Mehli (neu).
Quellen / Literatur:
UW 8, 31.01.2026, S. 2.
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Sonntag, 8. März 2026
Teilrevision des Energiegesetzes erhält klare Zustimmung
Nun kann die Urner Energieverordnung rechtssicher umgesetzt werden. Das Urner Stimmvolk nimmt die Teilrevision des Energiegesetzes deutlich, mit über 75 Prozent, an. Die kantonale Vorlage ist unbestritten, alle Parteien haben die Ja-Parole beschlossen. Das widerspiegelt sich auch im Abstimmungsergebnis: Bei einer Stimmbeteiligung von 49,1 Prozent sprechen sich 9’522 Stimmbürgerinnen und Stimmbürger für die Annahme der Vorlage aus, 3’163 (24,93 Prozent) sind dagegen. Als einzige Urner Gemeinde lehnt die Vorlage Wassen mit einem Neinstimmen-Anteil von 52,59 Prozent ab. Am deutlichsten Zustimmung findet sie in der Gemeinde Altdorf mit 81,24 Prozent.
Quellen / Literatur:
UW 19, 11.03.2026, S.4.
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ABSTIMMUNGEN ZUR ENERGIE
| Datum | | Titel | | E/K | | UR | | CH |
| 25.10.1908 | | Nutzbarmachung von Wasserkräften | | E | | Ja | | Ja |
| 13.03.1955 | | Beteiligung des Kts. Uri am Aktienkapital der Kraftwerke Göschenen und Wassen sowie des Elektrizitätswerkes Altdorf | | K | | Ja | | - |
| 13.03.1955 | | Beteiligung des Kts. Uri am Aktienkapital der Kraftwerke Göschenen und Wassen sowie des Elektrizitätswerkes Altdorf | | K | | Ja | | - |
| 24.11.1957 | | Atomenergie und Strahlenschutz | | E | | Ja | | Ja |
| 07.12.1958 | | Nutzbarmachung des Spöl (Abkommen über die Nutzbarmachung der Wasserkräfte) | | E | | Ja | | Ja |
| 16.12.1962 | | Konzession KW Bürglen II EWA | | K | | Ja | | - |
| 18.02.1979 | | Wahrung der Volksrechte und der Sicherheit beim Bau und Betrieb von Atomanlagen | | E | | Ja | | Nein |
| 20.05.1979 | | Revision des Atomgesetzes | | E | | Ja | | Ja |
| 26.09.1982 | | Volksinitiative für eine umweltfreundliche Energiepolitik | | K | | Nein | | - |
| 26.09.1982 | | Gegenentwurf zur umweltfreundlichen Energiepolitik | | K | | Nein | | - |
| 27.02.1983 | | Energieartikel in der Bundesverfassung | | E | | Nein | | Nein |
| 23.09.1984 | | Wahrung unserer Volksrechte bei Atomanlagen | | K | | Nein | | - |
| 23.09.1984 | | Für ein Zukunft ohne weitere Atomkraftwerke | | E | | Nein | | Nein |
| 23.09.1984 | | Für eine sichere, sparsame und umweltgerechte Energieversorgung | | E | | Nein | | Nein |
| 24.09.1989 | | Verlängerung der Isenthaler-Konzession an das EWA | | K | | Ja | | - |
| 23.09.1990 | | Stopp dem Atomkraftwerkbau (Moratorium) | | E | | Ja | | Ja |
| 23.09.1990 | | Für den Ausstieg aus der Atomenergie | | E | | Ja | | Nein |
| 23.09.1990 | | Energieartikel in der Bundesverfassung | | E | | Ja | | Ja |
| 18.04.1999 | | Energiegesetz des Kantons Uri | | K | | Ja | | - |
| 24.09.2000 | | Gegenentwurf zur Solar-Initiative | | E | | Nein | | Nein |
| 24.09.2000 | | Für einen Solarrappen (Solar-Initiative) | | E | | Nein | | Nein |
| 24.09.2000 | | Gegenentwurf: Energielenkungsabgabe für die Umwelt | | E | | Nein | | Nein |
| 18.05.2003 | | Volksinitiative "MoratoriumPlus - Für die Verlängerung des Atomkraftwerk-Baustopps und die Begrenzung des Atomrisikos (MoratoriumPlus)" | | E | | Nein | | Nein |
| 18.05.2003 | | Volksinitiative "Strom ohne Atom - Für eine Energiewende und die schrittweise Stilllegung der Atomkraftwerke (Strom ohne Atom)" | | E | | Nein | | Nein |
| 14.06.2015 | | Änderung der Gewässernutzungsverordnung (Verfahren und Entscheid bei Konkurrenzsituationen) | | K | | Ja | | - |
| 27.11.2016 | | Volksinitiative «Für den geordneten Ausstieg aus der Atomenergie (Atomausstiegsinitiative)» | | E | | Nein | | Nein |
| 22.10.2023 | | Totalrevision des Energiegesetzes des Kantons Uri | | K | | Ja | | - |
| 09.06.2024 | | Bundesgesetz über eine sichere Stromversorgung mit erneuerbaren Energien (Änderung des Energiegesetzes und des Stromversorgungsnetzes) | | E | | Ja | | |
DAS AMT FÜR ENERGIE
Das Amt für Energie ist das kantonale Kompetenzzentrum für
Energiefragen. Es ist federführend bei der Vergabe von
Konzessionen zur Nutzung der Wasserkraft, des Grundwassers und
der Erdwärme. Es ist zuständig für die Energiegesetzgebung im
Gebäudebereich, betreibt die Minergie-Zertifizierungsstelle und
betreut die Energieförderprogramme von Bund und Kanton. Die im
Amt eingegliederte Energieberatungsstelle liefert verlässliche
Informationen für Private und Unternehmen, beispielsweise zur
Energieeffizienz, zum Einsatz von erneuerbaren Energien und zu
den Nutzungsmöglichkeiten von Grundwasser- und
Erdsonden-Wärmepumpen. Strategisch und inhaltlich arbeitet das
Amt für Energie nach den Zielen und Massnahmen der
Gesamtenergiestrategie Uri.
Amt für Energie, Klausenstrasse 2, 6460 Altdorf
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Telefon 041 875 26 88 / energie@ur.ch
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