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Ansprachen zum Nationalfeiertag

2017

Dienstag, 1. August 2017



Sujet: Stilisierte Bergwelt mit Schweizer Kreuz
Zweck der Bundesfeierspende: Alpine Kulturlandschaften

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Wort des Landammanns zum Bundesfeiertag 2017
Landammann Beat Jörg


«Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger

Alljährlich am 1. August feiern wir den Geburtstag unseres Landes, der Schweizerischen Eidgenossenschaft. Wie es der Name sagt, wurde unser Land gegründet in Form einer Genossenschaft. Am Ende erwuchs daraus ein erstaunliches Erfolgsmodell. Kaum ein anderes Land in der Welt erreicht bei Gesundheit, Bildung und Wohlstand ein ähnlich hohes Niveau wie die Schweizerische Eidgenossenschaft. Kennzeichnend für unsere Eidgenossenschaft ist – wie für jede Genossenschaft – das Vertrauen in die eigene Kraft der Mitglieder. Selbsthilfe, Selbstverantwortung, Selbstverwaltung: Das waren vor über siebenhundert Jahren die zentralen Werte unserer Gründerväter, und das ist auch heute noch die Basis für unser modernes föderales Gemeinwesen.

Unser Land, unser Kanton, unsere Gemeinden sind also keine abstrakten Gebilde, die so nebenher für sich allein funktionieren. Als Zusammenschluss von konkreten Menschen funktionieren Bund, Kanton und Gemeinden nur dann, wenn sich die Bürgerinnen und Bürger je nach ihren Fähigkeiten und Stärken aktiv einbringen. Kurz: Wenn wir alle uns für das Gemeinwesen engagieren. Dieses Engagement trägt Namen wie Milizarbeit, ehrenamtliche Tätigkeit oder Freiwilligenarbeit. Es ist denn auch ein untrügliches Zeichen für die Vitalität der Urner Gesellschaft, dass in unserem Kanton schweizweit am meisten Freiwilligenarbeit pro Kopf geleistet wird. Nur dank diesem immensen freiwilligen Einsatz sind wir überhaupt in der Lage, alle unsere Institutionen – seien sie nun öffentlich oder privat – mit einem tragbaren finanziellen Aufwand zu betreiben.

Allen Menschen, die sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten für unser Gemeinwesen engagieren, gebührt gerade heute ein grosses Dankeschön, verbunden mit der Hoffnung, dass sie sich auch weiterhin nach Kräften zum Wohl von uns allen einsetzen. Bund, Kanton und Gemeinden ihrerseits stehen in der Pflicht, das Möglichste zu tun, damit die eigenen Institutionen miliztauglich bleiben und damit der Wert der Freiwilligenarbeit anerkannt wird. Diesen Anspruch versucht der Regierungsrat auch mit dem neuen Regierungsprogramm einzulösen. Das allererste Ziel für die laufende Legislatur lautet: «Uri bietet eine intakte Gemeinschaft, die Heimat und Sicherheit bietet, in der man sich kennt, hohe Eigenverantwortung übernimmt und zugleich für die Nächsten sorgt.» Wenn wir alle diesem Ziel nachleben und es mit Leben füllen, werden wir auch in Zukunft erfolgreich sein.

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, am heutigen Bundesfeiertag fordere ich uns alle auf: Schärfen wir den Blick für die Errungenschaften der Generationen vor uns! Schärfen wir den Blick für die Werte, denen wir diese Errungenschaften verdanken! Entdecken wir also den Genossenschafter in uns und lassen wir uns leiten von der Erkenntnis, dass unser Gemeinwesen insgesamt nur so gut ist wie das eigene Engagement, das wir ihm entgegenbringen. Nehmen wir uns in die Pflicht, dieses Engagement weiterhin mit Freude zu leisten. In diesem Sinn wünsche ich Ihnen allen im Namen des Urner Regierungsrats – und auch ganz persönlich – einen schönen 1. August!»

25.07.2017 / www.ur.ch (25.07.2017)

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(Angaben folgen)

 

 

Texte und Angaben: Quellenverweise und Rolf Gisler-Jauch / Angaben ohne Gewähr / letzte Aktualisierung: 22.08.2021