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Die Tagsatzungen und ihre Gesandten

TAGSATZUNGEN

An den Tagsatzungen berieten die bevollmächtigten Boten (Gesandte) der eidgenössischen Orte gemeinsame Geschäfte. Die Bezeichnung ist abgeleitet von der Wendung "einen Tag setzen" und meint die Vereinbarung eines Termins etwa für Rechtsgeschäfte. Die Versammlungen wurden bis 1848 abgehalten.

TAGSATZUNGSGESANDTE

1492 - 1517
Troger Heinrich (*)

        
1704 - 1731
Jauch Johann Sebastian (*1674)

        
1763 - 1798
Jauch Josef Stephan (*1724)

        
1772 - 1798
yyySchmid Karl Franz III. (*1735)

        
1776 - 1803
Müller Jost Anton (*1748)

        
1788 - 1798
yyySchmid Karl Thaddäus (*1741)

        
1796 - 1000
xxxSchmid Josef Maria (*1740)

        

EREIGNISSE AN TAGSATZUNGEN

1497  / Mittwoch, 17. November 1497  /
Für Heini Wolleb soll Gerichtstag angesetzt werden
Heini Wolleb hat gegen ehrliche Leute in der Eidgenossenschaft Drohungen ausgestossen. An der Tagsatzung in Zürich wird Uri ersucht, einen Rechtstag anzusetzen, den Wolleb zu stellen und den Tag auf nächster Besammlung in Zürich verkünden lassen.
Gisler Friedrich, Urner Geschichtskalender, Bd. 1, S. 57.
        
1579  / Donnerstag, 15. November 1579  /
Landammann ersucht um Wappenschenkung für Haus
An der Tagsatzung zu Baden ersucht Landammann Johannes Zumbrunnen im Namen des Gedeon Stricker — nachheriger Landammann — um Fenster mit dem Ehrenwappen der Orte in sein neues, schönes Haus zu Altdorf.
Gisler Friedrich, Urner Geschichtskalender, Bd. 1, S. 57.
        
1585  / Sonntag, 13. Januar 1585  /
Uri soll Massnahmen gegen die Pest vorschlagen
An der Tagsatzung in Zug wird Uri beauftragt, hinsichtlich der Kommissäre für die Pestilenz mit dem Ambassador Pompejus della Croce eine Verordnung zu entwerfen, welche in den nächsten Tag vorgelegt werden soll.
Gisler Friedrich, Urner Geschichtskalender, Band 1, S. 3.
        
1610  / Freitag, 15. Oktober 1610  / Baden
Fenster und Wappen für die Wirtschaft zum Ochsen
An der Tagsatzung zu Baden wird das Gesuch um Fenster und Wappen in die Wirtschaft zum Ochsen in Altdorf vorgebracht und in den Abschied genommen.
Gisler Friedrich, Urner Geschichtskalender, Bd. 1, S. 52.
        
1618  / Dienstag, 23. Januar 1618  /
Klage wegen ungebührlicher Behandlung
An der Tagsatzung in Luzern führt Josef Maximilian Moor Klage an gegen die in Flüelen ungebührliche Behandlung des königlichen Rates Lopez durch Landestatthalter Johann Heinrich Zumbrunnen.
Gisler Friedrich, Urner Geschichtskalender, Band 1, S. 5.
        
1797  / Mittwoch, 27. Dezember 1797  / Aarau
Tagsatzung zur Abwendung der französischen Bedrohung
An einer gemeineidgenössischen Tagsatzung in Aarau, die bis zum 31. Januar dauert, will man die Massnahmen zur Abwendung der immer stärkeren französischen Bedrohung beraten. Die Wirkung ist genau das Gegenteil von dem, was man beabsichtigt. Aus der erhofften Demonstration der Einheit und Entschlossenheit wird eine öffentliche Kundgebung der Zerrissenheit und Ohnmacht des schweizerischen Staatenbundes. Uris Abgesandte an der Tagsatzung sind die Altlandammänner Karl Franz Schmid und Karl Thaddäus Schmid.
Arnold, Helvetik, S. 19.
        
1798  / Donnerstag, 25. Januar 1798  / Aarau
Beschwörung der Bünde an der Tagsatzung
Die theatralische Beschwörung der Bünde an der gemeineidgenössischen Tagsatzung ist die letzte amtliche Handlung der alten Eidgenossenschaft. Es ist der missglückte Versuch, dem Ausland die nicht mehr vorhandene Einigkeit und Aktionsfähigkeit der Schweiz vorzutäuschen.
Arnold, Helvetik, S. 19.
        

 
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Texte und Angaben: Quellenverweise und Rolf Gisler-Jauch / Angaben ohne Gewähr / letzte Aktualisierung: 8.2.2015