FORSTWIRTSCHAFT

Übersicht

WALD

Allgemeines im Detail Waldbesitz Kreise und Reviere Waldereignisse

Forstwirtschaft in Uri

Forstwirtschaft im allgemeinen

 1920 betrug der Brennholzanteil am Holzertrag noch 45 Prozent. In den 1960er-Jahren wurde das Holz einer mittleren Ernte von 15‘000 Kubikmeter pro Jahr durchschnittlich zu 36 Prozent als Brennholz und zu 64 Prozent als Nutzholz und Papierholz verwertet. Brennstoffe, wie Öl, Kohle oder Elektrizität liessen den Holzverbrauch ab den 1960er-Jahren stark zurückgehen. Im ausgehenden 20. Jahrhundert entstanden in Uri mehrere grosse Holzheizwerke. Diese bieten der Urner Forstwirtschaft eine ökologische Lösung zur Entsorgung der Waldabfälle.
Die Holzerei ist für den Bergbauern ein wertvoller Nebenverdienst in den Wintermonaten, in denen manche Land- und Alparbeit ruht.

Anfang der 1960er-Jahre bestanden im Kanton Uri 14 grössere Sägereien und 15 transportable Eingattersägen, die sogenannten „Bauernsägen“ sowie zahlreiche Zimmereien und Schreinereien. Rund 85 Prozent des aus den Urner Wäldern stammenden Nutzholzes wurde im Kanton verarbeitet. 1958 wurde in Uri mit 0,8 Kubikmeter Holzverbrauch pro Kopf der Bevölkerung gerechnet. Dies ergab einen Holzbedarf von rund 25‘600 Kubikmeter. Bei einer mittleren Nutzung von 15‘000 Kubikmeter aus eigenen Wäldern musste für den einheimischen Holzbedarf ein erheblicher Bestand an Holz zur Bedarfsdeckung zugekauft werden.

Wer im Wald Bäume fällen will, braucht eine Bewilligung des Amt für Forst und Jagd. Die Bewilligung kann an Bedingungen und Auflagen geknüpft werden, namentlich über die Pflicht zur Entrindung und Schlagräumung. Die zur Nutzung vorgesehenen Bäume werden durch die Forstorgane oder von ihnen ermächtigte Personen angezeichnet; die Eigentümer oder Bewirtschafter sind beizuziehen. Angezeichnetes Holz muss innert eines Jahres seit der Zeichnung geschlagen werden, andernfalls ist die Bewilligung verwirkt. Keine Bewilligung ist erforderlich:

a) für den Eigenbedarf des Waldeigentümers, soweit die Holznutzung zehn m3 pro Jahr nicht übersteigt;
b) für die Räumung von Schneedruck-, Windwurf- und Dürrholz.

Der Ertrag aus Wald im Eigentum des Kantons, der Gemeinden oder der Korporationen ist ausschliesslich für die Bedürfnisse des Waldes zu verwenden, insbesondere um dessen Schutz- und Nutzungsfunktion zu erhalten und zu fördern.

Holzproduktion in Uri

Die Holzproduktion in m3 im Jahre 2012:

Jahr: 2012
Stammholz: 15227 m3
Industrieholz: 694 m3
Energieholz: 16406 m3
Übrige: 29 m3
Total: 32356 m3

Nadel- und Laubholzproduktion im Vergleich

 

 

 

Angaben ohne Gewähr / Impressum / Letzte Aktualisierung: 14.9.2013