URNER WIRTSCHAFT

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ALLGEMEINES



Im Altdorfer Dorfbüchlein aus dem Jahre 1684 sind zahlreiche Vorschriften für die Bäcker enthalten, die vor allem das Backen bei Föhn betreffen. So durfte bei Föhn sowohl in Pfister- als auch in Hausöfen nicht mehr gebacken werden. Diese Bestimmung konnte unter Umständen den Verlust einer ganzen «Bachetä» bedeuten. Bei länger andauernden Föhnperioden war es deshalb sogar notwendig, Brot aus dem Schwyzerland zu holen. Dies war vor allem nach dem Bau der Axenstrasse (1865) der Fall, als der Transport keine Schwierigkeiten mehr machte.
Im «Urner’schen Amtsblatt», das wöchentlich erschien, wurde jeden Mittwoch der amtliche Brot- und Mehlpreis veröffentlicht. Dieser obrigkeitlich festgesetzte Preis wurde «der Schlag» genannt und unter Aufsicht der löblichen Finanzkommission des Kantons Uri auf Grund des Fruchtpreises des Luzerner Marktes berechnet. Grundlage für die Berechnungen bildete das «Malter Kernen» zu 205 Pfund Neu- Schweizer-Gewicht oder ungefähr 194 Pfund Urner-Gewicht.
Die Müller- und Bäckerordnung von 1852 regelte alle das Brot betreffenden Fragen. So war jeder Bäcker oder Pfister verpflichtet, seinen Backofen, die Züge und das Kamin durchaus feuerfest einzurichten. Der Bäcker sollte sich bei der Zubereitung und Aufbewahrung des Brotes der grössten Reinlichkeit befleissen. Er musste eine gute, amtlich geprüfte Waage mit den nötigen «gefeckten», eisernen Gewichten besitzen, mit welcher die Ware ausgewägt werden musste.

Im Jahre 1907 wurde von vier Urner Bäckermeistern der Urner Bäckermeisterverband gegründet. Seit 1911 hatten sich die Urner Bäcker mit der Konkurrenz «Konsum» zu befassen, denn die Untermühle Zug hatte bei Mehltransporten für die Bäcker auch Ware für den «Konsum» beigeladen. Zu Beginn des Ersten Weltkrieges musste im Kanton Uri ein Hefedepot errichtet werden. Die Qualität des Brotes liess zu wünschen übrig. Die Bäcker beklagten sich über das Vollmehl und behaupteten, dass diesem italienisches Kopfmehl beigemischt wurde. 1916 klagten die Bäcker über den Brotpreis. Daraufhin empfahl der Vorstand den Mitgliedern, keine Rabattmarken und Weihnachtsgeschenke abzugeben.
Der Ausbruch des Zweiten Weltkrieges 1939 stellte die Bäckermeister erneut vor grosse Probleme: Personalmangel, Notverordnungen, Aufschläge sowie Kontigentierungen. Brot musste 48 Stunden alt sein, bis es an die Kundschaft abgegeben werden durfte. Zum Brotteig wurde Kartoffelmehl beigemischt. 1948 erstellte der Konsumverein Erstfeld und Urner Oberland eine Grossbäckerei mit Tagesleistungen von bis zu 5'000 Kilogramm sowie Gross- und Kleinbrote. Die Urner Bäcker erhielten damit einen starken Konkurrenten. Mit der Nationalstrasse wurde die Gotthard-Raststätte gebaut. Die Urner Bäcker traten der einfachen Gesellschaft Raststätte N2 bei. Mit dem Einkaufszentrum «Urner Tor» wurde auch eine gemeinsame Gross-Bäckerei diskutiert. 1975 wurde der Betrieb der Coop-Bäckerei Erstfeld eingestellt und das Brot von Luzern geliefert.
(Fortsetzung folgt)

     
Literatur: Iten Karl, Stadler Emil; Zeitungsserie «Rings um ds Ürner Chuchigänterli», in: GP Nr. 4, 24.1.1970; Nr. 6, 7.2.1970; Bäckermeisterverband Uri, 75 Jahre Bäckermeisterverband Uri, 1982.

Bild: Bäckermeister Ambros Gisler-Arnold «Beck-Bosi» (1882-1976) betrieb auf dem Urnerboden bis ins hohe Alter die Bäckerei (75 Jahre Bäckermeisterverband Uri, S. 12).

STATISTIK

 

HEUTIGE BÄCKEREIEN UND KONDITOREIEN IN URI

Feinbäckerei Hauger AG (Filiale Pro Familia)
Attinghauserstrasse 63, 6460 Altdorf

Telefon: 041 870 18 38
Website: Externer Link
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Feinbäckerei Hauger AG (Filiale und Café Schächengrund)
Klausenstrasse 1, 6460 Altdorf

Telefon: 041 870 21 66
Website: Externer Link
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Feinbäckerei Hauger AG (Filiale und Café Schmiedgasse)
Schmiedgasse 16, 6460 Altdorf

Telefon: 041 871 02 58
Website: Externer Link
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Feinbäckerei Hauger AG (Filiale Urnertor)
Gotthardstrasse 67, 6460 Altdorf

Telefon: 041 870 84 26
Website: Externer Link
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Feinbäckerei Hauger AG, Alktdorf
Gemeindehausplatz 1, 6460 Altdorf

Telefon: 041 874 21 21
Website: Externer Link
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Lehn-Beck AG
Dätwylerstrasse 4, 6460 Altdorf

Telefon: 041 870 22 06
Website: Externer Link
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Lehn-Beck AG (Fliale Bründler)
Spitalplatz, 6460 Altdorf

Telefon: 041 870 12 79
Website: Externer Link
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Bäckerei-Konditorei Baumann
Gotthardstrasse 49, 6490 Andermatt

Telefon: 041 887 12 38
Website: Externer Link
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Bäckerei Herger GmbH
Reussstrasse 1, 6468 Attinghausen

Telefon: 041 870 12 31
Website: Externer Link
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Bäckerei Konditorei Christian Schillig
Klausenstrasse 147, 6463 Bürglen

Telefon: 041 870 16 48
Website: Externer Link
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Beck Uri AG (Beck Rösing Erstfeld)
Schlossbergstrasse 4, 6472 Erstfeld

Telefon: 041 880 21 37
Website: Externer Link
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Feinbäckerei Hauger AG (Filiale und Café Erstfeld)
Gotthardstrasse 123, 6472 Erstfeld

Telefon: 041 880 04 80
Website: Externer Link
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Feinbäckerei Hauger AG (Filiale Flüelen)
Dorfstrasse 7, 6454 Flüelen

Telefon: 041 870 62 51
Website: Externer Link
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Bäckerei Widmer
Gotthardstrasse, 6482 Gurtnellen

Telefon: 041 885 11 28
Website: Externer Link
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Bäckerei Widmer (Filiale Feld)
6482 Gurtnellen

Telefon: 041 885 17 73
Website: Externer Link
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Herger Max Gmbh
Adlergartenstrasse 10, 6467 Schattdorf

Telefon: 041 870 26 57
Website: Externer Link
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Lehn-Beck AG (Filiale Tell)
Kirchgasse 2, 6467 Schattdorf

Telefon: 041 871 17 11
Website: Externer Link
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Baggenstos Spezialitätem AG
Dorfstrasse 65, 6462 Seedorf

Telefon: 041 870 38 38
Website: Externer Link
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Lehn-Beck AG (Filiale Dorfbeck)
Dorfstrasse 85, 6462 Seedorf

Telefon: 041 870 17 73
Website: Externer Link
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Bäckerei Konditorei Wicki
Gotthardstrasse 115, 6473 Silenen

Telefon: 041 883 11 05
Website: Externer Link
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Beck Uri AG (Beck Tresch, Amsteg)
Gotthardstrasse 67, 6473 Silenen

Telefon: 041 883 11 38
Website: Externer Link
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Feinbäckerei Hauger AG (Filiale Sisikon)
Obere Dorfstrasse 6, 6452 Sisikon

Telefon: 041 820 18 17
Website: Externer Link
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Feinbäckerei Hauger AG (Filiale Spiringen)
Dorf, 6464 Spiringen

Telefon: 041 879 01 11
Website: Externer Link
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EHEMALIGE BÄCKEREIEN UND KONDITOREIEN IN URI

Bäckerei Dittli , Lehnplatz, Altdorf
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DETAILS ZU BÄCKEREIEN UND KONDITOREIEN

Kontrollen zum Brotgewicht
Die Dorfgerichte hatten eine strenge Kontrolle bei den Bäckern und Brotverkäufern ihrer Gemeinden durchzuführen, alle 14 Tage das Brot zu wägen und seine Beschaffenheit und den Preis zu überwachen. Am Ende jeden Monats hatten sie einen schriftlichen Bericht mit dem Ergebnis der Brotprüfung sowie die deswegen ausgesprochenen Strafurteile der Polizeikommission zuzustellen. Die Ergebnisse dieser Prüfung wurden vierteljährlich im Urner Amtsblatt veröffentlicht, so dass jedermann genau Bescheid wusste, welche Bäcker das Brot zu leicht verkauften. Die Listen blieben jedoch meistens unvollständig, da verschiedene Gemeinderäte diese Gesetzesvorschrift nicht allzu ernst nahmen. Dieser Vorwurf traf vor allem die Gemeinden Attinghausen, Seedorf, Isenthal, Sisikon und Altdorf. Das Resultat bei den übrigen Gemeinden war sehr unterschiedlich. In Erstfeld verkauften bei der ersten Prüfung von acht Brotverkäufern deren sechs zu leichtes Brot; bei den nächsten Prüfungen wurde nichts mehr beanstandet. Die schlimmsten Resultate lieferten Bürglen und Flüelen, wo bei jeder Prüfung praktisch alle der zahlreichen Brotverkäufer zu leichtes Brot verkauften. Bei Joseph Jakob Aschwanden in Seelisberg gerieten die 5-Pfund-Brote mit schöner Regelmässigkeit 16 Loth zu leicht. Am grössten war jedoch die Differenz bei den Geschwistern Zberg in Wassen.

Literatur: Iten Karl, Stadler Emil; Zeitungsserie «Rings um ds Ürner Chuchigänterli», in: GP Nr. 4, 24.1.1970.

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Berechnung des Brot- und Mehlpreises
Ein Malter ergab etwa 160 Pfund Mehl, 5 bis 10 Pfund Griessmehl, 20 bis 28 Pfund Krüsch und 2 bis 3 Pfund Flug. Der Ertrag des Krüsches und des Griessmehles gehörte dem Müller als Mahllohn und als Entgelt für das Auswägen. Zu diesem Preis wurden die Transportkosten von Luzern nach Uri mit 1 Franken berechnet und zusätzlich 1 Franken Provision dazugeschlagen, was den Verkaufspreis für Uri ergab. Dazu kamen für Salz, Holz und Bäckerlohn weitere 3 Franken. Der Gesamtbetrag wurde nun durch 50 geteilt, was der Anzahl Brote entsprach, die mindestens aus einem Malter Korn gebacken werden konnten. Dabei war das Brot in den Bodengemeinden und in Altdorf am billigsten. In den entfernteren Orten und in den abgelegenen Seitentälern Uris kam zu den offiziellen Brot- und Mehlpreisen noch ein bis fünf Rappen Zuschlag für Transport- und Traglohn hinzu.

Literatur: Iten Karl, Stadler Emil; Zeitungsserie «Rings um ds Ürner Chuchigänterli», in: GP Nr. 4, 24.1.1970.

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EREIGNISSE ZU BÄCKEREIEN UND KONDITOREIEN

Sonntag, 8. Juli 1917
Notstandsmarken für Brot
In Altdorf und Umgebung werden die Notstandsmarken eingeführt. Für jede Marke erhielt der Bäcker von der Gemeindefürsorge 21 Rappen.
75 Jahre Urner Bäckermeisterverband, S. 6.

Montag, 28. Dezember 1868
Bestimmungen zum Brotverkauf
Der Urner Landrat beschliesst in seiner Sitzung, den Verkauf von Brot und Mehl ohne amtliche Preisbestimmung zwar wie bis anhin weitergehen zu lassen, um aber den zahlreichen vorgekommenen Missbräuchen vorzubeugen, erlässt er folgende Bestimmungen: Das Brot muss wohlgebacken, von rechter Qualität und ohne jede Beimischung sein. Es darf eine beliebige Form haben und auch sein Gewicht ist freigestellt; jedoch müssen die Brotlaibe genauso schwer sein, als was sie verkauft werden.
Literatur: Iten Karl, Stadler Emil; Zeitungsserie «Rings um ds Ürner Chuchigänterli», in: GP Nr. 4, 24.1.1970.

Sonntag, 27. Oktober 1907
Urner Bäckermeisterverband wird gegründet
Vier Urner Bäckermeister gründen den Urner Bäckermeisterverband. Erster Präsident wird Jonas Bühler, Flüelen. Die restlichen drei Mitglieder sind Josef lmholz, Vorstadt, Altdorf, Andreas Furrer, Isenthal und Daniel Dittli, Göschenen. Sie haben sich mit Preisunterbietungen und Gewichtskontrollen zu befassen und werben für neue Mitglieder.
75 Jahre Urner Bäckermeisterverband, S. 5.

Sonntag, 4. März 1917
Notstandsbrot wird eingeführt
In der Schweiz und in Uri wird das Notstandsbrot eingeführt, das ein Gewicht von 2 Kilogramm hat. An Einzelpersonen darf dieses Brot nicht abgegeben werden.
75 Jahre Urner Bäckermeisterverband, S. 6.

Montag, 14. Juni 1926
Schweizerischer Bäckermeisterverbandes tagt in Altdorf
Während zwei Tagen findet in Altdorf der 41. Verbandstag des Schweizerischen Bäckermeisterverbandes statt. Der Festkartenpreis beträgt 14 Franken. Das Komitee hat mit Bürglen und Flüelen 565 Betten zur Verfügung zum Preis von 3 bis 5 Franken. Der Preis für das Bankett wurde auf 6.50 Franken festgesetzt. Die Unterhaltung steht unter der Leitung von Leonare Gamma - einer Urnerin. Es wirken auch der Lautenspieler und Sänger Hans Inn der Gand sowie eine «Bürämusik» mit.
UW 72, 12.6.1926; 75 Jahre Urner Bäckermeisterverband, S. 6 f.

Montag, 19. August 2013
Dorfbeck in Sisikon ist Konkurs
Der Dorfladen und die Bäckerei in Sisikon haben den bisherigen Betreiber verloren. Die Dorfbeck Sisikon GmbH, die das Geschäft bisher geführt hat, ist in Liquidation. Mit Verfügung vom 19. August eröffnete das Landgerichtspräsidium Uri den Konkurs über die Gesellschaft, die demnach aufgelöst wurde. Wie das Konkursamt Uri auf Anfrage mitteilte, bleiben Dorfladen und Bäckerei bis Ende September weiterhin offen. Mit der einstweiligen Weiterführung des Geschäfts unter der Leitung des Konkursamts Uri würden die Chancen steigen, eine gute Nachfolgelösung zu finden. Auf diesem Weg könne man einen Beitrag leisten, dass Sisikon seinen Dorfladen nicht verliere.
UW 69, 4.9.2013, S. 16.

Dienstag, 1. Oktober 2013
Hauger führt Dorfbeck weiter
Der Dorfladen und die Bäckerei in Sisikon werden weitergeführt. Ab 1. Oktober übernimmt die Feinbäckerei Hauger AG das Geschäft. Noch bis Ende September steht der Betrieb im Dorfladen und der Bäckerei in Sisikon unter der Leitung des Konkursamts Uri. Nach dem Konkurs der vormaligen Betriebsgesellschaft im August hatte sich das Konkursamt für die einstweilige Weiterführung entschieden, um die Chancen auf eine gute Nachfolgelösung zu erhöhen. Auf diesem Weg wollte man einen Beitrag leisten, dass Sisikon seinen Dorfladen nicht verliert. Nun konnte eine Nachfolgelösung gefunden werden: Am 1. Oktober übernimmt die Feinbäckerei Hauger AG aus Altdorf den Betrieb in Sisikon. Franz Müller, der den Dorfladen und die Bäckerei bisher geführt hat, bleibt als Standortleiter vor Ort. Insgesamt können drei der bisher vier Festangestellten sowie beide Bäckerlehrlinge ihre Stelle behalten.
UW 75, 25.9.2013, S. 5.

Montag, 1. Januar 2018
Feinbäckerei Hauger übernimmt Confiserie Danioth
Die Bäckerei Hauger übernimmt die Confiserie Danioth. Name, Personal, Verkauf und Produktion bleiben unverändert. Seit 1903 stellte die Confiserie Danioth im Herzen von Altdorf eine grosse Auswahl an Backwaren her. Der jetzige Inhaber, Toni Danioth, hat sich entschieden, seinen Betrieb im Interesse einer guten und sicheren Nachfolgeregelung zu übergeben.
UW 69, 30.8.2017, S. 12.

Montag, 3. Dezember 2018
Aus Bäckerei Baumann wird Café Oberalp
Die Feinbäckerei Hauger führt neu den Laden und das Café im «Oberalp». Denn so hiess das Café an der Abzweigung Richtung Oberalppass einmal. Nun kehrt der Name Café Oberalp wieder zurück. Das Brot kommt in Andermatt jedoch weiter aus der Backstube der Bäckerei Baumann.
UW 84, 24.10.2018, S. 3.

DER BÄCKERMEISTERVERBAND URI



Bäckermeister-Verband Uri
1907-

Der Urner Bäckermeisterverband wurde im Jahre 1907 von vier Urner Bäckermeistern gegründet. In den ersten drei Jahren erhöhte sich der Mitgliederbestand auf knapp 19. Der Eintritt kostete ursprünglich 3 Franken und der Jahresbeitrag betrug 1 Franken. 1909 trat die Urner Sektion dem Schweizerischen Bäckermeisterverband bei. Der Verband sah sich der Konkurrenz der Grossverteiler gegenüber.
1918 trat der Verein dem Handwerker- und Gewerbeverein bei. Ein Jahr später wurde erstmals über einen Arbeitsvertrag der Bäckergehilfen diskutiert. 1924 wurde die Abgabe eines Brotkalenders beschlossen. 1926 führt die Sektion den Schweizerischen Verbandstag in Altdorf durch. 1975 konnte die 50-Jahr-Jubiläumsfeier in Andermatt durchgeführt werden.

Bäckermeisterverein Uri; 75 Jahre Bäckermeisterverein Uri; 1982.

KÜNSTLERISCHE WERKE ZUM BÄCKERGEWERBE



Der Weg zum Brot (Steinrelief)
um 1950 / Bäckerei Hauger, Gemeindehausplatz Altdorf
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GESETZLICHE VORSCHRIFTEN

Das Landbuch des Kantons Uri, 1823/1826
187 Pflichten der Müller
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«Die Müller sollen jedermann, so ihnen zu mahlen giebt, das Mehl von seiner Waar in Gewicht und Maß gehörig und recht geben, und auf Begehren solches bey Empfang und Rückgabe vorwägen müssen, jedem gewissenhaft das Seinige für das Seinige geben, und nichts verändern noch verfälschen, sondern sich mit dem gebührenden Lohn begnügen. Auch sollen sie das Mehl in gehörigem Maß und um den oberkeitlichen Anschlag ausgeben, und überhaupt den oberkeitlichen Verordnungen Nachkommen, keine Gefahr noch Betrug gebrauchen; ansonst sie nach Maßgab des Fehlers als Betrüger scharf und mit Strenge bestraft werden sollen.
Wenn ein Müller sich weigerte, das Mehl um den oberkeitlichen bestimmten Preis auszugeben; solle ihm sogleich die Mühle geschlossen werden.
In der Taxe oder Preisbestimmung solle das Mehl als besser und schlechter angesetzt und jeder Gattung der Preis gesetzt werden.»

Alt LB 215; Landraths Erkennt. 1646, 1668, 1778, 1808; LB UR 1823 Bd I, S. 165 f.
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Texte und Angaben: Quellenverweise und Rolf Gisler-Jauch / Angaben ohne Gewähr / Impressum / Letzte Aktualisierung: 3.1.2019