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Essen und Trinken in und aus Uri

(Angaben folgen)

KULINARISCHES IM DETAIL

Freitag, 8. Februar 1608
Streithandel wegen Kornkaufes
Uri ersucht die übrigen Urkantone um Beihilfe in seinem Streithandel mit Luzern wegen des Kornkaufes.
Gisler Friedrich, Urner Geschichtskalender, Band 1, S. 7.

Dienstag, 9. Februar 1740
Rechnungsablegung über Bau des Kornmagazins
Säckelmeister Franz Martin Schmid legt dem Landammann und dem Geheimen Rat die summarisch zusammengefasste Schlussrechnung des Baus des Kornmagazins vor. Diese hält folgende Beträge fest: Taglöhne und Arbeitsverdinge 5839 Gulden, Materialien 8525 Gulden, Fuhrlöhne 4374 Gulden, insgesamt 18740 Gulden.
Gasser Helmi, Kunstdenkmäler Altdorf Bd I.II S. 69.

Montag, 8. Oktober 2012
«Im Feld» ist «Entdeckung des Jahres»
Für den Restaurantführer GaultMillau Schweiz ist das Gasthaus Im Feld in Gurtnellen die «Entdeckung des Jahres in der Deutschschweiz». Die Küche von Beat Walker und Marco Helbling wurde mit 14 Punkte bedacht. Heute Montag, 8. Oktober, hat der Restaurantführer GaultMillau die Liste der besten Restaurants der Schweiz veröffentlicht. Aus Urner Sicht besonders erfreulich: Das Gasthaus Im Feld in Gurtnellen wird mit dem Titel «Entdeckung des Jahres in der Deutschschweiz» bedacht. «Älplerchoscht bieten die beiden Freunde Beat Walker und Marco Helbling in ihrem sympathischen Gasthof hoch über Gurtnellen und der Nord-Süd-Autobahn an. Das ist krass untertrieben», heisst es in einer Medienmitteilung von «GaultMillau». «Zwar prägen Uri und regionale Produkte ihre Küche, aber die Umsetzung ist einfallsreich, präzis, begeisternd. Eine echte Entdeckung eben.» Der Restaurantführer verleiht dem Gasthaus Im Feld 14 Punkte. Als Urner Aufsteiger wird in der Medienmitteilung ebenfalls das Restaurant Zwyssighaus in Bauen genannt (14 Punkte). Neu im «GaultMillau» zu finden ist auch das Schlossrestaurant A Pro in Seedorf (12/20 Punkte).
UW 79, 10.10.2012

Freitag, 10. Oktober 2014
Alpkäse vom Urnerboden räumt an der Olma ab
Zwei Urner Alpkäse gehören zu den Besten: das Mutschli der neuen Alpkäserei Urnerboden und «z’Holzschuenis» Geisskäse von Claudia und Josef Arnold-Aregger aus Isenthal. Das ergibt die Alpkäse-Prämierung mit Rekordbeteiligung an der Olma. 195 Käse wurden eingereicht – 29 mehr als im Vorjahr. Bewertet wurde in den fünf Kategorien Halbhartkäse, Hartkäse, Hobelkäse, Schaf- und Ziegenkäse sowie Mutschli. Eine elfköpfige Jury musste entscheiden, auf welcher Alp der beste Alpkäse hergestellt wird.
UW 81, 15.10.2014, S. 2.

Montag, 19. Januar 2015
TV-Sendung - Urner Beizen im Wettstreit
Im Schweizer Fernsehen kämpfen fünf Urner Beizen um den Wochensieg bei «Mini Beiz, dini Beiz». Dabei gehen jede Woche fünf Stammgäste fünf Tage lang auf Beizentour. Jeder von ihnen stellt sein Lieblingsrestaurant vor und versucht, die anderen davon zu überzeugen, dass seine Stammbeiz die beste ist. Die Urner Stammbeizen sind das Restaurant Martini F. in Wassen, das Hotel Eden in Sisikon, das Hotel Alpina in Unterschächen, das «Apertura» in Flüelen und das Gasthaus Bären in Andermatt.
Das Hotel Eden geht schliesslich als Sieger der Urner Staffel von "Mini Beiz, dini Beiz" hervor. Das Wirtepaar Erika und Guido De Moliner freuen sich über die vielen positiven Reaktionen, die sie seit der Ausstrahlung erhalten haben.

UW 4, 17.1.2015, S. 3; 7, 28.1.2015, S. 5.

Mittwoch, 21. Januar 2015
«Stiär Biär» verdoppelt Lagerkapazität
Im Sommer wird mehr Bier getrunken als nachgebraut werden kann. Diesem Problem begegnet die Kleinbrauerei «Stiär Biär» mit der Anschaffung von fünf zusätzlichen Gärtanks mit einem Fassungsvermögen von je 2000 Liter. Für die Qualität ist eine ausreichende Lagerzeit entscheidend. Das Bier reift normalerweise mindestens 5 Wochen im Gärtank. Bei drei Biersorten war das bisher mit den drei Gär- und zwei Drucktanks eine Herausforderung. Die grössere Kapazität bringt für die Urner Bierbrauer aber noch einen zweiten Nutzen: Es können künftig vermehrt neue Biersorten ausprobiert werden und auf den Markt gebracht werden.
UW 6, 24.1.2015.

Montag, 2. Februar 2015
Altdorferinnen kochen in Deutschland um die Wette
In der Sendung «Topfgeldjäger» im ZDF müssen die Teilnehmerinnen nicht nur ihr Können mit dem Kochlöffel unter Beweis stellen, sondern auch mehrere Quizrunden überstehen. Die Nachbarinnen Petra Gisler-Telli und Marika Aschwanden-Marinelli stehen im Studio des ZDF in Hamburg erstmals gemeinsam in der Küche. Die beiden Altdorferinnen treten in der Fernseh-Kochsendung «Topfgeldjäger» an. Es gilt, mit Zutaten, die man erst kurz vor der Sendung erfährt, innert 45 Minuten eine Vorspeise, ein Hauptgericht und ein Dessert zuzubereiten. Das gegnerische Team kocht mit den selben Zutaten, aber nicht zwingend das selbe Gericht.
UW 8, 31.1.2015, S. 3; 9, 4.2.2015, S. 16.

Sonntag, 24. September 2017
Auch Uri sagt Ja zu neuem Artikel über Ernährungssicherheit
Die Bundesverfassung enthält neu einen Artikel zur Ernährungssicherheit. 78,7 Prozent der Schweizer Stimmenden und sämtliche Stände sagen Ja zum Bundesbeschluss über die Ernährungssicherheit. In Uri sprechen sich 74,6 Prozent der Stimmenden für den neuen Verfassungsartikel aus, der den Bund beauftragt, Voraussetzungen zu schaffen, um die Versorgung der Schweiz mit Lebensmitteln sicherzustellen. Die Vorlage erhält in allen Urner Gemeinden eine deutliche Ja-Mehrheit.
UW 77, 27.9.2017, S. 5.

Dienstag, 10. Oktober 2017
Exklusive Auszeichnung für das Geniessen auf Japanisch im «Chedi»
Guide Michelin vergibt neue Sterne für 16 Restaurants. Dazu gehört The Japanese Restaurant in Andermatt. Ausgezeichnet wird auch das «Feld» in Gurtnellen. Nachdem «The Chedi Andermatt » von Gault Millau zum Hotel des Jahres 2017 gekürt wurde, darf sich der General Manager des Fünf-Sterne-Deluxe- Hotels, Jean-Yves Blatt, über eine weitere exklusive Auszeichnung freuen: The Japanese Restaurant im «Chedi» darf sich ab sofort mit einem begehrten Michelin-Stern und 16 Gault-Millau-Punkten schmücken. Erneut mit dem «Bib Gourmand» ausgezeichnet wird das Gasthaus im Feld in Gurtnellen. Diese besondere Auszeichnung wird an Restaurants mit sehr guter Küche zu einem vergleichsweise günstigen Preis verliehen.
UW 81, 11.10.2017, S. 20.

Samstag, 25. November 2017
Käse von der Oberalp gewinnt erneut den Wettbewerb
Alpkäsemarkt erfreut sich auch bei der 13. Durchführung grosser Beliebtheit bei Besuchern und Ausstellern. Esther und Klaus Kempf von der Oberalp/Urnerboden siegen zum zweiten Mal beim Alpkäsewettbewerb. Der Markt ist trotz garstigem Wetter sehr gut besucht.
UW 95, 29.11.2017, S. 1.

Freitag, 1. Dezember 2017
In Hospental wird Reiswein gebraut
Im ehemaligen Maschinenhaus des Elektrizitätswerks Ursern in Hospental wollen ein Schweizer Privatinvestor und eine Expertin für japanische Ess- und Trinkkultur eine Sake- Brauerei eröffnen. Im Dezember dieses Jahres soll die erste Produktion von rund 1000 Litern Reiswein beginnen, die als Premium-Erzeugnis im Oktober 2018 in den Verkauf an ausgesuchte Kunden geht. Die hohe Qualität des Quellwassers im Urserntal gab den Ausschlag für die besondere Geschäftsidee, die auch die Feriendestination Andermatt um ein touristisches Ausflugsziel reicher machen soll. Mit der Gründung der Gotthard Sake AG nimmt die Idee konkrete Formen an.
UW Nr. 36, 6.5.2017, S. 1.

Donnerstag, 14. Dezember 2017
Die Stampflis aus Schattdorf verabschieden sich in die Pension
46 Jahre Metzger, 38 Jahre im eigenen Betrieb, 32 Jahre Marktfahrer, 15 Jahre am Grill in Ambri. Für Bruno Stampfli und seine Frau Paula hat die Wurst ein Ende. Am Altdorfer Warenmarkt werden Bruno und Paula Stampfli die allerletzten Würste und Fleischwaren verkaufen. Ihre Spezialitäten werden fehlen, allen voran die «Chimiwirscht», geliefert in die halbe Schweiz.
UW Nr. 98, 9.12.2017, S. 11.

Sonntag, 17. Dezember 2017
«Tells Apfelrosen» gehen in Produktion
Viele Backbegeisterte und Schaulustige sind in der Gotthard-Raststätte beim Final des Apfelkuchenwettbewerbs anwesend. In den vergangenen Monaten konnte sich jedermann mit der Einsendung eines Apfelkuchenrezepts und der Präsentation eines fertigen Produkts am Wettbewerb «Wir suchen den besten Apfelkuchen der Alpennordseite» beteiligen. Initiiert wurde der Event von der Gotthard-Raststätte anlässlich der Eröffnung ihrer neuen Infrastruktur Fahrtrichtung Süd. Zehn Finalisten, welche sich in einer Vorausscheidung gegen 50 Mitkonkurrenten durchgesetzt haben, stellten sich der Jury. Bestnoten erhält schliesslich «Tells Apfelrosen» nach dem Rezept von Martina Schuler aus Altdorf. «Tells Apfelrosen» werden nun ab Neujahr in der Küche der Gotthard-Raststätte serienmässig produziert und im Restaurantangebot integriert.
UW 101, 20.12.2017, S. 12.

Mittwoch, 14. Februar 2018
Der alte Braumeister übergibt dem neuen
Braumeister Michael Heilmair stiess 2010 zur neu gegründeten Stiär Biär AG. Sämtliche Bierrezepturen der Urner Kleinbrauerei hat Michael Heilmair entwickelt sowie den stetigen Ausbau der Infrastrukturen mitinitiiert und durchgeführt. Heute produziert Stiär Biär rund 1000 Hektoliter Bier pro Jahr. Anfang März kehrt Michael Heilmair zurück in seine Heimat nach Deutschland. Sein Nachfolger, Udo Zimmermann, nimmt seine Arbeit bei Stiär Biär bereits auf.
UW 12, 14.2.2018, S. 1, 5.

Donnerstag, 1. März 2018
Erstfelder Bierbrauerei
Die Erstfelderin Ruch will professionell zeigen, was sie in Sachen Bierbrauen kann. Bieruri heisst die Kleinbrauerei, die seit Dezember vergangenen Jahres im Handelsregister eingetragen ist. Die 52-Jährige und ihr Lebensgefährte richten die Anlage derzeit mit Genehmigung der Gemeinde Erstfeld im Keller ihres Hauses ein. Ab März geht es los: Angepeilt ist, 500 bis 600 Liter Bier im Monat beziehungsweise 6000 bis 7000 Liter im Jahr zu brauen. Brigitte Ruch setzt auf Bewährtes wie das Erstfelder Hausbier – ein bernsteinfarbenes, obergäriges Bier mit 5,3 Prozent Alkoholgehalt. Zur Auswahl wird es des Weiteren das Erstfelder Dinkel, Erstfelder Herb und das Erstfelder Haferflöckli geben. Im Sommer sollen noch ein erfrischendes Erstfelder Weizen- und ein Schwarzbier die Palette erweitern. Abgefüllt werden die Biersorten in verschiedenen Grössen, die von ½- und 1-Liter-Flaschen bis zu 5-Liter- Partyfässchen und 18-Liter-Fässern reichen.
UW 15, 24.2.2018, S. 13.

ABSTIMMUNGEN ZUM ESSEN UND TRINKEN

Datum Titel E/K UR CH
05.07.1908 Verbot der Herstellung von Absinth E Ja Ja
03.06.1923 Erweiterung des Alkoholmonopols (Bestimmungen über die gebrannten geistigen Getränke) E Nein Nein
03.03.1929 Gegenentwurf der Bundesversammlung bezüglich der Getreideversorgung der Schweiz E Ja Ja
03.03.1929 Getreideversorgung der Schweiz E Nein Nein
12.05.1929 Verbotsrecht der Kantone und Gemeinden für Trinkbranntwein E Nein Nein
06.04.1930 Erweiterung des Alkoholmonopols E Ja Ja
09.03.1941 Neuordnung des Alkoholmonopols (Reval-Initiative) E Ja Nein
14.03.1948 Ordnung der schweizerischen Zuckerwirtschaft E Nein Nein
23.11.1952 Brotgetreideversorgung des Landes E Ja Ja
30.09.1956 Revision der Brotgetreideverordnung E Nein Nein
24.11.1957 Übergangsordnung betreffend die Brotgetreideversorgung E Ja Ja
04.12.1960 Zusätzliche Massnahmen auf dem Gebiet der Milchwirtschaft E Nein Ja
16.05.1965 Milch, Milchprodukte und Speisefette (Milchbeschluss) E Ja Ja
01.02.1970 Inländische Zuckerwirtschaft E Ja Ja
03.12.1978 Milchwirtschaftsbeschluss E Ja Ja
30.11.1980 Revision der Brotgetreideordung E Ja Ja
25.09.1994 Aufhebung der Verbilligung von inländischem Brotgetreide aus Zolleinnahmen E Ja Ja
10.03.1996 Aufhebung der Pflicht zum Ankauf von Brennapparaten und zur Übernahme von Branntwein E Ja Ja
27.09.1998 Für preisgünstige Nahrungsmittel und ökologische Bauernhöfe E Nein Nein
29.11.1998 Befristet geltender, neuer Getreideartikel E Ja Ja

 

 
NAHRUNGSMITTEL-PRODUKTION

Übersicht
Fleischverwertung, Metzgereien
Viehzucht
Käsereien / Molkereien
Weinbau
Obstbau
Acker- und Gemüsebau
Pilzzucht
Imkerei
Diverses

FISCHZUCHT

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KULINARISCHES

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Texte und Angaben: Quellenverweise und Rolf Gisler-Jauch / Angaben ohne Gewähr / Impressum / Letzte Aktualisierung: 12.03.2018