BRAUCHTUM

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Ansprachen zum Nationalfeiertag

2001

Mittwoch, 1. August 2001



Sujet: Farbiger Lampion-Fächer
Zweck der Bundesfeierspende: Denkmäler, Tessiner Kapellen und Jugendaustausch

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Wort des Landammanns zur Bundesfeier 2000
Landammann Martin Furrer


«Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger

Der Bund auf dem Rütli, den wir am 1. August feiern, führte zur Gründung der alten Eidgenossenschaft. Heute ist die Schweiz ein moderner Bundesstaat und nicht mehr zu vergleichen mit dem Volk der Hirten von 1291. Dennoch, die Schweiz ist nach wie vor stark geprägt von Symbolen aus der Gründerzeit. Das Rütli gilt als Wiege der Schweizerischen Eidgenossenschaft, steht als Symbol für die Einigkeit des Volkes. Der Besuch des tschechischen Präsidenten Vaclav Havel in Begleitung von Bundespräsident Moritz Leuenberger zeigte, das das Rütli auch in der modernen Schweiz nach wie vor seine Bedeutung hat.

Als Hüter des Gotthards ist Uri seit Jahrhunderten geprägt vom Leben mit dem Verkehr und vom Verkehr. Die Verkehrsprobleme auf der Nationalstrasse und die Planungsfragen im Zusammenhang mit den Neat-Zufahrtslinien haben uns Urnerinnen und Urner in den vergangenen Monaten hart gefordert. Uri hat dadurch nationale Aufmerksamkeit erhalten und Zeichen gesetzt. Unser Kanton nahm im Management der LKW-Stausituationen eine nationale Vorreiterrolle ein. Indem er eine reiche Erfahrung in Verkehrsfragen einbrachte, resultierte auf nationaler Ebene ein praxistauglicher Konsens im Umgang mit Stausituationen. Das Neat-Auflageprojekt hat nationales Unverständnis ausgelöst. Die Urner Behörden aller Stufen setzen sich zusammen mit der Bevölkerung in selten gezeigter Einigkeit für Verbesserungen ein. Es geht um unseren und um den Lebensraum der künftigen Generationen. Wir werden uns weiterhin wachsam und konsequent für handfeste Resultate einsetzen. Den positiven Worten aus Bern müssen jetzt Taten folgen.

Die Herausforderungen, welche sich Uri stellen, haben das Volk am Gotthard in vielen Fragen geeint. Die Diskussion über den Transitverkehr, die Neat oder die Stellung des Kantons Uri in der Eidgenossenschaft findet täglich und auf breiter Basis statt. Ich wünsche mir am heutigen Bundesfeiertag, dass dereinst die Teilnahme am politischen Prozess auch in weniger stürmischen Zeiten in ähnlicher Manier wahrgenommen wird.

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger. Die Anliegen von uns Urnerinnen und Urnern haben in den vergangenen Monaten nationale Unterstützung erfahren. Uri hat seine legitimen Interessen stets fair und sachlich eingebracht. Jetzt erwarten wir den Tatbeweis, der unser Vertrauen in eine moderne und gerechte Schweiz stärken wird. Wir wollen zuversichtlich, einig und tatkräftig in die Zukunft schauen, nicht zuletzt im Vertrauen auf Gott den Allmächtigen. Ich wünsche Ihnen allen einen frohen Bundesfeiertag.»

27.07.2001 / Abl UR 2001, S. 989.

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(Angaben folgen)

 

 

Texte und Angaben: Quellenverweise und Rolf Gisler-Jauch / Angaben ohne Gewähr / letzte Aktualisierung: 22.08.2021