BRAUCHTUM

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Das Weihnachts-Fest

Festes Datum: 25. Dezember
aktuelles Datum: Samstag, 25. Dezember 2021
Eidgenössischer Feiertag; Weihnachten hat eine Oktav; Hochfest des Herrn.
   
Brauchtum: Im Zentrum des Weihnachtsfestes steht der Christbaum und die Kinderbescherung.



Eine Hauptrolle in der Weihnachtszeit hat heute der Christbaum inne. Die geistervolle Zeit der Zwölf Nächte hat zu diesem Brauchtum auch ihren Beitrag geleistet. Die Verwendung von Bäumen und Ästen war seit Urzeiten Bestandteil des Festes. In allen Kulturen und Religionen symbolisiert der Baum das Leben. Das Grün ist der Garant der Hoffnung, dass die Natur wieder erwacht. Die Lebenskraft der immergrünen Pflanzen sollte zusammen mit dem Licht die Dämonen verscheuchen und die guten Geister anlocken. Im Mittelalter schmückte man deshalb Häuser und Kirche von Advent bis Lichtmess, am 2. Februar, mit grünen Zweigen und immergrünen Girlanden.
Der Grossteil der Bevölkerung konnte bis in die Neuzeit nicht schreiben und lesen. Die biblische Geschichte kam deshalb in Bildern wie auf den Fastentüchern oder in Krippenspielen zur Darstellung. Beim Krippenspiel stand in der Kirche ein immergrüner Baum als "Paradiesbaum", von dem an der dramaturgisch bestimmten Stelle der rote Apfel gepflückt wurde. Mit den Jahren wurde der Paradiesbaum immer schmucker, die roten Äpfel wurden mit Silber- oder Goldpapier eingewickelt. Vergoldete Nüsse, Süssigkeiten und Festgebäck machten die "paradiesische" Funktion des Baumes für die Gläubigen deutlich. Am Ende der Weihnachtszeit, am 6. Januar, durfte der Paradies- beziehungsweise Christ- oder Weihnachtsbaum geplündert, das heisst die Früchte geerntet werden.
Der alte Christbaumschmuck verdeutlichte den Zusammenhang von Weihnachten und Ostern, Krippe und Kreuz: Die roten Äpfel und Schleifen versinnbildlichten das Blut, das der Neugeborene vergossen hatte, um die Menschen zu erlösen.

Konfessionelles Gegensymbol zur Krippe
Im 16./17. Jahrhundert tauchte der Paradiesbaum auch ausserhalb der Kirche auf, vor allem bei Gemeinschaftsfeiern von Zünften und Bruderschaften. Als Zunftbrauch ist das Schütteln von eigentlichen Geschenkbäumen, die auf den Zunftstuben ausgestellt waren, seit dem ausgehenden Mittelalter bezeugt. Aus Bern berichten Akten von 1570 vom "Dattelbaum schütteln", das anfangs Januar auf den Zunftstuben von den Knaben der Zünfter besorgt wurde. Der „Paradiesbaum“ löste sich vom Krippenspiel und wurde zum Symbol der Advents- und Weihnachtszeit. Als Weihnachts- und Christbaum hielt der Brauch sodann Einzug in den Privatbereich, zuerst in Deutschland, in adligen und wohlhabenden, evangelischen Familien. Er wurde zum konfessionellen Gegensymbol zur Weihnachtskrippe. Im 18. Jahrhundert, als die Weihnachtsfeiern zunehmend zu Familienfesten wurden, fand der Christbaum auch Aufnahme bei einfacheren evangelischen Familien. Aus den in Silber- und Goldpapier eingehüllten Früchten entwickelten sich die Christbaumkugeln. Mit der Verlagerung der Weihnachtsfeier in den privaten Bereich tauchten am Baum auch Kerzen auf. Die Christbaumkerzen nahmen die weihnächtliche Lichtsymbolik auf. Jesus Christus hatte sich als das Licht der Welt bezeichnet und brachte mit seiner Geburt Licht in unsere Welt! Die Volkstümlichkeit der Lichterpracht wurde erst durch eine technische Errungenschaft ermöglicht: die Erfindung der Kunstwachskerzen aus Stearin! Die bisher verwendeten Bienenwachskerzen konnten sich breite Bevölkerungsschichten nämlich nicht leisten.

Von der Stadt aufs Land
Im Laufe des 19. Jahrhunderts kam der Christbaum auch in die Wohnzimmer katholischer Familien. Er wurde nun zunehmend zum Gabenbaum. An ihm hängten Spielsachen für die Kinder. Die Geschenke wanderten in der Folge jedoch in Geschenkverpackungen und wurden auf dem Boden rund um den Baum deponiert. An den Ästen verblieb Miniatur-Spielzeug als Christbaumschmuck. Weitere ästhetisierende Elemente nahmen auf dem Christbaum Platz: Lametta (Engelshaar), Christbaumkugeln aus Glas, Metall und Kunststoff, die als Ersatz der ehemaligen Paradiesäpfel dienten. Hierzu brauchte es wiederum Erfindergeist: Christbaumkugeln aus Glas wurden möglich, als es Justus von Liebig 1870 in Morgenstern bei Gablonz gelang, Glaskörper von innen zu versilbern.
In der Schweiz wurde der Weihnachtsbaum erst im 19. Jahrhundert eigentlich volkstümlich. Der erste mit Weihnachtslichtern geschmückte Baum ist in der Stadt Zürich für das Jahr 1775 belegt. Damals brachte ihn der Samichlaus als Chlausbaum am 6. Dezember. Erst im 19. Jahrhundert drang der Brauch von den Städten aufs Land vor. Besonders die katholischen Gebiete übernahmen ihn nur zögernd.
Gemäss dem Atlas der schweizerischen Volkskunde war der Weihnachts- oder Christbaum vor 1900 bereits in Altdorf und im mittleren Reusstal allgemein. Der Christbaum hielt dann ab den 1920er-Jahren auch in den restlichen Urner Gemeinden vermehrt Einzug. Der Weihnachtsschmuck war in den hiesigen Geschäften oder durch Versandhäuser, welche in den Urner Zeitungen inserierten, erhältlich. Christbäumchen konnten vom Bürgerrat Altdorf bei der Turnhalle im Winkel bezogen werden. Per Inserat wurde darauf aufmerksam gemacht, dass das eigenmächtige Wegnehmen von Christbäumchen im Walde verboten sei und bestraft werde. Trotz diesen Angeboten stand noch lange nicht in jeder Urner Stube ein Christbaum.
Ein Christbaum besonderer Art beleuchtet 1935 über die Weihnachtszeit den nächtlichen Kirchplatz von Altdorf. Das Elektrizitätswerk Altdorf liess einen grossen Tannenbaum mit elektrischen Kerzen erstrahlen. Damit begann der erste Schritt zu einem weihnächtlichen Lichtermeer, welches sich vor allem im letzten Jahrzehnt sowohl räumlich als auch hinsichtlich der Sujetwahl immer mehr ausweitete.

Christbaumfeiern – Bescherung und Unterhaltung
Grosse Tradition hatten seit dem Ausgang des 19. Jahrhunderts in Uri die Christbaumfeiern, welche von den verschiedensten Vereinen durchgeführt wurden und vorwiegend am Stephanstag stattfanden. Im Zentrum von Vereinigungen mit einem karitativen Zweck wie Mütter- oder Krankenunterstützungsvereine stand die Kinderbescherung. Man wollte den Kindern ärmerer Familien, welche Zuhause aus finanziellen Gründen keine Möglichkeit für einen Christbaum und Geschenke hatten, an Weihnachten eine Freude bereiten.
An den Christbaumfeiern trugen die Kinder Lieder und Gedichte vor. Oft wurde auch ein Krippenspiel vorgetragen. Anschliessend folgte die Bescherung, welche hauptsächlich in warmen Kleidern für den Winter bestand. Solche Christbaumfeiern wurden auch von privater Seite organisiert. So sammelte der Wirt des Hotels Klausen (heute Hotel Alpina) in Unterschächen seit 1893 im Sommer unter den Kurgästen Geld für die Weihnachtsbescherung. Doch, allen Leuten recht getan, ist eine Kunst, die niemand kann, denn der Zeitungsbericht im Jahre 1900 schloss mit den Worten: "… und mögen auch andere bei diesem Anlasse gerügte Vorkommnisse unterbleiben, welche darauf hin zu zielen scheinen, das schöne Werk des Christbaumes zum Nachtheil der Armen zu vernichten." Auch im Hotel Tell auf dem Urnerboden wurden die Kinder von Wohltätern und Gönnern beschenkt und erhielten nebst allerhand Kleidungsstücken Wurst und Brot.
Daneben waren die Christbaumfeiern auch willkommene Unterhaltung in den dunklen und eintönigen Wintertagen. Es wurden theatralische und musikalische Produktionen gegeben. Die erste Christbaumfeier der Musikgesellschaft Schattdorf im Jahre 1900 zählte 13 Nummern, und enthielt nebst Gesangs- und Musikvorträgen auch zwei so genannt komische Stücke. Der katholische Gesellenverein Altdorf spielte den "Stiefelputzer im Verhör" und der Isenthaler Kirchenchor strapazierte die Lachmuskeln mit dem humoristischen Couplet "Zwei alte Jungfern". Die Weihnachtszeit war von der geister- zur freudenvollen Zeit geworden!

Quellen, Literatur: Autor: Rolf Gisler-Jauch (www.urikon.ch)

DAS WEIHNACHTSFEST IM DETAIL

Krippe
Die Krippe war die häufigste Form, in der Heiligenstatuen (wenn auch nur im Kleinformat) in Privathaushalten auftauchten.

Im Vorderen Orient war es normal, dass Tiere mit Menschen zusammen unter einem Dach wohnten. Der Futtertrog für die Tiere wurde dementsprechend auch als Krippenliege für Kinder gebraucht. So hat schon Hieronymus bei seiner Bibelübersetzung ins Lateinische das Wort praespium zur Übersetzung der Krippe gebraucht, was für „vorne verzäumt, Gehege“ steht. Krippe als deutsches Wort ist sehr alt. Es hat bei allen indogermanischen Sprachen dieselbe Wurzel, nämlich „graben, vertiefen“, was auf die Grube zur Fütterung der Haustiere schliessen lässt.

Der Sinn und die Funktion einer Krippe bestanden darin, das Heilsgeschehen aus der Bibel bildhaft zu verdeutlichen. Der Fixpunkt war also die Geburt Christi. Der Betrachter konnte sich in das dargestellte Geschehen hineinversetzen, damit etwas in ihm erwachte. Seit 1350 spielte sich bei den Krippen ein Figurenkanon ein, der die auftretenden Personen festlegte. Er bestand aus der Heiligen Familie, dem Ochsen und der Eselin, den Königen und Hirten, dem Engel und dem Stern.

Im 17. Jahrhundert wurde die Schaukrippe zum Unterricht der breiten Masse benutzt. Sie erfuhr im Barock ihre Blütezeit. Doch waren Krippen damals noch nicht so verbreitet, dass in allen Kirchen und Pfarreien eine solche zu sehen war. Die Haupthersteller der Krippen waren damals, wie bei vielen christlichen Gegenständen, Klosterwerkstätten.

So sehr unser Volk die Weihnachtskrippe liebte und verehrte, ein Krippenland (wie etwa das Tirol) war Uri nie. Krippen in den Häusern waren äusserst selten. Da und dort sah man zwischen den Fenstern auf Mooskissen eine Krippe. Umsomehr schätzte das Volk die Krippe, die in fast jeder Kirche zu finden war. Dass Eltern mit ihren Kindern die Krippe in der Kirche besuchten, gehörte zum Volksbräuchlichen der Zeit zwischen Weihnachten und Dreikönigen. Es war auch üblich, dass man einen Batzen in das bei der Krippe aufgestellte Kässeli warf.

Autor: Bär-Vetsch Walter, Aus einer anderen Welt, S. 366 f.; Literatur: Schell Sebastian, Krippen, S. 141; Zihlmann Josef, Volkserzählungen und Bräuche, S. 286 f.

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Rauhnacht, Raunacht
Mit Rauhnächte war die Zeit zwischen dem 25. Dezember und dem 6. Januar gemeint. Benannt wurden sie wohl nach dem Ausräuchern, das seit dem Spätmittelalter Haus und Hof Segen bringen und Unheil abwehren sollte. Sie fielen in die Zeit der Zwölften, auch Zwölfnächte genannt. Die Zwölften galten als unfallträchtig und als Losnächte, in denen durch Befragung, Erkennen von Zeichen in der Natur oder in Träumen das Schicksal des kommenden Jahres erfahren werden konnte. Dabei standen jeder der zwölf Tage für einen Monat des neuen Jahres.

Der Brauch des Räucherns und Betens in den Rauhnächten war sehr alt, entstanden aus der Furcht vor Dämonen, die besonders in dieser Zeit um Weihnachten Mensch, Haus und Hof bedrohten. Viele glaubten, dass in dieser Zeit Frau Percht mit ungetauften Kindern unterwegs wäre. Der Hausherr gab in ein Rauchgefäss oder eine Rauchpfanne, die mit einem durchlöcherten Deckel versehen war, – es wurde auch Schaufeln oder mit Kohlen beheizte Bügeleisen verwendet – Kohlen- oder Holzglut und streute Weihrauch, Myrrhe, Wacholder und Kräuter, am Hohen Frautag geweiht, hinein. Der Hausherr segnete mit dem Rauch und den Worten „Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen“ Haus und Hof. Ein Kind oder ein Erwachsener, manchmal auch die ganze Familie, ging hinterdrein, sprengte Weihwasser mit einem Tannenzweiglein auf alles und sprach dazu ebenfalls den Segensspruch. Durch Schwingen des Gefässes entstand starker Rauch und so räucherte er alle Räume des Hauses, die Türschwellen, das Vieh im Stall, die Scheune, Obstbäume und auch das Feld. Gingen sie nicht mit, versammelten sich die Frauen, Kinder und älteren Familienangehörigen währenddessen um den Stubentisch und beteten teils kniend auf dem Boden den Rosenkranz – am Heiligen Abend alle drei, den freudenreichen, schmerzhaften und glorreichen, an Silvester den freudenreichen und schmerzhaften und in der Dreikönigsnacht nur noch den glorreichen.

Räucherungen wurden auch von dazu berechtigten Personen aus dem Klerus oder vom Sigristen durchgeführt.

Autor: Bär-Vetsch Walter, Aus einer anderen Welt, S. 462.

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Adventskranz
(Angaben folgen)
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Weihnachtsguetzli
(Angaben folgen)
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Mitternachtsmesse
(Angaben folgen)
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Advent
Der Advent (Ankunft Christi, vom lateinischen adventus = Ankunft) beginnt am ersten Sonntag nach dem 26. November und reicht bis zur ersten Vesper des Heiligen Abends. Mit der Adventszeit beginnt auch das neue Kirchenjahr. Das Adventsbrauchtum unterschied zwei Grundrichtungen, eine kirchliche und eine volksbräuchliche.
Der kirchliche Advent war gezeichnet von der Rüst- und Busszeit, von der Strenge des Fronfastengebots und vom Entsagen gegenüber allen Belustigungen und Tanzanlässen. Die verschiedenen Heiligentage (Andreas, Barbara, Nikolaus, Ottilia, Thomas) hatten je ihr eigenes, mehr oder weniger ausgeprägtes Brauchtum.
Der volksbräuchliche Advent ausserhalb des religiösen Brauchtums war gezeichnet von vorchristlichem Volksglauben. In manchen Fällen liessen die Heiligengestalten Mythenfiguren aus vorchristlicher Zeit (z.B. bei Andreas, Nikolaus, Thomas) erkennen.
In der Adventszeit galt das Zeichen des Betzeitläutens in seiner vollen Strenge. War die Betglocke verstummt, beherrschten die Geister die Nacht.

Literatur: Walter Bär-Vetsch, Volksfrömmigkeit, S. 22.

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Papierkrippen
Erste Berichte von Papierkrippen fanden sich im 17. Jahrhundert in Italien und Österreich. Zum Erfolg der Papierkrippen verhalf sicher das günstige Ausgangsmaterial. Papier war ein billiges und einfaches Material und wurde auch gerne als Holz des kleinen Mannes bezeichnet. Es bot gute Verarbeitungsmöglichkeiten. Bemalt wurden diese Krippen in der Regel mit einfachen Wasserfarben, seltener mit Ölfarben. Die zweidimensionalen Figuren forderten dabei mehr Vorstellungskraft – ein Nachteil, der durch den perspektivischen Detailreichtum ausgeglichen wurde.

Autor: Bär-Vetsch Walter, Aus einer anderen Welt, S. 442. Literatur: Schell Sebastian, Skulpturen, S. 142.

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Räucherhütchen
Für die Hausräucherung gab es raffinierte Pfännchen. Darin wurden gute Hölzer, wie Wacholder, Lärche, Föhre, Hasel und Eibe, verbrannt. Der Rauch wirkte reinigend und wehrte schlechte Einflüsse ab.

Autor: Bär-Vetsch Walter, Aus einer anderen Welt, S. 461 f. Literatur: Niederberger Hanspeter, Hirtler Christof; Geister, Bann und Herrgottswinkel; S. 148; «Suisse Primitive“, Museumsführer, Forum für Schweizer Geschichte (2002).

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Weihnachten als Lostag
Im 19. Jahrhundert war es verboten, ab Weihnachten bis zur erneuten Alpfahrt sich «haushäblich» auf dem Urnerboden aufzuhalten. Wer dieses Verbot übertrat, sollte durch Amtsleute abgeholt und bestraft werden (LB UR II 1826, Art. 391).
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Christbaum
Im Kanton Uri werden zwar gezielt Weihnachtsbäume angepflanzt. Es bestehen aber keine eigentliche Plantagen. Vor allem im „Balanggenwald“ in Attinghausen werden Weihnachtsbäume gepflanzt. Aufgrund der Hochspannungsleitungen in diesen Gebieten müssen die Waldbestände auf einem niedrigen Niveau gehalten werden. Die Tannen werden somit kaum grösser als 3 Meter. Jährlich werden rund 500 einheimische Bäume gefällt und meist privaten Stammkunden verkauft. Den Rest bezieht man aus Jungwaldbeständen aus den Urner Wäldern. Meistens verkaufen auch die Korporationsbürgergemeinen Weihnachtsbäume aus ihren Beständen.
Der einheimische Bedarf kann damit aber nicht gedeckt werden. Die Nachfrage liegt aber um ein Vielfaches höher. In vielen Urner Stuben stehen deshalb dänische Nordmanntannnen, immer mehr auch Plastikbäume.

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Rauchabend
Rauchabende gab es drei: den Heiligen Abend (24. Dezember), den Neujahrsabend (31. Dezember) und den Dreikönigsabend (5. Januar). Vor allem an diesen Abenden ging man vor dem Abendessen rauchen (bräuken).

Autor: Bär-Vetsch Walter, Aus einer anderen Welt, S. 462.

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AKTUELLE ORCHESTERMESSEN AN WEIHNACHTEN

VERGANGENE ORCHESTERMESSEN AN WEIHNACHTEN

25.12.2018 Spatzenmesse in C-Dur (KV 220) Wolfgang Amadeus Mozart Cäcilienverein Altdorf Liegenschaft Pfarrkirche St. Martin
25.12.2008 Missa Wettingensis   Cäcilienverein Altdorf Liegenschaft Pfarrkirche St. Martin
25.12.2006 Credo Messe (KV 257)   Cäcilienverein Altdorf Liegenschaft Pfarrkirche St. Martin
25.12.1998 Festmesse in D   Cäcilienverein Altdorf Liegenschaft Pfarrkirche St. Martin
25.12.1996 Krönungsmesse in C-Dur Wolfgang Amadeus Mozart Cäcilienverein Altdorf Liegenschaft Pfarrkirche St. Martin
25.12.1993 Spatzenmesse in C-Dur (KV 220) Wolfgang Amadeus Mozart Cäcilienverein Altdorf Liegenschaft Pfarrkirche St. Martin
25.12.1990 Credo Messe (KV 257)   Cäcilienverein Altdorf Liegenschaft Pfarrkirche St. Martin
25.12.1987 Orgelsolomesse in C-Dur Wolfgang Amadeus Mozart Cäcilienverein Altdorf Liegenschaft Pfarrkirche St. Martin
25.12.1984 Festmesse in D   Cäcilienverein Altdorf Liegenschaft Pfarrkirche St. Martin
25.12.1983 Krönungsmesse in C-Dur Wolfgang Amadeus Mozart Cäcilienverein Altdorf Liegenschaft Pfarrkirche St. Martin
25.12.1982 Spatzenmesse in C-Dur (KV 220) Wolfgang Amadeus Mozart Cäcilienverein Altdorf Liegenschaft Pfarrkirche St. Martin
25.11.1979 Festmesse in D   Cäcilienverein Altdorf Liegenschaft Pfarrkirche St. Martin
25.12.1977 Spatzenmesse in C-Dur (KV 220) Wolfgang Amadeus Mozart Cäcilienverein Altdorf Liegenschaft Pfarrkirche St. Martin
25.12.1975 Messe in G Franz Schubert Cäcilienverein Altdorf Liegenschaft Pfarrkirche St. Martin
25.12.1974 Theresienmesse in B   Cäcilienverein Altdorf Liegenschaft Pfarrkirche St. Martin
25.12.1973 Krönungsmesse in C-Dur Wolfgang Amadeus Mozart Cäcilienverein Altdorf Liegenschaft Pfarrkirche St. Martin

WEIHNÄCHTLICHE EREIGNISSE

Mittwoch, 24. Dezember 1902
Christbaumfeier auf dem Urnerboden
Gegen hundert Einwohner des Urnerbodens versammeln sich zum ersten Mal um einen festlich geschmückten Christbaum. Die vom Kaplan Anton Federer organisierte gemeinsame Feier findet im Hotel «Wilhelm Tell» statt. Nachdem die Schulkinder über ihre Kenntnisse im Katechismus abgefragt worden sind und der Kaplan die symbolische Bedeutung des Christbaums näher erläutert hat, werden die Kinder mit Hemden, Schulsachen und Süssigkeiten reichlich beschenkt. Die Gaben werden von, vornehmlich aus Zürich stammenden, Wohltätern gespendet.
UW 3.1.1903
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Verspätete Weihnachtsfeier für die Schulkinder der Göscheneralp
Eine verspätete Weihnachtsfeier wird den Schulkindern der Göscheneralp zuteil. Zwei Herren aus Zürich überraschen dieselben nach Neujahr nebst einem Christbaum mit entsprechender Bescherung. Für die Kinder ist dies die erste Christbaumfeier überhaupt.
UW 3, 16.1.1904
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Sonntag, 27. Dezember 1908
Christbaumfeier in Göschenen
Vom katholischen Männerverein und von der Müttergemeinschaft unter Mitwirkung der Musikgesellschaft und des Cäcilienverein wird im Grand Hotel Göschenen eine Christbaumfeier zugunsten eines Kleinkindergartens veranstaltet.
UW 1, 1.1.1909
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Donnerstag, 25. Dezember 1924
Christbaumfeier in Meien
60 Kinder freuen sich in Meien bei der Christbaumfeier über den Lichterglanz. Die Feier wird von Liedern umrahmt und es werden Süssigkeiten und Äpfel verteilt. Als Höhepunkt kommt die Verteilung der Gaben, von Wohltätern gespendet. So siftet der Pfarrer fünf Schultornister und der Skiclub Wassen drei Paar Ski.
UW 2, 10.1.1925
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Montag, 7. Januar 1935
Weihnachtsfeier der Jungfrauenkongregation
Im "Höfli" kommt die Jungfrauen-Kongegration zu ihrer Weihnachtsfeier zusammen. Diese ist gespannt in den Rahmen der liturgischen Gedanken, die das Beten in der Kirche vom Advent bis Epiphanie erfüllen.
UW 2, 12.1.1935
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Dienstag, 24. Dezember 1935
Ein Christbaum besonderer Art!
Ein Christbaum besonderer Art beleuchtet über die Weihnachtszeit den nächtlichen Kirchplatz von Altdorf. Das Elektrizitätswerk Altdorf lässt einen grossen Tannenbaum mit elektrischen Kerzen erstrahlen.
UW 52, 28.12.1935
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Sonntag, 29. Dezember 1935
Musikverein Flüelen führt seine Christbaumfeier
Der Musikverein Flüelen führt seine Christbaumfeier durch. Neben dem gut einstudierten Musikprogramm kommen auch zwei Einakter zur Aufführung.
UW 52, 28.12.1935
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DER HEILIGE ABEND UND WEIHNACHTEN IN DER URNER SAGE

 

 

Texte und Angaben: Quellenverweise und Rolf Gisler-Jauch / Impressum / Angaben ohne Gewähr / letzte Aktualisierung: 02.01.2020