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Krankenversicherungen


Literatur:

STATISTIK DES KRANKENKASSENWESENS

NN

EREIGNISSE ZUM KRANKENKASSENWESEN

Dienstag, 7. April 1863
Arbeiterkrankenkasse beim Bau der Axenstrasse
Die Statuten für eine Arbeiterkrankenkasse werden erlassen. Die Kasse war obligatorisch für alle Arbeiter an der Axenstrasse. Jeder hatte bescheidene Einzahlungen zu leisten, womit die Heilungs- und Verpflegungskosten bestritten wurden. Die Pflege der Verunfallten und Kranken erfolgt meist im Altdorfer Fremdenspital. Einheimische Kranke durften zuhause sein. Auch Taggelder an verunfallte arbeitsunfähige Arbeiter waren vorgesehen. Bei Todesfällen bezahlt die Kasse Bestattung und Gedächtnisse. Die Verwaltung liegt in den Händen einer von der Regierung und von den Arbeitern gewählten Kommission.
Stadler-Planzer Hans, Karl Emanuel Müller, S. 482.
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Montag, 19. März 1906
Arbeiterinnen- und Dienstboten-Krankenkasse gegründet
Vom katholischen Arbeiterverein Altdorf und Umgebung wird die Arbeiterinnen- und Dienstbotenkrankenkasse gegründet. Der junge Verein zählt 60 Mitglieder. Der Krankenkasse können auch Hausfrauen beitreten.
UW 18, 5.5.1906;
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Sonntag, 5. Mai 1912
Verbesserung der Kranken- und Irrenfürsorge
Für die Unterstützung und Verbesserung der Kranken- und Irrenfürsorge setzt der Kanton einen jährlichen Staatsbeitrag von mindestens 15'000 Franken aus, in dem Sinne, dass 2/3 dieser Summe für die eigentliche Krankenfürsorge und 1/3 zur Förderung und Unterstützung der Irrenfürsorge verwendet werden sollen. Den allgemeinen und anerkannten Krankenkassen wird als Reservefond ein einmaliger Staatsbeitrag von 1 bis 2 Franken auf "den Kopf der in ihrem Wirkungskreise wohnhaften schweizerischen Bevölkerung" ausgerichtet.
RB UR Band 7, S. 199 ff.
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Sonntag, 13. April 1913
Krankenkasse in Gurtnellen
In Gurtnellen wird in einer gut besuchten Versammlung eine Krankenkasse (Helvetia) gegründet.
UW 16, 19.4.1913
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Montag, 6. April 1914
Verbesserung der Kranken- und Irrenfürsorge
Der Landrat erlässt die Vollziehungsverordnung zum Gesetz betreffend Beitragsleistung des Kantons für die Verbesserung der Kranken- und Irrenfürsorge sowie die VVO zum Bundesgesetz über die Kranken- und Unfallversicherung. In dem Bundesgesetz werden auch die Tarife der ärztlichen Leistungen für anerkannte Krankenkassen festgelegt.
RB UR Band 7, S. 310 ff. und 317 ff.
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Sonntag, 4. Mai 1919
Gesetz über das Sanitätswesen angenommen
Die Landsgemeinde nimmt das Gesetz über das Sanitätswesen an. Damit wird der bisherigen "Gesetzlosigkeit" ein Ende gesetzt. Die gleiche Landsgemeinde beschliesst auch einstimmig die Erhöhung des Fonds für die Kranken- und Irrenfürsorge und genehmigt mit einer Gesatzesänderung die Ausdehnung der Beitragsleistung des Staates auch auf die anerkannten Krankenkassen im Kanton. Der Rechenschaftsbericht hält fest: "Damit verfügt der Kanton Uri über eine soziale Fürsorgeinstitution, die ihm zur grossen Ehre gereicht und um die ihn manch' grosser und reicher Kanton beneiden könnte."
RSchB UR 1918/19, S. 115; LB UR Band VIII, S. 243 ff.
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Sonntag, 12. Februar 1922
Krankenkassen wollen sich Verbandsstatuten geben
Trotz einigem Misstrauen der bestehenden freien Kassen erscheinen im Hotel Tell in Altdorf Vertreter von zehn Krankenkassen, um sich betreffend Gründung eines Kantonalverbandes auszusprechen. gründlich auszusprechen, Tagespräsident Hans Salvisberg erinnert an die Zusammenarbeit der Kassen anlässlich der Revision des Gesetzes betreffend die Beitragsleistung des Kantons an die Krankenkassen und skizzierte die gemeinsamen Aufgaben, worauf eine Kommission mit der Ausarbeitung von Statuten mit der Ausarbeitung der Statuten betraut wird.
Müller Josef, Blätter aus der Entwicklung des urnerischen Krankenkassenwesens, S. 10 ff.
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Donnerstag, 13. April 1922
Erste Delegiertenversammlung des Urner Krankenkassenverbandes
Im Hotel Hirschen in Flüelen kann die erste Delegiertenversammlung des Verbandes urnerischer Krankenkassen abgehalten werden. Es wird folgender Vorstand gewählt: Präsident Josef Muheim, Landrat, Flüelen; Vizepräsident Josef Steiert, Maschinenmeister, Altdorf; Aktuar Josef Müller, Lehrer, Flüelen; Kassier: E. Haller, Magazinchef, Altdorf; Beisitzer Alfred Schön, Prokurist, Altdorf.
Müller Josef, Blätter aus der Entwicklung des urnerischen Krankenkassenwesens, S. 12.
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Sonntag, 23. Juli 1922
Statuten für einen Krankenkassenverband
Die Arbeiten wurden zur Erarbeitung von Statuten für einen Krankenkassenverband wurden von der eingesetzten Kommission rasch an die Hand genommen und können einer Vorständekonferenz vorgelegt werden. Mit geringen Änderungen kann man sich auf die Statuten einigen. Man beschliesst einen Jahresbeitrag von 10 Rappen pro erwachsenes Mitglied und beauftragt die Statutenkommission mit der Weiterführung der Geschäfte.
Müller Josef, Blätter aus der Entwicklung des urnerischen Krankenkassenwesens, S. 10 ff.
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Montag, 31. Dezember 1923
Treffen des Krankenkassenverbandes mit Sanitätsdirektor Lusser
Eine Delegation des Verbandes urnerischer Krankenkassen trifft sich mit Sanitätsdirektor Lusser. Landammann Lusser gibt seiner Freude Ausdruck, die Männer kennen zu lernen, die sich der Förderung der Krankenversicherung verpflichtet haben und mit Interesse nimmt er die Orientierung über den Stand der Krankenkassen in Uri entgegen. Präsident Josef Muheim teilt dem Sanitätsdirektor einige Anregungen mit, für deren Verwirklichung die Mithilfe, oder Mittlertätigkeit der Regierung unumgänglich schien, so die sorgfältigere Abgrenzung der Gebirgszone, die Erhältlichmachung der Kantonalsubvention und deren allfällige Erhöhung, den Abbau gewisser Positionen des Arzttarifes und der Operationsentschädigungen im Spital.
Landammann Lusser beeilt sich, die Idealisten auf den Boden der harten Wirklichkeit zu verweisen und auf die grossen zu erwartenden Schwierigkeiten aufmerksam zu machen. Die Kassenvertreter müssen erkennen, dass bei allfälligen Auseinandersetzungen mit der Ärzteschaft bei der Regierung nicht allzu grosse Hilfe erwartet werden durfte. Anderseits muss aber auch der Sanitätsdirektor zur Erkenntnis kommen, dass sein Lieblingsprojekt des Obligatoriums der Krankenversicherung, und einer neuen kantonalen Krankenkasse, mit dem schärfsten Widerstand der Krankenkassen zu rechnen hat. Der Sanitätsdirektor erklärt sich schliesslich bereit, gemeinsame Konferenzen zwischen Ärzten und Kantonalvorstand, sowie zwischen Kantonalvorstand und Spitalarzt zu vermitteln und zu präsidieren.

Müller Josef, Blätter aus der Entwicklung des urnerischen Krankenkassenwesens, S. 13.
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Samstag, 12. April 1924
Vertreter der Urner Ärzte treffen mit dem Kantonalvorstand der Krankenkassen zusammen
Unter dem Vorsitz von Sanitätsdirektors finden sich die Vertreter der Urner Ärzte Dr. Carl Gisler, Dr. Adolf Jann und Dr. Vinzenz Müller mit dem Kantonalvorstand im Rathaus ein. Auch diese Konferenz erfüllt die hochgestellten Erwartungen des initiativen Kantonalvorstandes nur in sehr unbefriedigender Weise. Einen allgemeinen Tarifabbau lehnten die Ärzte unter allen Umständen ab. Schliesslich sichern die Ärzte die Behandlung der Krankenkassenbegehren an ihrer nächsten Versammlung zu. Sie gaben den Kassenvertretern folgende Vorschläge: Die Krankenkassen sollten in der Aufnahme vorsichtiger sein. Die Vorstände möchten manchmal im Verkehr mit den Ärzten taktvoller sein. Die Kassenvertreter mögen bedenken, dass der Arzt hin und wieder auf den Patienten Rücksicht zu nehmen habe, wolle er verhüten, dass der Patient zu einem anderen Arzt laufe.
Müller Josef, Blätter aus der Entwicklung des urnerischen Krankenkassenwesens, S. 13 f.
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Samstag, 28. Juni 1930
6300 Krankenversicherte
Rund 6300 Urnerinnen und Urner sind in einer Krankenkasse versichert .
UW 26, 28.6.1930
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Montag, 30. März 1998
SP-Präsidentin Ursula Koch referiert in Altdorf
Die Präsidentin der SP, Ursula Koch, referiert in Altdorf über die gesundheitspolitik. In ihrem Kurzreferat zum Thema "Gesundheit muss bezahlbar bleiben" stellt sie das Schweizer gesundheitssystem als im Vergleich mit dem Ausland äusserst unsozial dar. Vor allem nahm sie den Umstand aufs Korn, dass in der Schweiz beispielsweise Millionäre gleich hohe Krankenkassebeiträge wie Kleinstverdiener zu bezahlen hätten.
UW 24, 1.4.1998
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Mittwoch, 1. Januar 2003
Mässige Teuerung 2003
Die Teuerung dürfte in der Schweiz 2003 mässig ausfallen. Konjunkturschwäche und Arbeitslosigkeit wirken dämpfend. Einige unausweichliche Ausgaben - die Krankenkassenprämien - belasten aber das Familienbudget. Die Schweizerische Nationalbank (SNB) rechnet für das Jahr mit einer Inflation von 0,7 Prozent.
UW 31.12.2002
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Mittwoch, 20. September 2006
Uri mit den günstigsten Krankenkassenprämien
Obwohl die Kosten im stationären und ambulanten Spitalbereich stark gestiegen sind, gehört Uri nach wie vor zu den Kantonen mit den günstigsten Krankenkassenprämien.
UW 74, 23.9.2006
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Sonntag, 11. März 2007
Eidgenössische Volksabstimmung - Uri mit 81,2 Prozent gegen die Einheitskrankenkasse
Der Kanton Uri lehnt die Volksinitiative für eine soziale Einheitskrankenkasse mit einem Neinstimmenanteil von 81,2 Prozent ab, und zwar mit 7461 zu 1726 Stimmen. Alle Gemeinden stimmten dagegen. Die Stimmbeteiligung lag bei 36,3 Prozent.
UW 19, 14.3.2007
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Samstag, 3. Oktober 2009
Krankenkassen - Trotz hohem Anstieg nicht bei den Teuersten
Gesamtschweizerisch steigen die Krankenkassenprämien im 2010 erneut an. Bei den Erwachsenen verzeichnet Uri mit 12,9 Prozent den höchsten prozentualen Anstieg. Für Erwachsene liegt die monatliche Prämie für das Jahr 2010 im Kanton Uri bei rund 285 Franken. Doch dieser prozentuale Anstieg täuscht. Denn der kanton Uri zählt nach wie vor zu den Kantonen mit den tiefsten Prämien.
UW 77, 3.10.2009
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Samstag, 1. Januar 2011
Krankenkassenprämien steigen im Jahr 2011 um 8,2 Prozent - im Vergleich mit andern Kantonen liegt Uri auf Platz 5
Die Reserven sind im Kanton Uri ungenügend. Die Krankenkassenprämien steigen daher überproportional. Im Vergleich mit andern Kantonen liegt Uri auf Platz 5. Auch im Jahr 2011 steigen die Krankenkassenprämien in der ganzen Schweiz wieder an. Wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) liegt die monatliche Prämie für Erwachsene für das Jahr 2011 in Uri bei rund 308 Franken. Die Prämienerhöhung beträgt gegenüber dem Vorjahr 8,2 Prozent. Dabei gilt aber zu beachten, dass es sich bei diesen Zahlen um Durchschnittswerte handelt, die von Kasse zu Kasse stark variieren. – Der prozentuale Anstieg im Kanton Uri ist damit leicht höher als der schweizerische Durchschnitt (6,5 Prozent). Doch nach wie vor zählt Uri zu den Kantonen mit den tiefsten Prämien. Das heisst: Obwohl andere Kantone geringere prozentuale Erhöhungen aufweisen, müssen die Urnerinnen und Urner 2011 weniger für ihre Krankenkassenprämien ausgeben als in anderen Kantonen. Die höchsten Prämien bezahlen weiterhin die Versicherten in den Kantonen Basel-Stadt und Genf: Sie müssen bei gleichen Leistungen rund 57 Prozent höhere Prämien zahlen als die Urnerinnen und Urner. Die Prämien werden jeweils auf Kantonsebene durch die prognostizierten Kosten und die Reservesituation der einzelnen Krankenkassen bestimmt. Der überproportionale Prämienanstieg im Kanton Uri für das Jahr 2011 sei wie bereits in den vergangenen zwei Jahren darauf zurückzuführen, dass die Uri-spezifischen Reserven der Krankenkassen die erforderlichen Sollwerte unterschritten hätten.
UW 77, 2.10.2010
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Sonntag, 1. Januar 2012
Krankenkassen - Keine schwarze Liste für den Kanton Uri
Verschiedene Kantone (LU, TG) führen schwarze Listen von Personen, die über längere Zeit ihre Krankenkassenprämie nicht bezahlen. Diese werden mit einer Leistungssperre bestraft. Säumige Prämienzahler sind auch im Kanton Uri ein Thema. Wer hier seine Prämie absichtlich nicht bezahlt, wird von der Krankenkasse betrieben, und erhält unter Umständen schlussendlich einen Leistungsaufschub. Eine schwarze Liste für den Kanton Uri wäre nicht zweckmässig. Zum Einen sei der Anteil an Personen, welche die Krankenkassenprämie absichtlich nicht zahlen, verschwindend klein. Zum Anderen setzt der Kanton Uri auf ein anderes Instrument: Das neue Krankenversicherungsgesetz (KVG), welches in einer abgeänderten Form in Kraft tritt. Mit dem neuen KVG müssen die Krankenkassen gegen säumige Prämienzahlerinnen und –zahler nach wie vor eine Betreibung einleiten und bis zum Ende durchziehen. Künftig muss der Kanton dann jedoch 85 Prozent der uneinbringlichen Forderungen, beispielsweise in Form von Verlustscheinen, tragen. Dadurch entfällt das Hauptrisiko, welches heute noch die Leistungserbringer wie Ärzte, Spitäler oder Therapeuten tragen müssen.
UW 9, 2.2.2011
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Montag, 30. September 2013
Krankenkassen - Prämien steigen um 3 Prozent
Das Bundesamt für Gesundheit gibt die Krankenkassenprämien für 2014 bekannt. Die Prämien steigen gesamtschweizerisch um 2,2 Prozent. Die Urnerinnen und Urner müssen mit einem Anstieg von 3 Prozent rechnen. Ein Erwachsener in Uri zahlt damit 2014 durschnittlich 9,60 Franken mehr Prämien im Monat als noch in diesem Jahr. Für Urner Erwachsene liegt die durschnittliche monatliche Krankenkassenprämie künftig bei 332 Franken. Darin eingeschlossen ist die Unfalldeckung mit der tiefstmöglichen Franchise. Wer die günstigste Krankenkasse wählt, bezahlt mit 299 Franken deutlich wenige (Differenz zur teuersten von 118 Franken pro Monat oder 1412 Franken pro Jahr). Die Urner Krankenkassenprämien zählen weiterhin zu den günstigsten der Schweiz. Nur gerade in vier Kantonen bezahlen die Versicherten weniger als in Uri. Die höchsten Prämien bezahlen die Versicherten im Kanton Basel-Stadt: Sie müssen bei gleichen Versicherungsleistungen rund 54 Prozent höhere Prämien zahlen als die Urnerinnnen und Urner.
UW 76, 28.9.2013, S. 9.
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Donnerstag, 25. September 2014
Krankenkassenprämien steigen in Uri um 4,1 Prozent
Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) gibt die Krankenkassenprämien für das Jahr 2015 bekannt. Die Prämien steigen im nächsten Jahr gesamtschweizerisch um 4,0 Prozent. Die Urnerinnen und Urner müssen mit einem Anstieg der Erwachsenenprämien um 4,1 Prozent rechnen, der knapp über dem schweizerischen Durchschnitt liegt. Eine erwachsene Person zahlt in Uri im nächsten Jahr damit durchschnittlich 13.50 Franken mehr Prämien im Monat.
UW 76, 27.9.2014, S. 11.
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Mittwoch, 17. Dezember 2014
Säumige Prämienzahler kosten Gemeinden über 115`000 Franken
Die Kosten der öffentlichen Hand aus unbezahlten Krankenkassenprämien haben sich im Kanton Uri in einem Jahr mehr als verfünffacht. Dafür ist eine Systemänderung verantwortlich. Die Kantone haben 2013 insgesamt 223 Millionen Franken für unbezahlte Krankenkassenprämien zahlen müssen. Dies sind 10 Prozent mehr als im Vorjahr. Seit 2012 sind die Kantone verpflichtet, 85 Prozent der ausstehenden Prämien und Kostenbeteiligungen sowie Verzugszinsen und Betreibungskosten zu übernehmen. Im Kanton Uri haben die Krankenkassen 2013 unbezahlte Forderungen von 19`100 Franken angemeldet. 2014 ist die Zahl jedoch auf über 115`000 Franken gestiegen. Der starke Anstieg innert Jahresfrist lässt sich so erklären, dass das Gesetz sich erst 2014 voll auswirkt. Denn das Betreibungsverfahren, bis es zu einem Verlustschein kommt, dauert relativ lange.
UW 97, 10.12.2014, S. 3.
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Donnerstag, 1. Januar 2015
Krankenkassenprämien steigen
Die Krankenkassenprämien steigen durchschnittlich um 4 Prozent – es gibt allerdings grosse regionale Unterschiede. Zahlreiche Leistungen werden neu von der Grundversicherung bezahlt, etwa die Fernüberwachung von Herzpatienten oder die Teilrekonstruktion nach einer Brustkrebs-Erkrankung. Zusätzlich werden 800 Millionen Franken umverteilt, weil die Versicherten in einigen Kantonen zwischen 1996 und 2013 zu viel, in anderen zu wenig Prämien bezahlt haben. Wie hoch die Rückerstattung pro Kanton ausfällt, wird erst im Februar bekannt.
www.srf.ch
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Dienstag, 20. Januar 2015
14,88 Millionen Franken für Prämienverbilligungen der Krankenkassen
Im Kanton Uri stehen 14,88 Millionen Franken für die individuelle Prämienverbilligung (IPV) zur Verfügung. Damit hat sich der Betrag für die IPV im Vergleich zum Vorjahr um fast 500`000 Franken erhöht. Der Grund: Wegen der steigenden Kosten der Krankenversicherung hat der Bund seinen Beitrag um rund eine halbe Million Franken erhöht. Er übernimmt denn auch mit 10,38 Millionen Franken den Hauptteil der IPV. Der Kanton steuert 4,5 Millionen Franken bei, in etwa gleich viel wie im Vorjahr.
Im Rahmen der Budgetdebatte war ein Antrag der SP, den Kantonsbeitrag um 1 Million Franken zu erhöhen, gescheitert. Noch vor einem Jahr hatte der Landrat den Beitrag des Kantons an die IPV um genau diesen Betrag gesenkt. Dies im Rahmen des Sparpakets. Da die Kosten für die Krankenversicherung angestiegen sind, hat der Regierungsrat auch die Richtprämien von Erwachsenen und jungen Erwachsenen angehoben. Die Gesundheits-, Sozial- und Umweltdirektion erwartet, dass mit diesen Massnahmen dieses Jahr zirka 30 Prozent der Urner Bevölkerung berechtigt sind, einen Beitrag an die Prämien der Krankenpflege-Grundversicherung zu erhalten.

UW 5, 21.1.2015, S. 4.
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Freitag, 1. Januar 2016
In Uri steigen die Prämien um 2,4 Prozent
Der Kanton Uri verzeichnet mit 2,4 Prozent eine der tiefsten Anstiege bei den Krankenkassenprämien 2016. Gesamtschweizerisch steigen die Prämien durchschnittlich um 4,0 Prozent an. Die Urner Prämien zählen nach wie vor zu den tiefsten der Schweiz. Die Durchschnittsprämie im Kanton Uri für Erwachsene ab 26 Jahren beträgt im kommenden Jahr 353.88 Franken pro Monat (Vorjahr: 345.69 Franken). Einzig in den Kantonen Nidwalden und Appenzell Innerrhoden sind die Durchschnittsprämien tiefer als in Uri.
UW 75, 26.09.2015, S. 3.
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Montag, 26. September 2016
Krankenkassenprämien steigen um 4,3 Prozent
Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hgibt die Prämienanpassungen für das Jahr 2017 bekannt. Die Prämien für die obligatorische Krankenversicherung für Erwachsene ab 26 Jahren steigen um durchschnittlich 4,5 Prozent oder 19.15 Franken pro Monat. Die Prämienerhöhung gilt für sogenannte Standardprämien – die Grundversicherung einer erwachsenen Person mit 300 Franken Franchise und Unfalldeckung. Je nach Kanton variieren die Zahlen stark. Mit 7,3 Prozent die höchste Anpassung hinnehmen müssen die Jurassier, die kleinste Erhöhung gibt es mit 3,5 Prozent im Kanton Bern. Für Versicherungsnehmer im Kanton Uri steigt die Prämie durchschnittlich von bisher 353.90 Franken auf 369.20 Franken, was einer Erhöhung von 4,3 Prozent oder 15.30 Franken entspricht. Im nationalen Vergleich zeigt sich, dass die Prämie nur noch in den Kantonen Nidwalden (361 Franken) und Appenzell Innerrhoden (348 Franken) niedriger ist. Am höchsten sind die Durchschnittsprämien für Erwachsene weiterhin in Basel und Genf mit 567 respektive 554 Franken. Doch nicht alle Versicherten bezahlen diese Beträge. Wer ein alternatives Versicherungsmodell wählt oder eine höhere Franchise bezahlt unter Umständen mehrere Hundert Franken weniger als eine Person mit der Höchstprämie. Die Krankenkassen müssen ihre Versicherten bis Ende Oktober über die Prämien für das kommende Jahr informieren. Ein Wechsel der Krankenkasse oder des Versicherungsmodells ist dann bis Ende November möglich.
UW 77, 28.9.2016, S. 12.
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Donnerstag, 8. Dezember 2016
Urner haben die tiefsten Medikamentenkosten der Schweiz
Schweizer geben immer mehr für Medikamente aus. Am wehleidigsten sind die Welschen. Sie treiben die Gesundheitskosten in die Höhe, weil sieschnell zu Medis greifen. Nicht so die Urner. Der neue Arzneimittelreport der Krankenkasse Helsana beweist: In Uri liegen die Medikamentenkosten um ein Viertel unter dem Schweizer Durchschnitt. Das ist weniger als in jedem anderen Kanton. Bergler springen nicht gleich wegen jedes Wehwehchens zum Doktor. Alte Hausmittel sind Trumpf. Hier gilt: Lieber Kräutertee, Enzian-Schnaps und Essig-Wickel statt Aspirin, Ibuprofen oder Neocitran. Auch das entspannte Landleben und die frische Alpenluft wirken sich wohl positiv auf die niedrigen Medikamentenkosten aus.
www.blick.ch (8.12.2016).
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Montag, 1. Januar 2018
Einer der tiefsten Prämienanstiege
1996 betrug die Durchschnittsprämie für Erwachsene gerade mal 173 Franken. Mit 447 Franken für das laufende Jahr verdoppelte sich die Anfangsprämie innerhalb von 20 Jahren. Nächstes Jahr klettert die Durchschnittsprämie um weitere 4 Prozent auf 465 Franken. Am stärksten steigen die Prämien in der Romandie, am schwächsten in der Zentralschweiz. Am geringsten ist der durchschnittliche Prämienanstieg in den Kantonen Schwyz (1,6 Prozent) und Uri (1,8).
UW 78, 30.9.2017, S. 1.
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Dienstag, 1. Januar 2019
Tiefe Krankenkassenprämien im Kanton Uri
Der Kanton Uri ist nach dem Kanton Appenzell Innerrhoden der prämiengünstigste Kanton. Die mittlere Krankenkassenprämie für alle Versicherten steigt 2019 schweizweit um durchschnittlich 1,2 Prozent. In Uri sinkt sie hingegen um 1,5 Prozent. Dies sind im Vergleich zu Vorjahren sehr moderate Zahlen. Dies hat jedoch unter anderem damit zu tun, dass die Prämienanstiege nach einer neuen Methode berechnet werden. So wird neu die mittlere Prämie ausgewiesen. Diese entspricht der durchschnittlichen Prämienbelastung pro Person und reflektiert die effektiv bezahlten Prämien besser als die bisher angewendete Standardprämie. Die mittlere Prämie für über 26-jährige Personen im Kanton Uri beträgt im kommenden Jahr 288 Franken. Damit steht Uri im Zentralschweizer Vergleich am besten da. Überhaupt hat der Kanton Uri auch 2019 eine der tiefsten Krankenkassenprämien. Uri ist nach Appenzell Innerrhoden der prämiengünstigste Kanton der Schweiz.
UW 76, 26.09.2018, S. 1, 3.
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Mittwoch, 1. Januar 2020
Neue Prämien für Krankenkassen
Der Kanton Uri hat auch 2020 die zweittiefsten Krankenkassenprämien der Schweiz. Nach dem Kanton Appenzell Innerrhoden ist der Kanton Uri der prämiengünstigste Kanton. Die Prämienentwicklung 2020 im Kanton Uri liegt im schweizweiten Schnitt. Die mittleren Prämien (durchschnittliche Prämienbelastung pro Person) der Erwachsenen und der Kinder steigen 2020 leicht an, diejenigen der jungen Erwachsenen sinken. Für die Erwachsenen und die Kinder im Kanton Uri bedeutet dies eine Prämienerhöhung von durchschnittlich 1.40 Franken, respektive 0.70 Franken pro Monat. Die mittlere Prämie der jungen Urner Erwachsenen sinkt im nächsten Jahr um durchschnittlich 2.50 Franken.
UW 77, 28.09.2019, S. 1 f.
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ABSTIMMUNGEN ZUR KRANKENVERSICHERUNG

Datum Titel E/K UR CH
26.10.1890 Bundesbeschluss betreffend Ergänzung der Bundesverfassung vom 29. Mai 1874 durch einen Zusatz bezüglich des Gesetzgebungsrechtes über Unfall- und Krankenversicherung E Ja Ja
20.05.1900 Bundesgesetz betreffend die Kranken- und Unfallversicherung E Nein Nein
04.02.1912 Bundesgesetz betreffend die Kranken- und Unfallversicherung E Ja Ja
07.05.1967 Einführungsgesetz zum Bundesgesetz über die Kranken- und Unfallversicherung K Ja -
23.03.1969 Abänderung von Art. 12 EG zum Kranken- und Unfallversicherungsgesetz (KUVG) K Ja -
08.12.1974 Gegenvorschlag: Soziale Krankenversicherung E Nein Nein
08.12.1974 Soziale Krankenversicherung E Nein Nein
06.12.1987 Kranken- und Mutterschaftsversicherung E Nein Nein
16.02.1992 Für eine finanziell tragbare Krankenversicherung (Krankenkasseninitiative) E Ja Nein
26.09.1993 Befristete Massnahmen gegen die Kostensteigerung in der Krankenversicherung E Ja Ja
04.12.1994 Bundesgesetz über die Krankenversicherung (KVG) E Ja Ja
04.12.1994 Für eine gesunde Krankenversicherung E Nein Nein
10.03.1996 Aufhebung des Einführungsgesetzes zum Bundesgesetz über die Kranken- und Unfallversicherung K Ja -
11.03.2007 Volksinitiative "Für eine soziale Einheitskrankenkasse" E Nein Nein
01.06.2008 Verfassungsartikel "Für Qualität und Wirtschaftlichkeit in der Krankenversicherung" (Gegenentwurf zu der zurückgezogenen Volksinitiative "Für tiefere Krankenkassenprämien in der Grundversicherung") E Nein Nein
28.09.2014 Volksinitiative "Für eine öffentliche Krankenkasse" E Nein Nein

KRANKENKASSEN IN URI

DETAILS ZUM KRANKENKASSENWESEN

GESUNDHEIT

Allgemeines
Gesundheitswesen
Epidemien, Krankheiten
Sucht und Prävention
Todesursachen
Spitäler in Uri
Kantonsspital Uri
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Ambulanzen
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Gesundheitsvereine
Der sagenhafte Körper
Volksmedizin

 

 

 

 

 

Texte und Angaben: Quellenverweise und Rolf Gisler-Jauch / Angaben ohne Gewähr / Impressum / Letzte Aktualisierung: 3.4.2018