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Ansprachen zum Nationalfeiertag

2000

Dienstag, 1. August 2000



Sujet: Lampion Laterne
Zweck der Bundesfeierspende: Schweizer Ortsbilder

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Wort des Landammanns zur Bundesfeier 2000
Landammann Martin Furrer


«Liebe Mitbürgerinnen
Liebe Mitbürger

Am 1. August ist Bundesfeiertag. Wir besinnen uns zurück auf die Grundfesten der Eidgenossenschaft. In den vergangenen Wochen und Monaten haben wir Urnerinnen und Urner uns in nationalen Verkehrs- und Planungsfragen, vor allem im Zusammenhang mit den geplanten Linienführung der Neat-Zufahrtslinien, dafür eingesetzt, dass unsere legitimen Anliegen in der Eidgenossenschaft gehört und richtig verstanden werden.

Wohlverstanden: wir sind bereit, unseren Beitrag an nationale Interessen zu leisten. «Das Volk hat aber doch gewisse Rechte», heisst es bei Schiller. Und für diese Rechte werden wir uns einsetzen. Lösungen müssen in freundeidgenössischer und aufrichtiger Art und Weise gefunden werden. Dass Uri sich nicht verschliesst und seinen Beitrag zu leisten gewillt ist, haben wir in den vergangenen Jahren an der Urne zur Genüge bewiesen. Wir sind jedoch nicht bereit, Lösungen zu akzeptieren, welche wir vor unseren Nachkommen nicht verantworten können. Was heute beschlossen wird, muss auch nachhaltig tragbar sein. Wir werden uns nach wie vor energisch für Verbesserungen bei der Neat-Zufahrtslinie einsetzen, wo diese möglich sind. Dabei wollen wir zwar offen sein für Neues, neue Lösungen ohne Vorurteil anzugehen. Immer aber wird das Wohl des Volkes unsere Richtschnur sein.

Nur mit konstruktivem Mitdenken wird Uri seine Zukunft erfolgreich meistern. Es ist mir ein grosses Anliegen, dass Uri zusammensteht und nach aussen hin einig auftritt. Unsere Sprache soll eine gemeinsame sein und die nach aussen getragenen Standpunkte aller Beteiligten bedürfen der Koordination. Der Regierungsrat wird seine Führungsrolle wahrnehmen und alles unternehmen, was in seiner Macht steht, um für Uri das nachhaltig beste Resultat zu erreichen. «So sind wir einer durch den andern stark». Das zeitlose Schiller-Zitat soll uns den Weg weisen.

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger. Nutzen wir den Bundesfeiertag, um innezuhalten in dieser schnelllebigen Zeit und uns für einmal bewusst zu werden, dass wir in den vergangenen Jahren auch viel erreicht haben. Daran dürfen wir uns mit Recht freuen. Viele Fragen von grosser Tragweite müssen in nächster Zeit entschieden werden. Gehen wir sie mit Zuversicht und Tatkraft an, nicht zuletzt im Vertrauen darauf, dass unser Wirken von einer guten höheren Macht gelenkt wird. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen allen einen schönen und feierlichen 1. August.»

28.07.2000 / Abl UR 2000, S. 1101.

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(Angaben folgen)

 

 

Texte und Angaben: Quellenverweise und Rolf Gisler-Jauch / Angaben ohne Gewähr / letzte Aktualisierung: 22.08.2021