FASNÄCHTLICHES URI

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Die Geschichte der Urner Katzenmusik


  
Im Laufe der Zeit hatte die Katzenmusik ihre Rügefunktion verloren und wurde zum erheiternden Vergnügen, das höchstens noch gegen die schlafenden und durch den Krach zu weckenden Mitbürgerinnen und Mitbürger gerichtet war. Die Katzenmusik bestand im 19. Jahrhundert in Uri am frühen Morgen des Schmutzigen Donnerstags als Weckbrauch und Auftakt zur Fasnacht. Sie galt als traditionell und urchig. Dies hiess, dass man sich aller Gegenstände bediente, mit welchen möglichst viel Lärm und Krach veranstaltet werden konnte. Geeignet waren alle Arten von Büchsen, Hörnern, Trommeln, Rätschen und alte Sensen, und schon musikalischer: «Chuäh- und Geissähoorä» mit eingelegter Stimme. Was laut und schrill klang, war nicht immer leicht mitzuführen. So wurden Öl- und Petrolfässer auf Leiterwagen, die Eisenbahnschienen und die Fräsenblätter auf Pferdeanhängern mitgeführt. Die Katzenmusik hatte in Uri lange Tradition – trotzdem sollte damit gebrochen werden, und den Marsch dazu sollten noch einige Ausländer blasen.

Der «grob gesang» des Uristiers
Die Marschmusik war seit eh und je durch das Militär geprägt. Der Chronist Heinrich Bullinger erwähnt um 1540, dass die kriegerischen Eidgenossen bei den Schlachten von Novara und Marignano «mit einem grossen getümmel, kesslen und bochslen der trummen» auf den Schlachtfeldern aufmarschiert seien. Im Mittelalter war die Grenze zwischen Fasnacht und Freischarenzug fliessend, und bei den spätmittelalterlichen Fasnachtsfahrten des frühen 16. Jahrhunderts waren nebst politischen und damit auch militärischen Persönlichkeiten auch Trommler und Pfeifer und der Stier von Uri mit seinem Horn zugegen. Sein «grob gesang» war dann später verstummt, doch vielleicht wurde der Gesang von der Jungmannschaft als Nachahmung von Kraft und Stärke mit ihren kleineren Kuh- und Geisshörnern, den «Heeräli», auf ihren nächtlichen Streifzügen nachgeahmt und widerhallte eben am frühen Morgen des Schmutzigen Donnerstags als Konzert der Katzenmusik. Auf jeden Fall war der Marsch mit den «Heeräli» und dem monotonen Rhythmus im ganzen Kanton verbreitet und wurde in einzelnen Urner Gemeinden bis in die 1950er-Jahre hinein gespielt.

Aux champs en marchant ...
Für einen nachhaltigen musikalischen Widerhall waren dann die in Altdorf internierten Teile der Bourbaki-Armee im Frühjahr 1871 verantwortlich. Zwei französische Trompeter mit Clairons besorgten den Signaldienst. Und so ertönte sie frühmorgens über den Lehnplatz, die französische Clairon-Sonnerie: «Aux champs en marchant au relevé de la garde!»
Der Aufenthalt von Teilen der Bourbaki-Armee fiel in eine Zeit, wo der so genannte Morgenstreich (Frühkonzert) in ein bedenkliches Decrescendo überging. Die neue, von den Franzosen übernommene Clairon-Melodie leistete somit zur Wiederbelebung der Katzenmusik den innovativen Beitrag und sollte schliesslich den ganzen Kanton erobern. Der eigenartige Rhythmus des alten Katzenmusikmarsches wurde beibehalten und neu dazu das Clairon-Signal – nun viel langsamer – geblasen. Mit dem Auftreten der Clairons verschwanden im Laufe der Jahrzehnte die grellen, hohen Töne der Feuerhörnchen und die tiefen, vollen Töne der Hörner immer mehr aus der Tonsymphonie der Lärminstrumente. Parallel zu dem Funktionswandel der Katzenmusik einher ging also die musikalische Entwicklung. Der Lärm ordnete sich durch Perkussionseffekte, erhielt ein vorgeschriebenes rhythmisches Muster und Unterstützung durch den melodiösen Klang der Musikinstrumente.

Die Katzenmusik nach dem Zweiten Weltkrieg Zur Verbreitung des Urner Katzenmusikmarsches hatten nach dem Zweiten Weltkrieg in den Urner Gemeinden die Gründungen der Fasnachtsgesellschaften sowie das Mitwirken der Musikvereine beigetragen. Wo die Musikgesellschaften sich an dem Fasnachtstreiben betätigten, stand ein musikalisches Potenzial zur Verfügung, das die Bourbaki-Melodie beherrschte und diese zum Teil auch melodiöser zu spielen begann. Vor 1940 ist der Urner Katzenmusikmarsch wohl nur in den Gemeinden Altdorf, Flüelen, Schattdorf, Bürglen und Erstfeld gespielt worden. Die ab 1944 entstehenden Fasnachtsgesellschaften waren bestrebt, ein eigenes Instrumentarium anzuschaffen. Um die notwendigen Mittel zu bekommen, brauchte es eine Organisation. Die Anschaffungskosten der Instrumente waren hoch. In fast jedem Dorf gab es jedoch eine gute Seele, welche in vielen Frondienststunden und mit grossem Idealismus Trommeln und Pauken herzustellen begann und diese nach den Strapazen der närrischen Zeit auch wieder reparierte. Die Fasnachtsgesellschaften finanzierten sich anfänglich durch Mitgliederbeiträge, Mitgliederdarlehen und Hauskollekten. Um 1960 hatte der alte «Heeräli»-Marsch im ganzen Kanton der Clairon-Melodie Platz gemacht. Lediglich auf dem Urnerboden hatte diese keinen Einzug gehalten.
In Seelisberg hatte sich die «Chatzämuisig» in den 1980er-Jahren zur Guggenmusik gewandelt und spielt den Urner Katzenmusikmarsch nur noch bei besonderen Gelegenheiten. In Realp und Isenthal braucht die Aufführung der Katzenmusik keine feste Organisation. Dort ist die Musikgesellschaft für die Durchführung verantwortlich oder zumindest für die Initialzündung besorgt gewesen. Uri ist der einzige Kanton der Schweiz, in welchem die Katzenmusik noch flächendeckend gespielt wird. Ähnliche Lärm- und Weckbräuche kennt man noch in Solothurn, wo alle Instrumente erlaubt sind, alles mitmacht und weiss gekleidet ist sowie im süddeutschen Raum.

Literatur: Gisler-Jauch Rolf, Fasnächtliches Uri, S. 133 ff.; Foto: StAUR Slg Bilddokumente.

KATZENMUSIK-EREIGNISSE

Samstag, 13. Februar 1897
Gemeindepräsident protestiert gegen den früheren Beginn des Frühkonzerts
Der Altdorfer Gemeindepräsident Andreas Huber ersucht die Polizeidirektion Uri, die so genannte Katzenmusik am Schmutzigen Donnerstag vor dem «Morgenbetenläuten» zu verhindern. Es lägen in der Gemeinde viele Leute krank und bedürfen infolgedessen in erster Linie der Nachtruhe. Seit zwei oder drei Jahren würde dieser einfältige Lärm nämlich schon um 3 Uhr des Morgens beginnen. Trotz der Fasnacht habe doch alles seine Grenzen.
Schreiben A. Huber an Polizeidirektion Uri vom 13.2.1897 (StAUR R-540-13/100); UW 10/1897.
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Mittwoch, 7. Februar 1923
Eröffnungsmarsch der Katzenmusik mit grossem Trommelkorps
Am Vorabend zum Schmutzigen Donnerstag führt ein bisher noch nicht erreichtes Trommelkorps im Lichte bengalischer Feuer seine Exzellenz Prinz Karneval dröhnend zur Ouvertüre der «lebensnotwendigen» Katzenmusik an. Tambouren und Pauker treffen sich abends um 18.30 Uhr im «Tellen». Eine halbe Stunde später beginnt der Eröffnungsmarsch.
Gisler-Jauch Rolf, Fasnächtliches Uri, S. 75.
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Montag, 3. Januar 1927
Regierungsrat beschäftigt sich mit der Katzenmusik
Der Regierungsrat beschäftigt sich in seiner Sitzung mit den Katzenmusiken und verfügt - unter Strafandrohung - dass diese nicht vor 4 Uhr morgens in Aktion treten dürfen und möglichst Rücksicht auf die Nachtruhe nehmen sollen.
UW 3, 15.1.1927
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Donnerstag, 6. Februar 1947
Damenkatzenmusik in Flüelen
Die reine Damenkatzenmusik in Flüelen erregt einiges Aufsehen.
UW 12, 8.2.1947
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Freitag, 29. August 1997
Katzenmusikgesellschaft Altdorf mit Statuten!
Die Katzenmusikgesellschaft Altdorf ist mit ihrem über 100jährigen Wirken und Erhalten der Fasnachtsbräuche fest verwurzelt. Mit der Genehmigung von Statuten wird im Restaurant Höfli der Schritt von der Gesellschaft zum Verein vollzogen. Als Präsident amtet Benno Kälin.
UW 69, 3.9.1997
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Dienstag, 24. Februar 1998
Misstöne am Austrommeln in Altdorf
Am «Usstrümmletä» in Altdorf brechen ein gutes Frauen mit ihrer Teilnahme die Tradition, dass der in Würde begangene Anlass jeweils nur von Männern zelebriert wird. Da auf Aufforderung des Vorstandes die Frauen sich nicht gewillt zeigen, die jahrelange Traditionnur mit der Männerwelt weiterleben zu lassen, gehen einige Fasnächtler nach Hause, um an der Alten Fasnacht mit einem reinen Männer-Austrommeln einen späten Schlusspunkt zur Fasnacht zu setzen.
UW 15, 16/1998
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Sonntag, 1. März 1998
Austrommeln 2. Auflage

UW 16, 4.3.1998
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Samstag, 30. Januar 1999
25 Jahre Exilflüeler Katzenmusik
Die Exilflüelerinnen und -flüeler feiern unter dem Motto "Brasil" das 25-Jahr-Jubiläum ihrer Katzenmusik.
UW 9, 3.2.1999
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Freitag, 20. Oktober 2000
Katzenmusikgesellschaft Altdorf wählt erstmals eine Präsidentin
Die Katzenmusikgesellschaft Altdorf wählt mit Yvonne Flüeler erstmals eine Frau zur Präsidentin.
Tischset Kamu Altdorf zum 20-Jahr-Jubiläum (2017).
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Mittwoch, 6. Februar 2002
Katzenmusik hält erstmals auf dem Rathausplatz
Die Zeit gehört wieder den Fasnächtlerinnen und Fasnächtler. Mit Pauken, Trommeln, Trompeten und Posuanen geht es mit dem "Ytrummlä" los - so in Altdorf, Bürglen und Schattdorf. In Seedorf trifft man sich zum Weinzug und "Chäschuächä-Frass" der Fröschenzunft. In Altdorf macht die Katzenmusik ertmals nicht vor dem Hotel Reiser Halt, sondern zieht zur ersten Rast auf den Rathausplatz in majestätische Umgebung.
UW 10, 6.2.2002
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Samstag, 18. Februar 2012
Katzenmusik Unterschächen übertönt alle
14 Katzenmusiken musizieren in Erstfeld um die Wette. Der Kampf um die Dezibel gewinnt schliesslich Unterschächen, gefolgt von Bauen und Bristen. Die Unterschächner bringen es auf 127,9 Dezibel mit dem Motto "Urner Katzenjammer"!
UW 14, 25.2.2012
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Mittwoch, 19. Februar 2014
«Bourbaki-Denkmal» erhält würdigen Platz
Mit der Restaurierung der Pfarrkirche St. Martin in Altdorf findet das Denkmal für die verstorbenen internierten Soldaten der französischen Armee – der so genannte «Bourbaki-Stein» einen prominenten Platz. Der Kirchenrat von Altdorf erachtet das Denkmal als wichtigen Zeugen der Schweizer Geschichte, unserer humanitären Tradition und der Altdorfer Vergangenheit. Zudem wurde der Urner Katzenmusikmarsch durch eine Clairons-Melodie der französischen Truppen inspiriert.
UW 14, 19.2.2014, S. 5.
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Samstag, 22. Februar 2014
Urner Katzenmusiküberfall in Brunnen
Die Katzenmusik Brunnen feiert ihren 50. Geburtstag mit einem Katzenmusiktreffen. Aus dem Urnerland reisen elf Katzenmusiken - zum Teil mit dem Schiff - an.
UW 16, 26.2.2014, S. 9.
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Dienstag, 3. Februar 2015
Piraten und Co. eröffnen die Altdorfer Fasnacht
Die Kinder der 2., 4. und 6. Altdorfer Primarklassen, der Kindergärten und der Sonderschule eröffnen traditionsgemäss mit der "Schuäl-Chatzämüüsig" die Altdorfer Fasnacht. Die Kinder - wie die Piraten und Co. - haben in den einzelnen Klassen ihre Kostüme selber hergestellt.
UW 9, 4.2.2015, S. 16.
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Mittwoch, 4. Februar 2015
Die Urner Katzenmusik reist um die Welt
Von Dezember 2014 bis Ende Februar 2015 ist der Kanton Uri im Rahmen der «Swiss Traditions» Gast an Bord der Swiss-Langstreckenflüge. Passagiere der Business und First Class kommen in den Genuss exquisiter Gerichte nach Rezepten aus dem Hotel The Chedi in Andermatt. Passend dazu wird den Gästen eine Tradition aus dem Kanton Uri im Swiss-Magazin und auf Flyern präsentiert und nähergebracht. Im Februar fliegt Uri zusätzlich mit dem «Menü Chatzämüüsig» auch auf der Swiss-Kurzstrecke mit. Eine Delegation der Uri Tourismus AG reist gemeinsam mit rund 20 Mitgliedern der Katzenmusikgesellschaft Altdorf für ein Gastspiel der besonderen Art zum Flughafen nach Kloten.
UW 10, 7.2.2015, S. 16.
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Freitag, 22. Januar 2016
«Chatzämüüsig»-Marsch aus der Musikbox
Die Katzenmusikgesellschaft Altdorf hat gemeinsam mit der Gemeinde, dem Kanton, den Gasthäusern und privaten Barbetreibern eine Vereinbarung unter dem Motto «Scherbenfreie Fasnacht» getroffen. Als Höhepunkt der GV überbringen die Hebammen Pia Prandi und Martina Jauch mit dem Projekt «Next Generation». Sie möchten das Fasnachtsvirus von Generation zu Generation weitergeben. So ertönt der «Chatzämüüsig»-Marsch aus der wunderschön gestalteten Holzmusikdose. Diese kann als neuster Fanartikel bei der Kamu Altdorf gekauft werden.
UW 8, 30.1.2016, S. 20.
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Dienstag, 26. Januar 2016
Farbenprächtiger Start in die Fasnacht
In ausgelassener Fasnachtslaune kündigen die Kinder und Jugendlichen die fünfte Jahreszeit in Altdorf an. Bei der traditionellen Schulkatzenmusik ziehen die Kinder der 2.,4. und 6. Primarklassen, der Kindergärten und der Sonderschule Uri traditionell durchs Dorf und zeigen sich stolz in ihren farbenfrohen und fantasievollen Verkleidungen den vielen Zuschauerinnen und Zuschauern am Strassenrand. Zur Belohnung gibt es für die Kinder zum Abschluss einen Nussgipfel von der Gemeinde.
UW 7, 27.1.2016, S. 16.
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Mittwoch, 3. Februar 2016
Ein Hoch auf die Urner Fasnacht
Die fünfte Jahreszeit sorgt in allen Urner Gemeinden für Ausnahmezustände. Fast zu jeder Tages- und Nachtzeit wird irgendwo getrommelt, gepaukt und geblasen. Richtig los geht es am Mittwochabend. Besonders das Eintrommeln in Altdorf lockt wieder viele Teilnehmende und viel Publikum an – trotz teilweise garstigem Wetter.
UW 10, 6.2.2016, S. 1.
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Samstag, 21. Januar 2017
Katzenmusikgesellschaft feiert kleines Jubiläum
Die Katzenmusik gibt es in Altdorf schon lange. Auch die Katzenmusikgesellschaft lässt sich in Unterlagen bis ins 19. Jahrhundert zurückverfolgen. Als Verein gibt es die Katzenmusikgesellschaft Altdorf aber erst seit 20 Jahren. Dieses kleine Jubiläum wird anlässlich der 20. Generalversammlung des Vereins gefeiert. Dem Urner Hauptort beschert dies bereits 32 Tage vor der traditionellen «Itrummletä» einige Takte «Chatzämüüsig». Denn vor der GV zieht eine «Chatzämüüsig» als Sternmarsch durchs Dorf. Über 100 Leute nehmen an diesem Vorgeschmack auf die nahende Fasnacht teil.
UW 5, 18.1.2017, S. 7.
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Mittwoch, 22. Februar 2017
Fasnachtsbeginn mit Lichtshow
In Uri beginnt die Fasnachtszeit! Die Nacht wird zum Tag. Ein ganz besonderer Lichtblick bietet sich in diesem Jahr zum Auftakt der Altdorfer Fasnacht auf dem Rathausplatz beim Eintrommeln. Die Katzenmusikgesellschaft Altdorf lässt von Lichtkünstler Gerry Hofstetter sich zum 20. Geburtstag das Rathaus beleuchten: Nebst dem Logo leuchtet auch eine Katze mit Uristier-Ring überdimensional von der Fassade des Rathauses. Die Polizei zieht eine positive Bilanz über die Fasnacht. Ein beschädigtes Schaufenster, ein entwendeter Container, ein beschädigter Briefkasten und einige übermässig Betrunke sind die einzigen Zwischnfälle der närrischen Zeit.
UW 16, 25.2.2017, S. 1.
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Samstag, 25. Februar 2017
Erste Katzenmusik auf den Eggbergen
Bei herrlichem Sonnenschein findet auf den Eggbergen, 1500 Meter über Meer, die erste Katzenmusik statt.
UW 17, 1.3.2017, S. 20.
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Freitag, 10. November 2017
Katzenmusikgesellschaft dreht in Unterschächen eine Runde durchs Dorf
Bei der obligaten «Abstaibätä» vor der Generalversammlung der Katzenmusikgesellschaft Unterschächen im Hotel Alpina ziehen die Fasnächtlerinnen und Fasnächtler musizierend durchs Dorf und stimmten so auf die kommende Fasnacht ein.
UW 92, 18.11.2017, S. 33.
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Mittwoch, 7. Februar 2018
Im Kanton Uri regieren die Fasnächtler

UW 11, 10.2.2018, S. 1, 24, 25.
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Samstag, 10. Februar 2018
Toller Katzenmusikumzug auf 1500 Metern über Meer
Bei Schnee und Nebel wird der zweite Katzenmusikumzug auf den Eggbergen durchgeführt. Auf 1500 Metern über Meer zeigten zirka 50 Fasnächtlerinnen und Fasnächtler dem trotzigen Wetter die gute Laune. Vom Teufel bis zur Schneekönigin sind sie alle gekommen, um einen tollen Umzug zu präsentieren.
UW 12, 14.2.2018, S. 1.
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ZITATE ZUR KATZENMUSIK

Katzenmusik - vergleichbar mit der Meeresbrandung
«Es ist gar nicht so einfach, mit den in der Urner Presse vorrätigen Buchstaben diese gewaltige Tonfülle zu beschreiben. Für das harmonische Erklingen aller Tonschattierungen, das gewaltige Bummern der wie Meeresbrandung an das Korallenriff schlagenden Pauken, das Stakkato der wie hungrige Grillen zirpenden ‹Chlefäli›, das an das zungenrollende Rrr einer kriechspurgefährdenden Oberländergemeinde gemahnende Wirbeln der Trommeln und die an das jubilierende Jauchzen einer männlichen Lerche erinnernden Clairontriolen gibt es nur einen Sammelbegriff: «Chatzemüsig!»
Gotthard-Post, Nr. 8/1965.
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Katzenmusik im Wandel
«Aus den zwei oder maximal vier Pauken vor dem Ersten Weltkrieg sind heute ein halbes Hundert geworden, aus dem Clairons- oder Trompetenpaar von damals gut zwei Dutzend. Wer nicht mindestens eine Trommel, wenn möglich eine ‹Baslerin› besitzt, fühlt sich degradiert. Dafür sind die ‹Horen und Trichlen› am Aussterben und so interessante Lärminstrumente wie Karrenreifen und andere Eisenstücke bereits ausgestorben. Aber gottlob nur beim Ein- und Austrommeln. Bei der eigentlichen, urchigen und uralten Katzenmusik in der Nacht vor dem Schmutzigen Donnerstag kommen sie noch immer zur Geltung.»
Gotthard-Post, Nr. 4/1967.
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KATZENMUSIK

Geschichte der Katzenmusik
Die Katzenmusik im Detail
Dorfkatzenmusiken
Katzenmusikkonzerte
Katzenmusikkalender
Katzenmusikgesellschaften
Ehemalige Gesellschaften
Der Katze den Marsch blasen
Austrommeln
Die Katze und ihre Musik

 

Texte und Angaben: Quellenverweise und Rolf Gisler-Jauch / Angaben ohne Gewähr / Impressum / Letzte Aktualisierung: 15.01.2020