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Weinbau in Uri

GESCHICHTE DES WEINBAUS IN URI

Schon im 13. Jahrhundert waren im Kanton Uri an den der Sonne zugewendeten Abhängen, vor allem in Sisikon, Flüelen, Altdorf, Schattdorf, Erstfeld und Silenen, ja sogar in Seedorf, Weinberge zu finden. Die erste Erwähnung des Urner Weinbaus stammt aus dem Jahre 1248, betreffend Ablieferung des so genannten "nassen Zehnten" an die Grundherrin Frau Münster in Zürich.
Späte Frühlings-Schneestürme und verfrühte Schneefälle im Herbst bedrohten die Rebkulturen. Das Jahr 1709 bringt dem Urnerland einen der kältesten Winter. Die Weinreben müssen neu angepflanzt werden. Wegen der schlechten Erfahrungen lassen das jedoch viele bleiben. Dadurch ging der Weinbau im Urnerland ganz erheblich zurück.
Im 19. Jahrhundert war der Weinbau in Uri nur mehr bescheiden. Anton Elsener schrieb 1811: "Von den wenigen noch vorhandenen Weinreben ist es gar nicht der Mühe werth zu reden". 1834 berichtet uns Karl Franz Lusser: "Der Weinbau, welcher früher in Altdorf und Sisikon gewesen seyn soll, ist beinahe verschwunden. Bloss zum Vergnügen werden Reben an Häusern und Mauertrichtern gepflanzt. Nur wenige machen einige Saum Wein, der aber sauer schmeckt, weil im allgemeinen grossbeerige, blaue italienische Trauben gezogen werden, denen die italienische Luft und Wärme fehlt. Clevener reifen jährlich sehr gut, und würden folglich für unser Clima besser taugen. Muskateller und andere edlere Traubensorten zieht man blos an geschützten Geländern."
Der Weinbau erhielt sich am längsten auf "ds Holzschüänis Wyplätz". Dieser lag im Axenmätteli und war über eine Leiter zu erreichen. Beim Bau der Axenstrasse 1865 sollen Arbeiter dort noch eine Rebe mit grossen Trauben gefunden haben. Auch in Sisikon wurde Wein gebaut; es hatte den Weinzehnten an die Fraumünsterabtei in Zürich zu entrichten. 1869 gab es am Fusse des Bannwalds einen kleinen Weinberg. Um 1900 verschwand das letzte Winzerhäuschen im ehemaligen Weinberg im Vogelsang.

Zum Transport des Weines auf den Maultieren verwendete man die «Lagel» («lagellum» lat. Fässchen), spezielle Holzgefässe mit besonderer, für den Transport auf den Tieren geeigneter Form. Die normale Last eines Saumtieres bestand aus zwei Lageln, dem sogenannten «Saum», wobei je ein Fässchen auf beiden Seiten des Lasttieres befestigt war. Ein Lagel wurde demgemäss etwa auch als «halber Saum» («ein halber som») bezeichnet. Als Weinmasse galten um 1500 die «Mass», etwa 1 ½ Liter unserer heutigen Masseinheit, und das «Quärtli», die Hälfte einer Mass. Der durchschnittliche Inhalt eines Lagels betrug 33 Mass, also etwa 46 ½ Liter, manchmal etwas mehr, manchmal etwas weniger. Mit einem Saumtier wurden somit üblicherweise an die hundert Liter Wein über den Pass transportiert. Der Urner nannte früher seinen geliebten italienischen Rotwein «Borgomanero».

URNER WEINBERGE

Rebberg Buchholz, Silenen
Buchholz 50, 6473 Silenen

Der Rebberg Buchholz in Silenen wird von Ruth und Joe Kempf-Holdener betrieben. 1996 Anbau der ersten Reben der Sorte Blauburgunder; 1997 Setzen von Riesling-Silvaner Trauben; 2002 Erweiterung der Rebfläche auf 15 a; 2010 Ausbau der Rebfläche auf 31 a mit insgesamt 1550 Rebstöcken.
     
Weingut zum Rosenberg, Altdorf



     

WEINBAULICHE EREIGNISSE IN URI

1240  /
Guter Wein dank trockenem Sommer
Nach einem heissen und trockenen Sommer wird der Wein so gut, dass man ihn ohne Wasser nicht trinken kann.
Schaller-Donauer Alfred, Chronik der Naturereignisse im Urnerland 1000 – 1800, S. 11.

1248  /
Ablieferung von Wein an das Fraumünster in Zürich
Ein Urkunde erwähnt, dass von den Weihnbergen in Altdorf der Zehnte an das Fraumünster in Zürich abgeliefert wird.
Iten Karl, Rings um ds Ürner Chuchigänterli, S. 250.

1321  /
Weinbau in Silenen
Eine Urkunde berichtet von einem "Wingarten vor Tegerlo" in Silenen
Iten Karl, Rings um ds Ürner Chuchigänterli, S. 256.

1450  / Mittwoch, 16. Oktober 1450
Trauben erfrieren an den Reben
Ein verfrühter Schneefall richtetet grossen Schaden an. Die Trauben erfrieren an den Reben und die Beeren müssen zuerst in Kesseln über dem Feuer erwärmt werden, bevor man sie pressen kann.
Iten Karl, Rings um ds Ürner Chuchigänterli, S. 256.

1473  /
Jahr mit wunderbarem Wein
Der Wein wird wunderbar und es gibt so viel davon, dass für ein volles und für ein leeres Fass gleichviel bezahlt werden muss.
Iten Karl, Rings um ds Ürner Chuchigänterli, S. 257.

1483  /
Treffliches Weinjahr
Die Weinernte ist beträchtlich, es ist ein gutes Weinjahr.
Iten Karl, Rings um ds Ürner Chuchigänterli, S. 257.

1516  /
Äusserst heisser Sommer
Der äusserst heisse Sommer hat einen grossen Wassermangel zur Folge, dafür gerät der Wein so gut wie schon lange nicht mehr: "Fünfzehnhundertdreissig und neun, galten die Fässer mehr als der Wein"
Iten Karl, Rings um ds Ürner Chuchigänterli, S. 257.

1536  / Samstag, 11. Juli 1536
Gutes Weinjahr
Es gibt bereits reife Trauben, eine frühe Ernte und ein sehr gutes Weinjahr.
Schaller-Donauer Alfred, Chronik der Naturereignisse im Urnerland 1000 – 1800, S. 35.

1539  /
Grossartiges Weinjahr
Es ist ein grossartiges Weinjahr, sodass sich auch der Spruch „Fünfzehnhundertdreissig und neun galten die Fässer mehr als der Wein" ergibt.
Schaller-Donauer Alfred, Chronik der Naturereignisse im Urnerland 1000 – 1800, S. 35.

1552  /
Ein Übermass an Wein
Es gibt viel Korn und im Herbst viel Wein, so dass man damit das Mauerpflaster anmacht, ihn nachts ausschüttet oder verschenkt.
Schaller-Donauer Alfred, Chronik der Naturereignisse im Urnerland 1000 – 1800, S. 37.

1675  / Montag, 28. Oktober 1675
Die Trauben müssen aus dem Schnee gelesen werden
Am Tag von Simon und Judae müssen die Trauben aus dem Schnee herausgelesen werden. Eine Bauernregel besagt: „Schneid' ab das Kraut, bevor es Judas klaut.“
Iten Karl, Rings um ds Ürner Chuchigänterli, S. 257.

1779  / Donnerstag, 25. März 1779
Reif vernichtet Wein- und Kirschblüte
Der Frühling zieht früh ins Land. Ein Reif vernichtet jedoch in einer Nacht die Wein- und Kirschenblüte.
Schaller-Donauer Alfred, Chronik der Naturereignisse im Urnerland 1000 – 1800, S. 99.

1784  /
Gutes Weinjahr
Das Jahr 1784 beschert den Urnern einen guten Wein.
Iten Karl, Rings um ds Ürner Chuchigänterli, S. 257.

1995  / Montag, 2. Oktober 1995
Uri ist offizieller Rebbaukanton
Die Eidgenössische Rebbaukommission trägt die Parzelle am Hang des Kapuzinerklosters auf das Gesuch von Alois Schuler im Eidgenössischen Rebbaukataster ein. Der Kanton Uri gilt seither als offizieller Rebbaukanton.


1999  / Donnerstag, 28. Oktober 1999
Erste Traubenernte im Rosenberg
Im Rosenberg - am Kapuzinerhügel in Altdorf - können erstmals Trauben geerntet werden. Pächter Alois Schuler ist mit der ersten Lese sowohl in quantitativer und qualitativer Hinsicht zufrieden. Von den 1,5 bis 2 Tonnen Trauben entstehen zu zwei Dritteln Weisswein und zu einem Drittel Rotwein. Im Frühjahr wird es sich zeigen, wie gut der erste Jahrgang geworden ist.
UW 86, 3.11.1999

2000  / Samstag, 9. September 2000
Erster "Altdorfer Chloschterwyy"
Im Mai 1996 wurden die Reben gesetzt, im Herbst 1999 die Trauben gelesen. Heute wird kredenzt. Alois und Ursula Schuler präsentieren ihren ersten Blauburgunderjahrgang 1999, den "Altdorfer Chloschterwyy", ein Rosé und ein Rotwein. Der Föhn als Traubenkocher hat 1999 einen aussergewöhnlichen Urner Jahrgang wachsen lassen.
UW 65, 19.8.2000

2001  / Dienstag, 23. Oktober 2001
Traubenlese in Uri
Am Klosterhügel in Altdorf beginnt die Traubenernte. Nach dem Entfernen der Vogelnetze werden am Morgen zuerst die Blauburgundertrauben geerntet, bevor am Nachmittag die Lese der «Pinot Grigio» beginnt. Es wird mit ungefähr 3`000 Kilogramm Trauben gerechnet. Das Weinjahr 2001 bezeichnet Weinbauer Alois Schuler "meteorologisch als extrem schwieriges Rebjahr". Die extrem lange Regenzeit hat die Qualität natürlich nicht positiv beeinflusst. Doch dank dem sonnigen Oktober und den Föhntagen könne mit einer «befriedigenden Qualität» gerechnet werden. Die geernteten Trauben werden zum Keltern ins Weingut Heidegg gefahren.
UW 83, 24.10.2001

2004  / Mittwoch, 27. Oktober 2004
Der doppelte Winzerlohn
Das freut die Weinliebhaberinnen und -liebhaber: Vom Altdorfer Chloschterwy Jahrgang 2004 gibt es die doppelte Menge. Während zwei Tagen hat Alois Schuler mit seinen Helferinnen und Helfern erstmals den ganzen Altdorfer Rebberg - vor zwei Jahren wurde er auf gut die doppelte Fläche erweitert - gelesen. Alles spricht für einen tollen Jahrgang.
UW 85, 30.10.2004

2005  / Donnerstag, 13. Oktober 2005
Urner Schaumwein
Das Urner Weinjahr 2005 ist rekordverdächtig. Auf dem Rebgut Rosenberg unterhalb des Kapuzinerklosters in Altdorf werden 7 Tonnen Trauben gelesenn. Rund vier Dutzend fleissige Hände füllten innerhalb von sechs Stunden die bereitgestellten Behältnisse mit der neuen Rekordmenge. Aus einem Teil der Ernte wird Rebbauer Alois Schuler erstmals einen Urner Schaumwein herstellen. Schaumweine benötigen eine zweite Gärphase und brauchen somit etwas länger als normale Weine, bis sie auf den Markt gebracht werden können.
UW 81, 15.10.2005

2006  / Mittwoch, 30. August 2006
Schaumwein aus Uri
Weinbauer Alois Schuler hat den ersten Urner Schaumwein eingeführt, seinen Altdorfer Schwaumwein aus Blauburgundertrauben, hergestellt bei Paul Gasser in Ellikon nach der Méthode traditionelle. Schaumwein wird in der Regel in einem Kellereibetrieb aus Jungwein hergestellt.
UW 68, 2.9.2006

2006  / Sonntag, 17. September 2006
Urner Winzerfest in Altdorf - Schampus auf «Altdorfer Schaumwein» getauft
Nun gibt es ihn also offiziell, den ersten Urner Champagner. Das Getränk wird im Rahmen des ersten Urner Winzerfestes im Weingut Rosenberg auf "Altdorfer Schaumwein" getauft.
UW 73, 20.9.2006

2006  / Dienstag, 17. Oktober 2006
Weinlese im Altdorfer Weinberg - "2006 wird ein guter Jahrgang"
Das Jahr 2006 war für die Urner Weinbauer kein einfaches. Durch die verregneten Monate Mai und August hat er mit Pilzen zu kämpfen. Die Qualität wurde aber durch den schönen und warmen Herbst garantiert. Es verspricht ein toller Jahrgang zu werden. Alois Schuler rechnet mit einem Ertrag von rund 5.5 Tonnen Trauben (7000 bis 8000 Flaschen). Das sind rund 10 Prozent weniger als im vergangenen Jahr. Schuld daran sind die verregneten Monate Mai und August. Im nächsten Jahr will Alois Schuler seinen Rebberg um weitere 40 Aren unterhalb des Rosenbergs ausbauen. 1500 neue Reben sollen dort gepflanzt werden. Mit der dritten und letzten Etappe schliesst er gleichzeitig den Ausbau am Rosenberg ab, denn mehr Land steht nicht zur Verfügung.
UW 81, 18.10.2006

2007  / Mittwoch, 14. Februar 2007
Wein aus Meien?
Sie steht im Regal, die grüne 1-l-Weissweinflasche Vin de Pays, ein Chasselas Romand, für 3.99 Franken. Die Etikerre preist an: "Ein typischer Chasselas mit unkompliziertem Charakter. Nur auf der Etikette ist ein Bild vom Dorf Meien. Der Wein steht in einem Regal bei Aldi.
UW 12, 14.2.2007

2008  / Mittwoch, 15. Oktober 2008
Altdorfer Weinberg - Weniger Trauben, doch top in der Qualität
Die Traubenernet am Klosterhügel in Altdorf fällt zwar etwas geringer aus als in anderen Jahren. Dennoch schneiden die 23 Helfer und Helferinnen rund 4 und 5 Tonnen Trauben. Das entspricht nicht ganz der Jahresmenge. Die Trauben sind zuckersüss. Die roten Beeren haben einen Öchslegrad von 90, die weissen einen von 95. Das lässt auf einen guten bis sehr guten Wein schliessen. Die klimatischen Voraussetzungen waren in diesem Jahr sehr unterschiedlich. Der Mai war generell zu heiss. Der Austrieb kam zu früh, und der Föhn brach viele Zweige. Es folgte eine kalte Periode. Auch der September war eher unfreundlich. Zum Glück zeigte sich die Sonne im Oktober häufiger, und es gab doch einige warme Tage, die zur gewünschten Reife der Trauben führten.
UW 82, 18.10.2008

2009  / Freitag, 9. Oktober 2009
Weinlese - Zum Jubiläum ein Traumjahrgang
Ein schwieriges Jahr mit einem Traumergebnis Es ist der 10. Jahrgang, den Alois Schuler verarbeiten wird: Ende August war der erste Jahrgang der neuen Traubensorte Solaris erntereif. Als Anlass des 10-Jahr-Jubiläums des Rebberges will Alois Schuler gleich drei Urner Barrique-Weine herstellen. In eigens dafür angefertigten Fässern aus Urner Eiche wird er einen Blauburger, einen Dioly Noir sowie einen Weisswein - einen Pinot Grigio oder einen Federweiss - machen. Damit soll sein Sortiment im kommenden Jahr gleich um drei neue Weinsorten erweitert werden. Dafür soll ein Weisswein weggelassen werden.
UW 79, 10.10.2009

2011  / Freitag, 30. September 2011
Uri blickt auf ein traumhaftes Winzerjahr
Der Frühling war warm, der Sommer war bis auf drei verregnete Wochen schön, und der sonnige September ist der krönende Abschluss. Weinbauer Alois Schuler freut sich denn auch: "Das war ein traumhaftes Winzerjahr!" In der Hauptlese rechnet Alois Schuler mit 6 bis 7 Tonnen Trauben, die zwischen 95 und 100 Grad Oechsle aufweisen.
UW 77, 1.10.2011

2012  / Samstag, 31. März 2012
Grösster Urner Weinberg wechselt Besitzer
Nach 15 Jahren Tätigkeit steht Weinbauer Alois Schuler vor der Pension. Sämi Imholz, Iwan Deplazes, Erich Herger, Tisi Steinegger und Yves Herger zeigen Interesse.
UW 24, 31.3.2012

2012  / Samstag, 28. April 2012
Weingut ist in neuen Händen
Alois und Ursula Schuler verkaufen ihren Rebberg am Kapuzinerhüglel. Die fünf neuen Besitzer (Iwan Deplazes, Tisi Steinegger, Sämi Imholz, Yves Herger und Erich Herger) haben bereits ehrgeizige Pläne. Vier Sorten: Pinot Noir, Pinot Grigio, Diolinoir und Solaris. Aktuell: 1,3 ha mit 7000 Rebstöcken. Ziele: Vergrösserung der Anbaufläche, Steigerung der Weinproduktion; Kompetenzzentrum für Urner Wein und Weinkultur.
UW 33, 2.5.2012

2012  / Samstag, 7. Juli 2012
Neuer Weinberg in Altdorf
Im Belmité entsteht ein neuer Weinberg. Fünf Weingeniesser haben den *Weinbauverein der schillernde Tell Uri" gegründet. Ab Frühling 2013 werden auf dem rund 1 ha grossen Grundstück Hochstammreben (werden auf einer Höhe von ca. 85 cm veredelt; robuster und forstresistenter) gesetzt, insgesmt 4'500: 1'500 Pinot noir, 1'000 Zweigelt, 1'000 Cabernet Dorsa sowie 1'000 der Weissweinsorte Muscaris. Der erste Wein des neuen Altdorfer Weinbegrs soll bereits 2016 in Flaschen abgefüllt und unter die Leute gebracht werden.
UW 52, 7.7.2012

2014  / Samstag, 6. September 2014
Asiatin beunruhigt hiesige Weinbauern
Sie mag Obst und Trauben und beschäftigt Weinbauern: die Kirschessigfliege aus Asien, die Drosophila Suzukii. Erste Befallsmeldungen gibt es nun auch in der Region Vierwaldstättersee. Die Reife der Urner Weintrauben ist weit fortgeschritten, ein hoher Ertrag zu erwarten. Trotzdem sind die hiesigen Weinbauern beunruhigt. Aus Uri liegt zwar noch keine Befallsmeldung vor. Der Rebkomissär aber rät, die Reben zu kontrollieren und allenfalls Fallen zu errichten.
UW 69, 3.9.2014, S. 5.

2014  / Montag, 6. Oktober 2014
Die Kirschessigfliege aus Asien hat den Kanton Uri erreicht
Auf dem Rosenberg in Altdorf, dem grössten Weinberg in Uri, werden die roten Trauben so früh wie noch nie geerntet. Der Grund für die vorgezogene Ernte ist die Japanische Kirschessigfliege. Vorsorglich sind zwar rund 180 Becherfallen aufgestellt worden. Angesichts der hohen Vermehrungsrate nützten diese jedoch wenig. Da das Weingut Rosenberg trotz Befall auf giftige Insektizide verzichten will, heisst die Strategie nun also: Lesen statt Jagen. Die frühe Ernte der roten Trauben geht auf Kosten des Öchslegrads. Andere Weingüter (Belmité, Brickermatte) bleiben bisher verschont.
UW 78, 4.10.2014, S. 4.

2015  / Montag, 9. November 2015
Weinbauverein Uri wird gegründet
Im Buchholz in Silenen wird der Weinbauverein Uri gegründet. Anwesend sind 13 Personen, stellvertretend für fünf Weinbaubetriebe im Kanton Uri, und als Gast der Rebkommissär der Zentralschweiz, Beat Felder. Der Vorstand besteht aus drei Mitgliedern: Erich Herger, Bürglen (Präsidium), Ruedy Schuler, Bürglen (Kasse) und Ruth Kempf, Silenen (Sekretariat). Als Rechnungsrevisoren werden Paul Arnold, Bürglen, und Toni Gerig, Amsteg, gewählt. Der Weinbauverein Uri bezweckt die Erhaltung und Förderung des einheimischen Weinbaus und seiner Produkte, die Vermittlung, die Auswertung und der Austausch von Erfahrungen in Fachkreisen lokaler und regionaler Rebgebiete, die Durchführung von Vorträgen, Rebbaukursen und Exkursionen und die Begleitung der Öffentlichkeitsarbeit. Schliesslich wird auch die Geselligkeit unter den Mitgliedern gepflegt.
UW 4, 16.1.2016, S. 3.

2016  / Sonntag, 1. Mai 2016
Erster Urner Weinsonntag
Erstmals kann die Vielfalt der Urner Weine an einem Tag an einem Ort genossen werden. Der Weinbauverein Uri lädt zum Urner Weinsonntag ein. Treffpunkt ist das Weingut zum Rosenberg in Altdorf. Heute bewirtschaften fünf Weinbetriebe vor allem in Altdorf, Bürglen und Silenen eine Fläche von rund 5 Hektaren. Der warme Frühling und der sonnige Spätsommer sorgen mit dem Föhn als Traubenkocher für eine ausgezeichnete Qualität der Weine. Im Sonnenschein stehen hauptsächlich Blauburgunder, Diolinoir, Zweigelt, Merlot, Cabernet Dorsa, Maréchal Foch, Léon Millot, Pinot Grigio, Riesling-Silvaner, Solaris und Muscaris.
UW 31, 20.4.2016, S. 17; UW 35, 4.5.2016, S. 12.

2017  / Freitag, 24. März 2017
Urner Weinmesse ist ein Erfolg
Im Kanton Uri gibt es heute fünf kommerziell tätige Weinbauern. Diese pflanzen elf verschiedene Rebsorten an. An der alle zwei Jahre stattfindenden Messe Vinuri kann das Publikum an 20 Ständen degustieren. Im Vergleich zur letzten Vinuri werden etwas weniger Gäste registriert.
UW 25, 29.3.2017, S. 1, 4.

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Texte und Angaben: Quellenverweise und Rolf Gisler-Jauch / Angaben ohne Gewähr / Impressum / Letzte Aktualisierung: 1.3.2018